Gewalttätige braune Streithähne

Dortmund – Die Auseinandersetzungen innerhalb der rechtsextremen Szene in Dortmund werden offenbar weiter mit harten Bandagen ausgetragen – die Polizei nahm drei mutmaßliche Neonazis vorläufig fest.

Freitag, 15. März 2013
Redaktion

Die Polizei habe einen „weiteren Anschlag“ auf das Haus ihres Kreisvorsitzenden Matthias Wächter verhindern können, meldete die Dortmunder NPD per Facebook in der Nacht zum Freitag. Nachdem die Täter einen Böller geschmissen hätten, seien sie in ihrem Fluchtfahrzeug gestellt worden. Die Dortmunder Polizei bestätigte auf Anfrage, dass drei Personen in der Nähe von Wächters Haus vorläufig festgenommen worden waren. Die drei seien dem Staatsschutz Rechts bekannt.

Die NPD hatte erst Anfang des Monats geklagt, dass Häuser von örtlichen Funktionären wiederholt beschmiert worden waren, unter anderem mit den Aufschriften „Jude“ und „Spitzel, Spalter, Hurensohn“. Zudem seien „Diffamierungsschreiben“ in Wächters Nachbarschaft verteilt und zum Schein auf seinen Namen Waren bestellt worden. (bnr.de berichtete) Die NPD benannte zwar nicht explizit die Konkurrenzpartei „Die Rechte“ (DR) als Urheber der Attacken. Doch sie ließ durchblicken, dass sie genau in diesem Spektrum die Verantwortlichen vermutet. Im Dortmunder DR-Kreisverband sammeln sich jene Neonazis, die zuvor bei der inzwischen verbotenen Gruppierung „Nationaler Widerstand Dortmund“ aktiv waren. Wächter hatte sich deren Feindschaft zugezogen, weil er sich im vorigen Jahr mit Erfolg gegen die Aufnahme ihrer führenden Köpfe in die NPD gewehrt hatte. (ts)

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