von Oliver Cruzcampo
   

Geldstrafen für Hansa Rostock

Anfang der Woche brummte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) dem FC Hansa Rostock eine Strafe von 10.000 Euro auf. Hauptsponsor Veolia hat daraufhin die Sponsorenleistung ebenfalls um 10.000 reduziert. Über den seinerzeit angedrohten Ausstieg im Falle fehlender Distanzierung des Vereins zu Ausländerfeindlichkeit und rechtsradikalen Tendenzen verliert das Umweltunternehmen hingegen kein Wort mehr. 

Am Montag verurteilte das Sportgericht des (DFB) den Verein zu 10.000 Euro Geldstrafe. Als Grund werden die bei mehreren Spielen entzündeten bengalischen Feuer genannt, berichtet der „Man drohte dem Verein mit einem Ausstieg und ließ dem Aufsichtsrat und Vorstand des FC Hansa einen zweiseitigen Brief zukommen. „Vor diesem Hintergrund fordern wir Sie auf, sich klar und deutlich von Gewalt, Ausländerfeindlichkeit und rechtsradikalen Tendenzen zu distanzieren“, hieß es in dem Schreiben.

Seitdem hat sich der Verein zwar von gewaltbereiten Fans distanziert, von letzteren beiden Vorwürfen jedoch nicht – zumindest nicht in der Öffentlichkeit. Man konnte sich lediglich zu einer Teilnahme an einem Aktionstag gegen Rechtsextremismus durchringen. Seit der Zustellung des Briefs an Aufsichtsrat und Vorstand des Vereins sind über fünf Monate vergangen, der Hauptsponsor scheint sich offenbar damit abgefunden zu haben.

Zugegebenermaßen: Um den einzigen Vorfall der letzten Monate, der mit „Ausländerfeindlichkeit und rechtsradikalen Tendenzen“ in Verbindung gebracht werden konnte, kümmerten sich die Fans des FC Hansa selber. Im August wollte eine 25-köpfige Abordnung um den NPD-Fraktionsvorsitzenden Udo Pastörs ein Hansa-Spiel besuchen. Doch dazu kam es nicht: Die Hansa-Fans hatten keine Lust auf die NPD-Reisegruppe und drängten sie unter „Nazis raus“-Rufen aus dem Block.

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