von Redaktion
   

„Freundeskreis Udo Voigt“ im sächsischen Reichenbach gegründet

Der im nordvogtländischen Reichenbach gegründete Freundeskreis hat zum Ziel, den ehemaligen NPD-Bundesvorsitzenden Udo Voigt wieder an die Spitze der rechtsextremen Szene zu bringen. Laut dem sächsischen Verfassungsschutz haben die Mitglieder des Freundeskreises eine Verbindung zur Kameradschaft „Revolutionäre Nationale Jugend“.  

Wie dieFreundeskreise gegründet hätten, deren Ziel es sei, Udo Voigt wieder in eine Spitzenposition zu bringen. Zu den Zielen der Organisation heißt es auf der Seite: „Darin vereinen sich über die Parteigrenzen hinweg deutsch-national gesinnte Patrioten, die Udo Voigt in seiner politischen Arbeit zum Zusammenschluß aller patriotischen Kräfte in Deutschland unterstützen wollen..“

Der sächsische Verfassungsschutz benennt den ehemaligen NPD-Funktionär Frank Rohleder als einen der Initiatoren der Freundeskreise: „Als Unterzeichner werden neben Rohleder ehemalige NPD-Funktionäre bzw Weggefährten wie Thorsten Heise, Uwe Meenen, Ulrich Pätzold und Ulrich Piper sowie der bekannte Revisionist Rigolf Hennig und der »Deutsche Stimme«Autor Dr. Kersten Radzimanowski genannt.“

Die Gründer würden die nationalen Kräfte außerhalb der NPD sammeln und dann gegen Apfels politischen Kurs vorgehen wollen. Voigt gelte dabei als „einigendes Symbol“. Der langjährige Parteichef hatte während seiner Amtszeit als NPD-Vorsitzender die Partei für radikale und militante Neonazis geöffnet. Sein Nachfolger Holger Apfel fährt nun den gemäßigteren Kurs der „seriösen Radikalität“.

Das Landesamt für Verfassungsschutz sieht in der Gründung der Freundeskreise neue Anzeichen für einen Machtkampf innerhalb der rechtsextremen Szene. „Sollten sich die Meldungen über die Gründungen der Freundeskreise bestätigen, so bahnt sich ein neuer Machtkampf an“, erklärt Pressesprecher Alrik Bauer gegenüber der Freien Presse Ende vergangener Woche.

Am Wochenende bestätigte die Behörde, dass es zwischen den Freundeskreisen und der Kameradschaft „Revolutionäre Nationale Jugend“ (RNJ) Verbindungen gibt. Aus datenschutzrechtlichen Gründen könnten allerdings keine personenbezogenen Informationen genannt werden.

Die RNJ galt als eine der aktivsten rechtsextremen Organisationen des Vogtlandes. Im September 2012 hätten sie ihre Selbstauflösung erklärt, weil „Mitglieder behördlichen Verboten und Repressalien ausgesetzt seien“. Neben verschiedenen Hausdurchsuchungen wurde ein Mitglied der Organisation wegen Volksverhetzung verurteilt. Es gebe jedoch Hinweise, dass die Kameradschaft ihre Strukturen lediglich nach Bayern verlegt habe und von dort aus weiter aktiv sei.

Auch zum Agieren über die sächsischen Grenzen hinaus machte der Verfassungsschutz keine Angaben. Laute der Freien Presse sei die rechtsextreme Szene des Vogtlandes aber eng mit den Strukturen in Bayern und Thüringen vernetzt.

Keine Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen