von Marc Brandstetter
   

Frei.Wild versucht Befreiungsschlag: Neue Webseite stellt „journalistisch-falsche und unprofessionelle Artikel“ an den Pranger

Frei.Wild reagiert mit einer eigenen Webseite auf die zunehmende Medienberichterstattung der letzten Wochen. Dort möchte die Band „auf journalistisch wertvolle und gut recherchierte Beiträge/Zitate, als auch journalistisch- falsche und unprofessionelle Artikel“ hinweisen. Ein gefährliches Spiel, das mit der Mär der (System)Presse ein weiteres rechtsextremes Klischee bedient, und zugleich Kritiker der umstrittenen Musikgruppe in ihrer Meinung bestärkt.

Die Kritik zahlreicher Print- und Onlinemedien ist an Frei.Wild nicht spurlos vorübergegangen. Die umstrittene Südtiroler Kapelle sieht sich zu Unrecht an den medialen Pranger gestellt. Die von einigen Journalisten vorgebrachten Argumente seien an den Haaren herbeigezogen. Die Band vertrete keine völkisch-nationalistischen Ansichten, sondern versteht sich als „unpolitische“ Musikgruppe, die keinem Lager – ob rechts oder links – zugehörig sei.

Begriffe wie Heimat und Volk würden in Deutschland mit einer ganz anderen Sensibilität ausgesprochen werden als in Südtirol, konstatiert Frei.Wild in der Frage-und-Antwort-Rubrik einer neuen Webseite. „Beide Begriffe sind in Deutschland eher negativ besetzt und belastet. Sie werden nur ungern benutzt, da sie schnell falsche Assoziationen hervorrufen. Das mussten wir erst lernen und stellte uns anfangs tatsächlich echt fassungslos.“

Dann folgt der Rechtfertigungsversuch: „Für uns Südtiroler unterliegen diese Begriffe im Sprachgebrauch überhaupt keiner wie in Deutschland grundsätzlich negativen Belastung. Die Assoziationen zur Heimat und dem eigenen Volk, d.h. zu den Menschen, die Südtirol leben, sind erst einmal positiv. Das klingt aus deutscher Sicht unter Umständen radikal. Allein die Begrifflichkeit, die Zusammenstellung der Wörter Heimat und Volk durch unsere Gegner soll uns unterstellen, dass Frei.Wild einen Nährboden für rechtsradikales Gedankengut säen. Diese pauschalisierende Aussage ist jedoch unbegründet und absurd.“

Philipp Burger (Gesang), Jonas Notdurfter (E-Gitarre), Christian Fohrer (Schlagzeug) und Jochen Gargitter (Bass) verlassen also den Schützengraben und blasen zur Gegenoffensive. Vor zwei Wochen haben sie eine Internetseite über „Die Macht der Medien“ an den Start gebracht. „In der Vergangenheit der Band gab es immer wieder Berichterstattungen, die schlicht und einfach nicht der Wahrheit entsprechen und mit objektivem Journalismus schlichtweg gar nichts zu tun haben“, heißt es im Eingangsstatement. „Hier werden wir sowohl auf journalistisch wertvolle und gut recherchierte Beiträge/ Zitate, als auch journalistisch- falsche und unprofessionelle Artikel hinweisen“, kündigt Frei.Wild an.

Im weiteren Verlauf zwängen die vier Männer um Frontmann Burger, der früher in der Rechtsrockband „Kaiserjäger“ hinter dem Mikro stand, fest ins enge Anti-Antifa-Konzept: „Damit sich auch jeder ein Bild davon machen kann, um wen es sich beim jeweiligen Autor und Medium handelt, versuchen wir nach und nach jedem Artikel den jeweiligen Autor zuzuordnen und Hintergrundinformationen zu liefern und mittels Pfeilkommentaren auf die größten Falschaussagen einzugehen“. Auf der Negativliste sind neben Artikeln des „Störungsmelder“, der taz oder des WDR auch einige Beiträge von ENDSTATION RECHTS. gelandet.

Frei.Wild entscheidet also, welche Veröffentlichungen der Wahrheit entsprechen und welche nur „Schlagzeile“ machen sollen. Mit welchem Recht nehmen die Musiker diese Unterscheidung in einer pluralistischen Medienlandschaft vor? Und wie passt dies in ihr selbst gewähltes „unpolitisches“ Image? Die Objektivität, die sie ihren Kritikern absprechen, lassen die Seitenbetreiber jedenfalls vermissen.

Indem Frei.Wild die „Macht der Medien“ beschwören, bedient sich die Band eines gängigen rechtsextremen Klischees. Auch die NPD singt gerne das Lied der „Systempresse“. Die rechtsoffenen Fans, die man auf den Konzerten doch gar nicht haben möchte, sehen so ihr Weltbild bestätigt. Ein gelungener Befreiungsschlag jedenfalls sieht anders aus.

Foto: Screenshot Facebook

Kommentare(38)

Der Verführer Donnerstag, 31.Januar 2013, 14:02 Uhr:
Schön, dass wir keineswegs voreingenommen sind, nicht wahr, Herr Brandstetter?
 
Kin S. Donnerstag, 31.Januar 2013, 14:22 Uhr:
"Frei.Wild entscheidet also, welche Veröffentlichungen der Wahrheit entsprechen und welche nur „Schlagzeile“ machen sollen. Mit welchem Recht nehmen die Musiker diese Unterscheidung in einer pluralistischen Medienlandschaft vor?"

Mit dem Recht, dass es um sie selbst geht und sie es am Besten wissen was stimmt und was nicht! Wenn jemand über sie, Herr Brandstetter, Gerüchte in die Welt setzt, wissen sie selbst doch auch am ehesten ob es stimmt oder nicht..
Ihr Artikel selbst ist das beste Beispiel für gnadenlos schlechten Journalismus ...
 
Thomas Donnerstag, 31.Januar 2013, 14:22 Uhr:
Ist das eigentlich Ihr Ernst? Jetzt wo die Band Frei.Wild ihre Statements äußern, will man diese wieder verdrängen, nur damit die Wahrheit nicht ans Licht kommt?

Journalismus verliert immer mehr an Gläubigkeit, es geht nur noch um das Geld und nichts anderes.

Wenn Frei.Wild eine Seite aufbaut, die einfach klären soll, was immer missverstanden wird, versucht natürlich die Seite Endstation Rechts, schnell wieder sich zu wehren, hauptsache keine Fehler einsehen.

Und was Frei.Wild anbelangt, dass es stimmt was wahr und was falsch ist? Ganz klar! Die Band muss ja wohl selber am Besten wissen, was nun der Wahrheit entspricht oder würden Sie, Herr Brandstetter das nicht tun?

Angenommen über Ihnen wird erzählt, Sie seien ein Vergewaltiger! Würden Sie das auf sich sitzen lassen, wenn es nicht stimmt? Nein! Sie würden genauso sich dazu äußern und Sie verbieten Frei.Wild nun indirekt sich zu äußern, da Sie ja nun schon bestimmen, was der Wahrheit entspricht.

Ich kann mir nur noch an den Kopf schlagen, wie man so viel Mist schreiben kann! Was hat man davon, die ganze Zeit sich zu streiten, wegen immer dem gleichen Thema?

Sie haben mit solchen Artikeln angefangen, also respektieren Sie bitte auch die Band, wenn sie sich dazu äußert. Es ist sehr kindisch von Ihnen, nur einen "Gegen-Artikel" zu erstellen, da Sie nun ein Geschädigter in diesem Sinne sind. Und schon wieder provozieren Sie mit solchen Artikeln!

Das ist reinster Kindergarten was Sie hier verbringen. Hoffentlich denken Sie mal darüber nach, wie unsinnig das Ganze jetzt schon wird. Mir bleibt da leider nicht mehr viel zu sagen.

Gruß
 
Steven Donnerstag, 31.Januar 2013, 14:38 Uhr:
:-) Der Artikel erinnert mich immer an eine ehemalige DDR Zeitung, schlechter Journalismus, Objektivitätslos und gleichgeschaltet. Wohin das geführt hat sollte allgemein bekannt sein.
 
Rainer Zufall Donnerstag, 31.Januar 2013, 15:21 Uhr:
Sehr guter Artikel, weiter so Herr Brandstetter. Auch wenn es die Fans dieser völkisch-nationalistischen Band nicht akzeptieren können, auch an Frei.Wild muss Kritik geübt werden können!
 
Otho Donnerstag, 31.Januar 2013, 15:26 Uhr:
Zitat auf dem Artikel:
„Die Assoziationen zur Heimat und dem eigenen Volk, d.h. zu den Menschen, die Südtirol leben, sind erst einmal positiv. Das klingt aus deutscher Sicht unter Umständen radikal.“

Wir haben hier eine relativ kleine autochthone-ethnische Gruppe, welche seit Ende des 1.Weltkrieges in einem Staat gehalten wird, aus welchen sie wohl heraus möchte. Eigentlich müßten unsere Linken Freunde sofort nach der UN und dem „Selbstbestimmungsrecht der Völker!“ rufen, wenn, ja, wenn dieses kleine Völkchen bloß nicht europäisch wäre und dazu noch deutsch sprechen würde. Denn das ist ja alles rechtsradikal und somit bäh, wie wir ja wissen. Selbst die Tatsache, daß das alte faschistische Italien diese Leute zwangsitalienisieren wollte, und Mussolini mit Hitler höchst persönlich Abkommen schließ, wonach das Süd-Tiroler Land weiterhin ein Teil Italiens bleiben sollte und die dort lebenden Süd-Tiroler in der Masse nach dem (nun ehemaligen) Ostdeutschland umgesiedelt werden sollten. All das interessiert hier nicht. Sie begehen Frevel alleine dadurch, daß sie positiv von ihrer Heimat singen und dadurch Jugendliche ansprechen. Wobei der Fakt, daß sie das in der deutschen Sprache tun, hier ausschlaggebend ist: denn letztlich hören unsere linken Freunde in Deutschland ja z.B. auch mit Begeisterung nationalistische Musik aus Irland, wobei man die Iren (zu Recht) als vom britischen Imperium unterdrücktes Volk ansieht. Und auch links-nationalistische Musik aus Katalonien und dem Baskenland hört man gerne, welche für ihr jeweiliges Volk ebenso ein Selbstbestimmungsrecht einfordern.
Tja, liebe FreiWildler, Ihr gehört eben dem falschen Volk an und sprecht die falsche Sprache. Seht es halt ein und hört endlich mit eurer „umstrittenen Musik“ (ich könnte Kotzen) auf. Unsere objektiven Medien wollen doch nur das Beste für euch, wann begreift Ihr das endlich?
 
NAME Donnerstag, 31.Januar 2013, 15:58 Uhr:
vielen dank das wir als fans so verachtet werden... langsam sollten die ganzen menschen mal nachdenken das sie nicht nur der band schaden sondern auch den fans die sie hören...und solche artikel sind der grund warum ich die letzten 10 jahre keine zeitung mehr gelesen habe da man eh nicht mehr weiß was wahr ist und was gelogen ist... vielen dank..... die fans von heute wären die leser von morgen, aber so weit wrd es nicht kommen mit solcher hetzjagd, schonmal dadran gedacht ;-)
 
Nico geht niemand was an Donnerstag, 31.Januar 2013, 16:59 Uhr:
Mal wieder ein Artikel der die Band Frei.Wild in die rechte ecke drückt genau aus diesem Grund gibt es erst die neue Seite.

Frei.Wild darf sich woll das recht rausnehmen eine eigene Seite zu starten auf der Sie entscheiden was über ihre Band wahr und was Falsch ist.
Den Sie müssen es ja am besten wissen.

Wer sich mal richtig mit der Band beschäfftigt und nicht nur das nachplappert was alle anderen auch sagen um Geld zu verdienen, merkt das diese Band nichts mit Rechten gemeinsam haben.

Aber dafür müsste man ja mal recherchieren und das nimmt ja wieder zu viel Zeit in anspruch.


So noch kurz zum Kommentar von Herrn Rainer Zufall

Zitat:

"Sehr guter Artikel, weiter so Herr Brandstetter. Auch wenn es die Fans dieser völkisch-nationalistischen Band nicht akzeptieren können, auch an Frei.Wild muss Kritik geübt werden können!"

Jeder darf Kritik an der Band üben aber es ist ein unterschied ob man berechtigte Kritik übt oder einfach nur haltlose Argument nutzt.

Und nur weil Frei.Wild zu ihrem Land stehen sind sie gleich rechts?

Nach dieser Logik sind also alle Rechts die zum Beispiel bei der Fussball-WM eine Deutschlandflagge am Auto, Haus etc. haben
den in diesem moment stehen sie zu ihrem Land und sind somit Rechts.

einfach mal drüber nachdenken

Gruß
N.G.
 
Marcel reicht Ranitzki ein Wasser Donnerstag, 31.Januar 2013, 17:33 Uhr:
Frei.Wild? Das ist doch diese musikalisch beschränke und lyrisch einfallslose Garagenband aus Norditalien, der man jedoch ein gewisses Händchen zur Verwendung eingängiger Melodien und Hooklines nicht ganz absprechen kann. Überbewertet, trotz alledem. Man macht von sich reden, auch bewusst über die Rechts-Schiene, erhält entsprechend Publicity und sammelt Fans im Lager der Enttäuschten der Republik. Fanbasis einen durch stammtischartiges Abgrenzen von den vermeintlich Bösen. Tut mir leid - das ist einfach nur platt.

Frei.Wild soll meinethalben stehen wo sie wollen, so lange sie mir aus der Sonne bleiben und auf meinen Konzerten niemand mit ihren T-Shirts aufläuft.

Weiter so wertes Endstation-Rechts-Team. Diese Berichterstattung über Endstation-Nationalrock ist sehr belebend und erfrischen zu lesen.
 
Freies Wildes Pogogirl Donnerstag, 31.Januar 2013, 18:49 Uhr:
ICH HAB ES SATT!!!!!!
Hörste Frei.Wild biste abjestempelt!!!!!!!!!!!!!!
Ehrlich Leute ich kann es nicht mehr hören und lesen!
Es soll doch mal so ganz im Ernst Menschen geben, die sich mit dem Inhalt der Songtexte auseinander setzen, ihn verstehen und sich damit identifizieren. Leider haben eben diese Leute ein Niveu das jenseits des "geistigen Ergusses" mancher Presse Leute liegt.
Da braucht mir auch keiner kommen, von wegen Heimat und Volk sind in Deutschland negativ besetzt. Wir haben gerufen "wir sind ein Volk" (...) und wir tragen mit, mehr oder weniger, Stoz unsere Fahne an diversen Autoteilen, wenn 12 Männer, diverser Herkunftsländer, für uns Tore schießen.
Und um diesem eins drauf zusetzen lassen wir Frei.Wild auf der Fanmaile singen... das nenn ich eine gründliche Vorinformation. Oder einfach nur Neid, den gewisse Menschen in sich tragen, weil sie neben ihrem Gehalt noch "stempeln" gehen und die Jungs von Frei.Wild das Leben leben...
Ich glaub, die "PresseFreunde" haben in der nächsten Zeit viel zu tun:
Sie müssen eine neue Schublade bauen; da sind Menschen,keine Neonazis und keine Punks, trotzdem Menschen die rebellieren und den Tatsachen ins Gesicht sehen, blöderweise nur nicht von weiten zu erkennen.... Nun los Axe. Sp.in.er und Co fangt an zu basteln und lasst es mich wissen!!!!
Für den Fall, dass euch nichts einfallt in Sachen "Schublade" kümmert Euch doch bitte um die wirklich wichtigen Sachen im Leben... wie wäre es mit Sinnlosen debatten im Bundestag, der stätigen Veschuldung Deutschlands, während wir Rettungsschirme in die Luft schießen, oder Kinder, die nicht so leben wie sie es eigentlich sollten ???
Nein da ist es doch ein leichtes sich mit "an den Haaren herbei geholtem Scheiß" zubefassen....
 
john doe Donnerstag, 31.Januar 2013, 19:06 Uhr:
ohje leute

was ist das für ein schlechter bericht von endstation-rechts! da stellt sich mir die frage ob die redaktion sich einmal mit der band zusammengesetzt hat und mit den jungs gesprochen hat? schreibt ihr nur was ihr vom hörensagen mitbekommen habt?

ein sehr gutes weil objektives interview mit der band gibs hier

http://fernsehkritik.tv/folge-106/Start/#jump:1-39 (19min)

das komplette interview gibs hier (45min)
https://www.youtube.com/watch?v=y2Ho7u6IiDo

ich empfehle beides nacheinander anzuschauen


schaut euch mal das interview an und entscheidet danach nochmal. wer sogar noch interesse hat weil er manche sachen anders sieht kann sich gern auf der seite die postecke zur 106 folge anschauen. da wird das interview 60 min lang noch einmal ausführlich erläutert und offene fragen beantwortet!!!!

wenn ihr lust habt könnt ihr mal eure meinung zu den interview hier schreiben.

ich bin kein fan von freiwild!!! meiner meinung nach ist aber die kritik die der band entgegengebracht wird falsch!!!
 
Rainer Zufall Donnerstag, 31.Januar 2013, 21:18 Uhr:
@Nico
Nach meiner Meinung ist die Argumentation hinter dem Artikel nicht fragwürdig. Natürlich darf auch Frei.Wild seine Sicht auf irgendeiner Internetseite kundtun, aber auch an der Kritik der Kritik ist Kritik gerechtfertigt.
@Otho
Der Begriff "autochthon" in Bezug auf Menschen zeugt klar von einem rechtsoffenen bis rechtsaffinen Weltbild, denn letztlich sind alle Menschen außerhalb Afrikas Nachfahren von Einwandern.
 
John Donnerstag, 31.Januar 2013, 21:18 Uhr:
@Name
Geh mal spasseshalber in den Shitstorm den Deine Fan-Buddys auf der Seite von jennifer Rostock veranstaltet haben. Dort wird kräftig mitgemischt und jeder alte und aktuelle Nazidiskurs bedient.

Je länger man sich mit den "Fans" der Band beschäftigt, desto unterirdischer wird es. Das scheint auch zumindest einen Teil der Fans zu spalten. Wirklich interessant. Und es passt auch, das zumindest in besagtem Shitstorm die "Identitären" inzwischen kräftig mitmischen und entsprechende Fangruppen sammeln. In allen Diskussionen zeigt sich die große Anschlussfähigkeit, die Frei.Wild ganz offensichtlich anbieten. Das ist keine Band mit Rechtsdrall - dass ist eine Rechtsrockband.
 
Smoky Dieter Donnerstag, 31.Januar 2013, 21:40 Uhr:
erstmal kleiner kommentar zu dem post von Nico:

Zitat:

"Nach dieser Logik sind also alle Rechts die zum Beispiel bei der Fussball-WM eine Deutschlandflagge am Auto, Haus etc. haben
den in diesem moment stehen sie zu ihrem Land und sind somit Rechts.
"

das was du beschreibst nennt sich schlicht Patriotismus. dass Patriotismus aber natürlich rein gar nichts mit nationalismus zu tun hat (ironie; für alle die es nicht verstehen), das wissen wir ja alle und deswegen brauchen wir darüber ja gar nicht sprechen... ist ja aber auch eigentlich gar nicht das thema.

jedenfalls, herr brandstetter, ist das, was sie in ihrem artikel beschreiben, ja nun tatsächlich alles andere als neu, aber nichts desto trotz ist es wichtig immer wieder auf sowas hinzuweisen.
 
Amtsträger Donnerstag, 31.Januar 2013, 22:55 Uhr:
Nur weil eine Person Gerüchte über sie selbst am besten beurteilen kann heißt das nicht, dass die Äußerungen auf der Webseite der Wahrheit entsprechen.

Tatsächlich ist die Auflistung der Autoren eine eher befremdliche Maßnahme. Was soll es bringen? Was will die Band damit erreichen?

Zu den Gerüchten könnte sich die Band auch ohne Nennung der Autoren und "Hintergrundinformationen" äußern.

Ich stelle mir natürlich die Frage, was das für Hintergrundinformationen sein sollen. Vielleicht andere Artikel? Oder doch Klarname, Adresse, Telefonnummer, Kinder...?

P.S.: Lieber Name

"und solche artikel sind der grund warum ich die letzten 10 jahre keine zeitung mehr gelesen habe da man eh nicht mehr weiß was wahr ist und was gelogen ist"

Die andere Variante wäre natürlich sich bei möglichst vielen unterschiedlichen Quellen zu informieren.
Nur weil man eine Medium rezipiert, muss man ihm noch lange nicht zustimmen. Im Medienzeitalter ist es ja gerade die große Aufgabe sebst zu entscheiden, wem oder was man glaubt.
 
Wormser93 Freitag, 01.Februar 2013, 04:30 Uhr:
Hier wird ein "Ich-weiss-es-besser" im negativsten Niveau geliefert.
Ja lieber Herr Brandstetter, DAS erinnert mich an Vorschulzeiten. Da muss man für solche Aktionen auf die "stille Treppe", was Ihnen auch nicht schaden würde.

Wahrheiten verschließen und den eigenen Mist hervorheben. Sehen Sie es nicht langsam ein, dass Ihre Gedächtnis nicht zu 100% leistungsfähig ist? Wäre alles in Ordnung, würden Sie einsehen, dass an Ihrer Behauptung kein Funken Wahrheit zu vernehmen ist.

Aber nein, das wollen Sie nicht einsehen. Sie sind der Größte und Allwissende. Amen.
 
Alex Freitag, 01.Februar 2013, 07:33 Uhr:
@ Marc Brandstetter

"Frei.Wild entscheidet also, welche Veröffentlichungen der Wahrheit entsprechen und welche nur „Schlagzeile“ machen sollen. Mit welchem Recht nehmen die Musiker diese Unterscheidung in einer pluralistischen Medienlandschaft vor?"

Naja wie bereits von anderen gesagt greifen diese Artikel die Band an. Und in dem Artikel hier vermisse ich den Zusatz, dass die Band diese "schlechten" Artikel durch Kommentare richtig stellt. Was ist daran bitte falsch? Ich meine die Band begründet sogar ihre Auswahl durch die kommentare. Begründungen kann man allerdings oftmals in den Artikeln nicht finden, nur Vermutungen.

"Und wie passt dies in ihr selbst gewähltes „unpolitisches“ Image? Die Objektivität, die sie ihren Kritikern absprechen, lassen die Seitenbetreiber jedenfalls vermissen."

Objektivität lassen die Seitenbetreiber vermissen? Objektivität heißt Dinge zweiseitig zu betrachten.
Erste Frage: Passiert das in den Angeprangerten Artikeln? Antwort: Nein!
Zweite Frage: Warum ist der Betreiber nicht objektiv? An welcher Stelle betrachtet er etwas nicht von zwei Seiten? Beziehungsweise an welcher Stelle ist das notwendig? Wenn du etwas richtig stellst, bist du doch automatisch Subjektiv, also wenn man davon überhaupt sprechen kann...

"Auch die NPD singt gerne das Lied der „Systempresse“. Die rechtsoffenen Fans, die man auf den Konzerten doch gar nicht haben möchte, sehen so ihr Weltbild bestätigt. Ein gelungener Befreiungsschlag jedenfalls sieht anders aus."

Soll Frei.Wild darauf rücksicht nehmen? Weil Spinner meinen dazugehören zu müssen, soll Frei.Wild kuschen? Der Meinung des Autors nach muss man jede Aktion genaustens überdacht werden und zwar in der Hinsicht ob es ins Rechte Klischee passt oder nicht. Eine solche "Verbotsliste" ist lang und das ist in meinen Augen eine Art von Musikerzensur. "Du bist nur ein glaubwürdier Musiker, wenn du das das und das nicht machst!" So kommt mir das vor. Und mit solch einem Denken wird der Band Intolleranz vorgeworfen? Demokratiefeindlichkeit? Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen...

@John

Da du die fans ansprichst, möchte ich dir dazu einen kleinen Hinweis geben. Die Band selbst hat diesen Shitstorm, der teilweise extremste Ausmaße annimmt, hart kritisiert und dazu aufgerufen das zu lassen. In meinen Augen sind das auch keine Fans. Sondern nur Spinner. Dazu kommt noch, dass da leute Drohungen und anderen Sch*** posten, ohne Fan der Band zu sein.
Diesen Shitstorm mit in eine Argumentation einzubauen ist deshalb ziemlich unpassend.
 
Dennis Sommer Freitag, 01.Februar 2013, 07:50 Uhr:
Also bei uns gegenüber ist das Velodrom. Dort hat vor wenigen Wochen ein Freiwild Konzert statt gefunden. Die Fans die dort anrückten waren ALLE aggressiv, laut, primitiv und wirkten nicht nur auf mich bedrohlich. Glatze, Bierflasche und triebhafte, feiste Gesichter die einen unangenehm und distanzlos anglotzten. Mein innerer Nazialarm hat sofort heftig ausgeschlagen. (Der ist hier im Friedrichshain hoch sensibel eingestellt) Erst durch eine kurze Recherche kam ich dann zum Freiwild Kontext. Wenn das keine braunen Gesellen waren soll mir ein Bein abfaulen...
 
Alex Freitag, 01.Februar 2013, 08:24 Uhr:
@ Dennis Sommer

Ich unterstelle dir eiskalt das du bewust scheiße laberst. Wie komme ich darauf?
1. Gibt es mehrere Aussagen von Anwohnern und Besuchern des Schwimmbades, welche die wartenden Fans als sich angemessend verhaltend beschrieben haben. (PS: selbst der Aspekte bericht hat ncihts von deinen Schilderungen bestätigt, obwohl sie draußen gefilmt und interviewt haben. Das hätte ihren Artikel allerdings bestätigt.)

2. habe ich dort mit meinen Kumpels seit 15.00 gestanden. Da du mich mit ALLE direkt angreifst, ohne mich auch nur ansatzweise zu kennen, unterstelle ich dir Realitätsverlust, der sich darin äußert, dass du alles und jeden als Feind ansiehst, der nicht deiner Meinung (in diesem Fall Frei.Wild ist rechts) entspricht.
(Ich nehme dir nicht ab, dass du Frei.Wild bis dato nicht kanntest)

3. Ich habe aus jucks Bilder von der wartenden Masse gemacht. Deiner beschreibung nach hatten alle ne Glatze. Ziehen wir mich und meine Kumpels, die Frauen und den Rest ab, der keine Glatze hatte, kommen wir auf maximal 8% der wartenden auf meinen Fotos die eine Glatze hatten. Vieleicht waren sie sogar tatowiert und muskolös. (oha Nazis? verdammt)

4. Da du wahrscheinlich das nicht mitbekommen hast, weise ich dich darauf hin, dass es kaum eine zerdepperte Bierflasche gab.Fast alle Flaschen standen fein aufgereit an der halle oder an der Abperrung. Das hat im übrigen der Veranstalter bestätigt. Ich gebe zu das hat mich auch verwundert, weil sonst immer bei solchen Menschenmassen etwas zu bruch geht.

5. Du wagst es menschen auf Grund ihres Aussehens und ihres Musikgeschmacks in die Rechte ecke zu schieben? Was glaubst du eigentlich wer du bist?

Fault das bein schon? Du solltest mit deinen Wünschen vorsichtig sein!
 
musikfan Freitag, 01.Februar 2013, 09:27 Uhr:
@Dennis sommer

Dann hör doch lieber das:
http://de.wikipedia.org/wiki/Oktoberklub
Passt besser zu dir.

"Wenn das keine braunen Gesellen waren soll mir ein Bein abfaulen..."

und, schon die ersten anzeichen von nekrose
bemerkt?
 
bc Freitag, 01.Februar 2013, 09:34 Uhr:
@marc brandstetter

sie liefern frei.wild-kritiken am laufenden band, ohne dass es substantiell neues zu sagen gaebe. alles was ich faktisch diesem artikel entnehmen kann, ist es nicht wert erwaehnt zu werden.

sie fragen allen ernstes, mit welchem recht die band ihre darstellung veroeffentlicht?

damit machen sie sich und ihre sache laecherlich!!!

natuerlich hat die band ein recht auf gegendarstellung. das ganze nennt sich meinungsfreiheit. die zu verteidigen sollten sie antreten.

herr brandstetter, ohne dass ich beurteilen kann, ob an ihrer bandkritik was dran ist oder nicht - aber nicht erst seit diesem artikel beschleicht mich das gefuehl, dass:

a) sie nicht mehr in der lage sind objektiv zu berichten und aus jedem pups einen skandal machen

b) es nicht gut ist, wenn man sachen ueberbewertet.

suchen sie sich mal zur abwechslung ein neues thema! was sie zu sagen hatten ist gesagt, sie erreichen niemanden, wenn sie sich nur immer wieder im kreise drehen.
 
Frei Wild Supporter Freitag, 01.Februar 2013, 09:42 Uhr:
Warum wird mein Beitrag nicht veröffentlicht? Soviel zum Thema Zensur.
 
Otho Freitag, 01.Februar 2013, 10:42 Uhr:
Zu Dennis Sommer:

„Mein innerer Nazialarm hat sofort heftig ausgeschlagen.“
Der Satz ist klasse, den hab‘ ich mir sofort in meine angelegte Liste für „highlights“ aus dem „das-geht-jetzt-aber-mal-gar-nicht“-Bereich kopiert :D!
Ist es denn in Berlin mittlerweile schon so schockierend, männliche Deutsche ohne androgynes Äußeres zu sehen? Oder haben in der Hauptstadt darauf alleine Ahmed und Co. Ein Patent?

Zu Rainer Zufall:

Ich würde ja noch weiter zurück gehen: dann sind nämlich nicht nur alle Menschen Afrikaner, sondern auch –ihrer evolutionären Entstehung her- „Menschenaffen“, Fische und natürlich auch Bakterien. Aber sollen wir deswegen jetzt aufhören uns die Zähne zu putzen, da hierdurch Bakterien umkommen (weiterführend zur Problematik: die Zenons Paradoxien)? Eine Verneinung von Autochthonie hat rein gar nichts mit der Lebenswirklichkeit des Menschen zu tun. Aber für weltfremde Theorien haben die Linken ja eh ein großes Faible.
 
verbrennt keine Bücher Freitag, 01.Februar 2013, 10:55 Uhr:
Sind hier die "Gutmenschen" am Werk, die in ihrem überschäumenden, revolutionären Eifer auch alle Kinderbücher nach Begriffen wie z.B. "Negerkönig" (Pipi Langstrumpf) durchsuchen. Und so den jeweilgen Künstler und seine Werke nachträglich einer Gesinnungszensur unterziehen- sprich-moderne Bücherverbrennung!
Deutschland mit kommt das k......!
 
ER-Redaktion Freitag, 01.Februar 2013, 11:45 Uhr:
@Frei Wild Supporter: Ihre Beiträge werden veröffentlicht, wenn Sie - wie in einer Diskussion üblich - auf Beleidigungen, Pöbeleien & persönliche Angriffe verzichten. Steuern Sie einen sachlichen Kommentar bei, wir werden ihn veröffentlichen. So einfach ist das.
Die Redaktion
 
Roichi Freitag, 01.Februar 2013, 12:41 Uhr:
Es ist jedesmal interessant, dass sofort die einschlägigen Fans, wahrscheinlich auch noch jedesmal mit der selben IP hier ankommen und einen Artikel unverstanden versuchen schlechtzumachen.
Denkt doch einmal nach, bevor ihr schreibt.


@ Kin

Außer Parolen hast du nichts vorzubringen?
Gegen falsche Berichterstattung kann man sich wehren.
Zu bestimmen, wer gut und wer schlecht recherchiert hat, aufgrund des Ergebnisses, ist einfach nur lächerlich.
Und der Artikel hier ist reichlch zutreffend. Er beleuchtet nämlich, dass dieses Vorgehen einen ganz konkreten Hintergrund hat, der die Distanzierungen der Band unglaubwürdiger werden lässt.


@ Thomas

"Jetzt wo die Band Frei.Wild ihre Statements äußern, will man diese wieder verdrängen, nur damit die Wahrheit nicht ans Licht kommt?"

Wiso verdrängen?
Sie dürfen das äußern. Sie tun es auch. Und dafür wie sie es machen werden sie kritisiert.

"Journalismus verliert immer mehr an Gläubigkeit, es geht nur noch um das Geld und nichts anderes."

Der Satz ist lustig.
Kannst ja mal rausfinden, wieviel diese Seite so verdient.

"Die Band muss ja wohl selber am Besten wissen, was nun der Wahrheit entspricht "

Das heißt nicht, dass sie das auch schreiben.
Schonmal daran gedacht, dass der Band an einem gewissen Image gelegen ist.

"Sie würden genauso sich dazu äußern und Sie verbieten Frei.Wild nun indirekt sich zu äußern,"

Falsch. Man kann juristisch gegen solche Behauptungen vorgehen.

"Ich kann mir nur noch an den Kopf schlagen, wie man so viel Mist schreiben kann!"

Offenbar hat das deinem Kommentar nicht geholfen. Denn außer "Mist" kommt da nicht viel.

"Sie haben mit solchen Artikeln angefangen"

Kindergartenargumentation.
Es geht nicht darum, wer angefangen hat.
Es geht um Journalismus. Dieser kann auch unangenehme Dinge aufdecken.

"Mir bleibt da leider nicht mehr viel zu sagen."

Na hoffentlich.


@ Otho

"Wir haben hier eine relativ kleine autochthone-ethnische Gruppe, "

Ich könnt mich ja jedesmal weglachen, bei dem Begriff.
Wird er doch nie richtig verwendet, sondern immer im rassistischen Sinne.

"Wobei der Fakt, daß sie das in der deutschen Sprache tun, hier ausschlaggebend ist:"

Nö. Denn die Kritik richtete sich immer nur auf den Inhalt, nie auf die Sprache.
Den Rest deines Kommentars kann man stehen lassen. Das macht sich schon selbst lächerlich.


@ Name

"vielen dank das wir als fans so verachtet werden"

Auch wenn es falsch ist, Bitteschön.

"langsam sollten die ganzen menschen mal nachdenken das sie nicht nur der band schaden sondern auch den fans die sie hören"

Vielleicht sollten die Fans mal nachdenken, was sie da hören. Aber nee. Das wäre zuviel verlangt.


@ Nico

"Frei.Wild darf sich woll das recht rausnehmen eine eigene Seite zu starten auf der Sie entscheiden was über ihre Band wahr und was Falsch ist."

Klar dürfen sie das.
Nur muss ihnen niemand glauben schenken.
Aber dir wäre wahrscheinlich auch die Erde als Scheibe zu verkaufen, wenn nur irgendwo geschrieben würde, das wäre nicht so.

"Den Sie müssen es ja am besten wissen."

Jup. Das heißt aber nicht, dass sie auch die Wahrheit sagen.
Die Band verkauft ein Image, mehr nicht.

"Und nur weil Frei.Wild zu ihrem Land stehen sind sie gleich rechts?"

Nö. Das wurde wesentlich differenzierter, auch hier auf der Seite, geäußert.
Mit solchen Vereinfachungen wirst du der Kritik nichts entgegnen können.


@ Pogogirl

"ICH HAB ES SATT"

Ich auch. Jedesmal etliche gleichlautende Kommentare, ohne Bezug zum Thema dafür mit viel Abfeiern der Band.
Warum musstest du also auch noch hier einspringen? Und das ohnehin nicht vorhandene Niveau noch unterbieten.
Wenn es dich stört musst du ja nicht hier mitlesen.


@ doe

"ein sehr gutes weil objektives interview mit der band gibs hier"

Dazu wurde allerdings schon so einiges gesagt.
http://www.endstation-rechts.de/index.php?option=com_k2&view=item&id=7946:freiwild-und-die-gutmenschen-verschw%C3%B6rung-%E2%80%93-herr-burger-wie-w%C3%A4re-es-mit-einem-ausstieg?&Itemid=405
Objektiv ist es für dich wohl nur, weil darin nichts Kritisches vorkommt.

"wenn ihr lust habt könnt ihr mal eure meinung zu den interview hier schreiben."

Wer bist du, dass du das hier so großherrlich anbietest.
Die Meinungen dazu wurden schon geschrieben.
Dazu bedarf es keiner Erlaubnis.


@ Wormser

Auch du bist offenbar nicht in der Lage reflektiert über deine Umwelt nachzudenken.
Bei dir gibt es nur wir oder ihr.
 
Mat Freitag, 01.Februar 2013, 13:11 Uhr:
Lieber Kin S,

mit welchem Recht wollen Sie jemandem generell absprechen, eine Gegendarstellung zu einem seiner Auffassung nach unrichtigen Pressetext zu verfassen?

Auch das macht unseren Medienpluralismus und damit unsere demokratische Grundordnung aus: jemandem in den Medien die Möglichkeit zu geben, die Medien zu kritisieren.

Was die Kritiker von Herrn Brandstetter betrifft: Ich bin über seine Einschätzung nicht überrascht. Das ist nun mal eine politische Seite, und da werden politische Meinungen vertreten. Wer Objektivität und Ausgewogenheit sucht, wird sie nie nur auf einer einzigen Seite finden. Auch nicht auf dieser.
 
Otho Freitag, 01.Februar 2013, 14:07 Uhr:
@ Roichi

"Nö. Denn die Kritik richtete sich immer nur auf den Inhalt, nie auf die Sprache."

Ich könnt mich ja jedesmal weglachen. Sprache spielt hier als kommunikative Vermittlungsweise natürlich eine immens große Rolle. Oder glaubst du im Ernst, auf "Endstation-Rechts" würde ein Beitrag über eine schwarz-afrikanische Musikgruppe erscheinen, welche auf Deutschland-Tournee geht und dabei auf Swahili in höchsten Tönen ihre Heimat besingt? Den Rest deines Kommentars kann man stehen lassen. Das macht sich schon selbst lächerlich.
 
Franz von Sickingen Freitag, 01.Februar 2013, 17:45 Uhr:
"Oder glaubst du im Ernst, auf "Endstation-Rechts" würde ein Beitrag über eine schwarz-afrikanische Musikgruppe erscheinen, welche auf Deutschland-Tournee geht und dabei auf Swahili in höchsten Tönen ihre Heimat besingt?"

Ich nenne einfach nur Midnight Oil – "The Dead Heart". Hier wird mit Krokodilstränen die Zerstörung der Kultur der Aborigines besungen.
Midnight Oil ist schon eine ausgezeichnet Kapelle, aber diese linke Heuchelei in Fragen identitärer Kultur ist einfach unerträglich.

FreiWild hat eine Schwäche. Dies ist nicht der Inhalt ihrer Lieder. Es ist die eingeschränkte Fähigkeit, Lyrik und Musik in Einklang zu bringen. Da wird zu viel Text, zumeist sehr konstruiert und mehr schlecht als recht gereimt, in ein Lied gepresst, Metrum und Rhythmus stimmen häufig nicht. Für musikalische Ohren ist dieses musikalische Unvermögen eher eine Zumutung als ein musikalischer Genuss. -

Mit einer Schere im Kopf und mit zweierlei Maß messende Leute wie Brandstetter sind es aber, die mittelmäßige Musikkapellen erst groß machen.
Es ist dann wie eine Art Ping Pong Spiel: Dass sich FreiWild nun zur Wehr setzt, ist also nachvollziehbar. Die Gesinnungsjournalisten sind natürlich verschupft, weil sie wissen, dass die Band mittlerweile einen größeren Aktionsradius hat, als sie ihn haben. Ja, die Angst um den Verlust der Deutungshoheit geht herum.
 
Ex-Hellersdorferin Freitag, 01.Februar 2013, 19:38 Uhr:
@Otho

"Ist es denn in Berlin mittlerweile schon so schockierend, männliche Deutsche ohne androgynes Äußeres zu sehen?"

Oje, meinen Sie die Nerds, die sich im "Henker" die Kante geben (einschließlich Lokal"größe" Schirm-Schläger-Schmidtke)? Brr, ganz, ganz gruselig! Welche Frau mit Verstand findet an denen irgendwas Männliches?
Stopp: MarliesmarlisMarlismarlies natürlich! Die fand meinen ehemaligen rechten Sauf-Gröl-Nachbarn in einem anderen thread ja auch sympatisch, die Arme.
Und der Unamüsierte hatte Mitleid mit ihm, weil niemand an seine (des Nazi-Asi-Nachbarn) Tür klopfte, um ihm einen hochbezahlten Job zu geben, für den dieser auch noch früh aufstehen und was leisten musste. Sie (Marlies... und not amused) kannten ihn offenbar. Feiner Umgang!
 
Roichi Samstag, 02.Februar 2013, 11:47 Uhr:
@ Alex

Ich denke, mit der Tatsache der Richtigstellung an sich ist kein Problem verbunden. Eher mit der Art und Weise wie das geschieht. Diese erinnert nämlich stark, wie auch im Artikel beschrieben, an gewisse rechte Seiten.
Wieder ein Indiz, dass die Glaubwürdigkeit der Distanzierungen in Frage stellt.
Auch ist natürlich der Anspruch zu selektieren, wer gut und wer schlecht recherchiert ein recht selbstherrlicher. Man weiß ja nicht, ob die Band die Wahrheit sagt, oder nur versucht ein Image zu pflegen.
Das Alles wird hier kritisiert. Nicht die Richtigstellung an sich.

Ob die Band durch die Artikel angegriffen wird, oder es sich eben um berechtigte Kritik handelt, wird wohl vom Standpunkt abhängen. Die Fans, die hier schreiben sehen alles als Angriff, was kein Loblied ist. Ich sehe das bisher, von kleineren Ausnahmen abgesehen, also berechtigte Kritik. Dazu kann, soll und darf sich die Band natürlich äußern. Nur so kann eine Diskussion entstehen.

Zur Objektivität bleibt zu sagen, dass sich die Kritik im Artikel auf eine Aussage der Band, eine Beschwerde, über mangelnde Objektivität bezog, die sie dann aber selbst nicht einhalten. Natürlich ist eine Erwiderung nicht objektiv. Wenn man allerdings den Anspruch an Andere erhebt, sollte man diesen doch selbst versuchen zu erfüllen.
Das ist hier der Knackpunkt. Dazu muss man aber nicht völlig objektiv sein.

Was sie Systempresse angeht, so ist eben auch hier, wie shcon oben das Problem, dass die Band Verhaltensweisen und -muster der Rechten einfach übernimmt, um mit Kritik umzugehen, bzw. sich derer zu entziehen.
Das passt auch nicht in das Bild, das die Band gerne von sich selbst zeichnet. Wieder ein Indiz, das kritisiert wird.

Es ergibt sich eben ein Bild, dass der Außendarstellung der Band widerspricht. Und die Band versucht nicht das konsequent zu ändern, sondenr schimpft auf die, die dieses Bild publik machen.
Hier ist das Grundproblem zu finden.
Die Glaubwürdigkeit der Band. Und deren Image.
Wenn die Band sich wirklich vom braunen Image lösen will, kann sie das tun, muss es aber auch glaubwürdig vertreten.
Das wird zurecht als bisher nicht geschehen kritisiert.

Ich hoffe, ich konnte ein wenig klarmachen, woran es hakt.


@ Otho

Hast du nicht mehr, als rassistische Sprüche beizutragen?

"Eine Verneinung von Autochthonie hat rein gar nichts mit der Lebenswirklichkeit des Menschen zu tun."

Es sei denn man setzt den Begriff im Sinne des Rassismus ein, so wie du es machst, um daraus Rechte zu begründen. DAnn aht das garantiert nichts mit der Realität zu tun. Sondern nur mit Machtstreben.

" Sprache spielt hier als kommunikative Vermittlungsweise natürlich eine immens große Rolle. Oder glaubst du im Ernst, auf "Endstation-Rechts" würde ein Beitrag über eine schwarz-afrikanische Musikgruppe erscheinen, welche auf Deutschland-Tournee geht und dabei auf Swahili in höchsten Tönen ihre Heimat besingt?"

Ging es um das Besingen der Heimat?
Nein.
Du hast also daneben gegriffen.
Und die Sprache war nie Thema. Auch englischsprechende Nazibands werden ja nicht wegen ihrer Sprache kritisiert. Jetzt dürfen sich die "Fans" wieder aufregen.


@ Franz

"Ich nenne einfach nur Midnight Oil – "The Dead Heart"."

Wie immer fällst du völlig aus dem Thema um dann natürlich, ganz der Franz, irgendwas zu finden, dass "die Linken" doch mindestens genausoschlimm wären.
Dabei ist das mal wieder nicht Thema.
 
Chezuz Samstag, 02.Februar 2013, 11:51 Uhr:
"Es ist die eingeschränkte Fähigkeit, Lyrik und Musik in Einklang zu bringen. Da wird zu viel Text, zumeist sehr konstruiert und mehr schlecht als recht gereimt, in ein Lied gepresst, Metrum und Rhythmus stimmen häufig nicht. Für musikalische Ohren ist dieses musikalische Unvermögen eher eine Zumutung als ein musikalischer Genuss."

Soweit kann ich ihnen ausnahmsweise mal zustimmen
 
Alex Samstag, 02.Februar 2013, 13:49 Uhr:
@Roichi

Eine sehr schöne sachliche Darstellung, aber an ein paar Stellen bin ich hängen geblieben:

"Auch ist natürlich der Anspruch zu selektieren, wer gut und wer schlecht recherchiert ein recht selbstherrlicher. Man weiß ja nicht, ob die Band die Wahrheit sagt, oder nur versucht ein Image zu pflegen."

Es ist ja nicht so, dass die band nicht begründet, warum etwas schlecht oder gut ist. Bei den "schlechten" Artikeln wird ja durch Kommentare auf die Fehler hingewiesen. In vielen Fällen sind dies Fehler, welche durch etwas mehr Recherche in diese Richtung nicht passiert wären. Des weiteren, ist diese Aufsplittung auch nur die Meinung der Band.
Die Frage ob sie die Wahrheit sagen, kann man denke ich bei jeder Person oder Band stellen. Es wird wohl recht schwer, bzw. fast unmöglich dieses herauszufinden. Außer natürlich Aussagen decken sich nicht mit Taten.

"Die Fans, die hier schreiben sehen alles als Angriff, was kein Loblied ist. Ich sehe das bisher, von kleineren Ausnahmen abgesehen, also berechtigte Kritik."

Ich kann dieser Tatsache zustimmen. Allerdings hat dies auch seine Gründe. Wie bereits in einem anderen Kommentar angesprochen sind viele Artikel meiner Meinung nach oftmals mit den gleichen Inhalten gefüllt, welche allerdings schon mehrmals wiederlegt bzw. erklärt worden sind. Ich sage mal, ob man der Band die Erklärung abnimmt oder nicht, auch ein Kritischer Artikel sollte die Meinung der Band, als Erklärung, abdrucken. Als Beispiel nehme man Strophenteile über Heimatliebe, welche teilweise als Nationalismus dargestellt werden, ohne die Empfindung der Südtiroler, welche in der Hinsicht nun mal anders ist, daneben zu stellen. Eine Erklärung bleibt somit aus, und in meinen Augen wird in diesem Punkt eine Kritik zu einem Angriff.

"Natürlich ist eine Erwiderung nicht objektiv. Wenn man allerdings den Anspruch an Andere erhebt, sollte man diesen doch selbst versuchen zu erfüllen."

Da kann ich dir so weit zustimmen. Allerdings kann man in diesem Fall nur objektiv sein, wenn man einen eventuellen Fehler bei einem selbst entdeckt. Das ist natürlich von einem selbst abhänging. Wenn die band einen Vorwurf als absoluten Schwachsinn absegnet, dann kommt natürlich kein "Das stimmt zwar nicht, aber das und das könnte man so denken, wir werden daran arbeiten."
Ich gebe zu, dass einige Stellen durchaus so betrachtet werden können, auch in anbetracht dessen, dass es eigentlich oftmals 2 verschiedene Interpretationen gibt ("Kritikinterpretation" und "richtige" Interpretation).

"Was sie Systempresse angeht, so ist eben auch hier, wie shcon oben das Problem, dass die Band Verhaltensweisen und -muster der Rechten einfach übernimmt, um mit Kritik umzugehen, bzw. sich derer zu entziehen.
Das passt auch nicht in das Bild, das die Band gerne von sich selbst zeichnet. Wieder ein Indiz, das kritisiert wird."

In der hinsicht hast du Recht, allerdings sehe ich das wie bereits beschrieben so, dass in meinen Augen es kein Tabu geben darf, was eine band machen darf, nur weil die Rechten das auch so machen. Natürlich erkennt man paralelen und natürlich kann man das Kritisieren, aber das zu verbieten fände ich ein bisschen krass.
Ich glaube es liegt im Auge des Betrachters, ob die band damit ihr unpolitisches Image, in der Hinsicht weder Rechts noch links, zerstört.

Dein letzter Absatz spiegelt genau das wieder, was die Onkelz durchgemacht haben. Die Presse sagte, dass sie doch mit der rechten Vergangenheit glaubwürdig abschließen sollen. Ich sag mal, dass es in diesem Punkt darum geht, dass sie sich nicht verbieten lassen wollen, was sie zu tun und zu lassen haben. Würde ich ehrlich gesagt auch nicht. Mir ist zwar klar, dass das der grund ist, warum es immer weiter "Angriffe" geben wird, aber ich denke wenn man sich selber Treu bleibt, dann ist es das Wert.
Weil wäre das immer noch Frei.Wild, wenn sie beispielsweise Heimatliebe aus der Musik verbannen würden? (Mir ist klar das es um das WIE geht, aber das hängt glaube von Philipp Lyrischen Fähigkeiten ab, welche isch natürlich auch geprägt haben im Laufe seines Lebens).
 
Otho Samstag, 02.Februar 2013, 16:07 Uhr:
Bei Roichi ist grundsätzlich nie etwas Thema das ihm nicht in den Kram passt.

Deswegen benötigen Sie auch den Einsatz des Rassismusvorwurfs, da ja alles, was sich als „rassistisch“ abstempeln lässt, man im besten Fall als Häresie bezeichnen kann. Der ethnisch-kulturelle Hintergrund der Band bleibt für die deutsche Linke am Fall FreiWild das dringlichste Problem. Sie kommunizieren ihre Texte auf Deutsch, und viele deutsche Jugendliche identifizieren sich mit dieser Band. Ergo, wird hier auch von links ein –nach Ihrer Definition- „rassistischer“ Blick auf die ethnisch-kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Süd-Tirol angewandt. Nämlich in Bezug auf das, was der Volksstamm der (Süd-) Tiroler mit den übrigen deutschsprachigen ländereien verknüpft : hier muß ein zwingender Zusammenhang bestehen (und dieser besteht auch tatsächlich), ansonsten könnte man auf FreiWild genauso gelassen reagieren wie etwa auf „Midnight Oil“ oder dergleichen.


„Ging es um das Besingen der Heimat?
Nein.“
Um was denn dann? Was löst denn dann bei Ihnen diese entsetzliche Schnappatmung aus?
 
Roichi Samstag, 02.Februar 2013, 21:51 Uhr:
@ Alex

Ich bin übrigens sehr froh, dass es auch Leute gibt, die sachlich argumentieren können. So lernt man doch immer noch etwas über die andere Perspektive dazu.
Auch wenn das wesentlich mehr Nachdenken erfordert, als die vielen Haudraufkommentare.

Zu deinen Stellen:
Natürlich begründet die Band das, und dass Recherche nicht immer so gut ist, wie sie sein sollte, ist ja auch eine Binsenweisheit.
Interessant ist natürlich die Deckung der Eigendarstellung der Band mit den Taten. Und hier setzt die Kritik an der Band an. Das passt wohl nicht so ganz zusammen.
Deshalb ist Kritik berechtigt, und deshalb soll sich die Band ja auch dazu äußern. Wie sonst könnte man ermitteln, ob nicht einfach ein Missverständnis vorliegt.
Wie schon gesagt, ist die Art und Weise einer der zentralen Kritikpunkte. Hier sollte die Band wesentlich kohärenter mit der Eigendarstellung agieren.

"Eine Erklärung bleibt somit aus, und in meinen Augen wird in diesem Punkt eine Kritik zu einem Angriff. "

Kann man bestimmt so sehen.
Ich würde es eben als harte Kritik sehen. Zu der natürlich auch eine Stellungnahme der Band erwartet wird.

"Allerdings kann man in diesem Fall nur objektiv sein, wenn man einen eventuellen Fehler bei einem selbst entdeckt. Das ist natürlich von einem selbst abhänging. "

Da hast du Recht. Und auch, dass das nicht einfach ist.

"Natürlich erkennt man paralelen und natürlich kann man das Kritisieren, aber das zu verbieten fände ich ein bisschen krass."

Ich sehe nicht die Forderung nach einem Verbot. Nur die Kritik.
Kann sein, dass ich da irgendwas übersehen habe.

"Ich glaube es liegt im Auge des Betrachters, ob die band damit ihr unpolitisches Image, in der Hinsicht weder Rechts noch links, zerstört. "

Naja, es ist zumindest ein Indiz, und es wird aufgenommen. Um die Kritik abzuwehren ist es also eher hinderlich.
Das muss aber die Band selbst wissen.

"Mir ist zwar klar, dass das der grund ist, warum es immer weiter "Angriffe" geben wird, aber ich denke wenn man sich selber Treu bleibt, dann ist es das Wert. "

Das muss die Band selbst entscheiden. Und eben auch mit den Konsequenzen leben. Egal in welcher Richtung.


@ Otho

"Bei Roichi ist grundsätzlich nie etwas Thema das ihm nicht in den Kram passt."

Öfter. Die ganze Seite dreht sich um soetwas.

"Deswegen benötigen Sie auch den Einsatz des Rassismusvorwurfs, da ja alles, was sich als „rassistisch“ abstempeln lässt, man im besten Fall als Häresie bezeichnen kann."

Ich benutze diesen nur für deine rassistischen Äußerungen. Sonst eher nicht.

"Der ethnisch-kulturelle Hintergrund der Band bleibt für die deutsche Linke am Fall FreiWild das dringlichste Problem."

Nö. Denn darum ging es nie.
Es ging immer um die Texte, um die Darstellung der Band nach außen und die Diskrepanz zwischen Darstellung und Handlung.
Dazu reicht es, die Artikel dazu zu lesen.
Deine Behauptung taucht darin nicht auf.

"Sie kommunizieren ihre Texte auf Deutsch, und viele deutsche Jugendliche identifizieren sich mit dieser Band. Ergo, wird hier auch von links ein –nach Ihrer Definition- „rassistischer“ Blick auf die ethnisch-kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Süd-Tirol angewandt."

Was ein Geschwurbel.
Die Ärzte singen auch auf deutsch. Die Hosen auch, Rammstein auch. Und niemand stört sich daran. Obwohl die Texte teilweise ziemlich hart sind.
Wo also ist dein Argument?
Die Herkunft der Band spielt ja wie erwähnt keine wesentliche Rolle in der Kritik.

"hier muß ein zwingender Zusammenhang bestehen"

Und der wäre?

"Um was denn dann? Was löst denn dann bei Ihnen diese entsetzliche Schnappatmung aus?"

Also ich bin hier ganz locker und entspannt.
Dir scheint es da anders zu gehen.
Kannst ja nochmal die Artikel lesen und herausfinden, was denn die Kritikpunkte sind.
 
Otho Montag, 04.Februar 2013, 14:05 Uhr:
Die Texte von Ärzten, Hosen und Co. treffen hier natürlich nicht zu, da diese im Hinblick auf Patriotismus belanglos sind, bzw. evtl. sogar eine Antihaltung einnehmen. Da können sie natürlich auf Deutsch singen soviel sie wollen – deren Texte passen der deutschen Linken weitestgehsenst in den Kram (die Komponente des patriotischen Textes hatte ich bei meinen vorhergehenden Texten natürlich vorausgesetzt, denn um was sonst ginge es hier?). Und an dieser Stelle kommt zum Text die Artikulation auf deutscher Sprache hinzu, inklusive einer „urdeutschen“ Erscheinung der Musikgruppe selbst. Denn wie bereits ausgeführt, stört sich auf der anderen Seite niemand über patriotische Musik nicht-deutschsprachiger Völker, und das auch nicht, wird diese in Deutschland gespielt. Die Absicht der Linken ist hier ganz konkret, das Nationalgefühl der Deutschen zu „dekonstruieren“, wobei eine Musikgruppe mit positiven Bezug auf eben dieses und einer hoher Resonanz unter Jugendlichen zurecht als Bedrohung dieser Agenda begriffen wird. Das gesteht man sich, zumindest im öffentlichen Raum, jedoch nicht zu, da man es für wirkungsvoller erachtet, die Deutschen hier im Stillen umzuerziehen. Dies ist ein Schritt zu dem, was in linken Kreisen als die totale Emanzipation des Menschen als erstrebenswert angesehen wird: seine Atomisierung als Individuum und die Vernichtung seiner identitären Traditionen. Der Konservative hingegen weiß, daß der Mensch nicht beliebig konstruierbar ist und diese Absichten deswegen von vorneherein zum Scheitern verurteilt sind. In einer Ausnahmesituation, wie sie z.B. eine größere Krise ist, werden diese Widersprüche wieder offener zutage treten. Denn der Mensch ist eben auch ein Tier, welches all zu leicht vom Wohlstand geistig verfettet, und so den Bezug zur Ordnung verliert.


Heute Abend werde ich im übrigen in Leipzig ein Konzert der band Dropkick Murphys besuchen. Diese Musikgruppe bekennt sich in ihren Texten offen und im positiven Sinne auf: traditionelle Geschlechterrollen, Familie, ihren ethnisch-kulturellen Hintergrund als Nachkommen irischer Einwanderer, auf die Soldaten des eigenen Landes und auf ihre Heimatstadt Boston. Wenn es nur auf den Text ankommt, Roichi, bin ich mal über die „Kritik“ an dieser band auf dieser Seite demnächst gespannt. Aber da sie auf Englisch singen, werden sich wohl unter den tausenden Besuchern wieder etliche Linke befinden die sich wünschen, doch als Iren oder Amis auf die Welt gekommen zu sein, anstatt als Deutscher, die man doch selbst so hasst…
 
spanni Dienstag, 05.Februar 2013, 11:19 Uhr:
hab neulich ein tv-interview mit dem sänger bei einem konzert gesehen. im hintergrund lagen dekorativ die fan-artikel auf einem tisch aufgereiht. gleich ganz vorn und für die kamera gut "in szene" gesetzt, ein schwarze-billard-acht aufnäher. für welche "unpolitischen" konzertbesucher ist die wohl da zum verkauf angeboten worden?
 
MrGenervt Mittwoch, 13.Februar 2013, 15:48 Uhr:
Was sollen sie denn anderes machen??
In den Berichten kommen sie nie zu Wort, stattdessen melden sich neidische Bands wie Jupiter Jones, die auf einmal Experten sind. Aber es stimmt, in jedem Beitrag/Zeitungsartikel werden immer nur die selben Dinge genannt. Dass die Band mit Songs wie "Schlauer als der Rest", "Land der Vollidioten", das oft zitierte "Wahre Werte", welches auch "Wir hassen Faschisten, Nationalsozialisten" beinhaltet, scheint die Presse nicht zu akzeptieren, da man so keine Schlagzeilen mehr aus der Band rausbekommen würde. Außerdem bietet die Website auch Statements der Band, da die Kommentare in den Berichten nicht gestattet sind, könnte ja die "Frei.Wild ist eine Nazi-Band"-Schlagzeile gefährden. Lasst es doch mal endlich gut sein auf der Band rumzuhacken. Es gibt ernstere Probleme, damit meine ich echte rechtsextreme Musik, diese in den Griff zu bekommen, dass sich diese Musik nicht verbreitet, keine rechten Konzerte stattfinden etc.
 

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