von Felix Benneckenstein
   

Frei.Wild und die Gutmenschen-Verschwörung – Herr Burger, wie wäre es mit einem Ausstieg?

Die Kritiker*innen von Frei.Wild und ihrer völkisch-nationalistisch geprägten Rockmusik bleiben hartnäckig, doch die breite Öffentlichkeit ist noch immer nicht mobilisiert. Frei.Wild sucht sich unterdessen genau aus, welchen Journalist*innen man bereitwillig Interviews gibt und welche man ablehnt, boykottiert und ihre Befugnis infrage stellt. Bis zur nächsten Tour im Sommer ist etwas Zeit im Bandkalender für so manche verrückten Sachen. Wie wäre es mit einem Ausstieg?

So manches nervt, im „Land der Vollidioten“: Menschen, die ein Problem damit haben, wenn mit völkischem Nationalismus auf Stimmen- und CD-Käuferfang gegangen wird, lassen einfach nicht locker. Dabei geht es stets nur sekundär um die „Neonazi-Vergangenheit“ Burgers. Primär wird Frei.Wild aufgefordert, es zu unterlassen, Rassismus und Nationalismus zu transportieren und salonfähig zu machen. Für einen „Aussteiger“ doch eigentlich kein Problem? In einer aktuell veröffentlichten Reportage des kritisch-satirischen und durchaus populären Internetsenders „Fernseh-Kritik TV“ bekommt die Band mal wieder eine Bühne für nichtmusikalische Ergüsse. Doch die Erklärungsmuster scheinen immer dünner zu werden. Noch dünner? – werden sich viele fragen. Ja, die neuesten Distanzierungen, in welchen unter anderem Thomas Kuban ein „krankes Denken“ attestiert wird, haben weder an Professionalität noch an Authentizität zugelegt.

Die Kritik an Frei.Wild – eine große Verschwörung der „linken Gutmenschen“?

„A Nazi bleibt a Nazi, egal an welchem Ort“ singt der bayerische Liedermacher Hans Söllner in „A Drecksau bleibt a Drecksau“. Der Internetsender Fernsehkritik-TV sieht das offensichtlich anders: „Man darf nicht vergessen, dass die Band (Frei.Wild, die Red.) aus Südtirol kommt und nicht aus Deutschland. Das muss man immer wieder betonen!“ Als würde dies ausschließen, dass die Band nationalistisch oder rassistisch sein kann. Im neuesten Streich der „Wir sind doch gar nicht so Rechts“-Maschinerie geht Philipp Burger, der sich meist als einziges Bandmitglied wirklich zur Thematik äußert, ein weiteres Mal neue Wege: Der hinreichend bekannte Undercover-Journalist Thomas Kuban, der bei weitem nicht als einziger die Band für ihre aktuelle Agitation kritisiert, sei „ein Typ“, der „mit seinem kranken Denken“ eine (?) „Kurve nicht mehr bekommt“. Soviel zur nicht wirklich logisch verständlichen Analyse des kundigen Journalisten Thomas Kuban, dessen Pseudonym Burger offensichtlich nicht einmal auszusprechen vermag.

Weiter geht es, in ähnlich wirrer Argumentation, mit dem hinlänglich bekannten Lied „Südtirol“. (Textauszug:„Kurz gesagt ich dulde keine Kritik an diesem heiligen Land, das meine Heimat ist! (…) Südtirol, wir sind noch nicht verlor‘n, in der Hölle sollen deine Feinde schmor‘n!“) Bei diesem Lied, welches im Übrigen noch von der (offen neonazistischen) Frei.Wild-Vorgängerband „Kaiserjäger“ sein soll, seien „mit Feinde gar keine Menschen gemeint“. Sondern? Irgendwie alles. Jedoch nichts Schlechtes. Und Burger kommt gegen Ende der Sendung voll in Fahrt: Betont unpolitisch ruft er dazu auf, „wählen zu gehen“. Auch gegen „korrupte Politiker“ und „linke Gutmenschen“ sei man, die jedes Wort auf die Goldwaage legen und somit Frei.Wild aus purem Neid die Stimmung vermiesen würden – und Arbeitslose hole man übrigens ebenfalls von der Straße. Und überhaupt verstehe man sich nicht als demokratiefeindlich, sondern gar noch als die „wahren Demokraten“. Auch diese Argumentation kommt mir bekannt vor.

Prominente Schützenhilfe für Frei.Wild – aus Unwissenheit?

Was Journalist*innen in mühevoller Recherche erarbeitet haben – fundierte Beiträge mit konkreten Kritikpunkten – lässt der Betreiber des web-TV, Holger Kreymeier, unbeachtet. Während des gesamten Interviews sitzt er nicht nur nickend und zustimmend neben Burger. Kreymeier legt ihm sogar Beschwichtigungen und intelligente Formulierungen in den Mund, die Burger so nicht gesagt hätte. Dies ist in einem längeren Interview, dass Fernsehkritik-TV ebenfalls online gestellt hat, mehrfach ersichtlich. Außerdem darf Burger sich als „prominenten Aussteiger“, der andere Neonazis zum Ausstieg motivieren könnte, präsentieren. Das Ganze Video wirkt wie ein Werbefilm für die Band. Viel Zeit hat die Band sich für diese Sendung jedenfalls ausnahmsweise genommen. Fernsehkritik-TV lässt Burger unkommentiert erläutern, die Kritiker der Band seien die „eigentlichen Extremisten“. Die Musik der Band sei „eher versöhnlich“ als extremistisch. Auch Kreymeier macht gegen Ende der Sendung vom 8. Januar klar, wo er das eigentliche Problem sieht. Zitat „Aber es gibt schon manche nervige Leute, leider, vor allem diese linken Gutmenschen, die jedes Wort von mir auf die verbale Goldwaage legen. (…) Wir steuern auf George Orwells 1984 zu, wir haben mittlerweile Neusprech in diesem Land!“

Von wegen „alle gegen uns“: Einige Behörden spielen mit!

Interviewpartner Burger scheint es ein Anliegen zu sein, sich zu erklären und dabei erwähnt er gerne etwas gönnerhaft, was er und seine Band nicht alles Gutes tun auf der ganzen Welt. Doch wer über Frei.Wild berichten darf – das sucht sich die angeblich nach Autonomie strebende Combo nach Möglichkeit gerne selbst aus. Ich selbst war schon dabei, als ein eigentlich zugesagtes Interview plötzlich abgesagt wurde, offensichtlich nachdem klar war, dass es keine Vorschusslorbeeren zu ernten gibt. Vor der letzten Tournee kündigte Burger zudem an, während der Tournee überhaupt keine Interviews zu geben. Man habe „keine Zeit“ dafür und könne gerne „nach der Tour“ sprechen.

Wir halten fest: Die Band steht unter dem Verdacht, bewusst oder unbewusst Nationalismus und Rassismus zu verbreiten. Und der besorgten Öffentlichkeit entgegnet man: „Lasst uns jetzt mal machen, wir reden später.“ Eine Selbstüberschätzung, die in dieser Form nur schwer zu übertreffen ist. Doch leider spielen auch hier manche Behörden mit: Ich selbst war auch dabei, als eine Drehgenehmigung kurzerhand unter fadenscheiniger Begründung durch die ausstellende Stadtverwaltung eingeschränkt wurde. Offensichtlich um zu verhindern, dass die betroffene Stadt sich unangenehmen Fragen stellen muss. Doch diese Fragen sind angesichts des Erfolges der Band unverzichtbar und sie lassen sich nicht einfach von der Hand weisen.

Das antifaschistische Infoblatt (AIB) definiert einen Ausstieg aus Neonazi-Kreisen in Ausgabe 74 aus dem Jahre 2006 wie folgt: „Viele verlassen still und unauffällig die politische Bühne und verschwinden ins Privatleben. Andere sprechen öffentlich von einem `Ausstieg´, da sie sich davon Vorteile vor Gericht versprechen oder von AntifaschistInnen ungestört ihren Geschäften und Interessen nachgehen wollen. Von einem Ausstieg kann hier kaum gesprochen werden, maximal von einem Austritt, von Rückzug oder einem Aufhören.“ Diese Textzeilen scheinen zutreffend auf den Ausstieg Philipp Burgers, der auch im neuesten Video seine damalige Szenezugehörigkeit als „rebellische Phase“ abtut. Nun haben Antifaschist*innen natürlich eine härtere Ansicht zum Thema Ausstieg, als dies vielleicht anders verortete zivilgesellschaftliche Organisationen verlauten lassen würden.

Die Initiative EXIT-Deutschland definiert Ausstieg wie folgt: „(…) Ausstieg ist somit mehr als das Verlassen eine Partei oder Gruppe, auch mehr als ein Wechsel der ästhetischen Ausdrucksformen (!) oder der Verzicht auf die Anwendung von Gewalt. Ein Ausstieg ist somit dann erfolgt, wenn die den bisherigen Taten zugrundeliegende richtungsweisende Ideologie überwunden ist.“

Für mich ist klar: Beide Definitionen von Ausstieg treffen auf Frei.Wild nicht zu. Die folgenden Fragen sollte Frei.Wild sich selbst stellen: „Herr Burger, wann genau sind Sie ausgestiegen – und welche Organisation / Gruppierung hat Ihren Ausstieg begleitet? Bei welcher Institution kann die Öffentlichkeit nachvollziehen, dass Sie Sich intensiv und aus eigenem Antrieb von Ihrer Vergangenheit nicht nur personell losgesagt haben? Die nur auf öffentlichen Druck und erst 2008 vollzogene Abkehr von einer (mindestens) rechtspopulistischen Partei aus Südtirol und die damit verbundene Absage bei einem rechten Festival dürfen unter diesen Umständen nicht zählen. Wenn Sie Rassismus und Neonazismus konsequent ablehnen, warum spielen Sie dann mindestens ein Lied, dass offensichtlich noch zu „echten“ Neonazizeiten geschrieben wurde? Alleine dieses Lied ist ein Lied, dass von einer Neonaziband geschrieben wurde. Es wird von Frei.Wild gespielt. Also spielt Frei.Wild Neonazimusik.“

Das muss ja nicht so bleiben! Ausstiegshilfe für Philipp Burger?

Gerne steht die Aussteigerhilfe Bayern offen, wenn die Band ihre rechtsextreme Vergangenheit auch endlich wirklich glaubhaft Vergangenheit sein lassen möchte. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass dies gar nicht so schwer ist – wenn man es denn ernst meint. Und die Neonazis? Die werden von alleine fernbleiben. Würde ich heute Musik machen, würden Neonazis diese sicher nicht feiern. Denken Sie mal darüber nach. www.aussteigerhilfe.de – das Angebot steht! Jedoch machen auch wir keine Ausnahme und erwarten eine Kontaktaufnahme durch die ausstiegswillige Person. Übrigens: Auch der eingangs erwähnte Liedermacher Hans Söllner singt von schöner Natur, von heimattypischen Begebenheiten und kritisiert politische Abläufe teils sehr heftig. In eine „Nazi-Ecke“ drängt ihn niemand. Wieso auch? Auf das „wie“ kommt es an!

Foto: Pakeha, Lizenz: CC

Kommentare(37)

Holger Kreymeier Montag, 21.Januar 2013, 08:32 Uhr:
Sehr geehrter Herr Benneckenstein,

Ich möchte Ihnen jetzt nicht unterstellen, dass Sie aufgrund Ihrer rechtsextremistischen Vergangenheit möglicherweise einem leichten Verfolgungswahn von rechts verfallen sind (ehemalige Nichtraucher sind ja auch bekanntermaßen die militantesten Gegner des Rauchens), dennoch finde ich die Ausführungen in Ihrem Artikel mindestens bemerkenswert.
Da Sie ja auch schon in dem verfälschenden Bericht von "Das Ding" als Leitfigur dienten, bleiben Sie sich immerhin in Ihrem blinden Hass auf Frei.Wild treu.
Also, gehen wir doch die Punkte mal durch:
- Ihr Artikel klingt so, als sei ich quasi von der Band Frei.Wild ausgesucht worden, in Wahrheit habe ich selbst das Management kontaktiert. Mir wurden keinerlei Vorgaben gemacht, es wurden keine Fragen vorher verlangt. Ich habe die Band und das Management als sehr offen und transparent erlebt. Ihre Unterstellung, die Band rede nur mit ausgesuchten Journalisten, ist daher unzutreffend und stellt mich in ein diffuses Licht.
- Dass ich während des Interviews freundlich genickt habe, liegt daran, dass ich ein freundlicher Mensch bin. Im Gegensatz zu Ihnen begegne ich Menschen ohne Hass und Vorurteile. Ich hatte mich im Vorfeld intensiv mit der Band und ihren Texten beschäftigt und konnte keinerlei rechtsradikale Tendenzen erkennen (daran hat sich auch bis heute nichts geändert). Im Gegenteil: Frei.Wild leisten sogar eine wichtige Arbeit, um gefährdete rechte Jugendliche eben nicht in den Extremismus abgleiten zu lassen - schade, dass Sie als engagierter Ex-Nazi dies nicht erkennen mögen. Auf den Konzerten von Frei.Wild gibt es klare und unmissverständliche Bekenntnisse gegen rechts, offensichtliche Rechtsradikale werden gar nicht erst hineingelassen.
- Das Problem, das ich leider mit Ihnen und Ihren Aussagen habe: Sie fischen immer nur im Trüben. Sie mutmaßen, unterstellen und leiten aus Textzeilen Schlussfolgerungen ab, die zum Teil geradezu abenteuerlich sind. Und wieder wenden Sie den üblichen Trick an, vereinzelte Textstücke zu zitieren. Ich könnte Ihnen jetzt genauso Zeilen wie "Wir hassen Faschisten, Nationalsozialisten" von Frei.Wild zitieren oder Ihnen den Song "Europa" empfehlen, der ein klares Bekenntnis pro Europa beinhaltet. Aber ich weiß schon: Das ist ja alles nur Taktik. Und dass "Südtirol" noch von Kaiserjäger stamme ist eine weitere unbewiesene Unterstellung.
- Dass die Band im "Verdacht" stehe, Nationalismus und Rassismus zu verbreiten, ist schon eine interessante These. Immerhin sind die Texte der Band ja überall nachlesbar. Warum also ein Verdacht? Aber es sind genau diese schwammigen Formulierungen, mit denen immer wieder versucht wird, Nebelkerzen zu zünden. Und aus genau dem Grund habe ich meinen Beitrag so gemacht wie ich ihn gemacht habe - weil ich es geradezu erschreckend finde, wie hier eine Band aufgrund von Mutmaßungen und Unterstellungen an den Pranger gestellt wird. Entweder legen Sie Fakten auf den Tisch - dann setze ich mich gern damit auseinander. Oder Sie lassen es einfach bleiben. Als Journalist kann ich mit Vermutungen und mageren Thesen nicht arbeiten.
- Ihrer Logik folgend scheint man nur dann ein geläuterter Ex-Nazi zu sein, wenn man zum linken Antifaschisten geworden ist. Aber das ist eben eine recht beschränkte Weltanschauung. Und da ich in den vergangenen zwei Wochen erlebt habe, zu welch agressiven Tönen und Drohungen Leute aus dem Antifa-Bereich fähig sind, kann ich nur sagen: Es ist gut und wichtig, aus der rechten Szene auszusteigen - aber in den entgegengetzten Zug ins Linksextreme wieder einzusteigen, halte ich auch für keine empfehlenswerte Alternative. Daher finde ich das Bekenntnis von Frei.Wild gegen Rechtsextremismus UND Linksextremismus absolut nachvollziehbar.

Kurzum: Ich finde es gut, dass Sie sich gegen rechts engagieren und Aussteigern helfen wollen - aber verlieren Sie nicht den Blick für die Fakten. Wenn Sie konkrete Beweise für Ihre Thesen gegen Frei.Wild haben, dann legen Sie sie auf den Tisch. In Ihrem Artikel war davon nichts zu lesen.
 
Adam-Peter Montag, 21.Januar 2013, 10:42 Uhr:
"Auf das „wie“ kommt es an!"

Sehr oberflächlich, es kommt auf den Inhalt an und nicht auf Oberflächlichkeiten die scheinbar mit echten rechtsradikalen Bands Asoziiationen wecken (Harte Riffs, tiefe Stimme,deutsche Texte,...).

Kann mich dem Herren Kreymeier nur anschließen.
 
Holger Kreymeier Montag, 21.Januar 2013, 10:52 Uhr:
* Ich meinte selbstverständliche ehemalige RAUCHER in meinem ersten Absatz ;)
 
Roichi Montag, 21.Januar 2013, 11:58 Uhr:
@ Holger

So ganz nachvollziehbar ist dein Beitrag nun auch nicht.
Du wirfst Felix Hass und Vorurteile vor, produzierst selbst allerdings auch nicht viel mehr.
Auch arbeitest du nicht an der angebrachten Kritik, sondern nur an deiner Meinung über den Autor. Von einigen Ausnahmen abgesehen.
Was soll man also von deinem Beitrag halten?

Weiterhin gehst du nicht auf dei Kritik an der Band ein, die ja nicht nur hier, sondern auch woanders geäußert wurde und wird.
Du stellst der Band einfach einen Persilschein aus und diffamierst die Kritiker.
Hältst du das für eine sinnvolle Herangehensweise?

Von Jemandem, der den Anspruch erhebt ein freundlicher Mensch zu sein und Menschen ohne Hass und Vorurteile zu begegnen, sollte man eigentlich etwas anderes erwarten dürfen.
 
Walter Montag, 21.Januar 2013, 14:09 Uhr:
Roichi, du schelmischer Schuft: wann hat Herr Kreymeier jemanden diffamiert? Du verwässerst das bereits Gesagte erneut, indem du pauschal betonst, dass Herr Kreymeier lediglich Kritiker diffamiert - dann stelle doch bitte fest, wo das passiert sein soll.
Zweiter Blindgänger deinerseits: aufgrund der eindeutigen Intention von Herrn Kreymeier, die jedoch lobenswert erscheint, weil sie sich kritisch (und damit ist reine Kritik gemeint; keine oft zitierte und dabei doch nur umso mehr vernachlässigte) erschloss, willst du, weil du der politische Antipode diesbezüglich bist, allenfalls etwas aus Selbstzweck von dir geben: also reden, aber nichts sagen.
Nichts als leere Worte, Roichi. Lernt man wohl nichts anderes in den Sozialwissenschaften, was?
 
Looping Lui Montag, 21.Januar 2013, 17:37 Uhr:
Lieber Holger ( ich bin ein freundlicher Mensch, ich duze einfach).

1. Freundlich nicken bedeutet im Allgemeinen Zustimmung. Sollten sie als seriös wollender Journalist dann vielleicht im nächsten Interview lassen, dann entsteht nich das MIssverständnis sie würden alles bejahen. Ach Moment, laut ihrer Aussage fanden sich ja nichts kritisches an der Band, von daher also wohl doch alles bejahend, ok vergessen wir den Punkt^^
2.Natürlich wurden sie vom FW Management nicht abgelehnt, sie sind ja auch kein kritischer Journalist, wollen höchstens einer sein. Zeigen sie uns doch mal bitte nur EIN kritisches Interview mit einem seriösen Journalisten, am besten noch "szenefremd". Gibt es nicht. Denken sie sich ihren teil.
3.Sie sprechen die ganze Zeit von rechtsradikal. Ein Fehler der häufig von unkritischen Journalisten gemacht wird, die widerum kritischen Leuten ungerechtfertigte Kritik anlasten. Herr Beneckenstein hat nirgends das wort Rechtsradikal verwendet, sondern lediglich die Worte, die ständig im Zusammenhang mit der Kapelle fallen: übertrieben gefährlicher Patriotismus und Nationalismus. Aber gut das auch sie, wie auch gerne mal FW selbst, jammern, die Kritik würden uns ständig als rechtsradikal ansehen...nun gut. Ich übertreibe sicherlich, genau wie alle andere Kritiker...Nachtigall ick hör die trapsen. Schönen Tach noch. Nächstes Mal vielleicht keine politische Band befragen, gibt weniger Ärger.
 
Markus Montag, 21.Januar 2013, 21:38 Uhr:
Herr Benneckenstein, gerade Sie als ehemaliger Neonazi wären besser damit beraten die wirklich anti-nazistischen Aussagen von FW zu würdigen, anstatt in ein falsches Licht zu rücken.
Sie haben wahrscheinlich in Ihrer Vergangenheit mehr Mist gebaut, als es ein P.Burger je hätte tun können. Aber was machen Sie nun? Sie haben eigentlich nur Extrem-Seite gewechselt und hetzen nun in alter Manier gegen eine Band, die nicht nationalistisch ist. (Horst Mahler mal umgekehrt?)

Wie könnte eine Band aus Südtirol denn überhaupt als NATIONalistisch bezeichnet werden, wenn sie nicht einmal für eine offiziell anerkannte NATION steht. "Südtirol" ist KEINE NATION! Und solange die Band nicht ausdrücklich über eine "deutsche Nation" singt, ist dies auf gar keinen Fall nationalistisch.

In der Schule wohl nicht genügend aufgepasst, oder? Aber nun gut: vom Rechtsextremismus zum Linksextremismus, reife Leistung Herr Benneckenstein!

FREI.WILD GEGEN RECHTS UND LINKS!
 
Mathias Montag, 21.Januar 2013, 21:56 Uhr:
FreiWild ist in meinen Augen nicht rechts. Sicher hat Phillip Burger eine rechte Vergangenheit. Naund. Das hat ganz Deutschland, ganz Italien, ganz China und auch ganz Russland. Wenn diese Texte der Band Freiwild soooooo Rechtsradikal sind warum beschwert sich keiner über die Patriotische Mainstreammusik aus Amerika? Ich finde sicher auch nicht jede Aussage in den Texten von Freiwild gut. Aber genau solche Sachen sollte jeder für sich entscheiden.

Die Aussage des Herrn Burger im Interview "Es sollten alle wählen gehen" finde ich sehr gut. Ich bin ebenfalls nicht politisch Motiviert. Aber ich gehe wählen und zeige damit einigen kranken Geldsäcken die unbedingt Macht haben wollen die rote Karte. Auch wenn Rot zu deren denkweise gehört.

Zum letzten Punkt, nicht jedem ein Interview zugeben finde ich ebenfalls OK. Ich würde auch niemandem ein Interview geben der mit Vorurteilen an diese Thematik geht. Also keine Interviews an politisch abhängige Journalisten oder Blogger. Denn genau diese tollen Menschen drehen die Worte zum Schluss so wie diese nie gemeint waren.

Im übrigen gibt es öffentliche Pressemitteilungen der Band. Diese können gern bei Berichten zitiert werden. Denn da können die Worte nicht verdreht werden.
 
Falco Montag, 21.Januar 2013, 23:01 Uhr:
Ich gebe Holger Recht.

Dieser Artikel ist sehr einseitig, unfundiert und schürt leider wieder nichts als Hass.
Man kann also nur "aussteigen" wenn man das mit Hilfe einer Organisation macht?
Seit wann muss soetwas öffentlich belegt werden? Was für ein Schwachsinn.

@Roichi: Ich finde ihn sehr nachvollziehbar. Du meinst das man sich auch mit der Kritik an der Band auseinander setzten sollte? Was bleibt denn übrig, wenn man jetzt alles ausschließt, was nur auf wilder Interpretation basiert?
Was steht deiner Meinung nach noch offen?

Ich höre zwar kein Frei.Wild, die Debatte um die Band finde ich aber umso interessanter. Ich kann es einfach nicht verstehen warum man soeinen Wirbel um sie macht.
 
Roichi Dienstag, 22.Januar 2013, 07:40 Uhr:
@ Walter

Dein Einstieg ist ja schonmal gut und absolut geeignet eine Diskussion zu befördern.

Ich findes es übrigens interessant, wie du in einem mächtigen Satz nicht mehr aussagst, als dass dir meine Meinung nicht passt, du aber auf der Seite des Herrn Kreymeier stehst und deshalb mein Kommentar sinnlos sei.
Dabei hast du meinen Kommentar offensichtlich nicht vollständig erfasst. Oder Teile gleich wieder vergessen.

Die Beispiele, die du forderst, findest du in den Sätzen 1 "dass Sie aufgrund Ihrer rechtsextremistischen Vergangenheit möglicherweise einem leichten Verfolgungswahn von rechts verfallen sind (ehemalige Nichtraucher sind ja auch bekanntermaßen die militantesten Gegner des Rauchens)" und 2: "Da Sie ja auch schon in dem verfälschenden Bericht von "Das Ding" als Leitfigur dienten, bleiben Sie sich immerhin in Ihrem blinden Hass auf Frei.Wild treu. "
sowie im 2. Spiegelstrich Satz 2 "Im Gegensatz zu Ihnen begegne ich Menschen ohne Hass und Vorurteile.", im 5. Spiegelstrich Satz 1 "Ihrer Logik folgend scheint man nur dann ein geläuterter Ex-Nazi zu sein, wenn man zum linken Antifaschisten geworden ist" und Satz 2 "Aber das ist eben eine recht beschränkte Weltanschauung.".

Das alles natürlich unbelegt und teilweise dem Artikel widersprechend.
Das bringt dann schon die Frage auf, wie weit es der Kommentarautor mit seinem selbst formulierten Anspruch hält. Denn nur daran messe ich ihn.

Es wäre also gut, wenn du in Zukunft nicht nur lange Sätze produzierst, sondern dich auch mal dem Inhalt des Gesagten widmest.

"Lernt man wohl nichts anderes in den Sozialwissenschaften, was?"

Falsches Metier.
Aber da bist du nicht der Erste, der einfach mal drauflos spekuliert und völlig daneben haut.
Zusammenfassen lässt sich dein Kommentar mit einem Zitat von dir selbst: Nichts als leere Worte.
 
Roichi Dienstag, 22.Januar 2013, 08:15 Uhr:
Interessant. Hat mal wieder Jemand einen Link bei Facebook hinterlassen?
Wie bei allen Artikeln zu der Band tauchen recht Bald und in Wellen Kommentare gleichen Inhalts und unbekannter Kommentatoren auf, ohne sich eingehend mit dem Artikel auseinanderzusetzen.

@ Markus

Auch du machst den Fehler, den Artikel auf die Vergangenheit des Bandleaders zurückzuführen, wo das doch sowohl explizit als auch implizit im Artikel verneint wird.
Der Artikel bezieht sich allein auf das jetzige Tun der Band, nicht auf die Vergangenheit des Sängers.

Weiterhin ist es nicht nachvollziehbar, warum auch du den Autor persönlich angehst, um einen Grund zur Kritik zu finden. Hast du inhaltlich nichts zu kritisieren, kannst es aber nicht ab, wenn Kritik an der Band geübt wird?
Dann folgt noch etwas Geschwurbel ohne Sinnd und verstand über Nationalismus ohne Nation; ja genau das. Denn Nationalismus ist 1. kein deutsches Phänomen und entstand 2. ursprünglich bevor es Nationalstaaten überhaupt gab. Und es gibt ihn auch immernoch dort, wo keine Nationalstaaaten diesen begründen.

Zusammenfassend macht dein KOmmentar eigentlich nur deutlich, dass du dir vom Artikel auf den Schlips getreten fühlst, aber eigentlich nichts dagegen sagen kannst, außer: Stimmt nicht und der Autor ist doof.


@ Mathias

"Aber ich gehe wählen und zeige damit einigen kranken Geldsäcken die unbedingt Macht haben wollen die rote Karte. Auch wenn Rot zu deren denkweise gehört."

Sehr, ähm differenziert.

"Also keine Interviews an politisch abhängige Journalisten oder Blogger."

Ah. Das übliche Märchen der Systempresse.


@ Falco

"Dieser Artikel ist sehr einseitig, unfundiert und schürt leider wieder nichts als Hass."

Woran machst du das fest?
Etwas mehr Argumentation wäre schon angebracht.

"Du meinst das man sich auch mit der Kritik an der Band auseinander setzten sollte?"

Nun, das war eine Forderung des Artikelautors an den Holger, bzw. eine Kritik am Interview, dass dies nicht geschehen ist.
Von einem guten Journalisten sollte man eigentlich erwarten, dass er in einem Interview dieses anspricht und behandelt. Nicht einfach abtut.
Darauf ist Holger in seinem Kommentar allerdings nicht weiter eingegangen.

"Was steht deiner Meinung nach noch offen?"

Dass Holger sich seine eigenen Ansprüche nochmal vornimmt und diese mit seinem Handeln abgleicht. Ebenso die geäußerte Kritik annimmt und daraus lernt.
Das ist leider nach seinem Kommentar nicht zu erwarten.
 
bc Dienstag, 22.Januar 2013, 09:01 Uhr:
ich kenne freiwild nicht und habe auch keine lust mich tiefer mit dieser band auseinanderzusetzen. vermutlich ist diese band rein musikalisch nix fuer mich.

wenn ich mir die argumentationen von herrn benneckenstein und herrn kreymeier zur brust nehme komme ich nicht umhin festzustellen, dass herr kreymeier fuer mich nachvollziehbarer argumentiert.

die kritikpunkte von benneckenstein sind recht nebuloes. wenn es kritik an den texten gibt, sollte man sie wirklich benennen koennen. dass herr kreymeier ein interview anders fuehrt, als herr benneckenstein es sich wuenschte - nun, soviel kuenstlerische gestaltungsfreiheit sollte einem journalisten eingeraeumt werden.

wenn es nichts stichhaltigeres gibt, als hier ein verdachtsmoment und dort ein vieldeutiges kopfnicken, dann kann man auch mal nix dazu schreiben und warten, bis es wirklich etwas auszusetzen gibt...
 
Daniel Dienstag, 22.Januar 2013, 09:30 Uhr:
Hallo Felix,
für jemanden der in der Nazi Szene aktiv war, sollte man doch erwarten könnnen zu wissen, dass Südtiroler keine Rasse bilden. Desweiteren hätte ich doch gerne Textbelege, wo sie sich rassistisch äußern.

Aber generell steckt in diesen Text nicht viel Recherche, dafür umso mehr Polemik. Anscheindend ist der Hass auf Andersdenkende bei dir geblieben, schade kein gutes Beispiel für ein gelungenen Ausstieg.
 
LaHaine Dienstag, 22.Januar 2013, 10:01 Uhr:
Sehr peinlich der Beitrag von fernsehkritik.tv. Herr Kreymeier soll lieber weiter „Bauer sucht Frau“ besprechen und nicht Rechtsrockern Persilscheine ausstellen. Oder ist er möglicherweise selbst ein „Patriot” mit Nationalfahne über dem Bett?


Kein Gott, kein Staat, kein Vaterland.
 
Amtsträger Dienstag, 22.Januar 2013, 11:00 Uhr:
"Kein Gott, kein Staat, kein Vaterland."

Oha, eine linksextreme Parole!

Schön das Sie uns zeigen, dass sich verschiedene Extremisten in ihrem Stumpfsinn gleich sind.
 
LaHaine Dienstag, 22.Januar 2013, 11:16 Uhr:
Platter als „linksextrem” können sie wohl nicht, oder?
 
karlchen Dienstag, 22.Januar 2013, 11:36 Uhr:
@lahaine
"Oder ist er möglicherweise selbst ein „Patriot” mit Nationalfahne über dem Bett?"

Immer noch besser als die Poster vom Massenmörder Che oder dem Diktator Fidel.
 
Otho Dienstag, 22.Januar 2013, 11:51 Uhr:
Ich gebe Herrn Benneckenstein 2-3 Jahre, dann will er auch nichts mehr von seinem die Schrift verhunzenden "*innen" wissen. Aber bis dahin wird er wohl noch so einiges produzieren, von dem er sich hinterher wieder fleißig distanzieren kann.

"In jedem Utopisten steckt ein Polizeiwachtmeister." Nicolás Gómez Dávila
 
Alex Dienstag, 22.Januar 2013, 12:08 Uhr:
Ich entnehme einigen Kommentaren hier, dass Belege für die Einseitigkeit und Fehlerhaftigkeit des Artikels gefordert werden. Ich versuche diese mal zu liefern.

Herr Benneckenstein sagt ziemlich weit oben
"Im neuesten Streich der „Wir sind doch gar nicht so Rechts“-Maschinerie geht Philipp Burger, der sich meist als einziges Bandmitglied wirklich zur Thematik äußert, ein weiteres Mal neue Wege".

Hier unterstellt er der Band durch gezielte Wortwahl eine Rechtsangehörigkeit und vor allem ständige Versuche sich von dieser zu distanzieren. Wenn das nicht sehr einseitig betrachtet ist, dann weiß ich auch nicht...
Dazu kommt die in meinen Augen unangebrachte Kritik, dass nur Phillip sich immer zu Wort meldet. Da in fast JEDER Band meist der Leader gefragt wird, ist diese Kritik an dieser Stelle absoluter Schwachsinn.

Aber weiter im Text.

" sei „ein Typ“, der „mit seinem kranken Denken“ eine (?) „Kurve nicht mehr bekommt“. Soviel zur nicht wirklich logisch verständlichen Analyse des kundigen Journalisten Thomas Kuban, dessen Pseudonym Burger offensichtlich nicht einmal auszusprechen vermag." ist der nächste Punkt wo ich schmunzeln musste.

Hier wurde offensichtlich nicht wirklich zugehört. Phillip hat sich zu der person zwar alles andere als nett geäußert (Wer kanns ihm verdenken? Würde ich wahrscheinlich auch, wenn mir ein Vermumter unterstellen würde mit dem Größten verbrechern der Menschheitsgeschichte zu sympatisieren, wohlgemerkt ohne auch nur einmal das Gespräch zu suchen oder sachlich zu argumentieren), aber er hat das auch noch damit begründet, das der werte Herr Kuban nur sein Buch vermarkten will. Wenn wir in die Welt der "Stars" schauen kramen sehr viele Autoren pünktlich zur veröffentlichung Skandale von ehmaligen Freunden, Kunden, beziehungen oder Geschäftspartnern raus, welche alle mehr oder weniger bekannt sind. Seltsame Zufälle, oder?

dann kommt folgender Abschnitt:

"Bei diesem Lied, welches im Übrigen noch von der (offen neonazistischen) Frei.Wild-Vorgängerband „Kaiserjäger“ sein soll, seien „mit Feinde gar keine Menschen gemeint“. Sondern? Irgendwie alles. Jedoch nichts Schlechtes. Und Burger kommt gegen Ende der Sendung voll in Fahrt: Betont unpolitisch ruft er dazu auf, „wählen zu gehen“."

Erstens: Nirgends gibt es Beweise, dass das Lied von den Kaiserjägern stammt. Das hat mal irgendjemand erzählt und dann hat sich das verbreitet. Dann wurde anscheinend wieder nicht richtig hingehört (absichtlich?).
Phillip sagte: "Wenn ich in dem Lied singe "In der Hölle sollen deine Feinde schmoren", dann meine ich nicht Feinde als Menschen oder Nationen, welche Feinde hat Südtirol denn auch?[...] Das ist also nicht der Feind Südtirols als Mensch sondern der, der uns unsere Autonomie streitig machen will" Als Beispiel bringt er an, dass der Werte Herr Monti alles italisieren will und einen scheiß auf alte Verträge gibt.

In meinen Augen sollte das doch wohl in einem guten Artikel mit erwähnt werden...

Kleine Frage zu dem ende des von mir angebrachten zitats von Herrn Benneckenstein: unpolitisch sein = man darf nicht wählen gehen oder andere zum wählen gehen animieren???? LOGIK????

Weiterhin wird geschrieben:
"Auch gegen „korrupte Politiker“ und „linke Gutmenschen“ sei man, die jedes Wort auf die Goldwaage legen und somit Frei.Wild aus purem Neid die Stimmung vermiesen würden – und Arbeitslose hole man übrigens ebenfalls von der Straße."

Da werden Fakten mit einem "Die labern Müll"- Unterton abgetippt... Sehr seriös, aber sich über die Art und Weise, ein intervew zu führen von Herrn Kreymeier beschweren?

es folgt ein lächerlicher Satz:
"Was Journalist*innen in mühevoller Recherche erarbeitet haben – fundierte Beiträge mit konkreten Kritikpunkten – lässt der Betreiber des web-TV, Holger Kreymeier, unbeachtet."

KEIN Journalist hat jemals mühevolle recherche betrieben. Jeder Artikel der erschien hat von einem anderen abgeschrieben und vor allem teilweise unbelegte "Tatsachen" als Wahrheit ausgegeben. Bei Bedarf kann ich allen die Interesse haben und ihre Lieblingsartikel vorlegen mein gesagtes an diesen belegen ;-)

Auf das letzte BlaBla von wegen aussteigen will ich jetzt nicht eingehen. Aber auf das
Thema "nur Interviews mit ausgesuchten journalisten" hingegen gerne. Ist Euch bekannt, das damals ein Journalist der ZEIT Fragen an Philipp geschickt hat, er diese beantwortet hat und keine Frage in den sauschlechten, hetzerischen Artikel eingeflossen ist? Meint ihr nicht sowas prägt? Das Aspekte team hat auch ein paar Aufnahmen von den Interviews nicht gezeigt, welche gegen ihren Haupttenor gingen. Seltsam oder? und das die Antifa nciht interviewen darf ist ja wohl logisch. Die sind ja schließlich gegen alles und jeden, der nicht links ist...
 
Amtsträger Dienstag, 22.Januar 2013, 12:13 Uhr:
Wie würden Sie diese Parole denn einordnen?

Ich wäre interessiert, wie Sie die Forderung in Einklang mit der freiheitlich demokratischen Grundordnung bringen wollen?
Wahlweise auch mit der Achtung der Menschenwürde nach Art. 1 I GG oder der Ewigkeitsklausel aus Art. 79 III GG?

Die Forderung den Staat abzuschaffen beinhaltet auch alle Rechte der Bürger abzuschaffen, die der Staat garantiert und durchsetzt. Tatsächlich sind das mittelbar alle Rechte die jeder von uns inne hat.

Sie werden also verzeiehn, wenn ich Ihre Parole als platt empfinde! Und extremistisch.
Extremistisch übrigens, weil die Forderung, gerade wegen der Ewigkeitsklausel, nur mit Gewalt durchsetzbar wäre.
 
bc Dienstag, 22.Januar 2013, 12:55 Uhr:
@LaHaine
tiefgruendiger waren sie auch nicht.
 
uljanow Dienstag, 22.Januar 2013, 12:56 Uhr:
hier wird ja ordentlich die extremismus keule geschwungen hier mal was zum thema...

http://www.youtube.com/watch?v=hzGn_TIR4ZI
 
LaHaine Dienstag, 22.Januar 2013, 13:58 Uhr:
Herr Kuban wirft Freiwild doch gar keine Sympathie gegenüber historischen Verbrechern vor. Er hält sie nicht für Neonazis, sondern für völkische Nationalisten. Dies vertritt die Band klar und offensiv, sie nennen es Patriotismus, aber das ist nur Begriffsklauberei.
 
LaHaine Dienstag, 22.Januar 2013, 14:00 Uhr:
Sie können von mir aus gern an einen unsichtbaren Freund im Himmel oder an die Ewigkeit des Grundgesetzes glauben.
 
Amtsträger Dienstag, 22.Januar 2013, 16:12 Uhr:
Lieber LeHaine,

eine traumhaft durchdachte Antwort!

Sie scheinen sich sehr viele Gedanken über die Grundlagen des gesellschaftlichen Zusammenlebens zu machen ;)

Das wird sich mit zunehmendem Alter sicher noch ändern.
 
Chewie Dienstag, 22.Januar 2013, 18:29 Uhr:
@ uljanow:

Danke für den Link.
 
Roichi Dienstag, 22.Januar 2013, 19:50 Uhr:
@ uriso

"denn jeder sollte das Recht haben Gehört zu werden, auch wenn es Leute mit Konservativen/Rechten Meinungen sind......."

Das finde ich schon interessant. Kannst du das vielleicht etwas weiter ausführen?
Das Recht auf Äußerung der Meinung ist ja klar, aber ein Recht auf Anhörung kenne ich bisher nur von Gerichtsverfahren.
Woher soll dieses Recht kommen?


@ Karlchen

"Immer noch besser als die Poster vom Massenmörder Che oder dem Diktator Fidel."

Was ist mit Onkel Adolf?
Nur um dich mal etwas zu sticheln.


@ Alex

Endlich mal Jemand, der sich dem Artikel auch widmet und an ihm arbeitet.
Dennoch stimme ich dir nicht in allen Punkten zu. Man kann aber zumindest diskutieren und muss nicht mit Parolen vorlieb nehmen.

Also dann wollen wir mal:

"Hier unterstellt er der Band durch gezielte Wortwahl eine Rechtsangehörigkeit und vor allem ständige Versuche sich von dieser zu distanzieren. Wenn das nicht sehr einseitig betrachtet ist, dann weiß ich auch nicht... "

Die Rechtsangehörigkeit und die Versuche der Distanzierung kommen von der Band selbst.
Die Inhalte sind stark Rechtslastig, der Nationalismus, das völkische und auch die Historie der Band ist bekannt.
Die versuche der Distanzierung erfolgen wohl erst seit kürzerer Zeit, seit sich Erfolg eingestellt hat. Und seit Kritik an der Band lauter wird.
Wie glaubwürdig diese Versuche der Distanzierung sind, ist mindestens umstritten.
Insofern denke ich, kann man die Meinung des Artikelautors fundiert vertreten.

"aber er hat das auch noch damit begründet, das der werte Herr Kuban nur sein Buch vermarkten will. "

Ist die Farge, ob das wirklich der Grund ist, oder einfach nur ein Vorwand als Ausrede, um sich nicht weiter damit beshcäftigen zu müssen.
Das wird sich nicht so leicht ermitteln lassen.

"Da werden Fakten mit einem "Die labern Müll"- Unterton abgetippt... "

Welche Fakten?
Welche Arbeitslosen holt denn die Band von der Straße?
Ich sehe da nur Parolen, die so oder ähnlich auch von jedem beliebigen Rechtsextremen Politiker stammen können.
Die Bezeichnung Müll ist da schon passend.

"KEIN Journalist hat jemals mühevolle recherche betrieben."

Wie kommst du darauf?
Da du ja Belege angeboten hast, fordere ich die dann auch ein.
So ist es einfach eine Behauptung.

"und das die Antifa nciht interviewen darf ist ja wohl logisch."

Eben nur ausgesuchte Journalisten. Das war die Aussage im Artikel. Eine weitere Eingrenzung fand nicht statt.

Ansonsten teile ich aber auch durchaus einige deiner Kritikpunkte.
Vor allem der Teil zum Ausstieg ist mir auch negativ aufgefallen.
 
Georg Jörg Klotz Mittwoch, 23.Januar 2013, 01:50 Uhr:
@ Markus, Freiwild und deren Fangemeinde:

"Wie könnte eine Band aus Südtirol denn überhaupt als NATIONalistisch bezeichnet werden, wenn sie nicht einmal für eine offiziell anerkannte NATION steht. "Südtirol" ist KEINE NATION! Und solange die Band nicht ausdrücklich über eine "deutsche Nation" singt, ist dies auf gar keinen Fall nationalistisch."

So einfach würden sich Freiwild & Co. die Sache gerne machen, ist es aber nicht. Natürlich transportieren sie nationalistische Positionen in ihren Texten (nicht umsonst sind nicht wenige Neonazis und rechte Zeitungen wie die Junge Freiheit vom Nationalismus von Freiwild begeistert).

Freiwild können sich einfach nicht entscheiden, ob sie einfach nur arme Opfer-Südtiroler sind oder doch dem Traum vom Großdeutschen Reich nachtrauern. Wie sonst ist der WM-Song 2010 "Dieses Jahr holen wir uns den Pokal" zu verstehen? Hab ich was verpasst? Ist eine südtiroler Nationalmannschaft bei der WM 2010 mit angetreten? Oder könnte es vielleicht doch sein, dass bei Freiwild in diesem Fall das Deutschsein (und die Hoffnung auf ein sehnsüchtiges Heim ins Reich) wichtiger ist als Südtirol?! Das billige Fahnengewedel zu "Dieses Jahr holen wir uns den Pokal" kann man sich bei youtube ansehen und vor allem auch Freiwilds Bekenntnis zu Deutschland und eben nicht zu Südtirol lauschen. Wie gesagt, sie können und wollen sich nicht entscheiden, obwohl Mann sich in Deutschland bei Vollendung des 18. Lebensjahrs für eine Nationalität entscheiden muss. Werden Freiwild zu Recht für ihre deutschtümelnden Texte kritisiert, ziehen sie sich beleidigt in ihre trutzige Südtiroler Bergen- und Burgmentalität zurück und opfern rum. Aber wenn Deutschland den Pokal holen kann, dann will man schon als echter Rucksack- Deutscher aus Südtirol mit dabei sein und stolz auf "sein Land" sein dürfen und vor 100.000 Deutschen auf der Berliner Fanmeile spielen. Dieser heute hüh - morgen hott - Eiertanz ist echt mehr als peinlich. Dummheit und Stolz wachsen bekanntlich auf einem Holz.
 
bc Mittwoch, 23.Januar 2013, 09:38 Uhr:
@Georg Jörg Klotz
"Ist eine südtiroler Nationalmannschaft bei der WM 2010 mit angetreten?"

ja, -> Italien. suedtirol gehoert zu italien...

aber selbst wenn sie die deutsche nationalmannschaft gemeint haetten, dann ist auch das nicht wirklich verwerflich.

hier in rostock gibt es auch den einen oder anderen bayern-fan. der singt dann auch "wir werden deutscher meister"...

bei den suedtirolern wuerde ich uebrigens eher vermuten, dass sie sich oesterreich zugehoerig fuehlen und nicht unbedingt deutschland.

bei aller diskussion sollte man die kirche im dorf lassen. was ich hier lese ist an den haaren herbeigezogen.
 
Bernd Mittwoch, 23.Januar 2013, 20:05 Uhr:
Was mich an der Diskussion besonders stört, sind die überzogenen Reaktionen von Fernsehkritik.tv Betreiber Holger Kreymeier. Kritiker_innen unterstellt er wahlweise Dummheit, "Linksextremismus" oder dass sie wie Augusto Pinochet klingen würden (siehe http://fernseherkaputt.blogspot.de/2013/01/fernsehkritik-tv-und-die-rechtsrockband.html).

Eine sinnvolle Diskussion ist so leider nicht möglich.
 
Karl_Murx Donnerstag, 24.Januar 2013, 19:52 Uhr:
@Looping Lui:

"Lieber Holger ( ich bin ein freundlicher Mensch, ich duze einfach)."

Scheißfreundlich ist aber das genaue Gegenteil von freundlich, Forist mit den Nicknamen looping lui. So wie in Ihrem Kommentar.

"1. Freundlich nicken bedeutet im Allgemeinen Zustimmung. Sollten sie als seriös wollender Journalist dann vielleicht im nächsten Interview lassen, dann entsteht nich das MIssverständnis sie würden alles bejahen."

Wer sich auf Ihre Logik einläßt und sich Gestik, Mimik, Sprache und Denken von Leuten wie Ihnen vorschreiben läßt, nur um dem Dauervorwurf des Rechtsextremismus oder wenigstens der Nähe zu diesem zu entgehen, demselben, der hier Bands wie Frei.Wild gemacht wird, hat schon verloren. Aber dran kenn ich mich den Nazi: Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Genau das praktizieren Leute wie Sie hier unter der Tarnung eines antifaschistischen Kampfes.


"Ach Moment, laut ihrer Aussage fanden sich ja nichts kritisches an der Band, von daher also wohl doch alles bejahend, ok vergessen wir den Punkt^^"


Schon verstanden, Looping Lui. Das ist der eigentliche Punkt, weswegen Sie hier Leuten wie Kreymeier verbal vors Schienbein treten. Statt wie gewünscht die eigenen Behauptungen zu unterstützen, Frei.Wild sei rechtsextrem oder wenigstens nationalistisch, erdreistet sich Kreymeier doch, hier das zu schreiben, was er selbst mit eigenen Augen gesehen und mit eigenen Ohren gehört hat. Und das scheint genau Ihre Behauptungen nicht zu stützen.

"2.Natürlich wurden sie vom FW Management nicht abgelehnt, sie sind ja auch kein kritischer Journalist, wollen höchstens einer sein. Zeigen sie uns doch mal bitte nur EIN kritisches Interview mit einem seriösen Journalisten, am besten noch "szenefremd". Gibt es nicht. Denken sie sich ihren teil."

Ein kritischer Journalist kann also nur einer sein, der Frei.Wild im gewünschten rechtsextremen Licht darstellt. Botschaft verstanden.

"3.Sie sprechen die ganze Zeit von rechtsradikal. Ein Fehler der häufig von unkritischen Journalisten gemacht wird, die widerum kritischen Leuten ungerechtfertigte Kritik anlasten. Herr Beneckenstein hat nirgends das wort Rechtsradikal verwendet, sondern lediglich die Worte, die ständig im Zusammenhang mit der Kapelle fallen: übertrieben gefährlicher Patriotismus und Nationalismus."

Was aber gemäß der bei Leuten wie Ihnen fest eingeschliffenen Pawlowschen Assoziationskette unter dringendem Tatverdacht des Rechtsextremismus oder des SowiesoallesNazi-Ismus steht.

"Nachtigall ick hör die trapsen."


Die hört man bei Ihnen nicht tapsen, sondern trampeln.

"Schönen Tach noch."

So scheißfreundlich und verlogen der Kommentar beginnt, so endet er.
 
morgulbrut Freitag, 25.Januar 2013, 11:41 Uhr:
@Amtsträger und @Karlchen:

"Kein Gott, kein Staat, kein Vaterland."

Also die Anarchisten die ich kenne lehnen Che und Fidel genau so ab wie Hitler. Ebenso wie jedes Parlament oder jeden gewählten Politiker.
 
Alex Montag, 28.Januar 2013, 21:57 Uhr:
@Roichi

Vorne weg: Danke für deine Stellungnahme zu meinem Kommentar. Ist zwar ein paar tage her, aber vieleicht liest du das ja noch.

"Die Rechtsangehörigkeit und die Versuche der Distanzierung kommen von der Band selbst.
Die Inhalte sind stark Rechtslastig, der Nationalismus, das völkische und auch die Historie der Band ist bekannt.
Die versuche der Distanzierung erfolgen wohl erst seit kürzerer Zeit, seit sich Erfolg eingestellt hat. Und seit Kritik an der Band lauter wird.
Wie glaubwürdig diese Versuche der Distanzierung sind, ist mindestens umstritten.
Insofern denke ich, kann man die Meinung des Artikelautors fundiert vertreten."

Ich bin der Meinung, dass jeder Mensch seine Meinung zu einem Thema haben darf und diese auch Kund tuen darf. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass ein Artikel, der von allen Meinungsparteien gelesen wird bzw. gelesen werden soll neutral gehalten werden soll. Außer es ist ein Kommentar. In diesem Fall merkt man jedoch einen wirklich "feindlichen" Unterton, welcher in meinen Augen den Leser direkt einstimmt. Auch wenn die band, von mehreren Seiten betrachtet wird, sollte ein guter Autor eines Artikels sich nicht direkt am Anfang zu einer Seite bekennen und die andere Seite als "Schwachsinn" hinstellen. (In diesem fall durch den Unterton)

"Ist die Farge, ob das wirklich der Grund ist, oder einfach nur ein Vorwand als Ausrede, um sich nicht weiter damit beshcäftigen zu müssen.
Das wird sich nicht so leicht ermitteln lassen."

Da stimme ich dir zu. Es wird nie jemand erfahren, ob es Hintergründe gab. Allerdings ist meine Persönliche Auffassung, dass es welche gab, weil es einfach passt. Aber gut persönliche Meinung halt.

"Welche Fakten?
Welche Arbeitslosen holt denn die Band von der Straße?
Ich sehe da nur Parolen, die so oder ähnlich auch von jedem beliebigen Rechtsextremen Politiker stammen können.
Die Bezeichnung Müll ist da schon passend."

Du magst vieleicht Recht haben, dass auch die Rechten das durchaus so sagen könnten, allerdings sind mir Fälle bekannt, dass Leute durch die musik angefacht wieder was aus ihrem Leben machten. Ok ich sage mal das es natürlich nirgends festgehalten ist. Welcher BA-Mitarbeiter fragt auch nach Frei.wild, allerdings finde ich es falsch dieses, anscheinend ohne nachzuforschen, was nun da dran ist als falsch darzustellen.

" Wie kommst du darauf?
Da du ja Belege angeboten hast, fordere ich die dann auch ein.
So ist es einfach eine Behauptung."

Vorne Weg zu dieser Aussage kam ich Auf Grund der Einseitigen Berichterstattungen seitens der Medien. Wer so viel Inhalte weg lässt und "Feinde" der Band interviewt, aber Freunde nicht, hat in meinen Augen keinen guten Journalismus betrieben, sondern es hingeschludert.

Aber zu den einzelnen Artikeln, die mir ins Auge gesprungen sind.
Es gibt zu viele um alle im Detail zu betrachten, also zieh ich die populärsten raus.

Anfangen möchte ich mit dem Artikel der ZEIT

http://www.zeit.de/2012/20/A-Onkelz

Ich möchte jetzt nicht auf die Schreibweise des Artikels eingehen, welche sehr gezielt ein Feindbild schüren soll, aber auf so Kleinigkeiten, die einen schlecht recherchierten und gewiss nicht in Kleinstarbeit erstellen Artikel ausmachen.

" Dass die Region südlich des Brenners nach dem Ersten Weltkrieg Italien zugesprochen wurde, haben die vier Musiker ebenso wenig verkraftet wie offensichtlich auch ihre Fans. Egal, ob bei Auftritten in Deutschland, Österreich oder der Schweiz: Mit der nationalistischen Hymne kann sich jeder identifizieren."

> Diese Stelle zeigt, dass die Südtiroler Bevölkerung nicht betrachtet wurde, also der Grundtenor der Liedes "Südtirol" überhaupt nicht verstanden werden konnte.

"Das Erfolgskonzept der Kombo aus Brixen ist einfach: Sie mimen die wilden Rebellen, die Musik für harte Männer machen, und verbinden dieses Erscheinungsbild mit kitschigem Heimatabendpathos – eine völkisch-nationalistische Melange aus dem Rockmusikantenstadl, die bei patriotischen Fans in Bozen ebenso ankommt wie in Rostock oder an der Ruhr."

> Man erkennt hier eine in den Raum geworfene Unterstellung, nämlich die völkisch nationalistisch zu sein, ohne auch nur einen klitzekleinen beleg zu liefern.

Ich möchte Anmerken, dass die dann folgenden Zeilen nicht wirklich was mit Journalistischer Arbeit zu tun haben, da sie lediglich Informationen aus dem Netz zusammenfassen.
Warum wurde die Band nicht gefragt? Moment sie wurde gefragt. Da ich das Interview auf die schnelle nicht finde hier ein Link zum Forum, wo in einem Beitrag eben jenes zitiert wurde.
http://www.freiwild-supporters-club.de/index.php?page=Thread&threadID=41473

"Offensichtlich verbirgt das vertonte Alpenglühen einen Code, dessen Zugkraft in der organisierten Naziszene längst erkannt wurde: »Südtirol ist nicht Italien«-Shirts finden sich in einschlägigen Versandläden und bei Aufmärschen. Auf entsprechenden Webseiten dominiert eine Mischung aus Tiroler Folklore und rechtsextremer Hetze."

> Südtirol ist nicht Italien wird hier als Resultat von Frei.Wild gezeigt. Naja im Verbindung mit der Geschichte und vor allem dem Volk in Südtirol ist diese Aussagenur schwer zu belegen.

Das solls dazu gewesen sein. Die ZEit soll ja nicht alles hier ausfüllen :-) Aber ich will noch sagen, dass der Journalist wenig Zeit zur recherche benötigt haben muss, bei der Oberflächlichkeit. Außerdem sind mitunter seine Quellen Antifaberichte, wleche ebenfalls etwas hingebogen sind...

Als nächstes soll dieser Artikel Thema sein:

http://www.sueddeutsche.de/kultur/das-erbe-der-boehsen-onkelz-ich-dulde-keine-kritik-an-diesem-heiligen-land-1.1290307

Aus Zeitmangel nur das nötigste:

> Es wird gesagt, dass Philipp den Freiheitlichen angehörte. Wie wir wissen ist das falsch!
> Es wird gesagt, dass die Band nach dem Manager und Label-Verlust erst nach 3,5 jahren wieder unpolitisch war. Politsich, im Artikel ist rechts/links-Extrem gemeint, waren sie aber nie. Und falls doch, wo ist der Beleg?
> Vergelcihe werden Angebracht mit KC... Ich sag dazu nichts, vor allem da der Zusammenhang so absurd ist, als würde ich hier versuchen wollen das seltsame Klima mit einer Bierflasche zu vergleichen....
> Den Fans wird Rechts-sein vorgeworfen, da sie vereinzelt "Todesstrafe für kinderschänder" als Schriftzug am Körper haben... Nur weil die Rechten das auch nutzen ist jeder Normale ebenfalls rechts, wenn er es nutzt? Ich persönlich unterstütze diese Aussage und bis jetzt konnte mir noch niemand sachlich erklären, warum das falsch sein.

Der Artikel ist von Kuban. Ich will ihn deshalb nicht herabwürdigen, allerdings zeigt das hier doch deutlich, dass er sehr sehr sehr sehr subjektiv ist und vor allem nicht argumentieren kann.

Diese Beiden Artikel sind eventuell die, welche noch journalistisch, wenn auch so schlecht, dass meine 2 Jährige nichte das besser hätte machen können, erstellt wurden.
Nun zu den anderen Artikeln im schnelldurchlauf:

-http://www.badische-zeitung.de/neues-fuer-schueler/frueher-skinhead-heute-star--68319794.html
> Vergleicht man diesen Artikel mit den beiden vorherigen erkennt man deutliche paralelen. Ich meine die Teile, wo keine Antworten oder Fragen abgedruckt werden.
In meinen Augen ist das abgeschrieben.

- http://www.berliner-zeitung.de/musik/philipp-burger-von-frei-wild-der-volksmusiker,10809182,21143268.html
> Der gleiche Artikel... strange oder?

-http://www.abendblatt.de/kultur-live/article111454286/Frei-Wild-Gitarren-Bier-und-Nationalismus.html
> Der gleiche Inhalt wieder anders verpackt.

Es fällt doch erschreckend auf, wie alle die gleichen thesen nutzen und die gleichen Interpretationen hegen. Habne die keine Ideen oder ist das zufall?

Da ich jetzt nicht die ecke hier mit unzähligen Links zuballern will, belasse ich es hierbei. ich denke die Anzahl reicht aus um zu zeigen was ich meine.

Zum ende noch dein Punkt "Eben nur ausgesuchte Journalisten. Das war die Aussage im Artikel. Eine weitere Eingrenzung fand nicht statt."

Ich wollte begründen warum dem so ist. Die Antifa hat sich mit ihren Einseitigen Artikeln nicht beliebt gemacht. Auch waren da teilweise schlichtweg gelogene Aussagen drinn enthalten. Im Übrigen haben auch sämtliche Antifaartikel die gleichen Zitate ( wo bleibt der ganze Text?) und die gleichen Argumente (manchmal sogar im selben Wortlaut).

Verdammt war das lang. Egal naja soviel zu meiner Erklärung.
 
bc Dienstag, 29.Januar 2013, 11:18 Uhr:
hallo alex,
mir gehts aehnlich. fuer mich liest sich der obige artikel und die davor doch sehr bemueht, anstatt auf einen fundus von fakten zurueckzugreifen. das sieht doch sehr danach aus, dass es keine besseren fakten gibt.
ausserdem wuerde ich mir hier in D nicht anmassen, ueber die gefuehlslage in suedtirol zu urteilen. wenn die band dort den mainstream vertritt, dann ist die band z.b. kaum extremistisch.
die suedtiroler, die ich kenne, tangiert solch naitionalismus allerdings nicht.

naja und was kuenstklerische freiheit angeht - es ist in meinen augen legitim, zu uebertreiben um sein grundanliegen zu thematisieren.

summasummarum - bisher hab ich noch nichts wirklich belastbares gelesen.
 
Roichi Dienstag, 29.Januar 2013, 12:40 Uhr:
@ Karl

"Wer nicht für uns ist, ist gegen uns."

Dein Motto Karl.
Du hast die Aussage nicht verstanden und nur rausgelesen, dass sie sich gegen jemanden richtet, den du als gut ansiehst.
Deshalb der völlig danebengehende Anwurf.

" Statt wie gewünscht die eigenen Behauptungen zu unterstützen, Frei.Wild sei rechtsextrem oder wenigstens nationalistisch, erdreistet sich Kreymeier doch, hier das zu schreiben, was er selbst mit eigenen Augen gesehen und mit eigenen Ohren gehört hat."

Darum ging es doch gar nicht.
Das sind mal wieder deine Behauptungen.
Es geht nicht darum, die eigene Meinung gestärkt zu sehen, sondern um die Art des Interviews.
Aber das ist dir ja egal, denn wer nicht für dich ist...

"Ein kritischer Journalist kann also nur einer sein, der Frei.Wild im gewünschten rechtsextremen Licht darstellt. Botschaft verstanden."

Och Karl. Langsam wird es langweilig.
Dass du immer anderen Leuten deine Behauptungen unterstellen musst.

"Was aber gemäß der bei Leuten wie Ihnen fest eingeschliffenen Pawlowschen Assoziationskette unter dringendem Tatverdacht des Rechtsextremismus oder des SowiesoallesNazi-Ismus steht."

Und noch so eine Behauptung.
Nicht jeder ist wie du Karl.
Bei dir mag ja alles, was dir nicht passt sofort Linksgrüngutmenschlich-Extremistisch sein. Das trifft aber nicht auf andere Menschen zu.


@ Alex

"In diesem Fall merkt man jedoch einen wirklich "feindlichen" Unterton, welcher in meinen Augen den Leser direkt einstimmt. "

Dass da keine Sympathie herrscht, ist verständlich.
Das darf der Autor auch so rüberbringen.
Allerdings sehe ich den Anfang noch als recht gut an.
Man muss ja auch bedenken, dass der Autor kein ausgebildeter Journalist ist. Und einige Kritikpunkte habe ich ja auch schon gebracht.

"Wer so viel Inhalte weg lässt und "Feinde" der Band interviewt, aber Freunde nicht, hat in meinen Augen keinen guten Journalismus betrieben, sondern es hingeschludert."

Das kann allerdings auch ein Ergebnis der Recherche sein. Wenn sich dabei dieser Eindruck der Band bestätigt, dann kann man das auch so schreiben.
Um zu den Artikeln zu kommen:
Ich halte den Zeit-Artikel für gar nicht so schlecht. Er fasst die Wirkung und die Hintergründe eigentlich ganz gut zusammen.
"Aber ich will noch sagen, dass der Journalist wenig Zeit zur recherche benötigt haben muss, bei der Oberflächlichkeit."
Der Artikel soll ja auch nur einen Überblick geben. dafür reicht es. Mehr ist dann dem Leser überlassen.

Der Artikel der Süddeutschen ist ähnlich und nimmt auch nur auf, wie die Band wirkt, und was für Hintergründe es gibt.

"> Es wird gesagt, dass Philipp den Freiheitlichen angehörte. Wie wir wissen ist das falsch!"

Woher weißt du das?
Er selbst sagt es im Interview.

"Politsich, im Artikel ist rechts/links-Extrem gemeint, waren sie aber nie."

Ich denke, hier interpretierst du. Politisch waren sie immer und das Label "Unpolitisch" ist wie im Artikel auch angesprochen ein Marketinginstrument. Sonst dürften sie die eindeutig politischen Lieder nicht mehr spielen.

"Ich sag dazu nichts, vor allem da der Zusammenhang so absurd ist, als würde ich hier versuchen wollen das seltsame Klima mit einer Bierflasche zu vergleichen...."

Da dieser Vergleich explizit die Vermarktung als unpolitische Band betrifft, ist der Vergleich gar nicht mal so weit entfernt. Beide Band nutzen dieses Instrument, beide Bands haben eine eindeutige Vorgeschichte.

"> Den Fans wird Rechts-sein vorgeworfen, da sie vereinzelt "Todesstrafe für kinderschänder" als Schriftzug am Körper haben... Nur weil die Rechten das auch nutzen ist jeder Normale ebenfalls rechts, wenn er es nutzt?"

Dieses Label wird von Rechten sehr gern benutzt, um eben in die Mitte der Gesellschaft zu kommen. Dahinter verbirgt sich eine Marketingstrategie, gesellschaftliche Akzeptanz zu erlangen.
Die Parole wurde dementsprechend gerade aus diesen Kreisen lanciert und wird inzwischen nur noch dort verwendet.

"Ich persönlich unterstütze diese Aussage und bis jetzt konnte mir noch niemand sachlich erklären, warum das falsch sein."

Hier mal ein kleiner Exkurs:
Die Forderung ist eine Forderung nach Abschaffung der Grundrechte, die nämlich auch für Straftäter gelten. Ob einem das passt oder nicht, ist egal.
Es geht um die Akzeptanz der Grundrechte, oder nicht. Und wer diese Rechte für sich einfordert, der sollte auch bereit sein sie anderen, auch Straftätern zuzugestehen. Ansonsten mahct er sich unglaubwürdig.
Es geht also um die Grundfesten einer freiheitlichen Gesellschaft.
Und hier setzt eben auch die Parole an und versucht aus berechtigter Empörung einen Zugang zu schaffen für Einstellungen, die die Gesellschaft als Ganzes bedrohen.

Zu dem Artikel der Badischen: Vielleicht wurden die gleichen Quellen verwendet, viellecht auch die vorigen Artikel als Quelle. Wer weiß.
Die Fakten sind ja da. Und auch die Leute, die man fragen könnte, sind überschaubar in der Anzahl. Insofern beantwortet sich dann auch deine Frage: "Habne die keine Ideen oder ist das zufall?"
Dass der Artikel in der Berliner der Gleiche ist, liegt daran, dass Autoren ihre Artikel an mehrere Zeitungen verkaufen. Wie hier offenbar geschehen. Der Autor steht ja immer mit dabei.

Insgesamt vermitteln die Artikel ein Bild von der Wirkung der Band und auch von den Hintergründen, warum gerade diese Wirkung erzielt wird, und warum das Label "unpolitisch" so herumgetragen wird. Etwas, dass andere Bands gar nicht nötig haben.
Die band wird für ihre Texte und für das Auftreten kritisiert. Diese Meinung kann man teilen oder auch nicht.
Bisher finde ich die Kritik aber immernoch sachlich und richtig.
Denn auch eine Kritik kann dafür sorgen, dass Klargestellt wird, wie sich etwas verhält.
Das vermisst man allerdings von der Band, wo doch immer gesagt wird, es wäre nicht so, wie in den Medien dargestellt.
Dieses Fehlen einer klaren Aussage, einer klaren und glaubwürdigen Darstellung ist eben auch ein Ansatzpunkt für Kritik.

"Ich wollte begründen warum dem so ist."

Nun, das ist verständlich, aber eben auch wieder ein Punkt der Kritik.
Wenn man aus irgendwelchen Gründen nicht mit Jemandem reden will, dann kann man das offen und auch öffentlich sagen.

Wir werden wohl nicht einer Meinung werden. Das ist ja auch nicht Ziel der Sache.
Ich hoffe, ich konnte etwas zum Verständnis beitragen, wie auch du mir etwas von der Wahrnehmung vermittelt hast.
 
Alex Dienstag, 29.Januar 2013, 14:52 Uhr:
@Roichi

"Das kann allerdings auch ein Ergebnis der Recherche sein. Wenn sich dabei dieser Eindruck der Band bestätigt, dann kann man das auch so schreiben."

In meinen Augen sollte man das aber nur machen, wenn man von anfang an mit dem Ziel rangeht, nicht neutral zu bleiben. Ich meine was ist dabei wenn man andere Meinungen mit abdruckt? Den eigenen Tenor kann man ja letztenendes noch schreiben, aber erstmal die verschiedenen Seiten auzuzeigen, ist in meinen Augen der einzig richtige Weg.

da ich denke, dass die Artikel bei uns beiden unterschiedlich wirken, werde ich jetzt nicht auf die Empfindungen zu diesen eingehen aber zu folgenden:

""> Es wird gesagt, dass Philipp den Freiheitlichen angehörte. Wie wir wissen ist das falsch!"

Woher weißt du das?
Er selbst sagt es im Interview."

Er sagt im Interview auf diese Frage, dass er nie Mitglied war. In der Postecke von Fernsehkritik ist Holger darauf auch nochmal eingegangen, da er sich eingestanden hat, das er da zu wenig nachgehakt hat. Er meinte Philipp hat sich noch schriftlich dazu geäußert. Philipp war nie Mitglied, er war lediglich auf 2 versammlungen von dieser partei, als zuhörer und das auch noch zu der zeit, wo sie sich in Südtirol gegründet hat.

"Ich denke, hier interpretierst du. Politisch waren sie immer und das Label "Unpolitisch" ist wie im Artikel auch angesprochen ein Marketinginstrument. Sonst dürften sie die eindeutig politischen Lieder nicht mehr spielen."

Ok da stimme ich dir zu, das wollte ich eigentlich auch so mit formulieren. Unpolitisch ist nicht das gleiche wie politisch neutral, was sie in meinen Augen waren. Aber extrem in eine Richtung waren und sind sie nicht.

"Da dieser Vergleich explizit die Vermarktung als unpolitische Band betrifft, ist der Vergleich gar nicht mal so weit entfernt. Beide Band nutzen dieses Instrument, beide Bands haben eine eindeutige Vorgeschichte."

"Dieses Label wird von Rechten sehr gern benutzt, um eben in die Mitte der Gesellschaft zu kommen. Dahinter verbirgt sich eine Marketingstrategie, gesellschaftliche Akzeptanz zu erlangen.
Die Parole wurde dementsprechend gerade aus diesen Kreisen lanciert und wird inzwischen nur noch dort verwendet."

Das ist mir bekannt. Allerdings kommt es mir so vor, als ob der Artikel die Tatsache, das dieser Ausruf von Konzertbesuchern getragen wird, als Beweis hinstellt, dass sich auf den konzerten Rechte rumtreiben. Wie ich bereits sagte. Die Nazis mögen diesen Ausruf nutzen, aber nicht jeder der ihn nutzt ist ein Nazi.




In der hinsicht magst du vieleicht Recht haben, aber mir stößt es sehr negativ auf, das eine band wie KC die wirklich eindeutig ins Rechte Lager gehört und auch das rechte Lager Unterstützt auf eine Schiene wie Frei.Wild gestellt wird.

"Zu dem Artikel der Badischen: Vielleicht wurden die gleichen Quellen verwendet, viellecht auch die vorigen Artikel als Quelle. Wer weiß.
Die Fakten sind ja da. Und auch die Leute, die man fragen könnte, sind überschaubar in der Anzahl. Insofern beantwortet sich dann auch deine Frage: "Habne die keine Ideen oder ist das zufall?""

Ich muss dir zum ersten Satz wiedersprechen. Die Fakten sind teilweise Interpretationen einer person, welche sich so in manchen köpfen abgesetzt hat. Und ich denke das Interpretationen nicht als Fakten gelten dürfen. Ich rede nicht von zahlen, vergangene Ereignisse oder andere Daten, sondern wirklich von Interpretationen von Liedtexten oder Aussagen, welche getroffen wurden.

Wenn du sagst es gäbe nicht viele die man fragen könnte, muss ich dir auch wiedersprechen. Es gibt genügend Musiker und sogar Politiker die die Band nicht in die nationalistische Ecke schieben.

"Dass der Artikel in der Berliner der Gleiche ist, liegt daran, dass Autoren ihre Artikel an mehrere Zeitungen verkaufen. Wie hier offenbar geschehen. Der Autor steht ja immer mit dabei."


Mir ist auch bewusst, das die Autorin die gleiche ist, allerdings wollte ich darauf anspielen, dass 2 voneinander unabhängige Blätter die gleiche band verteufeln und sich eines der beiden Blätter nichtmal die Mühe macht etwas "eigenes" in Auftrag zu geben, sondern das einfach nimmt was schon da ist. Das zeigt mir doch, dass sie sich nicht selbst ein Bild gemacht haben.

"Insgesamt vermitteln die Artikel ein Bild von der Wirkung der Band und auch von den Hintergründen, warum gerade diese Wirkung erzielt wird, und warum das Label "unpolitisch" so herumgetragen wird. Etwas, dass andere Bands gar nicht nötig haben."

Ich kann dir nicht wiedersprechen, wenn du sagst, dass die Artikel vermitteln, warum das böse Bild der band erzeugt wird. Mein Kritikpunkt an den ganzen Artikeln ist auch nicht dieser. Meine Kritik bezieht sich auf die Einseitigkeit, die jeder Artikel hat. Das habe ich ja schon weiter oben angesprochen. Wenn ich als Leser, der die Band nicht kennt, nur mit einer Seite konfrontiert werde und dieser auch nur auf Grund einer Interpretation entstanden ist, dann habe ich doch garkeine Chance mir ein Bild zu machen. Es sei denn ich höre sie mir an. Aber wird das jeder machen, der gelesen hat, das sein ehr Richtugn rechtsrock?

"Denn auch eine Kritik kann dafür sorgen, dass Klargestellt wird, wie sich etwas verhält.
Das vermisst man allerdings von der Band, wo doch immer gesagt wird, es wäre nicht so, wie in den Medien dargestellt.
Dieses Fehlen einer klaren Aussage, einer klaren und glaubwürdigen Darstellung ist eben auch ein Ansatzpunkt für Kritik."

Es gibt zu Hauf stellungnahmen. In fast allen Fällen wird als begründung für bestimmte, immer wieder zitierte, liedpassagen Südtirol und dessen vergangenheit gesagt. Aber das deckt sich nicht mit den Interpretationen vieler Kritiker. Dazu kommt noch, dass Aussagen von früher, ich denke an "Nazis sind auf unseren konzerten willkomen" auch klargestellt wurden, aber diese Klarstellung entweder ignoriert, oder als unglaubwürdig abgestempelt wurden. Ich denke in diese Schiene kann man durchaus auch mit einbauen, dass nie ganze Songs betrachtet werden sond nur zeilen. In dem zusammenhang erinner ich an die kritik, dass sie in dem Song "Nennt es Zufall, nennt es Plan" sich in Strophe 1 angeblich darüber freuen, dass sie früher viele leute verprügelt hatten. Es wird ihnen unterstellt, dass sie sowas immernoch gut fänden. Strophe 2 allerdings sagt aus, das dieses verhalten absoluter Schwachsinn war und sie sich auch von der "kranken idiologie" von damals distanzieren.

Ich persönlich denke das das Problem nicht nur bei Frei.Wild liegt. Ich will nicht sagen, dass sie alls richtig machen. Im Forum gibt es selbst unter Fans interessante Diskussionen. Aber ich denke auch das die kritiker teilweise zu versteift auf ihrer meinung sind und sich nicht überzeugen lassen wollen.

"Wir werden wohl nicht einer Meinung werden. Das ist ja auch nicht Ziel der Sache.
Ich hoffe, ich konnte etwas zum Verständnis beitragen, wie auch du mir etwas von der Wahrnehmung vermittelt hast."

Da stimme ich dir zu. Ich muss sagen ich fiodne es angenehm sachliche diskussionen zu führen, ohne direkte Angriffe, wie es leider viele Fans gerne machen.
 
Stefan Schneider Montag, 26.August 2013, 16:04 Uhr:
Ich bin mal ganz naiv:
Wie oft muss eine Band sagen, dass sie nicht rechts ist, damit sie nicht rechts ist?

Oder muss sie vielleicht noch Flaggen mit roten Fahnen auf die Bühne nehmen um eine bestimmte politische Aussage zu transportieren, die vielleicht angesagter ist?

Ich stand der Band skeptisch gegenüber, aber nur wegen medialer Berichterstattung. Von Seiten der Band habe ich bis jetzt noch nie problematische Aussagen gehört. Ich bin nicht rechts, und auch kein Fan der Band.
Ich nehme aber eine sehr mangelhafte Auseinandersetzung war mit dem ganzen Thema.

Und das sich P. Burger selber in dem Interview mit H. Kreymeier immer wieder gegen Rechtsradikalismus ausspricht - hab das nur ich gehört?
Oder ist es nicht gut, dass er sich auch gegen Linksradikalismus ausspricht, ja Radikalismus im allgemeinen?

Warum diese Einseitigkeit?

Ich verstehe ich es nicht.
 

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