Finanzielles Debakel für die Rechtsparteien

München – NPD und Republikaner sind bei der Landtagswahl in Bayern am Sonntag unter die Ein-Prozent-Grenze abgestürzt.

Montag, 16. September 2013
Redaktion

Die NPD kam auf 74 895 Gesamtstimmen beziehungsweise 0,6 Prozent (2008: 1,2 Prozent). Sie verlor rund 48 500 Stimmen. Die Partei stand lediglich in 50 von 90 Stimmkreisen auf den Wahlzetteln, da sie in den Regierungsbezirken Oberbayern und Unterfranken nicht genügend Unterstützungsunterschriften hatte sammeln können. (bnr.de berichtete hier und hier) In den fünf Regierungsbezirken, in denen sie antreten konnte, verlor die NPD jeweils zwischen 0,1 und 0,5 Prozent der Stimmen. Ihre besten Ergebnisse erzielte sie in Oberfranken und Niederbayern mit 1,3 Prozent.

Äußerst knapp – um rund 500 Stimmen – verfehlten die Republikaner die Ein-Prozent-Grenze und damit den Anspruch auf Mittel aus der staatlichen Parteienfinanzierung. Als in der Nacht zum Montag auch der letzte Stimmkreis ausgezählt war, standen bei den REP 117 633 Gesamtstimmen zu Buche. Das entspricht exakt  0,996 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen. Die Republikaner, die 2008 noch 1,4 Prozent erreicht hatten, verloren rund 28 000 Stimmen. Am stärksten schnitten sie noch in Unterfranken mit 1,8 Prozent ab.

Entscheidend geschadet hat den Republikanern womöglich die Kandidatur der rechtspopulistischen Partei „Die Freiheit“, die nur in Oberbayern antrat. Sie kam auf 5979 Stimmen beziehungsweise 0,05 Prozent. In der Landeshauptstadt München, wo der DF-Landeschef Michael Stürzenberger zahlreiche Kleinstkundgebungen durchgeführt hatte, erzielte seine Partei lediglich 0,24 Prozent. (ts)

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