von Jan Adam
   

Erfinder des rechtsextremen Zahlencodes „14 words" gestorben

Der amerikanische Rechtsextremist David Eden Lane ist im Mai 2007 im Alter von 68 Jahren im Staatsgefängnis Terra Haute in Indiana/USA gestorben. Im Juni 1984 hatte Lane den jüdischen Radiomoderator Alan Berg ermordet. Dafür und für andere Verbrechen musste er eine 190-jährige Haftstrafe absitzen.

Der amerikanische Rechtsextremist gilt als Erfinder der "14 words". "We must secure the existence of our people and a future for our white children." In der deutschen Übersetzung lautet der Satz sinngemäß: "Wir müssen die Existenz unseres Volkes und eine Zukunft für unsere weißen Kinder sichern". Diese 14 Wörter sind heute für Neonazis rund um den Globus zum vereinigenden Slogan geworden.

Auch in Deutschland hat sich der Zahlencode in nationalistische Kreise eingebürgert. So tritt die 14 häufig in Kombination mit anderen Codes auf, insbesondere als 1488, 14/88 oder 88/14, z. B. in E-Mails, in Songtexten, als T-Shirt-Aufdruck, Aufnäher oder CD-Cover. Die 88 steht als Code für "Heil Hitler" ("H" ist der 8. Buchstabe im Alphabet).

Die rechtsextreme Band "14 Nothelfer" aus der sächsischen Schweiz hat in ihrem Lied "14 words" den Zahlencode aufgegriffen. So heißt es in dem Lied wie folgt: " Es gibt einen Satz, den vergessen nie! Kämpfe, lebe, streite nach ihm! 14 words, never forget!". Mit ihrem Bandnamen will die Band bewusst verwirren. So gibt es in der katholischen Kirche die sogenannten "14 Nothelfer", die dort als Heilige verehrt werden.

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