von Robert Scholz
   

Endlich angekommen? Ex-Stalinist MaKss Damage konvertiert zum Nationalen Sozialismus

MaKss Damage, ein Rapper aus Gütersloh, der sich bislang der radikalen Linken zugerechnet hat plaudert mit Axel Reitz, dem „Hitler von Köln“ (taz), über linke Lebenslügen und seinen Wandel zum extremen Rechten. Sein Vorbild heißt es, sei Horst Mahler.

Kommunisten-Power, Sowjetmacht, Rotfront… die Titel der Songs von MaKss Damage waren so eindeutig wie umstritten. Während sein Song „Ex die Havanna Club“ Party-Hymne der „Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend“, dem Jugendverband der „Deutschen Kommunistischen Partei“ (DKP), galt er auch als Gegner von antideutschen Strömungen innerhalb der Linken.

Neben Vorwürfen, seine Songs seien sexistisch, frauenfeindlich und gewaltverherrlichend, musste sich der selbsterklärte Stalinist auch immer wieder gefallen lassen, als Antisemit bezeichnet zu werden. „Lasst den David Stern brennen“, singt er in seinem Lied „Antideutsche Hurensöhne“. Die Linken hatten ihn daraufhin bereits als Nationalbolschewisten bezeichnet und sie dürften sich nun seiner nun auch offiziellen Abkehr von der Linken, bestätigt sehen.

Im Gespräch mit dem als „Hitler von Köln“ (taz) bekannten Axel Reitz legt er seine Beweggründe für den Wechsel der politischen Lager dar. Vor gut einem halben Jahr sei er in eine Sinnkrise geraten und hätte hinterfragt, „stimmt das, was ich glaube, mit dem überein, was ist“. Dabei hätte der Stalinist (!) dann festgestellt, dass es „Widersprüche in Massen“ gebe.

Was Julian F. – so der Name von MaKss Damage – dann allerdings beschreibt ist eher eine Sehnsucht, als denn ein wirklicher Widerspruch. Das militärisch-kämpferische hätte er vermisst bei den Linken und auch das Gemeinschaftsgefühl. Nach seiner ersten Demonstration in Reihen der Rechten gerät er geradezu ins Schwärmen: „Als wir losmarschiert sind. Das war eine Einheit, das war ein Zug. Wie eine Faust, die nach vorne geht.“

Seiner politischen Neuorientierung soll nun auch die musikalische folgen. Er werde seinen „musikalischen Stil anpassen“ und „nationale Elemente verwenden“, verkündet F. im Gespräch. Auch historisch scheint MaKss Damage nun auf neuen Pfaden zu wandeln. In einem Schlusswort gibt er den Linken mit auf den Weg, auch mal die andere Seite kennenzulernen: „Auch was geschichtliche Fakten angeht. Ihr wisst, was ich meine ohne näher drauf einzugehen“, gibt sich F. kryptisch aber verständlich, denn die Leugnung des Holocaust ist in Deutschland ein Straftatbestand. Man solle sich Dinge ansehen, von Forschern, die „in der wissenschaftlichen Elite als Pseudowissenschaftler verschrien sind.“

Screenshot: YouTube

Kommentare(10)

Pogoheil Rotfaschos! Freitag, 18.Februar 2011, 22:47 Uhr:
Da wächst zusammen, was zusammen gehört.. *kotz*
 
Sowilo Montag, 21.Februar 2011, 12:54 Uhr:
Wer nachdenkt, kommt automatisch zu uns.

Ein befreiter Volksgenosse mehr.
 
anti alles Montag, 21.Februar 2011, 15:36 Uhr:
wer aufhört zu denken, kommt automatisch zu denen ;)

Ps. scheiß Nazischwein
 
Stalitler Montag, 21.Februar 2011, 19:16 Uhr:
Wer nachdenkt merkt, dass beide extrema sich eine Utopie als Ziel gesetzt haben. Wer jetzt noch nachdenkt und keine Verblendeten Vorurteile über mich spricht, merkt, dass es sinnlos ist für Utopie zu kämpfen.
 
Marl Karx Sonntag, 22.Mai 2011, 10:48 Uhr:
"Wer jetzt noch nachdenkt und keine Verblendeten Vorurteile über mich spricht, merkt, dass es sinnlos ist für Utopie zu kämpfen." sagte der ewige, alte Sozialdemokrat und wählte brav weiter die SPD und reformiert so in der Gegend rum.
 
Marl Karx Sonntag, 22.Mai 2011, 11:09 Uhr:
An sich hat er sich doch gar nicht gewandelt, sondern nur neu gewandet. Erst Stalinist und DDR-Fan. Klassisch linker Staatsfetischist. Jetzt Hitlerist und Deutschland-Fan. Und typischer rechter Staatsfetischismus. Wo ist denn da, außer in oberflächlichen Dingen, die Wandlung?
90% dessen was sich heute "Linke" nennt, ist sich doch mit den Rechten in vielem absolut einig. Das wird nur nicht zugegeben. Und das geht von der SPD und Die Linke über Attac bis zu und Antiimp-Gruppen. Die linke Volksgemeinschaft steht doch: Gegen die Globalisierung und für den Deutschen Standort. Für Palestina und gegen Israel. Appeasement gegenüber Islamisten an allen Fronten. Usw. usf.
Wo bitte unterscheidet sich das denn von den Rechten und Rechtsradikalen? Genau: In nichts, außer der Schärfe und Eindeutigkeit des Tonfalls.
Wirkliche (eben radikale) Kritik and den Verhältnissen wird nicht geübt. Lediglich am Staatsaufbau rumgemekelt, statt den Staatsfetisch und die entsprechenden Ideologien an sich zu kritisieren und diskreditieren.
Spießig-reformistisches Rumgewerkel ohne Sinn und Verstand eben.
 
Demokrat Sonntag, 22.Mai 2011, 15:16 Uhr:
"Wer nachdenkt, kommt automatisch zu uns."

Deswegen die überproportionale Repräsentation unter den Menschen mit hohem Bildungsgrad. Ach stopp, war ja umgekehrt...
 
Roichi Sonntag, 22.Mai 2011, 21:00 Uhr:
@Marl

Du solltest vielleicht auch mal aus deinem Keller gekrochen kommen.

Und was ist noch gleich deine Forderung?
Revolution!

Da hat aber einer Gehirnschmalz investiert.
 
Neffe Montag, 19.Dezember 2011, 16:42 Uhr:
Der Typ macht sich voll lächerlich und merkt es nicht mal. Wie kann man nur so dämlich sein?
 
MakssimumBrainDamage Samstag, 10.März 2012, 16:37 Uhr:
http://www.youtube.com/watch?v=GF0l9DN2IaQ&list=UU__VMCm1b9DZ4Nz4WlCbnsA&feature=plcp
 

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