von Robert Scholz
   

Einigkeit und Rechts und Freiheit – Beisicht und Schlierer über die Hochzeitsvorbereitung von Pro und Republikanern

Seit Monaten schon turteln Republikaner und Pro-NRW wie frisch Verliebte im Frühjahr. Die „Junge Freiheit“ konnte den beiden Vorsitzenden, Rolf Schlierer und Markus Beisicht, nun das Ja-Wort entlocken. Wenn möglich soll noch bis 2013 die Ehe geschlossen werden.

Das Paar wurde von niemand geringerem als Thilo Sarrazin zusammen gebracht. „Wir nehmen zur Kenntnis“, erklärt Rep-Chef Schlierer, „daß wir nicht allein sind.“ Man habe die „Sarrazin-Debatte verfolgt und verstanden, daß es im Volk das Bedürfnis nach einer soliden demokratischen Partei gibt, die die von Thilo Sarrazin enttabuisierten Themen aufgreift.“ Überhaupt stellt die „Sarrazin-Debatte“ für Schlierer eine „Zäsur“ dar, da es nicht mehr gelungen sei, „solch einen Diskurs mit der ,Faschismus-Keule‘ totzuschlagen.“

Als Termin für die Hochzeit habe man zunächst die Europawahl 2014 ins Auge gefasst, hätte aber auch nichts dagegen, wenn es schon bis zur Bundestagswahl 2013 mit der Fusion klappt.

Unklar bleibt allerdings noch, wer wessen Namen annimmt. Allerdings kündigte Schlierer bereits an, sich persönlich vorstellen zu können, dass „die neue Gruppierung auch mit einem neuen Namen antritt.“ Als ersten Liebesbeweis wird Pro die Republikaner im Wahlkampf in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz unterstützen. Im Gegenzug verzichten die Republikaner auf den Wahlantritt in Berlin und leisten stattdessen dort Unterstützung.

Das könnte allerdings die ersten Konflikte bringen, denn in Rene Stadtkewitz´ Partei „Die Freiheit“ sieht man ein potentielles Familienmitglied, das noch konkurrierend um Stimmen wirbt und die Avancen von Pro und Rep bislang vehement abgelehnt hat. Allerdings ist Schlierer zuversichtlich, dass Stadtkewitz „spätestens nach der Berlin-Wahl wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkommen wird“. Das „gemeinsame Vorgehen“, hofft der Vorsitzende der Republikaner, werde „einen Sog entfalten“. Dabei denken er und Beisicht auch an die Bremer Wahlvereinigung „Bürger in Wut“, die DSU in Sachsen und das neue Projekt des CDU-Dissidenten Henry Nitzsche „Pro Sachsen“. „Wenn sie deutschlandweit etwas erreichen wollen“, ist sich Pro-NRW-Chef Beisicht sicher, „dann werden auch sie Partner brauchen.“

Foto: Bubo nach CC-Lizenz.

Kommentare(1)

Sven Sydow Samstag, 19.Februar 2011, 22:10 Uhr:
Endlich ne alternative zur extremistischen NPD, ich hasse sie sowieso diesen NS-Idioten. Jetzt muss nur noch Stadtkewitz mitmachen, obwohl ich das stark bezweifle.
 

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