Ein klares Zeichen gegen Rechts

Rund 15 000 Menschen beim Konzertmarathon "Laut gegen Rechts" in Schwerin.

Donnerstag, 12. April 2007
Redaktion

Auch ein gutes halbes Jahr nach den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern ist es wichtig, Farbe zu bekennen – besonders, da der rechtsextremen NPD im September letzten Jahres der Einzug in den Landtag gelang.
Der DGB und ver.di organisierten daher zusammen mit anderen Veranstaltungsträgern (unter anderem dem "blick nach rechts") ein Konzert, das am 1. Mai in Schwerin den Besuchern kräftig einheizte. Gemeinsam setzten die Organisatoren und die rund 15 000 Besucher/innen von der Marstallhalbinsel aus ein klares Zeichen in Richtung des nahe gelegenen Landtags: „Wir behalten die NPD im Blick – Schwerin bleibt Laut gegen Rechts!“

Bekannte Künstler wie "Revolverheld", Samy Deluxe, "Pyranja" heizten den Besuchern kräftig ein. Mit weiteren Bands wie unter anderem "The Rockhouse Brothers", "5 kleine Jägermeister" oder "Dry" wurde für eine spannende und bunte musikalische Mischung gesorgt, die für jeden Geschmack etwas zu bieten hatte.

"Wir haben mit Rechts nichts zu tun, das wollen wir der Welt zeigen“, stellte der Schweriner Oberbürgermeister Norbert Claussen (SPD) klar, der auf der Bühne ein kurzes Statement abgab.

Das Konzert am 1. Mai war die zweite Veranstaltung dieser Art: Bereits im September 2006 organisierte der "blick nach rechts" gemeinsam mit anderen Initiativen wie "Gesicht Zeigen!", der Amadeu Antonio Stiftung sowie den Gewerkschaften einen regelrechten Konzertmarathon. "Silbermond", Denyo, die "Brothers Keepers" und viele andere Bands brachten die Menge zum Kochen - 12.000 junge Menschen waren nahe dem Schweriner Schloss zusammengekommen. Bei strahlendem Sonnenschein und guter Musik gaben Bands und Besucher ein gemeinsames Statement ab: „Wählen gehen!“ Den Einzug der rechtsextremen NPD in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern konnte auch das Konzert nicht verhindern. Dennoch war die Veranstaltung ein voller Erfolg, denn sie hat eine Sache klargemacht: Junge Menschen in Mecklenburg-Vorpommern sind alles andere als politikverdrossen.

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