von Oliver Cruzcampo
   

Ehemaliger Schweinestall: Behörden machen Neonazi-Treff dicht

Ein herber Rückschlag für die rechtsextreme Szene in Mecklenburg-Vorpommern: Ein ehemaliger Schweinestall, der in den vergangenen Jahren immer wieder für illegale Treffen und Neonazi-Konzerte diente, wurde durch die Behörden versiegelt. Zuletzt wurden auf dem Gelände sogar Polizisten attackiert.

Der ehemalige Schweinestall kann nicht mehr für Szene-Veranstaltungen genutzt werden

In Anwesenheit der Eigentümer seien am Mittwoch sämtliche Eingänge in das Gebäude versiegelt und die Schlüssel eingezogen worden, berichtet der Nordkurier. Mitarbeiter des Bauamtes hätten sich auf dem Grundstück bei Viereck getroffen, offenbar zur Sicherheit sei Amtshilfe angefordert worden. In unmittelbarer Nähe hätten sich ein Dutzend Polizeibeamte der Bereitschaftspolizei, der mobilen Aufklärung Extremismus (MAEX) und des Landeskriminalamtes befunden.

„Das Gebäude ist für eine landwirtschaftliche Nutzung errichtet worden, wurde aber baulich verändert und über Jahre immer wieder zweckentfremdet genutzt, sagte ein Sprecher des Landkreises gegenüber dem Nordkurier. Ergänzend fügt er hinzu: „Mit dieser Maßnahme wird eine weitere Nutzung so lange unterbunden, bis sich die Rechtslage ändert.“

Ob die Eigentümer gegen die Maßnahme vorgehen, sei bislang unbekannt. Vorab seien den Besitzern Fristen gesetzt worden, um einen für die Nutzung adäquaten Zustand herzustellen. Das ist offenbar nicht geschehen.

„Pressefest“ mit über 1.200 Rechtsextremen

Neben dem Thinghaus in Grevesmühlen war der ehemalige Schweinestall das am häufigsten genutzte Grundstück, dass die rechtsextreme Mecklenburg-Vorpommerns für Treffen, aber vor allem für Rechtsrock-Konzerte nutzte.

In den Fokus der Öffentlichkeit rückte das Gelände in Viereck vor allem durch die Ankündigung der Bundes-NPD, im Sommer 2012 ihr „Pressefest“ dort durchführen zu wollen. Die in der Region recht dünnen zivilgesellschaftlichen Strukturen wurden durch die Gründung des Bündnisses „Vorpommern – weltoffen, demokratisch, bunt“ erweitert. Bis heute macht die Initiative gegen rechte Umtriebe mobil.

Ende 2012 hatte die in der Region äußerst umtriebige Neonazi-Szene insgesamt sechs Konzerte in dem Gebäude durchführen wollen. Zwei Veranstaltungen konnten allerdings durch die Polizei unterbunden werden. Neben dem Pressefest mit rund 1.2000 Teilnehmern nahmen nicht selten bis zu 300 Rechtsrock-Fans an den Veranstaltungen teil, die häufig von örtlichen NPD-Kadern organisiert wurden.

Polizisten attackiert

Im Oktober 2013 konnten die Behörden ein weiteres Konzert unterbinden. Dutzende Neonazis zeigten sich an jenem Abend äußerst aggressiv, Polizeibeamte wurden mit Steinen und Flaschen beworfen. Wohl nur aufgrund der Schutzmontur wurden lediglich vier Polizisten leicht verletzt.

Der Szene gehen damit vorerst die beiden wichtigsten Treffpunkte verloren. Das Thinghaus ist aufgrund behördlicher Einschränkungen derzeit für klassische Rechtsrock-Konzerte nicht nutzbar, der ehemalige Schweinestall fällt nun ebenfalls weg.  

Kommentare(14)

Dennis Donnerstag, 23.Juli 2015, 13:25 Uhr:
Nazis treffen sich in einem Schweinestall..... Welch eine Ironie.....
 
Landwirt Donnerstag, 23.Juli 2015, 16:43 Uhr:
@Dennis

Und was willst du damit sagen. Du steckst dir Schweinefleisch in den Mund, also rede nicht so abwertend über diese Tiere.
 
Roichi Donnerstag, 23.Juli 2015, 18:25 Uhr:
@ Dennis

Jetzt nicht mehr.
Sie wurden ja ausgesperrt.
 
Dennis Freitag, 24.Juli 2015, 16:40 Uhr:
Ich zitiere mal ein paar Sätze von unserem Vorzeige-Nazi Björn:

"Es ist schon auffällig, wie oft das Bauamt an Gebäuden meint Mängel zu finden, die vorher Jahrzehnte lang vollkommen in Ordnung waren, wenn sie denn ein Oppositioneller nutzen möchte. "

"Wer keine Argumente hat, der missbraucht das Bauamt für seine rechtswidrigen Repressionsversuche. Nen schönen "Rechtsstaat" habt ihr BRD-Anhänger hier. "

Ich bin fast bereit zu wetten, dass hier wieder der gleiche Schrott von ihm kommt. Schließlich gelten Gesetze und Vorschriften ja für alle anderen, nur nicht für die Kameraden.....
 
Björn Montag, 27.Juli 2015, 20:42 Uhr:
@Dennis

Na klar, was nicht in deine Ideologie passt ist natürlich "Schrott". Nur blöd, dass die Gerichte regelmäßig die Baumämter rügen müssen, weil sie im Kampf gegen Rechts ihre Macht missbrauchen. Gerade jüngst bei Herrn Deckert wieder geschehen. Nur dauert das mehrere Jahre und kostet vorher viel Geld. Deshalb klagen nicht viele.

Aber es zeigt wie antidemokratisch dieses Regime ist.

Im übrigen hätte ich euch schon öfter mal kontra gegeben, nur veröffentlicht Endstation Rechts kaum noch einen Kommentar von mir.

Danke nochmal für dieses Kompliment liebe ER Redaktion ????
 
Roichi Dienstag, 28.Juli 2015, 09:33 Uhr:
@ Björn

Hast du auch noch etwas zur Sache beizutragen?
 
JayBee Dienstag, 28.Juli 2015, 09:55 Uhr:
@ Björn

Definiere in diesem Zusammenhang doch bitte mal das Wort "regelmäßig". Und auch das Wort "rügen". Das wirkt bei Dir nämlich mal wieder so übertrieben.
 
Dennis Dienstag, 28.Juli 2015, 10:10 Uhr:
Wette gewonnen......

@Björn: Wir duzen uns immernoch nicht.

"Im übrigen hätte ich euch schon öfter mal kontra gegeben, nur veröffentlicht Endstation Rechts kaum noch einen Kommentar von mir."

Dann machen Sie sich doch mal ein paar Gedanken, woran das wohl liegen könnte.... Aber bitte ohne die übliche Opferpose.
 
Björn Dienstag, 28.Juli 2015, 12:31 Uhr:
@Dennis

Na was denkst du denn wohl woran das liegt? Du kennst meine Kommentare und weißt, dass sie sich immer innerhalb der geltenden Rechtsprechung bewegen. Und meist deutlich freundlicher sind als die eurer Genossen.

Aber als "Rechter" auf einer extrem linken Seite, muss man schonmal mit Einschränkungen rechnen. Wäre andersherum vielleicht auch so.
 
Zipfelmütz Dienstag, 28.Juli 2015, 14:16 Uhr:
@Björn
Auch wenn du dich innerhalb der geltenden Rechtsprechung bewegst, werden deine Ergüsse qualitativ nicht besser, Gülle bleibt Gülle.
 
Dennis Dienstag, 28.Juli 2015, 16:48 Uhr:
@ Björn:
Auf Ihre Beiträge muss man gar nicht mehr eingehen, die sind dermaßen hohl und inhaltslos, das wäre verschwendete Zeit.

@ Redaktion: Erklärt Björn doch bitte mal, warum angeblich so viele seiner Beiträge bei euch hängen bleiben. Er spielt ja wieder den armen benachteiligten nationalen Aktivisten.
 
Roichi Dienstag, 28.Juli 2015, 18:28 Uhr:
@ Björn

Rechtsprechung und Netiquette auf einer Webseite sind unterschiedliche Dinge.
Abgesehen davon, können wir deine Behauptung unmöglich prüfen, da strafbare Kommentare garantiert nicht freigeschaltet werden.
Das sollte dir eigentlich klar sein.

Jetzt fehlt allerdings noch der Part mit den Gedanken, warum deine Kommentare nicht freigeschaltet werden.
Bisher kam ja nur die Opferpose.
Und die ist es nicht, denn die wird ja offensichtlich freigeschaltet.

Ganz nebenbei ist deine Einordnung von dir und der Seite mal wieder erfrischend bezeichnend für dich. Muahaha. Björns Welt.
 
Dresdner Mittwoch, 29.Juli 2015, 04:30 Uhr:
@ Björn

Ojoj, die armen Nationalsozialisten, zerbrechen unter der Macht des Bauamtes. Die Gerichte sind am rügen, zeigen uns regelmäßig wie antidemokratisch unser System ist. Der Gutmensch aber schaltet voller Hinterlist nur Björns dümmste Kommentare frei.
 
Redaktion Mittwoch, 29.Juli 2015, 10:27 Uhr:
@ Björn: "Du kennst meine Kommentare und weißt, dass sie sich immer innerhalb der geltenden Rechtsprechung bewegen." - Ich erinnere mich sehr genau an ihre ersten Kommentare, die gefüllt waren mit Hass und beleidigenden Inhalten. Weil diese natürlich nicht freigeschaltet wurden, haben Sie sich zwangsweise zügeln müssen, damit Ihre Posts hier erscheinen.

Ihre Kommentare sind auch weiterhin charakterisiert durch Relativierung der Taten Ihrer Gesinnungsgenossen, einseitige Sichtweise und selektive Wahrnehmung. Was erwarten Sie?
 

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