von Marc Brandstetter
   

Drogendealender Rechtsrock-Händler im Saarland verhaftet

„Prozess gegen Neonazi-Drogenring beginnt“ – Es sind Schlagzeilen wie diese, die Rechtsextremisten mit Nachdruck verhindern möchten, kratzen sie doch an ihrem selbstgewählten „Saubermann-Image“. Aber die Realität ist eine andere, wie ein aktuelles Beispiel aus dem beschaulichen Saarland zeigt. Dort wurde nämlich ein drogendealender Rechtsrock-Händler verhaftet.

Die NPD wehrt sich mit Händen und Füßen. Beginnt doch heute vor dem Landgericht Leipzig der Prozess gegen ihren ehemaligen Kandidaten für den Delitzscher Stadtrat, Lars S. Ihm und zwei Gesinnungsgenossen wird Drogenhandel im großen Stil vorgeworfen. Die drei 25, 26 und 30 Jahre alten Männern stehen im Verdacht, über drei Kilogramm der synthetischen Droge Crystal aus dem Ausland eingeführt und dann verkauft zu haben. Auf dem Schwarzmarkt hatten die Betäubungsmittel einen Wert von ca. 300.000 Euro, berichtet die Blick in die Vergangenheit zeigt. Immer wieder werden Verstöße von Rechtsextremisten gegen das Betäubungsmittelgesetz aktenkundig. Im Saarland deckten Fahnder erst gestern die kriminellen Machenschaften eines 30-Jährigen Aktivisten aus Losheim (Kreis Merzig-Wadern) auf.

Dem gebürtigen Völklinger wirft die Staatsanwaltschaft Volksverhetzung, Gewaltdarstellung und Verstöße gegen das Urheberrechtsgesetz vor. Er soll gemeinsam mit einem weiteren 26-jährigen Mann gewerbsmäßig CDs mit rechtsextremer Hassmusik im Wert von mehreren Tausend Euro verkauft haben. Die Tonträger bezog er – aus Sachsen. Womöglich hat der Verdächtige aber noch weit mehr auf dem Kerbholz: Er sei auch Mitglied einer Drogendealerbande gewesen, der fünf weitere Männer zwischen 25 und 35 Jahren angehört haben sollen.  

In einer großangelegten Razzia wurden insgesamt elf Objekte durchsucht: zehn im Saarland und eines in Sachsen. Die Ermittlungen des Staatsschutzes liefen nach Polizeiangaben bereits seit März 2012. Beteiligt war außerdem das Dezernat für Rauschgiftkriminalität des Landespolizeipräsidiums.

Bei den Durchsuchungen stellten Spezialisten umfangreiches Beweismaterial, darunter mehr als 3,5 Kilogramm Amphetamin und andere Betäubungsmittel, mehrere Tausend Euro Bargeld, über 4.000 CDs mit rechtsextremistischen Inhalten sowie mehrere Computer, Laptops, Speichermedien und Handys, sicher. Gegen den 30-jährigen Hauptverdächtigen wurde ein Haftbefehl vollstreckt. Die weiteren Ermittlungen dauern an.     

Kommentare(13)

Dennis Weide Freitag, 22.Februar 2013, 14:03 Uhr:
Ist ja schön das ihr Drogendealende Nazis an den Pranger stellt ist ja mehr als in Ordnung!!Aber ich finde es eine Frechheit die Arbeit anderer Freiheitskämpfer mit Füssen zutreten indem man Headlines dazu posted auf denen sich Bilder von lekkerstem Genußkraut befinden!??
 
L.B. Freitag, 22.Februar 2013, 15:25 Uhr:
Manche Nazis wollen nicht nur "Heim ins Reich", nein, sie wollen gleich "High ins Reich".
 
Amtsträger Freitag, 22.Februar 2013, 15:56 Uhr:
Könnte natürlich daran liegen, dass dieses "lekkerste Genußkraut" auch unter das BtMG fällt...
 
John Samstag, 23.Februar 2013, 15:25 Uhr:
Ja, das erklärt auch den einen oder anderen merkwürdigen Kommentar, den die KameradInnen hier so ablassen - die wohl kaum auf einen klaren Geist schließen ;)

@L.B.
Der Gag war ziemlich gut!
 
Björn Samstag, 23.Februar 2013, 16:11 Uhr:
Wie kommt ihr eigentlich darauf, dass besagter Dealer irgendwie politisch wäre? Das einzige was wir wissen ist, dass er alles verkauft, was sich zu Geld machen läßt. Drogen und CD´s beispielsweise.

Zum Fall der drei Sachsen läßt sich nur sagen: Das ist es doch was ihr gewollt habt. Ihr wollt doch das die Leute "aussteigen". Drogendealer sind euch schließlich lieber als politische Aktivisten. Mal schauen ob Herr Molau auch als "Nazi-Droendealer" bezeichnet wird, wenn er jetzt anfängt auf bundesrepublikanische Weise sein Geld zu verdienen. Oder Herr Benneckenstein. Schließlich sollen sie auch mal "rechts" gewesen sein.

Wie hoch ist eigentlich die Höchststrafe für den Verkauf von solchen Drogen? Ich hoffe diese Gestalten bekommen sie. Das ist der Preis, wenn man nach BRD-Manier sein materielles Wohl über das Wohl seines Volkes stellt.
 
Sepp Samstag, 23.Februar 2013, 19:44 Uhr:
Wenn "Nazis" dealen, dann wird sofort darüber berichtet, wenn es arabische, türkische oder albanische Clans (wie meistens) sind, dann schweigt man lieber um nicht "Vorurteile" gegenüber Fremden zu schüren.

NS lehnen Drogen klar ab, das war schon immer so und wird immer so bleiben, es werden harte Strafen gefordert und im Vergleich zur "anderen Seite" wird die Linie konsequent auch gegen Abschaum in den eigenen Reihen durchgesetzt.

Aber es bleibt dabei; 99% der Drogen werden ganz bestimmt nicht von "Neonazis" ins Land geholt, geschweige denn hier verkauft.
 
Chezuz Sonntag, 24.Februar 2013, 06:51 Uhr:
"Wie kommt ihr eigentlich darauf, dass besagter Dealer irgendwie politisch wäre?"

Ähm...

"Beginnt doch heute vor dem Landgericht Leipzig der Prozess gegen ihren ehemaligen Kandidaten für den Delitzscher Stadtrat, Lars S. (..)"

Völlig unpolitisch, so Stadtrat...

"Das einzige was wir wissen ist, dass er alles verkauft, was sich zu Geld machen läßt"

Was man mit Sicherheit weiß, ist, daß sie nur das hören wollen, was ihnen in den Kram passt.
 
John Sonntag, 24.Februar 2013, 10:42 Uhr:
"Wie kommt ihr eigentlich darauf, dass besagter Dealer irgendwie politisch wäre? Das einzige was wir wissen ist, dass er alles verkauft, was sich zu Geld machen läßt. Drogen und CD´s beispielsweise."

Nun, zumindest einer ist recht eindeutig ein Kamerad von Dir - und war eben Kandidat der NPD. Und generell ist die Paarung NPD-Führung (!) und Vorstrafe ja bei Deiner unfehlbaren Lieblingspartei fast traditionell vorhanden. Ansonsten ist es ganz putzig zu sehen, wie Du Dich in Deinem recht unbeholfenem Kommentar windest. Das Molau Thema hat es Dir anscheinend angetan, wie ich im anderen Beitrag gesehen habe. Wie zur Hölle Du nun hier wieder drauf kommst?
 
Roichi Sonntag, 24.Februar 2013, 13:29 Uhr:
@ Björn

Zum "unpolitischen" wurde ja schon genug gesagt. Das hättest du aber auch im Artikel nachlesen können.
Insofern mal wieder deine typische ideolgisch gesteuerte Wahrnehmung.

Der Rest des Kommentars erübrigt sich dann auch.
Mehr als wirre Theorien und Unterstellungen hast du nicht zu bieten.
Hast du "Genusskraut" konsumiert?


@ Sepp

Darüber wird berichtet, wiel in der Öffentlichkeit genau das Bild erbreitet wird, das du hier auch versuchst aufzubauen: "NS lehnen Drogen klar ab, das war schon immer so und wird immer so bleiben,".
Wenn dann genau das Bild von den Kamerraden zerstört wird, zeigt sich eben die Scheinheiligkeit, mit der gearbeitet wird. Und da wird dein Mentra nichts dran ändern.

"Aber es bleibt dabei; 99% der Drogen werden ganz bestimmt nicht von "Neonazis" ins Land geholt, geschweige denn hier verkauft."

Woher weißt du das?
 
Amtsträger Sonntag, 24.Februar 2013, 15:50 Uhr:
Lieber Björn,

haben Sie nicht vor knapp einem Jahr behauptet, die Strafen für den Verkauf von Drogen seien viel zu gering?

"Wie hoch ist eigentlich die Höchststrafe für den Verkauf von solchen Drogen?"

Jetzt stellt sich heraus, dass Sie nicht einmal das Strafmaß kennen!

War irgendwie klar ;)
 
Björn Sonntag, 24.Februar 2013, 16:17 Uhr:
@Chezuz

Sie haben also nicht kapiert, dass es hier um zwei versheidene Fälle geht? Zudem sollten sie sich doch darüber freuen, wenn jemand aus der "rechten Szene" aussteigt und ganz bundesrepublikanisch und weltoffen in die Drogenszene einsteigt.

"Was man mit Sicherheit weiß, ist, daß sie nur das hören wollen, was ihnen in den Kram passt."

Und schon haben sie das argumentieren eingestellt. Geht es nicht noch ein bischen selbstentlavender?

@John

"Nun, zumindest einer ist recht eindeutig ein Kamerad von Dir - und war eben Kandidat der NPD."

Auch du hast nicht geschnallt, dass es hier um zwei verschiedene Fälle geht. Warum wundert mich das nicht. Zudem ist er wohl eher ein Freund von euch. Aussteiger sind doch eure Lieblinge. Und wie könnte man mehr aussteigen als das Engagement für eine solidarische Volksgemeinschaft mit dem Geldverdienen auf Kosten der Gesundheit der eigenen Jugend zu tauschen? Genau diesen Egoismus wollt ihr doch. Das bedeutet in der BRD-Gesellschaft angekommen zu sein.
 
Roichi Sonntag, 24.Februar 2013, 21:01 Uhr:
@ Björn

"Sie haben also nicht kapiert, dass es hier um zwei versheidene Fälle geht?"

Was los? Musst du dich jetzt schon mit deiner Leseschwäche rausreden?
Nehmen wir doch mal die ersten zwei Sätze im ersten Absatz im Artikel:
"Die NPD wehrt sich mit Händen und Füßen. Beginnt doch heute vor dem Landgericht Leipzig der Prozess gegen ihren ehemaligen Kandidaten für den Delitzscher Stadtrat, Lars S. Ihm und zwei Gesinnungsgenossen wird Drogenhandel im großen Stil vorgeworfen."
Der Stadtrat ist wohl doch der Drogenhans.
Weiter unten gibt es dann noch einen zweiten Fall.
Darum ging es Chezuz aber nicht.
Er braucht auch nur den ersten Fall um dich zu widerlegen.

"Und schon haben sie das argumentieren eingestellt."

Nö. Er hat dich mal wieder vorgeführt.
Du kommst ja nicht davon weg, dass der Typ doch nicht dein Kamerrad gewesen sei.
Du brauchst die Lüge der Reinheit der Kamerraden. Sonst bricht das Weltbild zusammen.
Deswegen auch deine hilflosen Versuche den Typen irgendwie als etwas Anderes, vorzugsweise den politischen Gegner, darzustellen.
Zu spät.
Du kommst da nicht mehr raus.
 
John Montag, 25.Februar 2013, 16:28 Uhr:
Geil, die Umdeutung ist jetzt die, dass der einsmals stolze Kamerad Ausstieg - und dann einen Drogenring gründete?! Meine Fresse Björn, Deine Phantasie ist erheiternd. Dabei passt das ein oder andere Gramm doch ganz gut zur Hippie-NPD, die Du in der Regel an den Mann bringen willst.
 

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