Die Rechte-Kader Sascha Krolzig zu Gefängnisstrafe verurteilt

Sascha Krolzig, Bundesvorstandsmitglied der Splitterpartei Die Rechte, wurde am Donnerstag wegen Volksverhetzung zu einer sechsmonatigen Haftstrafe verurteilt. Der Neonazi hatte den Vorsitzenden einer Jüdischen Gemeinde als „frechen Judenfunktionär“ bezeichnet.

Dem Die Rechte-Funktionär droht ein Gefängnisaufenthalt

Der Parteikader Sascha Krolzig hatte auf einer von ihm verantworteten Internetseite den Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Herford-Detmold als „frechen Judenfunktionär“ bezeichnet und musste sich dafür am Donnerstag vor dem Amtsgericht Bielefeld verantworten. Wie die zuständige Richterin urteilte, sei damit die Grenze der Meinungsfreiheit überschritten. Der Neonazi wurde zu einer sechsmonatigen Haftstrafe verurteilt.

Eine Bewährungsstrafe sei nicht zustande gekommen, weil Krolzig laut Lippischer Landes-Zeitung für eine Tat aus dem Jahr 2015 noch unter Bewährung stand. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, sein Anwalt Björn Clemens, der in der Vergangenheit bereits mehrfach Rechtsextreme vertreten hat, kündigte an, Rechtsmittel einlegen zu wollen.

Mehr als ein Dutzend Verurteilungen

Krolzig, Landesvorsitzender der Splitterpartei in Nordrhein-Westfalen, hätte in dem entsprechenden Text zudem dazu geschrieben, „den Einfluss jüdischer Lobbyorganisationen auf die deutsche Politik in allerkürzester Zeit auf genau null reduzieren“ zu wollen. Sämtliche staatliche Unterstützung für jüdische Gemeinden müsse gestrichen werden, soll es in dem von Krolzig verantworteten Text laut „Westfalen Blatt“ geheißen haben. Der explizite Zusammenhang mit der Religionsgemeinschaft habe die Grenzen der Meinungsfreiheit überschritten, weshalb der Kader nun wegen Volksverhetzung und Beleidigung verurteilt wurde.

Das am Donnerstag gefällte Urteil sei dem „Westfalen Blatt“ zufolge seine bereits 14. Verurteilung. Sollte eine weitere Bewährungsstrafe widerrufen werden, könnten fünf weitere Monate dazukommen.

Das Die Rechte-Bundesvorstandsmitglied lebe nach eigenen Angaben derzeit als Hartz IV-Aufstocker, nebenbei preist sich der Dortmunder als freier Redner und Zeremonienmeister an und verantwortet die seit knapp einem Jahr erscheinende rechte Zeitschrift „N.S. Heute“.

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