von Robert Scholz
   

Die nächste NPD-Pleite: In Hamburg reicht es nicht einmal zu einem Prozent

Die Ziele waren nicht sonderlich hoch gesteckt: 1 Prozent plus X gab NPD-“Wahlkampf-Manager“ Thomas Wulff als Parole aus. Doch selbst an dieser Mini-Hürde scheint die NPD bei der gestrigen Wahl in der Hansestadt Hamburg gescheitert zu sein.

Laut vorläufigem Endergebnis kommen die Rechtsextremisten um ihren Spitzenkandidaten Thorben Klebe auf gerade einmal 0,9 Prozent. Demnach kamen die Rechtsextremen auf etwas mehr als 30.000 Stimmen in Hamburg. Damit ist man nur ganz knapp vor der Parteiparodie des Titanic-Magazins „Die Partei“, die auf 0,7 Prozent kam und deutlich hinter den Piraten, die 2,1 Prozent bekamen. Klarer Gewinner des Abends aber ist die SPD, die mit voraussichtlich 48,3 Prozent alleine in Hamburg regieren kann. 

Sollte es bei dem Ergebnis bleiben, wird die NPD keine Mittel aus der staatlichen Parteienfinanzierung erhalten. Aufgrund der Vielzahl an Stimmen, die jeder Wahlberechtigte in Hamburg abgeben kann, wird eine amtliches Endergebnis wahrscheinlich erst im Laufe der Woche vorliegen.

Kommentare(6)

Peter Panda Montag, 21.Februar 2011, 09:50 Uhr:
ja, wenn die leute im osten nun auch mal nachdenken würden was sie da wählen, dann bräuchte man sich in S-A keine sorgen um einen einzug der npd ins parlament machen. ich frage mich immer wieder, wie die leute darauf kommen, dass die npd "eine normale partei" ist. es gibt doch nun zieg zitate, videos usw. wo ganz klar gesagt wird (sinngemäß) "wir wollen das reich, von der maas bis an die memel...". sogar von herrn voigt höchstpersönlich. und trotzdem werden sie gewählt. das geht nicht in meinen schädel!
 
Helmut Montag, 21.Februar 2011, 14:35 Uhr:
Hallo Robert Scholz!

Im Artikel steckt ein entscheidender Fehler, den Sie vielleicht nochmal korrigieren sollten:

Es haben nicht mehr als 30.000 Stimmberechtigte das Kreuz bei der NPD gemacht, sondern die NPD hat über 30.000 Stimmen bekommen!

In Hamburg können jedoch von jedem Wähler 5 Stimmen auf der Landesliste frei verteilt werden.
Geht man davon aus, dass die NPD-Wähler alle ihrer 5 Kreuze bei der NPD gemacht haben, ergibt sich die Zahl von ca. 6.000 Wählern der NPD.

Nur im Falle, dass jeder NPD-Wähler die 4 anderen Stimmen einer anderen Partei gegeben hätte, käme man wirklich auf 30.000 Personen.

EDIT: Sie haben natürlich recht. Ich korrigiere sofort!
 
Nationalbolschewist Montag, 21.Februar 2011, 14:47 Uhr:
Hamburg (Wahlkreisliste)
Zwischenergebnis (21.02.2011 15:37)
Ausgezählt: 1.178 von 1.743 | Wahlberechtigte: 1.254.638 | Wähler: 505.219
Gültige Stimmzettel: 464.967 | Ungültige Stimmzettel: 17.797
Gültige Stimmen: 2.290.393
Bezeichnung Stimmen Prozent
NPD 22.639 1,0 %

DIE LINKE 158.720 6,9 %
 
Amtsträger Montag, 21.Februar 2011, 15:16 Uhr:
Vielleicht trauen die Leute keinem vorbestraften Gewalttäter mit GeStaPo-Mantel und 65 Jahre alter Lokomotivführermütze?
 
Muhamed Allah Montag, 21.Februar 2011, 17:38 Uhr:
Da wohnen ja auch so gut wie keine Deutschen mehr ist kein Wunder!
 
Sch. Licht Montag, 21.Februar 2011, 18:02 Uhr:
Wem ist auch aufgefallen, wie der OZ-Fotograf dazu heute das Titelbild arrangiert hat: Der Wahlsieger verdeckt mit erhobenem Arm zum Teil das D von ARISCH. Pressefotografen wissen sicherlich sehr genau, was sie fotografieren wollen, und Redakteure wissen sicherlich sehr genau, was sie zeigen wollen.
 

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