von Robert Scholz
   

Der RNF über „Kandidaturen von weiblichen NPD-Frauen“

Der „Ring Nationaler Frauen“ (RNF) gab sich nicht nur eine neue Vorsitzende, er zog auch Bilanz. Wie nicht anders zu erwarten, lief im vergangenen Jahr alles prima, da die Zahl der „weiblichen Direktkandidatinnen“ der NPD zur Bundestagswahl gesteigert werden konnte.

Der RNF begrüße die positive Entwicklung bei den „Kandidaturen von weiblichen NPD-Frauen“, heißt es dazu auf der Homepage. Zudem motiviere die NPD-Unterorganisation „Frauen, politische Verantwortung“ zu übernehmen. Richtigerweise sollten die „weiblichen NPD-Frauen“ des RNF aber auch hinzufügen, dass dies nur so lange gilt, bis ein Mann meint, den Job besser machen zu können. 

Das zeigte sich erst im Sommer dieses Jahres, als die „weiblichen NPD-Frauen“ Marianne Pastörs und Franziska Vorpahl erfolgreich bei den Kommunalwahlen kandidierten und mehr Stimmen erhielten als die auf den Listen besser platzierten „männlichen NPD-Männer“. Wählervotum hin oder her, die Frauen mussten seinerzeit Platz machen und wurden ausgebootet.

Dies führte dann zum Streit in der RNF-Führung, da die damalige Bundessprecherin der NPD-Frauen, Gitta Schüßler, die Frauen wohl tatsächlich zur Übernahme politischer Verantwortung motiviert sehen wollte. Diese „feministischen Ansichten“ waren allerdings nach Auffassung ihrer „weiblichen Mitstreiterinnen“ nicht hinnehmbar, so dass Schüßler nach einem Misstrauensvotum zurücktrat.

Umso verwunderlicher, dass sich nun ausgerechnet die kommissarische RNF-Vorsitzende Judith Rothe, die den Misstrauensantrag gegen Schüßler unterstützt haben soll, über die positive Entwicklung der Kandidaturen zur Bundestagswahl freut und den Mut der Frauen lobt, „Verantwortung zu übernehmen“.

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