von Redaktion
   

Das rechte Herz der AfD

Das von der AfD-Führung bunt gezeichnete Bild einer Partei, die sich wortgewaltig vom rechten Rand abgrenzt, erstrahlt längst in braunen Tönen. Einer Untersuchung der Universität Leipzig zufolge sind unter den Wähler der selbsternannten Alternative abwertende Haltungen gegenüber Muslimen, Asylbewerbern sowie Sinti und Roma weit verbreitet. „Geschlagen“ werden sie nur von den Anhängern der NPD.

AfD-Anhänger mit einem Pullover einer Szene-Marke (Foto: OliverCruzcampo, Archiv)

Nein, die AfD sei keinesfalls eine rechte Partei. Schließlich speise sich ihr Wählerreservoir aus ehemaligen Anhängern aller anderen Parteien, darunter frühere Sympathisanten der SPD, der CDU, der FDP. Freilich, bisherige Unterstützer der NPD hätten ihr Kreuz ebenfalls bei den blauen Senkrechtstartern gemacht. Dafür fehlten den Rechtsextremisten aber diese Stimmen, auch deshalb sei die NPD in Sachsen an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Außerdem sei es der Protestpartei gelungen, überdurchschnittlich viele Nichtwähler zum Gang ins Wahllokal zu bewegen, was ihre wichtige Rolle in der Demokratie unterstreiche. Ähnliche Aussagen waren nach den Urnengängen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen, als die AfD überall in die Landtage einziehen konnte, zu hören und zu lesen. Dabei widerlegt ein genauer Blick in ihr Elektorat diesen Mythos.

In einer repräsentativen Umfrage hat ein Forscherteam der Universität Leipzig 2.432 Personen im Alter zwischen 18 und 91 Jahren zu ihren politischen Einstellungen und zu ihrem Wahlverhalten befragt. Bereits seit 2002 untersucht die Arbeitsgruppe um Professor Elmar Brähler und Dr. Oliver Decker die rechtsextreme Einstellung in Deutschland; ihre „Mitte-Studien“ haben sich über die Jahre zu einen vielbeachteten Barometer entwickelt.

20 Prozent der Bevölkerung sind fremdenfeindlich

Die aktuelle Untersuchung (pdf-Dokument) verzeichnet zunächst ein erfreuliches Ergebnis. Demnach ist der Anteil der Menschen, die ein geschlossenes rechtsextremes Weltbild aufweisen, von 9,7 Prozent im Jahre 2002 auf nunmehr 5,6 Prozent zurückgegangen. Dies kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass fremdenfeindliche Aussagen auf eine hohe Zustimmung treffen. Jeder fünfte Befragte hat sich in den Face-to-Face-Interviews entsprechend geäußert. Fünf Prozent der Bevölkerung offenbarten außerdem antisemitische Vorurteile.

Die 2014er-Ergebnisse dokumentieren erneut, dass rechtsextreme Positionen bei den Anhängern sämtlicher politischer Parteien nachweisbar sind, und dass die Wählerschaft der großen Parteien SPD und CDU davon nicht ausgenommen ist. „Es fällt allerdings auf, dass die stärkste Anziehungskraft bei den Wählern mit einer ausländerfeindlichen, antisemitischen und chauvinistischen Einstellung neben den rechtsextremen Parteien die AfD hat“, erklärt der Sozialwissenschaftler Johannes Kiess, der seit 2008 an der Studie mitarbeitet.

Fremdenfeindliche Parolen finden unter AfD-Anhängern hohe Zustimmung

In deren Wählerschaft sind abwertende Haltungen weit verbreitet. 71,2 Prozent der AfD-Anhänger gaben an, sie fühlten sich durch „zu viele Muslime wie Fremde im eignen Land“. In der NPD-Gefolgschaft waren es sogar 87 Prozent. Am geringsten fiel die Zustimmung zu dieser Feststellung bei der FDP und bei den Grünen aus, wo immer noch 30,6 Prozent bzw. 26,3 Prozent das Gefühl teilten. Zwei von drei Unterstützern der Alternative für Deutschland sprachen sich gegen einen weiteren Zuzug von Muslimen nach Deutschland aus (NPD: 87 Prozent). Nahezu einig sind sich die Wähler der beiden Parteien: Asylbewerber seien in ihren Heimatländern keinem tatsächlichen Verfolgungsdruck ausgesetzt (AfD: 76,9 Prozent, NPD: 82,6 Prozent).

Drei Viertel aller AfD-Anhänger haben ein Problem mit dem Aufenthalt von Sinti und Roma in ihrem Lebensumfeld und vertreten die Meinung, diese Bevölkerungsgruppe neige zu Kriminalität. Eine breite Mehrheit von ihnen – 73,1 Prozent – spricht sich dafür aus, Sinti und Roma aus den Innenstädten zu entfernen. Noch deutlicher fällt das Bild der NPD aus, deren Elektorat Sinti und Roma fast vollständig feindselig gegenübersteht. Jeweils mehr als 90 Prozent haben Probleme mit ihnen in ihrem Lebensumfeld, halten sie für kriminell und sieht die Innenstädte am liebsten frei von ihnen. Die Befragung zeigt überdies, die hohe Verbreitung antiziganistische Vorurteile in allen Teilen der Bevölkerung. 

Skepsis gegenüber der Demokratie und der EU

Überraschend vor dem Hintergrund der AfD-Postionen zur EU fällt hingegen das Urteil der Partei-Unterstützer über das Bündnis aus: Jeder Zweite hat ein positives Bild der EU, jeder Dritte glaubt sogar, sie bringe Deutschland Vorteile. Die Skepsis überwiegt also leicht. Dabei zeigt die Analyse, dass der fehlende Anklang der EU sehr stark mit der antidemokratischen Orientierung der Befragten zusammenhängt: „Wir müssen feststellen, dass Menschen mit rechtsextremer Einstellung und der Bereitschaft, andere Gruppen abzuwerten, die EU deutlich häufiger ablehnen,“ so Kiess.

75 Prozent der AfD-Parteigänger zeigten sich darüber hinaus unzufrieden mit der tatsächlichen Demokratie in der Bundesrepublik. Damit liegen sie in dieser Befragung an der Spitze und somit noch vor der NPD, deren Anhänger zu 73,9 Prozent unzufrieden sind.  

Kommentare(30)

Insider wissen mehr! Dienstag, 11.November 2014, 16:20 Uhr:
Da muß der Firle-Franz aber verdammt aufpassen, daß ihm AfD-Lucke nicht die Show stiehlt!
 
Thomas Dienstag, 11.November 2014, 19:55 Uhr:
Was ist daran so schwer zu verstehen das sich viele Menschen einfach unwohl fühlen in der Nähe von Asylbewerberheimen. Seid doch mal ehrlich zu euch selbst- wollt ihr eure Kinder auf Schulen schicken mit 95% Migrantenanteil?
 
rolf Dienstag, 11.November 2014, 20:51 Uhr:
" Der rechte Rand "

Die Etablierten, welche im Grunde gleichbedeutend mit den Linken sind, verstehen unter " Rechtem Rand " jeden der vom linken Mainstream, und damit vom staatlich verorteten linken Konsens abweicht.

Während die AfD darunter den Rand des nicht linken Spektrums versteht, also Faschisten, Neonazis und dergleichen.

Die AfD ist weder rechtsextremistisch, noch braun ( also nationalsozialistisch ), aber sie ist natürlich eine nationalkonservative/nationalliberale Partei, welche sich überwiegend im Bereich der US Republikaner/TeaParty bewegt.

Die AfD vertritt politische Ansichten, welche so auch von mindestens jedem zweiten US Amerikaner geteilt werden. Konservativ, Bürgerlich, Freiheitlich, Christlich, Patriotisch. Eben genau die Werte, welche in der BRD im Klo heruntergespült, und durch Progressiv, Chaotisch, Sozialistisch, Muslimisch, Internationalistisch ersetzt wurden.

Die Gesellschaft wurde während der letzten Jahrzehnte nahezu komplett auf links gedreht, nur hat man dabei eben vergessen, dass nicht jeder Deutsche internationaler Sozialist, Kommunist, Vaterlandsverräter oder Islam Sympathisant ist.

Die AfD normalisiert parteipolitisch das Politische Spektrum in Deutschland.

Und dass die Deutschen tatenlos dabei zusehen werden, wie der Islam in Deutschland immer mehr Macht gewinnt, könnt ihr definitiv vergessen.
 
Artemius Dienstag, 11.November 2014, 23:17 Uhr:
Hmmh.
Einerseits finde ich 2432 Befragte jetzt nicht sonderlich repräsentativ. An der letzten Bundestagswahl haben immerhin knapp 45 Millionen Bundesbürger teilgenommen ...
Andererseits kann ich das Ergebnis der Studie im Kern auch einfach selbst feststellen, wenn ich mich so umsehe in diesem tollen Deutschland. Und da ja persönliche, ideologisch belastete Beobachtungen den betreffenden Kommentatoren hier als hochwissenschaftliche Argumentationen gelten, ist die Studie ohnehin vollkommen unnötig. HAH !!!
 
Roichi Mittwoch, 12.November 2014, 13:13 Uhr:
@ Thomas

Die Frage ist vielmehr, warum du dich unwohl fühlst.
Die diffuse Angst aus Vorurteilen hilft eben nicht weiter.
 
Roichi Mittwoch, 12.November 2014, 13:13 Uhr:
@ rofl

"Die Etablierten, welche im Grunde gleichbedeutend mit den Linken sind, verstehen unter " Rechtem Rand " jeden der vom linken Mainstream, und damit vom staatlich verorteten linken Konsens abweicht."

Und du verstehst noch nichtmal den Artikel. Aber immerhin die Parole aufsagen klappt.

"Die AfD ist weder rechtsextremistisch, noch braun ( also nationalsozialistisch "

Weil rolfi das sagt, muss es wohl so sein.
Rechte Stammtischempirie eben.

"Die AfD vertritt politische Ansichten, welche so auch von mindestens jedem zweiten US Amerikaner geteilt werden"

Falsches Land rolfi.

"Konservativ, Bürgerlich, Freiheitlich, Christlich, Patriotisch."

Was immer diese bedeuten sollen.

"Eben genau die Werte, welche in der BRD im Klo heruntergespült, und durch Progressiv, Chaotisch, Sozialistisch, Muslimisch, Internationalistisch ersetzt wurden. "

Rolfi hat gesprochen.

"Die Gesellschaft wurde während der letzten Jahrzehnte nahezu komplett auf links gedreht"

Und nochmal sprach der rolfi.

"dass nicht jeder Deutsche internationaler Sozialist, Kommunist, Vaterlandsverräter oder Islam Sympathisant ist."

Stimmt, gibt auch rechte Deppen, wie rolfi.

"Und dass die Deutschen tatenlos dabei zusehen werden, wie der Islam in Deutschland immer mehr Macht gewinnt, könnt ihr definitiv vergessen. "

Jaja, ist ja gut. Deinen Endsieg will dir niemand nehmen.
Auch wenn du nur für dich siegst.
 
DasNiveau Mittwoch, 12.November 2014, 16:01 Uhr:
@Artemius

Die Soziologen rechnen sich Ihr minimalistisches Datenvolumen gern mit "repräsentativen Stichproben" schön. Vor allem bei manchen, besonders herausstechenden, Bevölkerungsgruppen sind das kaum 100 Leute.
 
Thomas Donnerstag, 13.November 2014, 07:37 Uhr:
Nein Roichi, anscheinend wollen Sie nicht verstehen. Hören Sie den besorgten Menschen einfach mal zu als gleich sofort abzuwiegeln/ mauern und mit haltlosen Unterstellungen wie - man hätte Vorurteile o.ä um sich zu werfen.
 
JayBee Donnerstag, 13.November 2014, 10:49 Uhr:
Natürlich können 2432 Personen repräsentativ sein. Wenn sie ein reales Abbild der Bevölkerung abliefern. Dazu muss eine ordentliche Stichprobe zugrunde gelegt werden. Also bspw. Aufteilung nach Bevölkerungsanteilen in den Bundesländern, nach Altersgruppen, nach Geschlecht usw. In diesem Falle natürlich auch noch nach Parteipräferenz. Als weiteres Beispiel sei hier die Sonntagsfrage von Forsa erwähnt. Da werden immer ca. 1000 Personen befragt. Aus meiner Sicht ist das auch die Untergrenze für eine seriöse Stichprobe.
 
John Donnerstag, 13.November 2014, 11:10 Uhr:
"Was ist daran so schwer zu verstehen das sich viele Menschen einfach unwohl fühlen in der Nähe von Asylbewerberheimen."

So einiges. Und tatsächlich wäre es schön, wenn sich der ein oder andere "besorgte" Bürger mit diesem Menschen mal auseinandersetzen würde - und mal hinter die Fassade der "die bekommen alles in den Arsch gesteckt"-Fassade linsen würden.
 
Roichi Donnerstag, 13.November 2014, 11:21 Uhr:
@ Thomas

Ich höre vielen Menschen zu.
Oft auch unfreiwillig.
Und dennoch ersetzt das Vorurteil der Menschen nicht die Fakten.
Haltlos ist es ganz sicher, sich auf "die Beobachtungen" der "besorgten Menschen" zu stützen und diese als Fakten zu verkaufen.
So wie uns die Kamerraden gerne die "schweigende Mehrheit" verkaufen wollen.
Beides ist Wunschdenken aufgrund ideologischer Vorurteile.
Da kommst du auch nicht dran vorbei.

Und jetzt darfst du dich gerne wieder hinter die Mauer der Stammtischbierkrüge verkriechen.

@ Nivea

Statistik ist eben nicht für jeden sofort verständlich.
Erst recht nicht, welche Aussagen damit möglich sind und welche nicht.
 
Thomas Donnerstag, 13.November 2014, 12:56 Uhr:
@Roichi
Man sieht das Sie keine sachlichen Argumente bringen sonst würden Sie konstruktiv diskutieren. Sie verstecken sich mir gegenüber hinter nicht nachvollziehbaren Unterstellungen und Beleidigungen. Aber worum es in meinem Anfangskommentar ging ist das eine Demokratie doch die Vielfalt der unterschiedlichen Meinungen beinhalten sollte ( solange man niemanden beleidigt) . Und dazu gehören eben auch Gegensätzliche Meinungen. Sie jedoch verteidigen nur Ihren Standpunkt. Offensichtlich haben Sie keine freiheitlich demokratische- sondern eine einseitig diktatorische Grundhaltung.
 
DasNiveau Donnerstag, 13.November 2014, 13:09 Uhr:
@Roichi

Das Thema hatten wir ja schon und meine Zweifel haben sich auch nach etwas Recherche nicht verflüchtigt aber zumindest verkleinert.
 
Roichi Donnerstag, 13.November 2014, 13:47 Uhr:
@ Thomas

Interessant, dass du mir eine "einseitig diktatorische Grundhaltung" attestierst, wo ich dich doch nur auch die Schwächen deiner "Argumente" hinweise.
Denn "Beobachtungen" "besorgter Bürger" sind nunmal keine Darstellung realer Zusammenhänge, sondern immer subjektiv und Vorturteilsgeprägt, weshalb du auch beharrlich objektive Fakten ignorierst.
Wie John schon schrieb, wäre eine Auseinandersetzung mit den Menschen und den eigenen Vorurteilen nötig.
Da aber sitzt "der besorgte Bürger" an seinem Stammtisch und faselt was von "seid mal ehrlich", "hört doch mal zu", "Diktatur der Meinung" und "wird man doch noch sagen dürfen".

Ich unterstelle dir also nichts, ich nehme deine Aussagen und halte sie gegen Fakten.
Ob dir das gefällt, oder nicht, liegt an dir.
Dass du an Fakten nicht vorbeikommst, bleibt immernoch bestehen. Auch beim dritten Mal.

Und nun noch zu einem Highlight:
"Aber worum es in meinem Anfangskommentar ging ist das eine Demokratie doch die Vielfalt der unterschiedlichen Meinungen beinhalten sollte "
Schauen wir mal nach oben, dort schriebst du:
"Was ist daran so schwer zu verstehen das sich viele Menschen einfach unwohl fühlen in der Nähe von Asylbewerberheimen. Seid doch mal ehrlich zu euch selbst- wollt ihr eure Kinder auf Schulen schicken mit 95% Migrantenanteil?"
Nix mit unterschiedlichen Meinungen. Deine Meinung soll gelten. Sonst nichts.
 
Don Geraldo Donnerstag, 13.November 2014, 15:14 Uhr:
Wenn man der Umfrage glauben darf, haben 40 Prozent der Anhänger von Linken und Grünen die gleiche Meinung über Sinti und Roma wie NPD-Anhänger. Bei FDP, SPD und Union sind es sogar über 60 Prozent.
Was macht es da aus, wenn die zahlenmäßig viel kleinere Anzahl der AfD-Anhänger in dieser Befragung genau zwischen den Altparteien und der NPD liegen ?
 
münchhausen Donnerstag, 13.November 2014, 16:56 Uhr:
@Don Geraldo:

Ja, Antiziganismus ist tatsächlich ein Problem von Menschenfeindlichkeit, das in der Mitte der Bevölkerung verankert ist und das durch alle Parteien hindurchgeht. Wenn man dieses Problem nur auf rechte Parteien sowie AfD reduzieren will, dann ist das in der Tat zu kurzsichtig. Ein entscheidender Unterschied zwischen den AfD-Wählern und den anderen Parteien liegt aber darin, dass die abgefragten Items 'Befürwortung einer Diktatur' (7,7%) 'Ausländerfeindlichkeit' (50% [!]), 'Chauvinismus' (28,9%), 'Antisemitismus' (13,5%) und 'Verharmlosung des NS' (11,5%) deutlich (Faktor 2x bis 10x!) über dem Wert von CDU, SPD, Grüne, Linke und FDP und viel näher an den Werten der rechtsradikalen Parteien liegt. Im Übrigen bestätigt die Studie eine Korrelation, die mittlerweile altbekannt ist: Je niedriger der formale Bildungsstand und je geringer der ökonomische Status ist, desto höher fallen die Zustimmungswerte für rechtsradikale Positionen aus.

Quelle: Die stabilisierte Mitte. Rechtsextreme Einstellung in Deutschland 2014, S. 41.
 
Roichi Donnerstag, 13.November 2014, 17:11 Uhr:
@ Don

Mal wieder nimmst du nur die Hälfte des Artikel wahr.
Es geht um die Positionen innerhalb der Parteien und im speziellen die der AfD im Zusammenhang mit ihren öffentlichen Äußerungen.
Kann doch nicht so schwer sein, das zu erfassen.
 
Thomas Donnerstag, 13.November 2014, 18:10 Uhr:
Tut mir Leid Roichi aber Sie liegen leider komplett daneben. Ich schrieb nichts von besorgten "Bürgern", auch habe ich keine "objektiven Fakten" ignoriert- "Diktatur der Meinung" habe ich ebenfalls nicht getippt-und das ich mich hinter "Stammtischbierkrügen" verkrieche kann als Beleidigung gewertet werden. Auch von Ihren "Fakten" von denen Sie die ganze Zeit schreiben habe ich noch nichts inhaltlich/ sachliches gelesen. Schreiben Sie eigentlich jemals die Wahrheit??
Im übrigen sehe ich mich als durchaus meinungstolerant und kritikfähig solange die Diskussion konstruktiv und sachlich geführt wird. Wenn ich mir Ihre Textbeiträge jedoch ansehe so trieft hier ganz deutlich das Gegenteil hervor.
 
Roichi Freitag, 14.November 2014, 00:10 Uhr:
@ Thomas

Ich muss dich wohl nicht nochmal zitieren.
Auch nicht sinngemäß. Wo du doch so konstruktiv diskutieren willst, kannst du das auch nachvollziehen.

Nein, ich sage nicht "die Wahrheit". Ich bringe einfach Fakten und argumentiere daran. Den Anspruch auf "die Wahrheit" erheben nur Menschen, die einen Glauben brauchen, weil die Fakten gegen sie sprechen.

Zum Thema Fakten. Ich habe bisher lediglich deine Stammtischempirie betrachtet. Deren Aussagekraft du auf ein diffuses Gefühl zurückführst.
Mehr hast du bisher nicht anzubieten.
Dass dieses diffuse Gefühl nur ein Vorurteil ist, kannst du selbst durch hingehen und mit den Leuten reden ermitteln. Alternativ stehen dir die Kriminalstatistiken, die Suche hier auf der Seite und google zur verfügung, um dich zu informieren.
War ja schon oft genug Thema hier.
 
Fjolo Freitag, 14.November 2014, 08:23 Uhr:
Besorgte Bürger ???
Das ich nicht lache!
Das "Besorgtsein" heißt nichts anderes als massive Intoleranz Andersdenkenden und - aussehenden gegenüber, Sozialneid hoch drei!
Sie sind besorgt um ihr dickes und fettes Ego!
Und sie lassen sich von den Faschos gern "einspannen" und latschen mit ihnen gemeinsam...............
 
JayBee Freitag, 14.November 2014, 08:45 Uhr:
@ Thomas

"Was ist daran so schwer zu verstehen das sich viele Menschen einfach unwohl fühlen in der Nähe von Asylbewerberheimen. Seid doch mal ehrlich zu euch selbst- wollt ihr eure Kinder auf Schulen schicken mit 95% Migrantenanteil?"

Wie definierst Du "viele"? Wie "unwohl"? Wie "Nähe von Asylbewerberheimen"? Du benutzt schwammige Gefühle, um damit zu argumentieren. Viele Menschen fühlen sich genauso unwohl in der nähe rechter Szenetreffs, linker Szenetreffs, in der Nähe von Polizeirevieren. Es soll auch welche geben, die sich in der Nähe von Arztpraxen unwohl fühlen. Du versuchst hier, Dir eine Mehrheitsmeinung zu konstruieren, die es so nicht gibt.

Und ja, ich würde meine Tochter auf eine Schule mit 95% Migrationsanteil schicken, wenn es eine gute Schule wäre. Dann spielt der Migrationsanteil unter den Schülern nämlich überhaupt keine Rolle.

Man sieht sehr schön Deine Ressentiments. Es geht um den sozialen Status, wenn es Probleme gibt, nicht um die Herkunft.
 
Thomas Freitag, 14.November 2014, 11:14 Uhr:
Nun beruhigen Sie sich doch erst mal wieder werte Herrschaften JayBee, Fjolo und Roichi.
Mal interessant zu beobachten wie Leute mit Ihrer Einstellung mit abweichenden Meinungen umgehen. Man sieht das Sie meist sehr gereizt reagieren. Nochmal- eine freiheitliche Demokratie muss auch entgegengesetzte Haltungen tolerieren können. Mich stört Ihre Meinung jedenfalls nicht. Sie haben das offensichtlich nicht verstanden- also"schmoren Sie von mir aus ruhig weiter im "eigenen Saft".
 
Kurth Freitag, 14.November 2014, 19:36 Uhr:
Lieber Thomas,

beantworte doch mal folgende Frage:
"Wie definierst Du "viele"? Wie "unwohl"? Wie "Nähe von Asylbewerberheimen"?"

Eine "freiheitliche Demokratie muss auch entgegengesetzte Haltungen tolerieren", ja richtig! Aber Toleranz bedeutet es auszuhalten, dass diese existierten, nicht dass man diese kommentarlos stehen lassen muss. Zur Meinungsfreiheit gehört eben auch Meinungen kritisieren zu dürfen.

Aber bei vielen wird da ja immer die gleiche Nummer abgespielt: Erst die eigenen Vorurteile in den Raum stellen und sobald diese kritisch überprüft werden und sich herausstellt, dass diese eben keiner Beguchtachtung der Faktenlage standhalten wird sich über linken Meinungsterrorismus beschwert.

Es gab bei keinem Asylbewerberheim in Deutschland einen Anstieg von Einbrüchen, Diebstählen oder Körperverletzunden oder sonstigen Straftaten, das geht aus polizeilichen Statistiken hervor. Es wäre ohnehin nicht clever als Asylant Straftaten zu begehen, da eine Straftat jedes Anrecht aus Asyl verwirkt (siehe UN Flüchtlingskonvention).

Solche Tatsachen Menschen zu vermitteln nennt sich übrigens Aufklärung. Wenn es nun Intoleranz der Linken ist Menschen dazu zu bringen ihre Vorurteile zu überdenken, dann ist das natürlich eine Meinung, die du gerne haben darfst. Aber leb damit, dass es Menschen geben wird, die diese Meinung eben auch kritisieren werden - denn eine "freiheitliche Demokratie muss auch entgegengesetzte Haltungen tolerieren".

Schönen Abend noch!
 
Thomas Freitag, 14.November 2014, 20:37 Uhr:
Lieber JayBee, danke für die interessante Diskussion und vor allem das Sie sich sachlich und ohne Beleidigungen, entgegen Ihrer Mitstreiter, mit dem Thema auseinander setzten. Zu Ihren ersten 3 Fragen: Es ist keine Seltenheit das Asylbewerber derzeit in ehemaligen Schulen/Turnhallen o.ä. untergebracht werden. Diese liegen nun mal fast immer innerhalb gewachsener Wohngebiete was Ihre Frage zu " Nähe von Asylbewerberheimen" beantwortet. Ist es denn für Sie nicht nachvollziehbar wenn hier Anwohner besorgt reagieren ? Und wenn Sie bereit wären Ihre Tochter auf eine Schule mit dem genannten Anteil schicken zu wollen, so unterstelle ich ihnen das Sie hier nicht wissen was Sie sagen- aber vielleicht wagen sie ja mal den Selbstversuch und besichtigen einige dieser Einrichtungen-z.B. die Rütli Schule in Berlin- Sie können aber auch in jede andere westd. Großstadt fahren um sich dort endsprechend umzusehen. Falls nun Schlagworte kommen dies sei rassistisch so widerspreche ich schon mal im Vorfeld- Endstation Rechts wurde so weit ich weiß von der SPD ins Leben gerufen- Ähnlich geäußert haben sich schon diverse SPD- Genossen wie Buschikowski, Sarrazin aber auch der Altkanzler Helmut Schmidt den ja wohl kaum jemand als Rassisten bezeichnen würde.
 
Roichi Samstag, 15.November 2014, 14:35 Uhr:
@ Thomas

Mit deiner Meinung wird ja umgegangen.
Nur nicht so, wie du es dir erhoffst.
Niemand wird dir deine Meinung verbieten, oder dein Recht auf eine solche in Frage stellen.
Dennoch kann und muss man deine Ansichten hinterfragen und auch aufzeigen, wo sie einfach nur Blödsinn sind.
 
Roichi Sonntag, 16.November 2014, 13:08 Uhr:
@ Thomas

So viel also zu deiner Akzeptanz und zur Diskussion.
Fangen wir mal an:

" Ist es denn für Sie nicht nachvollziehbar wenn hier Anwohner besorgt reagieren ?"

Nein ist es nicht.
Statt den Leuten zu helfen, oder sich um die Misstände im System zu kümmern, die für solche Unterbringung sorgen, wir Angst geschürt.
Ist ja auch einfacher auf Schwächere zu weisen, damit man sich selbst besser fühlt.

"so unterstelle ich ihnen das Sie hier nicht wissen was Sie sagen-"

Soviel also zur diskussion.
Wenn es nicht deine Meinung ist, weiß der Andere nicht, was er sagt.
Zumal du nicht auf die Aussage eingehst, dass JayBee das allein an der Qualität der Schule festmacht.
Also eben nicht an der Herkunft von Menschen.

"aber vielleicht wagen sie ja mal den Selbstversuch"

Und da ist wieder die Stammtischempirie.
Warst du denn schon in einem Asylbewerberheim?
Hast du mit den Leuten gesprochen?
Nach deiner Meinung müsste das ja die ultimative Methode sein, um herauszufinden, wie es dort wirklich zugeht.

"Sie können aber auch in jede andere westd. Großstadt fahren um sich dort endsprechend umzusehen. "

Soll das jetzt zur "Überfremdung" führen?

Ende Teil 1
 
Roichi Sonntag, 16.November 2014, 13:08 Uhr:
Teil 2

"Falls nun Schlagworte kommen dies sei rassistisch so widerspreche ich schon mal im Vorfeld"

Wie soll man das sonst nennen, wenn du allein aufgrund der Herkunft von Menschen eine Angst aufbaust? Wenn du allein aufgrund der Herkunft diesen Menschen unterstellst, dass sie in Schulen schlechten Einfluss hätten, daraus dann abzuleiten, es berechtigt wäre, in ihrer Näher sich "unwohl" zu fühlen?
Das ist Rassismus.
Und nur, weil es Sarrazin auch macht, wird es nicht besser.
Buschkowsky weiß wenigstens, was seine Beobachtungen taugen.
Und Schmidt, naja, der war schon immer merkwürdig in gewissen Ansichten.
Drei nicht unumstrittene Leute machen eben noch nicht die SPD.

Ende Kommentar
 
Thomas Sonntag, 16.November 2014, 16:38 Uhr:
@Roichi
".... nachvollziehbar wenn Anwohner besorgt reagieren..." Ihre Antwort : "Nein ist es nicht" PUNKT Es ist aber nun mal nicht jeder Mensch der Ansicht es Ihnen gleich zu tun( z.B auch die Leute zugehen und ihnen helfen, wie Sie schrieben), lieber Roichi. Äußert sich jemand kritisch zu solchen Dingen wird man von Ihnen ganz schnell in die rass. Schublade gesteckt - dann ist sofort von "Blödsinn" oder "der war ja schon immer merkwürdig "die Rede. Verstehen Sie jetzt was ich mit einseitig/ diktatorisch meinte?
 
Roichi Sonntag, 16.November 2014, 18:41 Uhr:
@ Thomas

Es ist nur zu leicht verständlich, dass du mich nicht verstehst, nicht verstehen willst.
 
Thomas Montag, 17.November 2014, 20:33 Uhr:
@Roichi
Sie irren, lieber Roichi, ich versuche immer mich in Menschen hinein zu versetzten um dessen Denkweise zu verstehen- auch Ihre. Hat was mit zuhören und demokratisch/ freiheitlicher Grundeinstellung zu tun.
 

Die Diskussion wurde geschlossen