von Elmar Vieregge
   

Chemnitzer FC-Fans zeigen vermeintliche Palästina-Solidarität in schwarz-weiß-rot

Im Zuge des Gaza-Krieges missbrauchten Rechtsextremisten in den letzten Wochen Fußballspiele zur politischen Agitation. So störten Neonazis am 22. Juli 2014 in Dortmund den Gastauftritt von Maccabi Netanya, indem sie antiisraelische Parolen skandierten und nebeneinander die palästinensische sowie die schwarz-weiß-rote Reichsfahne zeigten. Eine politische Agitation erfolgte nun auch im Auswärtsblock des Chemnitzer FC.

Die Reichsflagge im Chemnitzer Auswärtsblock (Foto: Elmar Vieregge)

Am 10. August 2014 kam es in der 3. Liga bei einem Auswärtsspiel des Traditionsvereins ebenfalls zu einer Fahnenaktion. Während das sächsische Team einen Sieg bei Fortuna Köln errang, war am Zaun des Auswärtsblocks die Fahne Palästinas neben der in der rechtsextremistischen Szene üblichen Reichsfahne zu sehen. Die Maßnahme wurde zwar nicht von den Spielbetrieb beeinträchtigenden Aktivitäten begleitet, doch hingen die Fahnen über den Verlauf der gesamten Spielzeit unbeanstandet in der Nähe der am Berührungspunkt von Gästeblock und Haupttribüne befindlichen Eckfahne.

Dabei schien es sich um eine Solidaritätsbekundung mit den von den Angriffen der israelischen Armee betroffenen Bewohnern des Gaza-Streifens zu handeln. Dies war jedoch nur der vordergründige Hintergrund, denn es war nicht erkennbar, woher sich ein spezieller Bezug zwischen dem Chemitzer FC und Palästina ergab. Stattdessen deutete der Einsatz der Reichsfahne darauf, dass es sich nicht um eine aufrichtige Solidaritätsbekundung mit den Palästinensern, sondern um eine gegen das Judentum gerichtete Agitation handelte. Somit wurde in einem weiteren Fall der Fußballsport als Bühne für eine politische Agitation missbraucht.

Zuletzt hatten Anhänger der Neonazi-Partei Die Rechte ein lokales Testspiel mit antidemitischen Provokationen gestört.

Kommentare(11)

1921! Dienstag, 12.August 2014, 11:48 Uhr:
,,Somit wurde in einem weiteren Fall der Fußballsport als Bühne für eine politische Agitation missbraucht."

Aha, der Fußball wird also missbraucht. Und die permanenten Anti-Rassismus-Aktionen sind natürlich in Ordnung und keine politische Agitation, oder was? Eure Doppelmoral stinkt zum Himmel!
 
systemstoerung Dienstag, 12.August 2014, 12:21 Uhr:
anti-rassismus-aktionen waeren auch gar nich noetig wenn solche typen wie du zuhause bleiben wuerden.
 
systemstoerung Dienstag, 12.August 2014, 12:23 Uhr:
oder viel besser noch,auch mal den kopf zum nachdenken einschalten wuerden
 
Roichi Dienstag, 12.August 2014, 12:26 Uhr:
@ 1921

Hast du ein Probelm damit, dass sich Leute gegen Rassismus positionieren?
 
1945 Dienstag, 12.August 2014, 12:31 Uhr:
Anti-Rassistische Aktionen sind nur die nötige Antwort auf permanente rassistische Propaganda im Stadion. Du verwechselst Ursache und Wirkung.
 
Bürger Freitag, 15.August 2014, 13:59 Uhr:
@ 1945

"Anti-Rassistische Aktionen sind nur die nötige Antwort auf permanente rassistische Propaganda im Stadion. Du verwechselst Ursache und Wirkung. "

Auf was ist denn die ständige politische Agitation der St. Pauli-Fans die Antwort?
Wenn politische Agitation im Fußball nichts zu suchen hat, dann wundere ich mich, dass von "linker" Seite kein Wort gegen die Fans von St. Pauli zu hören ist.
 
Ole Samstag, 16.August 2014, 17:57 Uhr:
@Bürger Björn

"Auf was ist denn die ständige politische Agitation der St. Pauli-Fans die Antwort?"

Na vielleicht auf die dämlichen rechten Fans von Hansa Rostock, Dynamo Dresden... Ach nee, die spielen ja in einer anderen Liga;-)
 
Bürger Sonntag, 17.August 2014, 13:20 Uhr:
@ Ole Roichi

"Na vielleicht auf die dämlichen rechten Fans von Hansa Rostock, Dynamo Dresden... Ach nee, die spielen ja in einer anderen Liga;-)"

Die St-Pauli-Fans haben ihren politischen Müll schon verbreitet, als Hansa und Dynamo noch in der DDR-Oberliga gespielt haben. Daran kann es also nicht liegen.
 
Roichi Sonntag, 17.August 2014, 17:21 Uhr:
@ Bürger

"Auf was ist denn die ständige politische Agitation der St. Pauli-Fans die Antwort? "

Auf den Rassimus anderer "Fans". Unter anderem.

"@ Ole Roichi"

Vielleicht solltest du dir mal klarwerden, mit wem du sprechen möchtest.

"Die St-Pauli-Fans haben ihren politischen Müll schon verbreitet, als Hansa und Dynamo noch in der DDR-Oberliga gespielt haben. Daran kann es also nicht liegen. "

Auch damals gab es schon rechte "Fans" mit entsprechend rassistischem Auftreten.
Glanzbeispiel ist ja SS-Siggi und seine Truppe. Aber die waren natürlich nicht alleine.
 
Bürger Montag, 18.August 2014, 10:43 Uhr:
@ Roichi

"Vielleicht solltest du dir mal klarwerden, mit wem du sprechen möchtest."

Das sollten Sie mal Ihren Genossen Ole sagen, denn der weiß auch nie, ob er mit mir oder mit Björn sprechen will.

"Auch damals gab es schon rechte "Fans" mit entsprechend rassistischem Auftreten.
Glanzbeispiel ist ja SS-Siggi und seine Truppe. Aber die waren natürlich nicht alleine. "

Es gab auch schon immer "linke Fans". Die Frage ist ja, was es als erstes gab. Vielleicht sind "rechte" Fans ja auch eine Reaktion auf die Agitation von "linken" Fans. Welche Gruppierung hat denn als erstes den Fußball für Agitation genutzt?
 
Roichi Montag, 18.August 2014, 16:49 Uhr:
@ Bürger

"Das sollten Sie mal Ihren Genossen Ole sagen, denn der weiß auch nie, ob er mit mir oder mit Björn sprechen will."

Du kannst es ihm auch selbst sagen. Ich kenne ihn nämlich nicht.
Deshalb habe ich ja auch nicht Björn, sondern dich angesprochen.

"Die Frage ist ja, was es als erstes gab. "

Nein. Das ist nicht die Frage. Das ist nur eine Frage, die dir als Ablenkung dienen soll.

"Welche Gruppierung hat denn als erstes den Fußball für Agitation genutzt? "

Ganz klar die Rechte.
Rassistische Äußerungen sind schon seit den Anfängen der Bundesliga und davor belegt.
Dazu empfiehlt es sich entsprechend zu recherchieren.
Weiterhin ist die Dynamik der Fankurven an rechter Ideologie näher dran, als an linken Ansichten.
Und bevor du jetzt wieder mit Ablenkungen weitermachst, darfst du dich erstmal darüber informieren.
 

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