Braunes Label lädt zum „Jahresabschluss“

Am Samstag vor Heiligabend soll bei dem Neonazi-Unternehmen Opos Records im brandenburgischen Lindenau eine vierstündige Feier stattfinden.

Donnerstag, 20. Dezember 2018
Redaktion

Opos Records gehört seit seiner Gründung 2007 in der Rechtsrock-Szene zu den Labels und Onlinehändlern, die Gewinne in großem Stil erzielen und einen internationalen Kundenstamm besitzen. Von jährlich sechsstelligen Summen Umsatz ist die Rede. Die vier Buchstaben stehen dabei für One People – One Struggle. Das seit vielen Jahren vom Verfassungsschutz beobachtete Unternehmen wird von Sebastian Raack geleitet und hat seinen Sitz in der kleinen brandenburgischen Gemeinde Lindenau (Landkreis Oberspreewald Lausitz). Ende 2016 ist es aus Dresden in das brandenburgische Dorf gewechselt.

Tonträger-Neuerscheinungen für das Weihnachtsgeschäft

Am 22. Dezember laden Raack und sein Team für vier Stunden zum Jahresabschluss ins südbrandenburgische Domizil. Der Neonazi bewegte sich bis zum Verbot im Jahr 2000 im Umfeld von „Blood&Honour“. Beobachter zählten ihn unter anderem als zeitweiliges Bandmitglied von „Hope For The Weak“. Neben dem Fokus auf die rechte Musikszene engagiert er sich seit Gründung der Marke „Greifvogel Wear“ auch im rechten Kampfsport-Milieu. In Lindenau hat er zudem die einzige Gaststätte mit zugehöriger Scheune über eine Zwangsversteigerung erworben und dort einen Pizzadienst auf die Beine gestellt. Im 2400 Seelen zählenden Nachbarort Ortrand ist Raack ebenfalls Besitzer eines Gasthauses mit Hotelbetrieb. In Lindenau zahlt er Gewerbesteuer, sponsert das Dorffest und kickt ab und an selbst beim örtlichen Klub Blau-Weiß.

Aktuelle Tonträger-Neuerscheinungen etwa von „Fight Tonight“ oder „Killuminati“ sollen wie wohl auch die Einladung an diesem Samstag noch einmal das Weihnachtsgeschäft ankurbeln. Im Angebotsportfolio des Opos-Versandhandels fehlen auch nicht Sonderangebote für 8.88 Euro, dem in der rechten Szene beliebten und vertrauten Zahlencode. (hf)

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