Brauner „Solidaritäts“-Marsch

Koblenz – Fast auf den Tag genau zwei Jahre nach der Zerschlagung des neonazistischen „Aktionsbüros Mittelrhein“ (ABM) ruft die Partei „Die Rechte“ zu einer Demonstration in Koblenz auf.

Montag, 13. Januar 2014
Redaktion

„Zusammenhalt ist unsere Stärke – Gegen Repression und Behördenwillkür – Solidarität mit Sven und den anderen“ soll das Motto der Veranstaltung sein. Vorbereitet wird sie vom Ende Dezember gegründeten rheinland-pfälzischen Landesverband der Partei. Beginnen soll die Demonstration am 15. März mittags am Koblenzer Hauptbahnhof.

Am 13. März 2012 waren Staatsanwaltschaft und Polizei mit einer Razzia gegen das „Aktionsbüro“ vorgegangen. Zwei Dutzend Neonazis gingen in Untersuchungshaft. Vorgeworfen wurde ihnen unter anderem, eine kriminelle Vereinigung gebildet bzw. unterstützt zu haben. In der vorigen Woche waren die letzten sieben Neonazis aus der U-Haft entlassen worden, darunter Sven Skoda, den „Die Rechte“ als „Spitzenkandidat“ für die Europawahl nominiert hat. (bnr.de berichtete) In einem bereits rund 100 Verhandlungstage währenden Prozess vor dem Landgericht Koblenz müssen sich derzeit noch 22 Neonazis aus dem „Aktionsbüro“ und seinem Umfeld verantworten.

Bereits zum Auftakt der Gerichtsverhandlung im August 2012 hatten Neonazis in Koblenz demonstriert. Aufgerufen hatte dazu „Die Rechte“-Chef Christian Worch – allerdings „als Privatmann“ und nicht etwa als Vorsitzender seiner Partei, wie er betonte. (bnr.de berichtete) Seinerzeit waren rund 200 Neonazis vom Koblenzer Hauptbahnhof zum Landgericht gezogen. Mit dabei waren auch NPD-Funktionäre. Safet Babic und Markus Walter, damals beide stellvertretende Vorsitzende des NPD-Landesverbandes Rheinland-Pfalz, zählten zu den Rednern. (bnr.de berichtete) (ts)

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