von Redaktion
   

Brandanschlag auf Auto mit CDU-Werbung: Waren es Neonazis?

In Ueckermünde verübten unbekannte Täter in der letzten Nacht einen Brandanschlag auf ein Auto mit CDU-Wahlwerbung. Außerdem sei das Fahrzeug nach Polizeiangaben mit einem Hakenkreuz beschmiert worden. Der Sachschaden beläuft sich auf gut 30.000 Euro. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Tatort in Hamburg (Foto: GregorHH, Archiv)

Sie kamen in der Nacht gegen 1.30 Uhr und zündeten einen Audi A 3 an. Außerdem besprühten die unbekannten Täter das in der Kamingstraße in Ueckermünde abgestellte Auto mit einem Hakenkreuz. Der PKW brannte aus, durch die Hitze wurde auch ein daneben stehender Seat beschädigt. „Der Sachschaden beläuft sich auf rund 30.000 Euro“, sagte eine Polizeisprecherin. Personen seien nicht verletzt worden.

Die Ermittler vermuten bereits einen Grund, warum ausgerechnet dieser Wagen Ziel des Anschlages wurde: Er war mit CDU-Wahlwerbung beklebt. Der PKW gehöre nach Informationen des NDR der Ehefrau des CDU-Landtagskandidaten Franz-Robert Liskow. Liskow sagte dem Fernsehsender, die Tat sei sicherlich nicht gegen ihn persönlich gerichtet, sondern sollte seine Partei treffen. Aufgrund der Umstände liege der Verdacht nah, dass die Täter aus einer politischen Motivation heraus handelten. Dieser Vermutung schloss sich die Polizei an, der Staatsschutz in Anklam hat die Ermittlungen an sich gezogen. Noch in der Nacht sicherten Beamte Spuren und befragten Zeugen.

Kinder in der Nähe

Der Audi war auf dem Gelände eines abgelegenen Ferienlagers für Kinder abgestellt, in dem Liskows Frau derzeit arbeitet. Die Kinder hätten verstört auf das Feuer reagiert, heißt es aus Polizeikreisen. Liskow zeigte sich erleichtert, dass seiner Frau und den Kindern nichts passiert sei. Die Tat offenbare aber eine erhebliche „kriminelle Energie“.

Innenminister Lorenz Caffier verurteilte den Anschlag als „abscheulich“ und sprach von einer „neuen Qualität der politischen Auseinandersetzung in Wahlkampzeiten“. „Wir dürfen nicht zulassen, dass sich die politische Auseinandersetzung in Hass, Gewalt und Brandanschlägen entlädt“, fordert der Parteifreund von Liskow heute in Schwerin.

Im vergangenen Jahr hatte die Gewalt von Rechtsextremisten in Mecklenburg-Vorpommern um 169 Prozent zugenommen und damit ein Rekordniveau erreicht. Neonazis verübten der offiziellen Statistik zufolge alleine 72 Körperverletzungen. 

Kommentare(5)

Truther Freitag, 26.August 2016, 17:13 Uhr:
Neutrale differenzierte Berichterstattung ist auf dieser Plattform sicher nicht erwartbar, ein solcher uninformierte reißerischer Artikel ist aber einfach schlicht dumm.
 
Rostockäin Freitag, 26.August 2016, 22:26 Uhr:
@ Truther
"Lügenpresse", stimmt's?
 
Marco Samstag, 27.August 2016, 12:23 Uhr:
Nein, die Täter sind aus dem linken Spektrum.

http://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Anschlag-auf-CDU-Auto-Tatverdaechtige-ermittelt,autobrand440.html
 
Irmela Mensah-Schramm Montag, 29.August 2016, 10:56 Uhr:
Drei Rechte vereint auf einer - n i c h t rechten Spalte...
Habt Ihr Euch denn nicht vielleicht verirrt ?
Heult doch!
 
Robert Dienstag, 30.August 2016, 10:35 Uhr:
"Die Männer seien dem linken Spektrum zuzurechnen, sollen aus Berlin stammen und eine Ferienwohnung in Ueckermünde haben...

...Das Auto der Ehefrau des CDU-Landtagskandidaten und Landeschefs der Jungen Union, Franz-Robert Liskow, war am Donnerstag mit Benzin übergossen, mit Hakenkreuzen beschmiert und angezündet worden. "

http://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Anschlag-auf-CDU-Auto-Tatverdaechtige-ermittelt,autobrand440.html

So können die Linken die Zahl der "rechten" Straftaten auch in die Höhe treiben. Nur dumm, dass sie diesmal aufgeflogen sind.
Wer weiß schon, wieviele "rechte" Straftaten in Wirklichkeit von Linken verübt worden sind?
 

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