„Blutzeugen“ in Ungarn

Ungarn (Komarom) – In Nordungarn soll am 13. April ein international beworbenes Neonazi-Konzert stattfinden.

Freitag, 22. März 2013
Redaktion

Das neonazistische „Blood&Honour“-Netzwerk will am 13. April in der nordungarischen Stadt Komarom am 13. April ein Konzert veranstalten. Neben den ungarischen Szene-Bands „Kitöres“, „Worst Nightmare“, „Indulat“ und „Feher Viragok“ wird auch die sächsische Neonazi-Band „Blutzeugen“ angekündigt. Eines der Lieder der 2011 gegründeten Kombo „Blutzeugen“ heißt „Ein Volk, ein Weg, wie früher“. Fans der Gruppe können beim Neonazi-Devotionalienhandel/Label Gjallarhorn Klingschmiede des „Hammerskins“ Malte Redeker (Ludwigshafen) für 15 Euro ein „Blutzeugen“-T-Shirt erwerben.

Kameraden, die an der Neonazi-Musikveranstaltung in Komarom teilnehmen wollen, müssen 3000 Forint, umgerechnet knapp 10 Euro, berappen. „Blood&Honour“ ist zwar in Ungarn ebenso verboten wie in Deutschland, doch die rechtslastige Regierung in Budapest scheint das braune Treiben dennoch zu tolerieren. (am)

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