von Oliver Cruzcampo
   

Blockaden schränken Neonazi-„Trauermarsch“ ein

Der alljährliche „Gedenkmarsch“ der rechtsextremen Szene in Demmin bekam in diesem Jahr einen deutlichen Dämpfer verpasst. Wie schon in der Vorwoche in Neubrandenburg wurde auch diese Demonstration durch etliche Blockaden mehrfach gestoppt, erst kurz vor Mitternacht erreichten die Geschichtsverdreher das Ziel.

Als sich am frühen Freitagabend eine Friedensdemonstration in Demmin in Bewegung setzte, der sich laut Polizei rund 350 Personen anschlossen, deutete dies bereits darauf hin, dass die wenig später anreisenden Neonazis mit deutlichem Widerstand zu rechnen hätten.

In Bahnhofsnähe versammelte sich 19.30 Uhr die rechtsextreme Szene, um sich am – laut Selbstbeschreibung – „Tag der Trauer“ auf ihren „Gedenkmarsch“ vorzubereiten. Seit 2006 marschieren Neonazis in der vorpommerschen Kleinstadt auf, um den 8. Mai einseitig umzudeuten.

Doch anreisende Teilnehmer mussten zuerst eine intensive Kontrolle auf verbotene Gegenstände über sich ergehen lassen und wurden von mehreren Polizeibeamten kontrolliert. Banner mussten entrollt und von der Polizeiführung „freigegeben“ werden. Ein Teilnehmer stand offenbar im Verdacht, unter Drogeneinfluss zu stehen. NPD-Fraktionschef Udo Pastörs versuchte schlichtend einzugreifen und zog den „Kollegen“ und Juristen Michael Andrejewski zu Rate.

Um 20.30 Uhr setzte sich schließlich der Neonazi-Trupp in Bewegung – keine zehn Minuten später dürften bei etlichen Teilnehmern unschöne Erinnerungen aus der Vorwoche hochgekommen sein. Eine Sitzblockade verhinderte ein Weiterkommen. Doch es sollte nicht das einzige Hindernis an dem Abend bleiben. Laut Polizei gab es zu dem Zeitpunkt bereits sechs weitere Blockaden, an denen sich insgesamt 400 Personen beteiligten.

Der Verlauf des Abends erinnerte stark an den 1. Mai in Neubrandenburg. Die NPD brach ihren dortigen Marsch vorzeitig und sichtlich enttäuscht ab, verschiedene Sitzblockaden hatten ein Weiterkommen unterbunden. Zwei Pleiten innerhalb einer Woche wollte die Führungsriege der rechtsextremen Partei auf Biegen und Brechen verhindern, an die eigenen Anhänger würde es ein fatales Signar hinterlassen.

„Deutschland immer noch nicht frei“

In Demmin bewegte sich ebenfalls wenig. So sollte die lange Wartezeit mit Reden überbrückt werden: JN-Schulungsleiter Pierre Dornbrach durfte den Reigen eröffnen und forderte die Anwohner auf, „aus Anstand“ an der Demo teilzunehmen. Die Aufforderung verpuffte im luftleeren Raum. Landeschef Stefan Köster übernahm und konnte angesichts der Blockaden seine Frustration nur mühsam zurückhalten. Man würde sich auch am 8. Mai kommenden Jahres auf den Weg nach Demmin machen, ließ er seine Anhänger wissen und auch Udo Pastörs verkündete bissig diese Ankündigung. Würden die Rechtsextremen ihren Aufmarsch erneut abbrechen?

Doch der rechtskräftig wegen Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener verurteilte 62-Jährige legte nach. „Deutschland wurde nicht befreit“, verkündete Pastörs, oder auch „Deutschland ist immer noch nicht frei“. Später geht er auf die deutsche Wehrmacht ein: „Wir verneigen uns tief bewegt vor den tapferen Männern unserer Wehrmacht, die alles versucht haben, die Gewaltexzesse in Ostpreußen, in Westpreußen, aber auch hier vor den Toren Demmins noch abzuwenden und als deutsche Patrioten und auch als Helden das Volk bis zur letzten Patrone verteidigend zur Seite zur stehen. [...] Es gibt allen Grund, bescheiden und aufrichtig stolz auf diese Männer und Frauen zu sein“, verklärt Pastörs erneut die Geschichte.

Schließlich konnten die rund 200 Rechtsextremen kurz vor Mitternacht doch noch ihr Ziel erreichen – die Peene, um dort symbolträchtig einen Kranz zu Wasser zu lassen. Genüsslich rempelte der NPD-Funktionär Torgai Klingebiel Pressevertreter an, auf einem kurzen Appell wurde anschließend mit kaum wahrnehmbarer klassischer Musik und brennenden Fackeln der deutschen Kriegstoten gedacht, danach ging es zurück zum Bahnhof. Erst 0.30 Uhr wurde die Versammlung schließlich aufgelöst.

Keine „Wohlfühloase“ mehr

Jahrelang galt Demmin als „Wohlfühloase“ der rechtsextremen Szene – Gegenproteste waren anfangs kaum wahrnehmbar, die Route konnte ohne größere Einschränkungen abmarschiert werden. Zunehmend ändern sich die Verhältnisse jedoch. Die NPD konnte nur noch 200 Teilnehmer mobilisieren, die Zahlen sind rückläufig. Im Gegensatz zu den Aufrufen des Bündnisses „Demmin nazifrei“. „Mit ca. 500 Demonstranten brachte das Aktionsbündnis 8. Mai in diesem Jahr so viele Menschen für die Friedensdemonstration auf die Straße wie noch nie. Ein deutliches Signal für aktiv gelebte Demokratie und gegen Rechtsextremismus“, heißt es in der Pressemitteilung.

Auch die Polizei, die im letzten Jahr noch für ein hartes Vorgehen gegenüber Neonazi-Gegnern kritisiert wurde, wirkte in ihrem Auftreten am Freitagabend deutlich kooperativer und gemäßigter. Zwar gab einige Zusammenstöße, doch Festnahmen oder Verletzte scheint es nicht gegeben zu haben.  

Kommentare(16)

Fruchttigerin Samstag, 09.Mai 2015, 19:33 Uhr:
Ein weiterer Artikel zu Demmin, der die Mobilisierung des Antifabündnisses "Nicht lange fackeln!" völlig außen vor lässt. Seit 2013 mobilisiert dieses Bündnis nun nach Demmin und seit dem ist die Zahl der Gegendemonstrant_innen kontinuierlich gestiegen. EIn Erfolg, der sicher auch mit den Bemühungen dieses Bündnisses zu tun hat, dass in ganz Norddeutschland unterwegs ist, um Menschen zu begeistern nach Demmin zu kommen. Ein nicht unerheblicher Teil der Antifaschist_innen, die gestern in Demmin aktiv waren, kamen wieder einmal aus dem Spektrum, dass "Nicht lange fackeln!" mit seiner Mobilisierung erreicht. Insofern ist es für mich als Antifaschistin, äußerst ernüchternd, dass bürgerliche Anti-Rechts-Plattformen wie Endstation Rechts oder Kombinat Fortschritt die Bemühungen dieses Akteurs unerwähnt lassen, denn zur Etablierung der mittlerweile starken Gegenproteste in Demmin hat auch "Nicht lang fackeln!" einen nicht unerheblichen Beitrag geleistet.
 
Irmela Mensah-Schramm/"Hass vernichtet" Sonntag, 10.Mai 2015, 09:35 Uhr:
@ Fruchttigerin

Erst mal Gratulation für EUCH!!!
Zu gern hätte ich Euch aktiv unterstützt, kann aber leider nun mal nicht auf X "Hochzeiten tanzen"!
War dennoch in gedanken ei Euch und habe fest dieDaumen gehalten für diesen erreichten Erfolg!
 
FallenGrace Sonntag, 10.Mai 2015, 13:42 Uhr:
Es gab Festnahmen - eine davon ist protkolliert, weil ich persönlich dabei: es war aber keiner von uns sondern ein sturzbetrunkener Nazi, der sein Begleitung (die in Uniform unterwegs waren) sinnlos angegriffen hat :D - lt. Berichten wurde auch der Nazi vom Demoanfang, der unter Drogeneinfluss gewesen sein soll, festgenommen - auf unserer Seite gabe es aber nur "leichte" Verletzungen durch Schlagstock- und Reizgaseinsätze.
Nächstes Jahr lassen wir sie nicht marschieren!
 
Udo H. Sonntag, 10.Mai 2015, 14:11 Uhr:
Und so sieht dann ein weiteres Beispiel (linker?) völlig fehlgeleiteter Berichterstattung aus:

http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2015/05/07/nazi-demo-am-8-mai-in-demmin-diesmal-alles-anders_19327

Warum unterschlagen bestimmte Strömungen des Gegenprotestes, dass es mitlerweile seit Jahren eine kontinuierlich wachsende Antifa-Mobi gibt, die sicherlich genauso wichtig ist wie die Arbeit anderer zivilgesellschaftlicher Bündnisse? Das hat auf jeden Fall System!
 
Björn Sonntag, 10.Mai 2015, 20:42 Uhr:
Der Trauermarsch war erstaunlicherweise ein Erfolg. Nachdem die Polizeiführung ausgetauscht wurde, war wieder zu erwarten, dass sie zusammen mit den Linken die Kundgebung verhindern wird. Und so sah es erst auch aus, als die Polizei zuschaute wie sich nach und nach etwa fünfzig Linke auf die Straße setzten. Dann passierte erstmal gar nichts. Dann kam das Antikonflikt Team und plauderte mit den Linken.

Erst als die Versammlungsleitung unter Applaus der Teilnehmer klarstellte, dass man diesmal zur Not auch bis 24 Uhr ausharren würde, fing die Polizei aus Angst um ihren Feierabend an zu räumen. Die nächste Blockade war dann schondie letzte und an der Peene angekommen war kaum noch ein Gegendemonstrant zu sehen. So war es bei der Schweigeminute erstmals wirklich totenstill. Währenddessen konnte man von der Ferne sehen, wie die Linken in ihre bereitgestellten Busse stiegen und davon fuhren. So gab es auf dem Rückweg keinen einzigen Gegendemonstranten.

Damit ist ein friedliches Mittel gegen die Zusammenarbeit der Linksextremisten mit der Polizeiführung gefunden. Man wird in Zukunft voraussichtlich die Veranstaltungen sehr lange anmelden und auch bis zum Schluss durchziehen. Das Durchhaltevermögen von Linken und Polizei reicht dafür nicht aus,wie man gestern sehen konnte. Es braucht dafür nur Disziplin. Die war gestern bei jedem einzelnen Patrioten vorhanden.

Trotz linker Mobilisierung aus Hamburg und Berlin also eine schallende Niederlage für die Genossen und den Staat
 
Roichi Montag, 11.Mai 2015, 01:56 Uhr:
@ Björn

Deine Hurra-Beriichterstattung war ja schon vorherzusehen. Wie immer.
Die sinkende Teilnehmerzahl deiner Kamerraden und die dazu steigende der Gegendemos ist dir ja offensichtlich nicht entgangen. Daher musst du sie schönreden.
Achso, deine Kamerraden kamen natürlich nur von um die Ecke. Nicht etwa aus dem gesamten Bundesgebiet. Schon klar Björn.
Zur Disziplin braucht man nicht viel zu sagen, die ist bei euch nicht weit verbreitet. Aber immerhin hat es ja für die peinliche Zeremonie am Ende noch gereicht.

Dass du gleich wieder eine Verschwörung witterst, wo doch nur das Recht aller auf Versammlung gewahrt wurde, ist auch kein Wunder. Wo bleibt deine Affinität zu den Grundrechten, die du doch immer verteidigen willst? Wie immer werden die bei erster Gelegenheit über Bord geworfen, wenn es dir nicht passt.

Alles in Allem ein typischer Björnkommentar.
Hurra, der Endsieg naht.
 
kammerjäger Montag, 11.Mai 2015, 18:01 Uhr:
@roichi
"Die sinkende Teilnehmerzahl deiner Kamerraden und die dazu steigende der Gegendemos ist dir ja offensichtlich nicht entgangen. Daher musst du sie schönreden."

Die steigende Zahl der Gegendemos, resultiert aus den mobilisierten linken Berufsrandalierern die mangels anderer sinnvoller Betätigung wie geregelter Arbeit, intensivem Studium oder Hobbys zu jedem Stöckchen reisen das Andersdenkende ihnen hinwerfen, um dann pöbelnd, störend und randalierend ihre niederen Triebe auszuleben . Einfach nur die entsprechenden Videos anschauen... es sind immer die gleichen traurigen Gestalten. Gestalten mit denen sich der normale Bürger nicht in einer Reihe sehen möchte. Einfach widerlich!
 
Hannes Montag, 11.Mai 2015, 18:09 Uhr:
@ Udo H.:
Auf jeden Fall ;)
 
Björn Montag, 11.Mai 2015, 18:34 Uhr:
@Roichi

Da ich schon mehrere Male an dieser Gedenkveranstaltung teilgenommen habe, kann ich dir sagen, dass die Teilnehmerzahlen trotz der Aussicht auf polizeilich unterstützte Blockaden wieder so hoch war wie in den letzten Jahren. Also ungefähr 240.

Die Teilnehmer kamen wie immer vorallem aus unserem Bundesland. Ganz im Gegensatz zu euren Genossen, die extra vorher Mobilisierungsveranstaltungen in Hamburg und Berlin durchführten. Und im Gegensatz zu deinen Genossen blieben die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung wiedermal vollkommen friedlich.

Vorallem aber haben deine Genossen kein Durchhaltevermögen und fuhren schon mit ihren Bussen davon als wir noch am Hafen unsere Feierstunde abhielten.

Im übrigen gibt es kein Recht auf Verhinderungsblockaden. Und auch kein Recht eine Blockade als Spontanversammlung anzumelden, wenn diese schon Wochen vorher geplant und beworben wurde.

Im letzten Jahr hat die Polizei Führung diese Straftaten schnell verhindert. Das gefiel dem Regime nicht, deshalb wurde die Führung ausgetauscht, welche, wie in Neubrandenburg zu sehen war, nichts gegen linke Straftäter unternimmt. Allerdings muss diese sich nun überlegen ob sie lieber Blockaden verhindert bzw auflöst oder ob sie bis tief in die Nacht Überstunden schieben. Die Antwort hat man Freitag erlebt.

Übrigens war es meine erste Demonstration, die über zwei Tage ging. Ohne die Genossen hätte das die Polizeiführung nie zugelassen. Also Danke dafür ;-)
 
DasNiveau Montag, 11.Mai 2015, 21:01 Uhr:
Hurra, wir haben blockiert! ... Hurra, wir sind trotzdem gelaufen! ... Und alle zusammen: Hurra, wir haben die Polizei beschäftigt.

Immer wieder schön zu lesen.
 
Roichi Dienstag, 12.Mai 2015, 12:43 Uhr:
@ kammerjägerchen

Was wärst du doch nur ohne deine Ideologie?
Dann wäre die Welt nicht so einfach, und du würdest nur verwirrt durch die Gegend laufen.
So jedoch rettet dich die ideologische Brille davor wahrzunehmen, was um dich herum passiert.
Leider sorgt sie auch für solch selten dämliche Kommentare von dir. Da ist ja sogar der Björn realistischer.
 
Roichi Dienstag, 12.Mai 2015, 12:44 Uhr:
Björn

"trotz der Aussicht auf polizeilich unterstützte Blockaden "

Und da ist sie wieder die Verschwörung. Dass eine friedliche Blockade immernoch unter das Grundrecht der Versammlungsfreiheit fällt, willst du ja eh nicht wissen. Grundrechte sind ja nur was für Kamerraden.

"Die Teilnehmer kamen wie immer vorallem aus unserem Bundesland. Ganz im Gegensatz zu euren Genossen, die extra vorher Mobilisierungsveranstaltungen in Hamburg und Berlin durchführten."

Die Behauptung hattest du oben schon.

"Und im Gegensatz zu deinen Genossen blieben die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung wiedermal vollkommen friedlich. "

Und noch eine Behauptung. Deine übliche.

"Vorallem aber haben deine Genossen kein Durchhaltevermögen und fuhren schon mit ihren Bussen davon als wir noch am Hafen unsere Feierstunde abhielten."

Ohh Björn. Zäh wie Leder, hart wie Kruppstahl, nur mit dem Flink klappt es noch nicht so. Da müsst ihr noch dran arbeiten. Sonst wird das nichts.

"Im übrigen gibt es kein Recht auf Verhinderungsblockaden. Und auch kein Recht eine Blockade als Spontanversammlung anzumelden, wenn diese schon Wochen vorher geplant und beworben wurde."

Na wie gut, dass die Einschätzung dazu nicht deine Sache ist.
Bei deiner wiederholt gezeigten Unfähigkeit das zu begreifen.

Ende TEil 1
 
Roichi Dienstag, 12.Mai 2015, 12:44 Uhr:
TEil 2

"Im letzten Jahr hat die Polizei Führung diese Straftaten schnell verhindert."

Ach Björn. Diese lahme Behauptung von Straftaten bringst du doch jedes mal. Und nie wurde irgendwer verurteilt. Ist wohl doch nicht strafbar eine friedliche Blockade zu machen.

" nichts gegen linke Straftäter unternimmt. "

Weißt du schon wieder mehr als die Polizei?
Aber sicher doch. Immerhin gibt die Ideologie vor, wie das auszusehen hat.

"Übrigens war es meine erste Demonstration, die über zwei Tage ging."

Naja, wer zählen kann ist klar im Vorteil.
Auch Stunden.

Ende Kommentar
 
münchhausen Mittwoch, 13.Mai 2015, 10:10 Uhr:
"Trotz linker Mobilisierung aus Hamburg und Berlin also eine schallende Niederlage für die Genossen und den Staat"

Derweil demonstrierten in Aschbach 6 NPD-Anhänger, in Trier kamen ganze 8 Nationale zusammen, in Singen scheiterten 34 Patrioten ganz kurz vor der Machtübernahme und in der Großstadt Mönchengladbach demonstrierte eine Legion von 153 Fackelträgern ihre zahlenmäßige Überlegenheit über die 2000 Gegendemonstranten. Statt angekündigter 50.000 Menschen fanden sich in Berlin am 9. Mai 340 Revolutionäre ein, die den Staat in seinen Grundfesten erschütterten. Derweil in Bremen: mit 0,2% steht die NPD kurz davor, die Systemlinge und Genossen aus ihren Ämtern zu schmeißen. Sie haben recht, Björn - der nationale Endsieg ist kaum aufzuhalten und ist zum Greifen so nah wie schon damals am 30.04 vor siebzig Jahren.
 
Roichi Mittwoch, 13.Mai 2015, 14:59 Uhr:
Man könnte noch erwähnen, dass einige der berliner Revolutionäre nicht in der Lage waren dieDetuschlandfahne richtig herum aufzuziehen oder den Weg zu ihrer Demo zu finden.
Gelegentlich irrten sie dann durch die Gegendemo und wurden misstrauisch beäugt. Bis die Polizei sie dann heraus geleitete und auf die richtige Seite der Spree verwies.
 
Ich_feiere_den_8.Mai_voller_Liebe Samstag, 16.Mai 2015, 02:38 Uhr:
Die Nasenbären müssen extra aus ganz Deutschland angekarrt werden, um überhaupt in erkläglicher Zahl auftreten zu können. Ich bin es langsam Leid, mir den brauen Müll anhören und ansehen zu müssen. Viele Demminer teilen mit mir die Meinung, daß die Nasen hier nur deswegen auftreten, weil sie glauben, daß es hier kaum Gegenstimmen gibt. Einfach aufgrund der Tatsache, daß Demmin eine Kleinstadt ist mit geringer Einwohnerzahl. Zudem sind die vorgebrachten völkischen braunen "Argumente" hinkend und extrem lebensunlustig und extrem laaaangweiiiiliiiig. Einige Demminer haben sich vor allem deshalb 1945 selbst ertränkt, weil ihnen bewußt war, welche Verbrechen Nazis in ganz Europa angerichtet haben - sie erlagen ferner der goebbelschen Propaganda. Die Mehrheit der Demminer heute freut sich sehr über die Solidarität toleranter Gleichgesinnter aus den Nachbargemeinden, die gemeinsam mit einem Großteil ALLER Einwohner Demmins daran arbeiten, den schlechten Ruf Demmins als Demohure für Nasenbären langfristig und nach Möglichkeit dauerhaft zu beenden. Herzlichen Dank für den Schulterschluß und einen fröhlichen 8 . Mai - Tag des Friedens und der Lebensfreude und Tag der Beendigung des NS-Terrors.

PS: Ich werde mich auf verbale Sticheleien von rechts nicht einlassen.
 

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