von Robert Scholz
   

Aussteiger: Republikaner in Sachsen ohne Landesvorsitzenden

Der sächsische Landesvorsitzende der Republikaner, Toralf Grau, hat mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt erklärt. Der 24-Jährige machte unter anderem „mangelnde politische Perspektiven und selbstverschuldete Erfolglosigkeit“ für seinen Schritt verantwortlich.

Der Zeitpunkt von Graus Ausstieg dürfte auch politische Weggefährten überrascht haben. REP-Chef Schlierer sprang über seinen Schatten, kooperiert mit Pro-NRW und stellt bis spätestens 2014 einen gemeinsamen Wahlantritt in Aussicht. In die seit Jahren stagnierende Entwicklung der Republikaner schien nicht zuletzt durch die Sarrazin-Debatte wieder Bewegung gekommen zu sein. Grau sieht das anders und nimmt „von den politischen Ansätzen und Strukturen [...] deutlich Abstand“.

Das Fehlen eines Jugendverbandes, analysiert Grau in seiner Pressemitteilung zum Ausstieg, habe „oft für Spannungen zwischen jugendlichen Mitgliedern und den vorwiegend überalterten Vorständen“ geführt. Zudem hätten „wenige gute Mandatsträger die Last der schlechten PR“ geschultert. Für politisch interessierte junge Menschen sei dies eine „Endstation“.

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