von Oliver Cruzcampo
   

Auf die Sprünge helfen: Ausstiegsbegleitung durch JUMP! in M-V

Mecklenburg-Vorpommern hat vor allem mit den Kameradschaftsstrukturen im Osten des Bundeslandes eine recht vitale rechtsextreme Szene. Doch das Projekt JUMP bietet jugendlichen Neonazis Hilfe und Unterstützung beim Ausstieg an.

Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit ziehen Kreise in Mecklenburg-Vorpommern – innerhalb der sechs gebietskörperschaftlichen Großkreise, inmitten verschiedener Sozialräume, in einer Gesellschaft von rund 1,6 Millionen Menschen.

Kreise, die den Anschein erwecken sollen, sie seien makellos und würden sich hinter all jenen schließen, die sich einmal – fasziniert von ihrer vermeintlichen Formgebung und Klarheit - in sie hinein begeben hätten. Kreise, die umschließen, einschließen, abschließen. Geschlossenheit zählt - von den Reihen bis zum Weltbild.

Mit Etikettierungen wie „Volksgemeinschaft“, „Kameradschaft“ oder auch „Nationaler Widerstand“ sind diese Kreise versehen. Sie sind nur selektiv durchlässig: Umschließen sollen sie „Inländer“, Deutsche, Nationale, Gleichgesinnte. Jung und Alt. Nicht mit eingeschlossen sind hingegen Menschen mit Migrationshintergrund, „Anti-Deutsche“, Linke, Demokraten, Andersdenkende. Und abgeschlossen werden soll ein Prozess, der um ein ideologisches Zentrum kreist: Ungleichwertigkeit.

Angefüllt sind diese Kreise zudem mit Versprechen, Deutungen, Drohungen, Gewalt. Sie sind aber auch z.T. schlichte Projektionsflächen für die Wünsche und Hoffnungen derer, die an sie heran- oder in sie hineintreten. Die Kreise überlappen einander und bringen konzentriertere Formen hervor: eine formale Partei; lokale, regionale, nationale und internationale Netzwerke, informelle (z.T. vorgeblich: autonome) Gruppen; Familienstrukturen.

Ein Gefühl des Eingekreist-Seins mag sich irgendwann einstellen. Nicht nur für jene, die außerhalb der Kreise darauf schauen. So geht es auch vielen Jugendlichen, die sich diesen Kreisen (bewusst oder unbewusst) angenähert, sich eine Zeit lang in ihnen bewegt, sich ihnen zugehörig gefühlt, sie mit geprägt zu haben glauben.

Kreise haben in ihrer idealen, geometrischen Form keinen erkennbaren Anfang und kein auszumachendes Ende. Und doch können diese Jugendlichen ganz persönliche Gründe anführen, warum dieser oder jener Kreis in ihr Blickfeld geriet, warum er eine besondere Anziehungskraft auf sie ausgeübt hat. Sie können ihren ersten Berührungspunkt oder auch den Zeitpunkt des Eintritts in den Kreis greifbar schildern. Es gibt also niedrigschwellige Wege in die Kreise hinein. Hier warteten sogar schon „Einstiegshelfer“, die den Übertritt erleichterten, es gab vielleicht sogar ein aufregendes Initiationsprozedere und eine Fülle an Angeboten, mithilfe derer der Tag Struktur bekam.

Junge Menschen, die sich nach der Klarheit, Stabilität und Abgegrenztheit sehnen, sie mit oder in den Kreisen gefunden zu haben glaubten, stehen aber vielleicht irgendwann fragend, zweifelnd, desillusioniert und möglicherweise angsterfüllt an der Kreislinie und fragen sich und die Menschen auf der gegenüberliegenden Seite: Führt nun auch ein Pfad wieder aus dem jeweiligen Kreis heraus und (wenn ja:) ist er begehbar?
Der Übertritt auf die andere Seite gestaltet sich nun um ein Vielfaches schwerer – es gilt nicht weniger, als einen Kreis zu durchbrechen, der über Monate bis Jahre hinweg den eigenen Erfahrungs- und Erlebnishorizont umrissen hat. Soziale Kontakte und Freundschaften waren größtenteils auf diesen überschaubaren Kreis beschränkt. Der Kontakt zur eigenen Familie oder anderen Gleichaltrigen war größtenteils abgerissen oder bewusst abgebrochen worden. Man gehörte einem Zirkel an, der sich als auserwählt und mit Geheimwissen ausgestattet betrachtet. Dies machte das eigene Selbstbewusstsein genauso aus wie die Herabsetzung anderer Menschen, die nicht Teil des Kreises waren. Vermeintliche Ideale wurden beschworen, die Ehre hochgehalten und Stolz ausgedrückt.

Mit einem Schritt über die Kreislinie muss scheinbar nur eine geringe Distanz überwunden werden. Doch: Abseits des Kreises verlieren plötzlich all diese Werte, Deutungsmuster und Beziehungen an Bedeutung, werden von Anderen nicht ernst genommen und teilweise sogar als problematisch oder gar gefährlich eingestuft. Der Selbstwert sinkt bis zu einem kritischen Punkt. Ein bekanntes Gefühl. Und keines, das man sich zurückwünscht.
Wer wartet auf dieser Seite des Kreises auf diese jungen Menschen? Auf jemanden, der begonnen hat zu zweifeln, der ambivalent, zutiefst verunsichert und „auf dem Sprung“ ist? Auf dem Sprung aus dem klar umgrenzten, stigmatisierten Kreis zurück in eine Gesellschaft, die sich vielschichtig und optionsreich präsentiert, die fordernd auftritt, bevor sie fördernd tätig wird. Alles wirkt dort so undurchsichtig, ungeordnet und überfordernd, überwältigend.
Wie bekommt der Jugendliche das, was er schon im Kreis suchte: Anerkennung, Orientierung, Sicherheit? Im Kreis war Anerkennung an bestimmte (bestehende oder behauptete) Merkmale, Äußerungen und Habitus geknüpft; Orientierung bot ein erst einmal nicht hinterfragtes eindimensionales Weltbild; und Sicherheit vor Gewalt war in einem Kreis mit hoher Gewaltbereitschaft nie endgültig.

Wie kann die Gesellschaft ihr eigentlich so umfangreiches und doch kaum vermitteltes Angebot nun konkret unterbreiten, nachdem sie ein Bewusstsein für ihre diesbezügliche Verantwortung für den jungen Menschen erlangt hat?

Sie kann StellvertreterInnen abstellen, die jenen zweifelnden, irritierten Jugendlichen bedingungslos die Hand reichen, selbst dann, wenn der Sprung aus dem Kreis über die Kreislinie zurück noch nicht vollzogen wurde. Jungen Menschen, deren Biografie nicht linear verläuft und die deshalb auch nicht ohne Brüche auskommt, muss es - mit dem Recht auf freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit ausgestattet (Artikel 2 des Grundgesetzes) – auch zugestanden werden, falsche Entscheidungen zu treffen, diese (ggf. nach juristischer Sanktionierung) zu revidieren und neue treffen zu können.

Ein gedanklicher Sprung, und ein solcher ist das Gedankenspiel um das Verlassen eines Kreises, kann durch ein Trampolin höher und zugleich einfacher werden. Vor allem, wenn die Gedanken immer wieder um ähnliche Themen und Erinnerungen kreisen. Und diesen mentalen Sprung braucht es auch, um zum physischen Sprung aus dem Kreis anzusetzen. Und wenn dann noch ein Auffangnetz die Landung auf der anderen Seite abfedert, nimmt es vielleicht die Hemmung, Anlauf zu nehmen und den Absprung zu schaffen.

Entsprechende Trampoline und Netze wurden seit nunmehr über drei Jahren von JUMP! für die besonderen Sozialräume Mecklenburg-Vorpommerns, in denen sie wirken sollen, entwickelt, erprobt und angepasst. Und: Sie haben sich bewährt. Junge Menschen im und am Kreis haben die Gesten wahrgenommen und von einigen der vorgehaltenen Werkzeuge Gebrauch gemacht. Sie haben sich auf einen Weg aus dem Kreis begeben, von dem sie vorher nur vermuten konnten, dass er existiert. Mobile Wegweiser, welche Anbahnungen von Ausweglosigkeit oder dem impulsiven Antritt von scheinbar geebneten Rückwegen in den Kreis vorbeugen, sind von den Jugendlichen selbst gestaltet worden, nachdem sie ihren inneren Kompass wiederentdeckt und neu ausgerichtet haben.

Auf die Sprünge zu helfen ist jedem rechtsaffinen jungen Menschen – sofern die Motivation für den Absprung mehr ist als reine Sprunghaftigkeit. Und JUMP! bietet sich mit seinem begleitenden Unterstützungsangebot nicht nur namentlich an.


Das Projekt JUMP!, ein Teilprojekt des XENOS-Sonderprogramms „Ausstieg zum Einstieg“, ist ein Gemeinschaftsprojekt des CJD Elze und des CJD Waren (Müritz). Es wird daher seit Oktober 2009 sowohl im Landkreis Hildesheim als auch in den sechs Landkreisen und den beiden kreisfreien Städten in Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt.

Kommentare(22)

Björn Samstag, 25.Mai 2013, 15:03 Uhr:
"Kreise, die den Anschein erwecken sollen, sie seien makellos und würden sich hinter all jenen schließen, die sich einmal – fasziniert von ihrer vermeintlichen Formgebung und Klarheit - in sie hinein begeben hätten. Kreise, die umschließen, einschließen, abschließen."

Ihr wollt wohl immernoch nicht verstehen, dass wir Teil der Mitte der Gesellschaft sind oder? Meine Familie, meine Freunde, auch die Nichtrechten, meine Lehrer, meine Kollegen und mein Chef, alle wissen um meine nationale Einstellung. Und neimanden störts. So ist das bei fast allen Nationalisten in MV.

Da hier die Menschen meist direkt mit Nationalisten konfontiert sind, verfangen die geschürten Vorurteile selten. Wenn die Leute erst sehen, dass man ein guter Mensch ist und nichts mit den medialen Karrikaturen gemein hat, dann funktioniert Ausgrenzung nicht. Und das ist auch gut so.

Ansonsten ist der Text ziemlich theatralisch und soll wohl den Eindruck erwecken, dass man als "Rechter" irgendwie gefangen wäre und nicht mehr Teil der Gesellschaft. Was wohl auf junge Menschen abschreckend wirken soll. Das ist natürlich Blösinn. Wenn ich nun von einem auf den anderen Tag "ausstiege", würde sich an meinem Leben kaum was ändern.

Im übrigen brauche ich keine Ausstiegshilfe. Den BRD-Ausstieg hab ich ganz alleine geschafft.
 
Roichi Sonntag, 26.Mai 2013, 17:36 Uhr:
@ Björn

"Ihr wollt wohl immernoch nicht verstehen, dass wir Teil der Mitte der Gesellschaft sind oder?"

Da ihr euch selbst daraus ausgrenzt seid ihr das nicht.

"dann funktioniert Ausgrenzung nicht."

Interessant. Ihr grenzt euch selbst ab und ein und redet dann davon, dass das nicht funktioniert.

"Ansonsten ist der Text ziemlich theatralisch und soll wohl den Eindruck erwecken, dass man als "Rechter" irgendwie gefangen wäre und nicht mehr Teil der Gesellschaft."

Du hast den Text also nicht verstanden. Ist ja auch nicht an dich gerichtet.

"Wenn ich nun von einem auf den anderen Tag "ausstiege", würde sich an meinem Leben kaum was ändern."

Und immernoch hast du keine Ahnung.
 
JayBee Montag, 27.Mai 2013, 07:57 Uhr:
@ björn

"Ihr wollt wohl immernoch nicht verstehen, dass wir Teil der Mitte der Gesellschaft sind oder? Meine Familie, meine Freunde, auch die Nichtrechten, meine Lehrer, meine Kollegen und mein Chef, alle wissen um meine nationale Einstellung. Und neimanden störts. So ist das bei fast allen Nationalisten in MV."

Das behauptest Du...
 
nur mal angemerkt Montag, 27.Mai 2013, 11:07 Uhr:
@roichi
"Da ihr euch selbst daraus ausgrenzt seid ihr das nicht."

Richtig muss es heißen " Ihr werdet von uns ausgegrenzt". Bleib immer schön bei der Wahrheit, Roichi. Wie war das doch gleich? "Keine Diskussion auf Augenhöhe!"
Dieser gutmenschliche Spruch sagt alles- Ihr überhöht Euch ungerechtfertigt und setzt alles was nicht Eurer Meinung ist von vornherein herab. Oder schau mal in die "Verhaltensregeln" gewisser Nienhäger im Umgang mit Andersdenkenden.
 
Tim Montag, 27.Mai 2013, 14:34 Uhr:
Sind ja sehr fundierte Gegenargumente die da dem Björn entgegengeworfen werden. "du hast keine Ahnung", "Du verstehst nix" und "das behauptest du"- Echt gut!
 
Roichi Montag, 27.Mai 2013, 16:43 Uhr:
@ nur mal angemerkt

"Bleib immer schön bei der Wahrheit, Roichi."

Aber immer doch. Bin ja nicht du.
Allein Björns letzter Absatz zeigt doch, wer sich hier ausgrenzt:
"Im übrigen brauche ich keine Ausstiegshilfe. Den BRD-Ausstieg hab ich ganz alleine geschafft."
Er selbst hat sich abgegrenzt von der demokratischen Gesellschaft. Und du auch.

"Dieser gutmenschliche Spruch sagt alles"

Aha. Und was hab ich damit zu tun?
Nichts. Aber das wäre dir wohl zu kompliziert.

"Oder schau mal in die "Verhaltensregeln" gewisser Nienhäger im Umgang mit Andersdenkenden."

Wie geht er denn mit Leuten um, die andere Meinungen haben?
Nicht mit besoffenen randalierenden Nazis, das ist bekannt. Ich frage explizit nach Meinungen.
Das weißt du überhaupt nicht, da er sich nie dazu geäußert hat.
Aber rumopfern muss eben sein, und wenn es völlig Zusammenhang- und Sinnlos ist.


@ Tim

"Sind ja sehr fundierte Gegenargumente die da dem Björn entgegengeworfen werden."

Aber sicher doch.
Wie soll er etwas kennen, was er für sich selbst nie in Betracht ziehen würde?
Wie soll er wissen, was zum Ausstieg motiviert, wenn er doch bis über den Kopf in der Szene drinsteckt.
Das ist nicht böse gemeint, er kann es schlicht nicht wissen. Deshalb macht er, was er immer tut, Behauptungen aufstellen und Mutmaßungen anstellen, gespickt mit seiner Ideologie.
Aber Ahnung von der Welt außerhalb hat er nicht. Und vom Ausstieg erst recht nicht.
Geht es dir jetzt auf?
 
Björn Montag, 27.Mai 2013, 19:28 Uhr:
@Roichi

"Da ihr euch selbst daraus ausgrenzt seid ihr das nicht."

Also ich bin mitten drin. Genauso wie alle anderen Nationalisten, die ich kenne.

"Ihr grenzt euch selbst ab und ein und redet dann davon, dass das nicht funktioniert."

Ach ja? Dann sind wir es also selbst, die uns aus dem Sportverein werfen, aus dem Elternbeirat kicken oder die Wahl zum Bürgermeister verhindern?

@JayBee

"Das behauptest Du..."

Richtig, das behaupte ich. Und nun kommst du.
 
JayBee Dienstag, 28.Mai 2013, 07:46 Uhr:
@ björn

"Richtig, das behaupte ich. Und nun kommst du."

Danke, das reicht mir so.
 
nur mal angemerkt Dienstag, 28.Mai 2013, 09:33 Uhr:
@roichi
"Er selbst hat sich abgegrenzt von der demokratischen Gesellschaft."

Was für eine "demokratische Gesellschaft"? Bist Du wieder im Märchenland?
Wir haben Euch und Eure Ziele nur durchschaut! Dazu muss man weder in der NPD sein, noch mit ihr sympathiesieren.
 
nur mal angemerkt Dienstag, 28.Mai 2013, 09:46 Uhr:
@roichi
"Wie geht er denn mit Leuten um, die andere Meinungen haben?"

Du bist immer noch nicht in der Lage, erfassend zu lesen. Ich sprach von Verhaltensregeln die auf einer gewissen Webseite zum runterladen bereit stehen. Ein aufschlussreiches und amüsantes Werk. Liest Du nicht mal, was Dir Deine Führer vorbeten?
 
Ein Nienhagener Dienstag, 28.Mai 2013, 09:50 Uhr:
"Oder schau mal in die "Verhaltensregeln" gewisser Nienhäger im Umgang mit Andersdenkenden."

Eine nähere Erläuterung über Umfang und Inhalt von nienhagenerischen Verhaltensregeln im Umgang mit Andersdenkenden würden mich durchaus interessieren.
 
Roichi Dienstag, 28.Mai 2013, 10:55 Uhr:
@ Björn

"Also ich bin mitten drin. Genauso wie alle anderen Nationalisten, die ich kenne."

Selbst- und Fremdwahrnehmung müssen nicht übereinstimmen.
Du hast dich ja selbst ausgegrenzt.

"Dann sind wir es also selbst, die uns aus dem Sportverein werfen, aus dem Elternbeirat kicken oder die Wahl zum Bürgermeister verhindern? "

Richtig. Ihr seid es, die dazu Anlass geben.
Die Konsequenzen eures Handelns wollt ihr dann aber nicht tragen.

"Richtig, das behaupte ich. Und nun kommst du."

Also erstmal kommst du und belegst deine Behauptung. Vorher wird das nichts.


@ nur mal angemerkt

"Was für eine "demokratische Gesellschaft"?"

Die hierzulande. garantiert durch das Grundgesetz und den daraus folgenden Institutionen.
Das magst du vielleicht nicht anerkennen, interessiert allerdings die demokratische Gesellschaft wenig.
An Fakten wirst du nichts ändern können, wenn du sie leugnest.

"Ich sprach von Verhaltensregeln die auf einer gewissen Webseite zum runterladen bereit stehen."

Also zuerst mal sprachst du vom Verhalten des Kommentators.
Und genau darauf nehme ich Bezug.
Also was ist nun?
Irgendwelche Texte im Internet irgendwem anzudichten mag ja vielleicht in deiner Ideologie toll sein, in der Realität funktioniert das selten ohne Beleg.

"Liest Du nicht mal, was Dir Deine Führer vorbeten?"

Da ich keine Führer habe oder brauche erübrigt sich diese Frage.
 
Samuel Bernstein Dienstag, 28.Mai 2013, 12:10 Uhr:
@ Roichi

"Richtig. Ihr seid es, die dazu Anlass geben.
Die Konsequenzen eures Handelns wollt ihr dann aber nicht tragen."

Sie haben doch sicher schonmal was von dem sogenannten "Sozialistengesetz" von 1878 gehört.
Jetzt meine Frage: Wollte die damalige SPD,die Konsequenz ihres Handelns auch nicht tragen,oder weshalb wurde sich damals so sehr über dieses Gesetz aufgeregt?
 
Ein Nienhagener Dienstag, 28.Mai 2013, 12:23 Uhr:
"Ich sprach von Verhaltensregeln die auf einer gewissen Webseite zum runterladen bereit stehen. Ein aufschlussreiches und amüsantes Werk."

Hier bitte einen Link! Mich würde wirklich interessieren, was die Nienhagener für Dokumente bereit stellen sollen.

Oder ist das mal wieder eine typische Nebelkerze von Ihnen?
 
nur mal angemerkt Dienstag, 28.Mai 2013, 12:40 Uhr:
@roichi

"Die hierzulande. garantiert durch das Grundgesetz und den daraus folgenden Institutionen."

Och Roichi, ich kugel mich gerade vor Lachen.

"An Fakten wirst du nichts ändern können, wenn du sie leugnest."

Stimmt, machst Du täglich. Einer Anerkenntnis steht Deine Ideologie im Weg.

"Und genau darauf nehme ich Bezug."

Du nimmst immer auf das Bezug, was Dir und Deiner Ideologie nicht gefährlich werden könnte. Besagte Seite (irgendwo aus Sachsen-Anhalt mit Bezug auf Nienhagen) wurde hier auf ER gepostet, vor einigen Wochen. sogar mit Download der Regeln. Nimms mir nicht übel, wenn ich die genaue Bezeichnung nicht mehr weiß, so viel Gutmenschenbla, ertrage ich auf Dauer nämlich nicht.

"Da ich keine Führer habe oder brauche erübrigt sich diese Frage."

Doch hast Du! Du wiederholst täglich den üblichen Gendermainstreammüll. Immer die selben Phrasen! Merkst Du das nicht?
 
Roichi Dienstag, 28.Mai 2013, 21:06 Uhr:
@ Samuel

Du hast bestimmt schon was vom Unterschied eines Kaiserreiches und einer Demokratie, dem Rechtsstaat gehört.
Und nun denk mal nach.


@ nur mal angemerkt

"Och Roichi, ich kugel mich gerade vor Lachen."

Na denn viel Spaß weiterhin. Dummheit macht wohl doch glücklich. Zumindest scheint sie sichselbst zu amüsieren.
Sonst hat dein Kommentar leider nur wieder lahme Retourkutschen zu bieten.
Dabei wurdest du doch aufgefordert, ernsthaft zu diskutieren und deine Behauptungen mal zu belegen.
War wohl wieder zu anspruchsvoll. Aber nicht anders zu erwarten.
 
Björn Dienstag, 28.Mai 2013, 21:33 Uhr:
@Roichi

""Im übrigen brauche ich keine Ausstiegshilfe. Den BRD-Ausstieg hab ich ganz alleine geschafft."
Er selbst hat sich abgegrenzt von der demokratischen Gesellschaft."

Die BRD ist nicht die demokratische Gesellschaft. Sie ist ein Staat. Aber damit hattest du ja schon immer Probleme. Im übrigen bist du im Gegensatz zu mir kein Demokrat, da du ja gerne anderen die Grundrechte absprichst und Meinungen verbieten willst.

"Wie geht er denn mit Leuten um, die andere Meinungen haben?"

Er versucht sie als barbarische, gewalttätige Horden zu inszenieren. Leider erfolgslos.

"Wie soll er wissen, was zum Ausstieg motiviert, wenn er doch bis über den Kopf in der Szene drinsteckt."

He he. Wie niedlich. Interessant, wie ihr immer wieder einen tiefen Einblick in euer von Vorurteilen geprägtes Weltbild zulasst. Du denkst wahrscheinlich ich wäre ein kahlrasierter Superaktivist, der jeden Tag Flugblätter verteilt oder zu NPD-Veranstaltungen rennt. Der den ganzen Tag über Ausländer meckert und zu Hause alles voll von "rechten" Devotionalien hat. Ihr denkt tatsächlich, dass unser Alltag aus Politik bestünde.

Ich will dich gerne aufklären. Wir Nationalisten sind ganz normale Menschen. Würdest du mich sehen, würdest du denken ich wäre ein Student oder vielleicht Angestellter. Meine Wohnung sieht so aus, wie die der meisten anderen in meinem Alter. Die Gespräche mit meinen Freunden und meiner Familie drehen sich um die gleichen Dinge, wie bei den meisten anderen auch. Am Wochenende machen ich das gleiche wie die meisten anderen auch. Beim Sport gibt es bei mir keinen Unterschied zu anderen. Das einzige, was mich von "Nichtrechten" unterscheidet ist teilweise mein Musikgeschmack (obwohl Frei.Wild ja auch allgemein sehr beliebt ist) und der Fakt, dass ich alle paar Monate mal an politischen Aktionen teilnehme. Ich bin ein Teil der Mitte der Gesellschaft. Genauso wie die meisten anderen Nationalisten auch. Und genau deshalb fällt es euch immer schwerer eure Vorurteile aufrechtzuerhalten. Ein "Ausstieg" würde an meinem Leben also kaum etwas ändern.

@JayBee

"Danke, das reicht mir so."

Danke für deinen nichtssagenden Beitrag.

@Roichi

"Selbst- und Fremdwahrnehmung müssen nicht übereinstimmen."

Das sieht man immer wieder. Aber niedlich wie du meinst mehr über mein Leben zu wissen als ich.

"Richtig. Ihr seid es, die dazu Anlass geben."

Genau. Wieso haben wir auch einfach ne andere Meinung? So eine Frechheit. Genauso wie die bösen Bürgerrechtler in der DDR. Waren doch selbst schuld an ihren Repressalien. Sie haben schließlich verkehrt gedacht. Roichi outet sich aber auch jeden Tag aufs Neue als Antidemokrat.

"Also erstmal kommst du und belegst deine Behauptung."

Ich soll also meine Eindrücke über mein Leben belegen? Du bist echt neidlich...

"Die hierzulande. garantiert durch das Grundgesetz und den daraus folgenden Institutionen."

Die du ständig bekämpfst. Du willst Leuten vorschreiben ob sie Konzerte veranstalten können. Du willst das Andersdenkende schärfere Strafen bekommen als andere. Du sprichst Andersdenkenden die Grundrechte auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit ab. Du bist einfach ein linker Faschist. Nicht mehr.
 
Amtsträger Mittwoch, 29.Mai 2013, 13:34 Uhr:
Björn versteht bis Heute nicht, dass die Grundrechte Schranken unterliegen und damit begrenzt sind.

Ich werde bspw. von der Allgemeinheit gut dafür bezahlt, um die Grundrechte von Menschen einzuschränken.

Wenn er das Grundgesetz (Zumindest Art.1-20 GG) einmal gelesen hätte, würde ihm sein Fehler auch auffallen...

Sein Problem ist, dass er ein Regelsystem kritisieren will, dass er nicht kennt und versteht. Da kann nichts sinnvolles bei heraus kommen.
 
Roichi Samstag, 01.Juni 2013, 20:41 Uhr:
@ nurmalso

"... den bitteschön WER glaubt bestimmen zu müssen"

Die Bürger. Mithin das Volk.

"... der sich bitteschön WIE definiert"

Das Grundgesetz. Mit allen darin befindlichen Rechten und Pflichten.

"... der in der Erziehungsanstalt BRD anderen aufgezwungen wird"

Den das Volk in freier und geheimer Abstimmung, sowie durch Leben dieses Grundkonsenses als gültig für sich erachtet.

"... diesen abzulehnen sozialem Selbstmord gleichkommt"

Nein. Den abzulehnen eine Ausgrenzung aus ebendieser Gesellschaft darstellt. Eine selbstgewollte.
Die Reaktion der Gesellschaft muss dann nicht freundlich sein, wenn man die Gesellschaft ablehnt. Sie wird sich aber immer am Grundkonsens orientieren.
Deswegen habt ihr Rechte, die ihr andersrum nicht zugestehen wollt selbstverständlich. Deswegen seid ihr aber auch nicht beliebt.
Diese Situation ist für Rechtsextreme schwer zu verstehen, widerspricht sie doch der Ideologie.
Sie ist aber nunmal die Realität.
Die aus diesem Konflikt mit der Ideologie entstehenden Hilfskrücken unterschiedlichster Behauptungen sind immerwieder ein Quell interessanter Einblicke in die Ideologie.
Nichtsdesdotrotz bleibt die Konstellation erhalten. Und die Gesellschaft wundert sich nur über diese Ideologisierten Individuen, die sich selbst ausschließen wollen.
Sie wird ihnen allerdings wo es geht entgegentreten. Und das ist auch notwendig, wenn die Gesellschaft überleben will.

So. Genug Philosophie für heute. Mal sehen, ob das ankommt.
 
Henriette von Stetten Dienstag, 04.Juni 2013, 21:47 Uhr:
Angepasste und Vermaßte sind Menschen die
in jeder Gesellschaft besonders häufig
anzutreffen sind.
Diese Menschen brauchen ein Feindbild. In
der Demokratie ist das Feindbild flexibel.
 
JayBee Mittwoch, 05.Juni 2013, 08:02 Uhr:
@ Henriette

Willst Du damit sagen, daß alle Nazis von igrendeiner geheimen staatlichen Verschwörung installiert wurden und nun gesteuert werden, damit der Normalo ein Feindbild hat? Wirst Du auch gesteuert?
 
Henriette von Stetten Donnerstag, 13.Juni 2013, 23:42 Uhr:
@JayBee Du fragst mich "Wirst Du auch gesteuert?" Nein ,ich steuer selbst.
Ein Feindbild ist wichtig,um den Vermaßten
eine Möglichkeit zu nehmen, frei und selbst
zu denken und entsprechend zu handeln.
Nationaler Sozialismus wird seit Jahrzehnten bis in die jüngste Gegenwart
als Feinbild in der BRD aufgebaut. In zunehmendem Maße wird jeder der sich nicht
dem sogenannte Kampf gegen Recht s anschließt,bekämpft. Aber ohne Argumente.
Ein Gemisch aus Schein ,Lug und Betrug
dient den selbsternannten Demokraten dazu
die Menschen mit Gewalt zu vermaßen oder
zu überzeugen. Begeistern kann man nur
mit Argumenten,da die aber fehlen ....
 

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