von Oliver Cruzcampo
   

Anschlag, Aufmarsch und Drohgebärden : Ein „ganz normales“ Wochenende in Güstrow

Einen Vorfall an einem Flüchtlingsheim nutzten Neonazis aus dem Raum Güstrow, um das zweite Wochenende in Folge auf die Straße zu gehen. Dabei tritt die rechtsextreme Szene zunehmend aggressiv auf: Am Vorabend der Demonstration gab es einen Anschlag auf ein Gebäude des politischen Gegners. Während der Veranstaltung geriet zudem der NPD-Stadtvertreter in eine tätliche Auseinandersetzung mit der Polizei.

Unter dem Motto „Pöbelei, Sexuelle Übergriffe, Schusswaffen Gebrauch - Genug ist genug! Asylwahnsinn Stoppen!“ (alle Fehler im Original) versammelten sich am Samstagnachmittag in Güstrow rund 100 Neonazis. Als aktueller Anlass diente ein Vorfall in einem Asylbewerberheim, um die Hetze gegen Flüchtlinge fortzusetzen.

Bei Regenwetter zog der rechtsextreme Mob vom Stadtzentrum in die Güstrower Südstadt. Dort, in der Nähe eines Flüchtlingsheims, wurde eine Kundgebung abgehalten. Der ehemalige NPD-Kreistagsabgeordnete Sebastian K., der diesmal für die Reden zuständig war, sprach unter anderem pauschal von einem „sofortigen Ausländerstopp“. Laut Polizei seien zudem Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz gegen zwei Personen aufgenommen worden, da unerlaubt pyrotechnische Erzeugnisse mitgeführt bzw. gegen das Vermummungsverbot verstoßen wurde.

Der Güstrower NPD-Stadtvertreter Nils Matischent, der am Wochenende zuvor in Bützow seine Anhänger noch per Megaphon einpeitschte und eine Strafanzeige kassierte, schien erneut auf Konfrontation gebürstet. Beim Versuch, auf Gegendemonstranten zuzugehen und die eigene Demonstration zu verlassen, stellten sich ihm die Polizei in den Weg. Matischent zeigte sich davon unbeeindruckt – es kam zu einer tätlichen Auseinandersetzung, in dessen Folge der Rechtsextreme ein blaues Auge davontrug. Eine für morgen anberaumte Gerichtsverhandlung ließ Matischents Anwalt absagen. Sein Mandant sei erkrankt.

Zuvor hatte der 24-Jährige bereits auf Drohgebärden zurückgegriffen: Derzeit werde noch vor den Flüchtlingsunterkünften demonstriert, demnächst gehe es dann in die Heime. Das NPD-Mitglied posierte im Nachgang des Aufmarsches mit „Kameraden“ neben einer „Bunt statt braun“-Fahne, die zuvor von der Gegendemonstration entwendet wurde. Die Polizei ermittelt in dem Fall.


Screenshot der Facebook-Seite der asylfeindlichen Gruppe

In der Nacht vor dem Aufmarsch der sogenannten Bürgerinitiative kam es bereits zu einem Anschlag auf die „Villa Kunterbündnis“. Ein Briefkasten und mehrere Scheiben der sozio-kulturellen Begegnungsstätte, die in der Vergangenheit auch als Treffpunkt für Gegenproteste diente, gingen zu Bruch. Das Perfide: Während des Übergriffs befanden sich mehrere Kinder in dem Gebäude. Diese hielten sich zu dem Zeitpunkt jedoch in einem anderen Stockwerk auf. Mitarbeiter des Kulturzentrums vermuten die Täter im Neonazi-Milieu.

Anlass für den Neonazi-Aufmarsch war ein Vorfall, der sich am 15. März vor einem Asylbewerberheim ereignet haben soll. Zwei offenbar in dem Gebäude wohnhafte Männer sollen laut Polizeiangaben ein Luftgewehr gestohlen und später auch benutzt haben, während sich eine Frau in unmittelbarer Umgebung befand. Die Ermittlungen laufen.

Vor allem auf Facebook verbreitete sich die Nachricht rasant, fremdenfeindliche Aussagen und Aufrufe zu Straftaten ließen nicht lange auf sich warten. In Folge dessen kam es zu einer Hausdurchsuchung bei einem 27-jährigen Rostocker.


Facebook-Screenshot mit eindeutiger Aussage

In der rechtsextremen Gruppe „Güstrow wehrt sich gegen Asylmissbrauch“ sind ähnliche Aussagen bis dato aufzufinden. Inwiefern die Polizei in dem Zusammenhang gegen weitere Personen vorging, ist unklar.


Screenshots der Gruppe: „Güstrow wehrt sich gegen Asylmissbrauch“

Kommentare(30)

richtig gestellt Montag, 23.März 2015, 17:48 Uhr:
"Anlass für den Neonazi-Aufmarsch war ein Vorfall, der sich am 15. März vor einem Asylbewerberheim ereignet haben soll. Zwei offenbar in dem Gebäude wohnhafte Männer sollen laut Polizeiangaben ein Luftgewehr gestohlen und später auch benutzt haben, während sich eine Frau in unmittelbarer Umgebung befand. Die Ermittlungen laufen. "

Nicht ereignet haben soll, sondern ereignet hat! Das Gutmensch das nicht passt und darüber ausführlich in den Medien berichtet wurde, fällt wieder mal unter den Tisch. Denn es stört die linke Mär von den "hochgebildeten Fachkräften". Herrn Buschkovski (jahrelanger Bürgermeister in Neuköln) ist davon nicht einer begegnet. (Stern Interview im März) Und der Mann verwaltete als OB jahrelang ein ganzes Viertel mit diesen Kulturbereicherern.
 
Irmela Mensah-Schramm Dienstag, 24.März 2015, 08:32 Uhr:
@richtig gestellt
Da muss mal wieder der "Gutmensch von rechts" seinen Senf abgeben und nutzt dabei natürlich das "Falsche Medium".
Ihr hetzt genug auf Euren Netzen und ich habe keinen Bedarf Eure Ekelkomentare zur Kenntnis nehmen zu müssen, die nichts anderes als die Wahrnehmung Eurer Hetze auf dem "Falschen Kanal" ist.
 
Ein Nienhagener Dienstag, 24.März 2015, 08:58 Uhr:
"Nicht ereignet haben soll, sondern ereignet hat! "

Ach, diese gespielte Entrüstung.

Dabei ist doch wohl dem landläufigen Nazi klar, dass dieser Sprachgebrauch bis zum Abschluss eines Verfahrens üblich ist. Schließlich legt man ja bei Straftatvorwürfen der Kameraden auch großen Wert darauf, dass keine Vorverurteilung stattfindet.
 
Roichi Dienstag, 24.März 2015, 17:54 Uhr:
@ gestellte Henriette

Da hast du aber mal wieder ein ganzes Bündel an Vorverurteilungen und Rassismus aufgefahren. Und dann noch jemanden als Kronzeugen heranziehen, der dir das mit Sicherheit um die Ohren hauen würde.
Mehr war es dann auch nicht.
Inhalt = Fehlanzeige.

Übrigens, dürfen wir ab jetzt bei allen Taten, die den Kamerraden vorgeworfen werden davon ausgehen, dass diese es auch waren?
Wozu braucht es dann noch Gerichte? Oder Ermittlungen.
 
Björn Mittwoch, 25.März 2015, 00:27 Uhr:
@Nienhäger

Die beiden Asylanten haben die Tat gestanden. Also ist die Aussage des ersten Kommentators korrekt. Klar das du das nicht sehen willst. Passt nicht in deine Ideologie. Und während die Güstrower friedlich auf die Straße gehen, wird ein Abgeordneter von roten Faschisten angegriffen. Aber Endstation Recht tut so, als ob der Angegriffene der böse sei.
 
Ein Nienhagener Mittwoch, 25.März 2015, 08:35 Uhr:
@Björn

Auch nach einem Geständnis ist das Verfahren noch nicht abgeschlossen. Die Schuld eines Beschuldigten steht aber erst frühestens danach fest.

Aber es ist ja eh müssig, Ihnen das Prinzip rechtsstaatlicher Vorgänge erklären zu wollen.
 
@ Nienhagener Mittwoch, 25.März 2015, 10:31 Uhr:
"Auch nach einem Geständnis ist das Verfahren noch nicht abgeschlossen. Die Schuld eines Beschuldigten steht aber erst frühestens danach fest.

Aber es ist ja eh müssig, Ihnen das Prinzip rechtsstaatlicher Vorgänge erklären zu wollen."

Eigentor! Sind Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt dann auch unschuldig?
 
richtig gestellt Mittwoch, 25.März 2015, 11:12 Uhr:
Nienhäger, immer diese faulen Ausreden. Wenn es gegen Andersdenkende geht seit Ihr auch nicht zimperlich, im Gegenteil, da wird dann auch gegen Familienangehörige gehetzt, berufliche Karrieren ruiniert, usw.. Da ist Euch ein abschließendes Gerichtsurteil auch wurscht. Hauptsache gutmenschliche Hetze. Egal ob Afd, Pegida usw..

@roichi
-erstaunlich, was er so aus dem Kaffesatz liest. Tja wenn einem seine Ideologie im Wege ist. Aber das passiert Dir ja ständig- das mit dem Pech beim Lesen und Denken.
 
Eiderdei Kartoffelbrei Mittwoch, 25.März 2015, 12:33 Uhr:
Das mit dem stehlen ist dumm gelaufen, da waren die Asylanten dann vermutlich einfach schneller. Ich weiß in Güstrow von so vielen, teils Minderjährigen, die ein Luftgewehr besitzen, da können die Asylanten mit Sicherheit verantwortungsbewusster damit umgehen.
Und was die Formulierung angeht "in der Nähe einer Frau benutzt" - es würde da stehen, wenn die Asylanten auf Passanten geschossen hätten. Auch habe schon Luftgewehre in der Nähe von anderen Menschen benutzt, oh mein Gott.
Gebt den Menschen Arbeit, dann passiert selbst so etwas harmloses nicht, denn die meisten Asylanten würden als Integrierte mit Sicherheit ein besseres Betragen an den Tag legen, als so mancher Güstrower.
Und ganz nebenbei: Schwarze Schafe gibt es überall, dadurch entsteht aber kein Recht zu generalisieren. Und wenn die Welt das mit uns machen würde, wären wir lederhosentragende Neonazis mit Bier. Das trifft glücklicherweise aber auch nur auf die wenigsten zu.
 
richtig gestellt Mittwoch, 25.März 2015, 14:07 Uhr:
Nun Nienhäger, der Unterschied ist Ihnen nicht klar? Schlimm das man Ihnen das erklären muss, eine bestimmte Bildungspolitik hinterlässt doch sehr deutliche Spuren.

"ereignet haben soll - ereignet hat"

"ereignet haben soll": Eine gern von links benutzte Formulierung um etwas in Zweifel zu ziehen, was tatsächlich stattgefunden hat. (beliebter gutmenschlicher Propagandatrick wenn es in den eigenen Reihen brennt...lol)

"ereignet hat": Ein Fakt, der sich nicht verleugnen lässt, da statt gefunden. (auch wenn Gutmensch da gern keine Öffentlichkeit haben möchte, da das tatsächliche Ereignis -wie so oft- seinem selbstgemalten Weltbild widerspricht) Und weil es sich "ereignet hat", ermitteln Polizei & Staatsanwaltschaft und haben entsprechende Täter dingfest gemacht. So einfach ist das! Aber die Täter waren bestimmt als Asylanten verkleidete Nazis... Stimmts?
 
Roichi Mittwoch, 25.März 2015, 15:37 Uhr:
@ @

Kein Eigentor.
Aber soweit muss man überhaupt denken können.
Du offensichtlich nicht.
Übrigens wird gegen Tote nicht ermittelt. Warum nur?


@ gestellte Henriette

Ich gehe also mal davon aus, dass du @ gleich beibringen wirst, dass natürlich die beiden Uwes die Taten begangen haben. Ist ja Fakt.
Weiterhin gehe ich davon aus, dass du Anschläge deiner Kamerraden nicht in zweifel ziehen wirst, wenn diese noch nicht verurteilt wurden.
Dass du das in der Vergangenheit anders gehandhabt hast, spricht allerdings eher dagegen. Womit du dich dann mal wieder selbst reingeritten hast.

Aber das hatte ich oben ja schon ausgeführt. Und dennoch windest du dich herum.
 
Ein Nienhagener Mittwoch, 25.März 2015, 16:02 Uhr:
"Eigentor! Sind Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt dann auch unschuldig?"

Au Backe.
Ist es Euch wirklich so schwierig, einfachste Kausalitäten zu erkennen?
Mundlos und Böhnhardt waren nie Beschuldigte - weil nicht mehr unter den Lebenden weilend. Insofern ist die Schuldfrage nicht klärungsbedürftig.


"ereignet haben soll - ereignet hat"
Vielen Dank. Denn durch Ihre Ausführungen ist damit jeder Behauptung - auch gegen die Kameraden - ein Freibrief erteilt. Denn Behörden ermitteln ja Ihrer geschätzten Ansicht nach nicht, wenn sich nichts ereignet hat.

Also dann bitte zukünftig nicht rumjammern...
 
Dennis Mittwoch, 25.März 2015, 16:32 Uhr:
@ richtig gestellt:

"Und weil es sich "ereignet hat", ermitteln Polizei & Staatsanwaltschaft und haben entsprechende Täter dingfest gemacht."

Falsch, Sie Blitzbirne!
Polizei und Staatsanwalt ermitteln schon, wenn sich etwas ereignet haben soll!!!
Und es wurden keine Täter dingfest gemacht, sondern Tatverdächtige. Wenn sich hinterher herausstellt, dass es die Täter sind, ist das was anderes.

Aber was interessieren Sie schon so feine Unterschiede.
Was sich übrigens aus Ihrer Denkweise für Ihre diversen kriminellen Kameraden so alles für Konsequenzen ergeben würden, führe ich hier mal nicht weiter aus. Sie würden es ja eh nicht kapieren......
 
Björn Mittwoch, 25.März 2015, 20:30 Uhr:
Nochmal zum mitmeißeln für unsere Genossen.

Die beiden Asylanten haben mit einem auf ihren Raubzühen gestohlenen Luftgewehr auf eine deutsche Spaziergängerin geschossen. Die beiden Albaner waren geständig.

Aber klar, dass ihr das nicht wahr haben wollt. Multikulti-Fetischismus und Realität, passten noch nie zusammen.

Selbst staatsnahe Medien geben es zu nachdem die Meldung dank Facebook nicht mehr unter den Teppich gekehrt werden konnte.

http://www.ostsee-zeitung.de/Extra/Polizei-Report/Aktuelle-Beitraege/Zwei-Tatverdaechtige-nach-Schuessen-aus-Asylbewerberunterkunft
 
@ Nienhagener Mittwoch, 25.März 2015, 21:42 Uhr:
"Au Backe.
Ist es Euch wirklich so schwierig, einfachste Kausalitäten zu erkennen?
Mundlos und Böhnhardt waren nie Beschuldigte - weil nicht mehr unter den Lebenden weilend. Insofern ist die Schuldfrage nicht klärungsbedürftig."

Also sind sie nicht schuldig und haben mit den Morden nichts zu tun, jedenfalls nach deiner Logik.
 
@ Roichi Mittwoch, 25.März 2015, 21:57 Uhr:
"Kein Eigentor."

Doch Eigentor.

"Aber soweit muss man überhaupt denken können.
Du offensichtlich nicht."

Vielleicht solltest du noch mal nachdenken.
Pass auf: Wenn die Schuld eines Beschuldigten, laut "Nienhagener", erst frühestens nach dem Verfahren feststehen kann, dann können Bönhardt und Mundlos, nach "Nienhageners" Logik auch nicht für diese Morde verantwortlich sein.
Da gegen Mundlos und Böhnhardt nicht mal ermittelt werden kann, weil sie ja tot sind, kann es auch kein Gerichtsverfahren gegen sie geben. Demnach wären sie also unschuldig.

"Übrigens wird gegen Tote nicht ermittelt. Warum nur?"

Ja, eben. Dann müssen wohl andere Leute diese Morde begangen haben.
Oder gilt das mit den "rechtsstaatlichen Prinzipien" nicht für diese Beiden?
 
JayBee Donnerstag, 26.März 2015, 08:56 Uhr:
Hach, immer dieses Übertreiben. Da schreibt Björn von Raubzügen. Dabei gibt es immense Unterschiede zwischen Diebstahl und Raub. Aber dann klingt es nicht so dramatisch. Aber wenn hier schon gestritten wird über "es hat stattgefunden" und "es wird ermittelt, ob etwas stattgefunden hat": Kann mal jemand von rechts Stellung nehmen zu den Gewaltandrohungen, die man da oben lesen kann? Da sollen alle Asylbewerber abgeknallt werden, es sollen Bomben geworfen werden. Ist das einen Deut besser? Und das hat ja auch tatsächlich stattgefunden. Aber das sind wohl ganz normale Bürger gewesen.
 
Ein Nienhagener Donnerstag, 26.März 2015, 11:18 Uhr:
"Also sind sie nicht schuldig und haben mit den Morden nichts zu tun, jedenfalls nach deiner Logik."

Gern nochmal: Durch den Tod ist die Schuldfrage nicht klärungsbedürftig. Nicht mehr - nicht weniger.

"Doch Eigentor."
Wie wäre es mit Füße aufstampfen, Schmollmund ziehen und heulen.
Kindergartenniveau - typisch für Euch Kameraden.

"Ja, eben. Dann müssen wohl andere Leute diese Morde begangen haben."
Da bleibt einem nur ein *facepalm*.
Na ja . Kameraden-Argumentation halt.

@Björn
Aber selbst Ihnen müssten doch die konjunktivistischen Formulierungen de Artikels auffallen. So mit " es handele" oder "möglicherweise".

Ach ne. Darf ja nicht.
 
Björn Donnerstag, 26.März 2015, 11:47 Uhr:
@JayBee

Sie verwechseln mal wieder Ursache und Wirkung. Zwei Asylanten schießen auf eine Frau. Begehen sozusagen eine kulturelle Bereicherung. Das wiederum ruft wütende Kommentare auf Facebook hervor. Und für sie ist beides gleich schlimm. Na klar, das Opfer der Asylanten war nur eine Deutsche. Die ist für euch Genossen ja nicht viel wert.

Für alle anderen ist ein wütender Facebook-Eintrag etwas völlig anderes als wenn jemand mit einem Gewehr auf einen Menschen schießt.

Alles in allem also mal wieder der übliche Ablenkungsversuch von euch Linksextremisten.
 
Roichi Donnerstag, 26.März 2015, 14:52 Uhr:
@ @

Der Nienhagener und Jaybee haben schon alles gesagt. Daher nur nochmal ein Zitat: "Au Backe"
 
Roichi Donnerstag, 26.März 2015, 14:53 Uhr:
@ Björn

Für dich gerne zum Mitmeißeln, für deine Kamerraden hier ebenfalls, alle anderen haben es ja schon kapiert:
Die Behauptung es wäre Fakt, obwohl noch keine Tatsachen festgestellt wurden, ist hier das Thema, nicht deine Ablenkungsversuche. Aber dazu gleich nochmal.
Gerade du bist doch derjenige, der noch nichtmal gerichtlich festgestellte Fakten anerkennt. Wieso also sind hier Tatverdächtige gleich Täter und Beschuldigungen gleich Fakten? Einfach, weil es in deine Ideologie passt. Denn dort sind "Ausländer" und "Linksgrünrotfaschistensystemlinge" immer Schuld und Kamerraden niemals. Deine Claquere hier sehen das natürlich genauso.

Ende Teil 1
 
Roichi Donnerstag, 26.März 2015, 14:53 Uhr:
Teil 2


Fakten, Tatsachen oder Rechtsstaat interessieren dich da nicht. Die Ideologie gibt den Täter vor.
Entsprechend wird aus einem vorgeworfenen Diebstahl "Raubzüge" und aus fraglos strafbaren Kommentaren deiner Kamerraden nur "ein wütender Facebook-Eintrag". Wie auch aus einer Körperverletzung bei dir nur ein "Arschtritt" wird, oder aus einem Angriff "nachträgliche Notwehr". So wie immer.
Da helfen deine Ablenkungen auch nicht. Aber wo wir gerade dabei sind, kommen wir doch mal darauf zurück.
Es gibt da gerade in Frankfurt (Oder) so einen Fall, bei dem deine Kamerraden Menschen angegriffen haben.
http://www.berliner-zeitung.de/brandenburg/rechtsextremismus-in-brandenburg-neun-neonazis-attackieren-syrische-fluechtlinge,10809312,30219262.html
Nach der Lesart deiner Kamerraden, sind die also schuldig und brauchen gar kein Verfahren mehr.

Wie gut, dass sich außer den Kamerraden hier alle dem Rechtsstaat verbunden fühlen. Da kommt man dann auch ohne ideologische Verrenkungen aus.

Ende Kommentar
 
Mitleser Donnerstag, 26.März 2015, 22:00 Uhr:
@ "Ein Nienhagener"

"Auch nach einem Geständnis ist das Verfahren noch nicht abgeschlossen. Die Schuld eines Beschuldigten steht aber erst frühestens danach fest.

Aber es ist ja eh müssig, Ihnen das Prinzip rechtsstaatlicher Vorgänge erklären zu wollen."

Es ist wirklich erstaunlich, wie sich Ihre Meinung zu diesem Thema innerhal von noch nicht mal einem Jahr geändert hat.
Darf ich Sie an diese Diskussion hier erinnern? http://www.endstation-rechts.de/news/kategorie/musik-konzerte/artikel/martialisches-skinhead-festival.html

Da hat für Sie bereits eine Strafanzeige als Beleg dafür ausgereicht, daß die Beschuldigten auch wirklich schuldig sind.
Oder ist das etwas anderes, weil ihre "politischen Gegner" damals die Beschuldigten waren? Wenn ja, dann sollten Sie andere Kommentatoren besser nicht über rechtsstaatliche Prinzipien belehren. ;)
 
Mitleser Donnerstag, 26.März 2015, 22:13 Uhr:
@ Roichi

"Übrigens, dürfen wir ab jetzt bei allen Taten, die den Kamerraden vorgeworfen werden davon ausgehen, dass diese es auch waren?
Wozu braucht es dann noch Gerichte? Oder Ermittlungen."

Komisch. In diesem Fall: (http://www.endstation-rechts.de/news/kategorie/politik/artikel/fluechtlinge-werden-immer-oefter-zur-zielscheibe.html#comments) standen die Täter für Sie auch schon ohne Gerichtsurteil fest. Aber ihre Doppelmoral dürfte ja eh hinlänglich bekannt sein. ;)
 
Ein Nienhagener Freitag, 27.März 2015, 08:54 Uhr:
@Mitleser
"Es ist wirklich erstaunlich, wie sich Ihre Meinung zu diesem Thema innerhal von noch nicht mal einem Jahr geändert hat."
Zunächst: Natürlich kann sich eine Meinung innerhalb eines Jahres ändern. Das kann sie sogar innerhalb von Sekunden. Nennt sich Reflektion. Etwas, zu dem der stramme Nationalist allerdings nur äußerst selten fähig ist. Von daher entschuldige ich Ihre Unwissenheit.

Ändert aber nichts daran, dass der Ausgangspunkt die Kritik an der Presseformulierung war und ich klar stellte, dass diese Formulierung bei einer ethischen Berichterstattung auf Grundlage seriösem Journalismus üblich ist. Jeder Journalist mit einem Jota Anstand im Leib schreibt nun mal bis zum Abschluss des Verfahrens vom "mutmaßlichen Täter" und erst danach vom "Täter". Ich weiß, dass das in den von Ihnen präferierten Presseorganen durchaus anders läuft. So what.

"Da hat für Sie bereits eine Strafanzeige als Beleg dafür ausgereicht, daß die Beschuldigten auch wirklich schuldig sind."
Falsch mein Bester. Mir hat damals die Anzeige (und übrigens die persönlichen Augenscheinsnahme des Opfers) gereicht als Beleg dafür, das etwas passiert ist. Nicht, wer der Täter war und/oder ob Schuld vorlag (event. ist das "Pisse-Bomben" schmeißen unter Nazis üblich und das Opfer wurde nur versehentlich getroffen). Ist im hier diskutierten Fall nicht anders.

Differenzierung und verstehendes Lesen. Noch zwei Sachen, mit denen der landläufige Nationalist so seine Probleme zu haben scheint.
 
JayBee Freitag, 27.März 2015, 08:59 Uhr:
@ Björn

Was soll der Mist mit der kulturellen Bereicherung? Ist es ein Ausdruck der von Dir immer so gegenüber allen anderen hervorgehobenen deutschen Kultur, wenn ein paar Neonazis Ausländer oder Schwule oder Obdachlose zusammentreten? Nee? Dann spar Dir sowas!
Aber schön zu sehen, wie Du über- oder untertreibst, je nachdem wie Du es brauchst: Asylbewerber begehen einen Diebstahl = Raubzüge. Irgendwelche Rechten rufen zu Mord und Gewalt auf = wütende Kommentare. Warum hier die Übertreibung und dort die Verharmlosung? Warum keine Distanzierung von der Gewalt Deinerseits?
Wäre es, da es hier ja angesprochen wurde, ok, wenn nach den Taten des NSU Ausländer in Deutschland dazu aufgerufen hätten, alle Rechten zu erschießen, sie wegzubomben, sie in einem Sack ins Meer zu werfen? Immerhin haben die Täter dort sichtlich auf mehrere Menschen geschossen. Und zwar mit Erfolg, um es mal sarkastisch auszudrücken.
 
Roichi Freitag, 27.März 2015, 12:04 Uhr:
@ Mitleser

Ist das jetzt der nächste versuch der Ablenkung durch Linkposting?
In der Hoffnung, dass niemand den Link auch nutzt und den Inhalt dort liest?
Nur so lässt sich deine Schlussfolgerung erklären.
Oder eben mit der üblichen nationalen Leseschwäche.
Such es dir aus.
 
richtig gestellt Freitag, 27.März 2015, 12:51 Uhr:
@jaybee
"Was soll der Mist mit der kulturellen Bereicherung?"

Das Faseln von der angeblichen Kulturbereicherung, den massenhaft zuwandernden hochgebildeten Fachkräften, dem Islam als angeblichen Teil von Deutschland usw. kommt aus der gutmenschlichen Ecke. (muss immer noch über einen gewissen John lachen, dem dazu auf Nachfragen- worin die Kulturbereicherung denn besteht- sein Fladenbrotbäcker einfiel) Die Realität sieht leider anders aus- siehe Güstrow, siehe Görlitzer Park usw.. Also heul nicht, wenn das gegen Euch verwendet wird. Speziell zu Güstrow... es setzt ein hohes Maß an krimineller Energie voraus, Einbruchsdiebstähle in seinem Gastland zu begehen und auf seine Gastgeber zu schiessen. Ganz sicher ein Ausdruck des besonders hohen Bildungsgrades. Oder ein Ausdruck der liebenswerten Kultur unserer Gäste. Toleranz hat irgendwann Grenzen-das gilt für Euch, wie für Eure Lieblingsklientel.
 
Roichi Freitag, 27.März 2015, 17:25 Uhr:
@ gestellte Henriette

Deine Wahrnehmung der Realität ist bekannt. Auch dass es bei dir außerhalb der "nationalen Realität" keinen Platz für andere Möglichkeiten gibt.
Entsprechend kann dir der Begriff der kulturellen bereicherung nichts sagen und du musst wie auch Björn versuchen diesen zu verdrehen, damit er in die Ideologie passt.
Schön ist dabei immer nur, wie grottendämlich ihr euch dabei anstellt und dass außer Rassismus eben nichts dahinter steckt.
So sieht man immerwieder die hässliche Fratze des Rassismus in euren Kommentaren, und eben was ihr wirklich wollt.

Übrigens, wo wir mal wieder bei deinen Annahmen sind: Wie viel kriminelle Energie gehört dazu, Menschen, die alles verloren haben und wehrlos sind anzugreifen, sie zu beschimpfen, zu beleidigen, zu bedrohen und schlussendlich zu töten?
Alles Dinge, die deine Kamerraden regelmäßig machen.
Gute Gastgeber eben und ganz sicher ein Ausdruck der liebenswerten "deutschen Kultur" auf die ihr euch immer beruft.

Toleranz hat tatsächlich Grenzen. Dort wo Intoleranz, Rassismus und Beleidigung zum Mittel und Ziel wird. Also bei euch Kamerraden.
Kleiner Tip: Deswegen mag euch niemand.
 
qual Samstag, 28.März 2015, 05:46 Uhr:
lieber björn
"Begehen sozusagen eine kulturelle Bereicherung. "
Na womit haben Sie als Ost-Nazi denn die Kultur so bereichert? Vollgepisste Nazis gelten dabei nicht.
"Und für sie ist beides gleich schlimm. Na klar, das Opfer der Asylanten war nur eine Deutsche. Die ist für euch Genossen ja nicht viel wert."
Dazu passt
"Absturzopfer verhöhnt – Grüne zeigen Neonazis an"
"Unter der Meldung über den Tod gibt es Kommentare unter Klarnamen wie "Super, ein grüner Volksschädling weniger" von Ralf K. oder "Na wenigstens ein kleiner Lichtblick" von Basti B."
Wem Deutsche nichts wert sind zeigen Sie und ihre Kameraden sehr deutlich.
 

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