von Robert Scholz
   

„Anhaltende Realsatire“ – Rep-Vize schießt gegen Landesverband in NRW

Der frischgewählte stellvertretenden Parteivorsitzende der Republikaner, Stephan Stritter, kritisiert den nordrhein-westfälischen Landesverband seiner Partei in aller Deutlichkeit und spricht von einer „anhaltenden Realsatire“. Stritter war ein Gegner des Antritts zur Landtagwahl im Mai dieses Jahres.

Das war dann doch zu viel des Guten für den Neu-Vize der REPs: Erst beschließen die Republikaner auf ihrem jüngsten Parteitag, mit der Pro-Bewegung kooperieren zu wollen und wählen den Pro-Freund Stritter in den Parteivorstand. Doch statt nun die Landesliste zurückzuziehen, um sich nicht gegenseitig die Stimmen im bevölkerungsreichsten Bundesland zu stehlen, greift REP-Chef Rolf Schlierer aktiv in den Wahlkampf ein und dreht ein Wahlspot. Wie Hohn muss Stritter da der erst wenige Wochen zurückliegende Parteitag vorgekommen sein.

Das Fass zum Überlaufen brachte nun aber eine Pressemitteilung Winkelsetts, in der sie sich wohlwollend über die schwarz-gelbe Bildungspolitik äußert. Wenn CDU und FDP „unsere Reformvorschläge so gut vertreten, warum kandidieren wir REP dann überhaupt in NRW?“, fragt Stritter dem Szene-Portal „Gesamtrechts“ zufolge in einer Rundmail. Die Pressemitteilung sei eine „anhaltende Realsatire“ und gebe „Anlaß zum Kopfschütteln“.

Vor allem der Passus der Mitteilung, in dem sich der Landesverband NRW als „Bollwerk gegen jeglichen Kuschelkurs in braunen Ecken“ bezeichnet und damit die Zusammenarbeit mit allen anderen Gruppierungen ausschließt, mithin also die Resolution des Parteitags ignoriert, sei, so Stritter, „echt der Brüller“.

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