von Redaktion
   

Am 2. September in Schwerin: Nazis aus dem Takt bringen

Mehrere Tausende Zuschauer werden beim „Laut gegen rechts“-Konzert am Freitag in Schwerin erwartet. Neben Polarkreis 18 und Storch Heinar werden insgesamt über zehn Künstler auftreten, die das junge Publikum dazu bewegen wollen, wählen zu gehen – demokratisch!

Selbsterklärtes Ziel der Veranstalter: Wenn am 4. September der neue Landtag gewählt wird, soll die rechtsextreme NPD diesmal draußen bleiben. Das passende Motto dazu lautet: „Nazis aus dem Takt bringen“, die Bands wollen so vor allem auch für ein demokratisches und weltoffenes Mecklenburg-Vorpommern werben. Außer den Dresdnern Polarkreis 18 dürfen sich die Besucher auch auf den Newcomer Tim Bendzko oder die Gewinner des „Storchkraft statt NPD“-Bandcontests, SonuVab!tch, freuen.

Die Veranstaltung „Laut gegen Rechts“ wurde 2006 im Vorfeld der Landtagswahl in M-V ins Leben gerufen. Da sich bereits damals die rechtsextreme NPD vor allem jungen Menschen anbiederte, wollte man einen Gegenpol schaffen und vor allem Erstwähler dazu ermuntern, ihr Wahlrecht wahrzunehmen.

Neben den auftretenden Bands werben auch viele Prominente für die Veranstaltung und unterstützen die Kampagne, u.a. Martin Semmelrogge, Achim Reichel oder auch Peter Maffay. „Als ehemaliger Nationalspieler bin ich für Weltoffenheit, Aufeinanderzugehen und tolerantes Miteinander. Gewalt ist niemals eine Lösung“, erklärt der ehemalige Hansa-Profi Stefan Beinlich. „Es geht nur um eine Haltung, eine Überzeugung, dass wir das Land in dem wir leben nicht mit braunem Schwachsinn besudeln lassen wollen. Deutschland ist bunt, und es liegt an uns, ob das so bleibt“, ergänzt der Sänger der „Prinzen“, Sebastian Krumbiegel. Zudem können die Veranstalter auch auf Unterstützung mehrerer Anti-Rechts-Initiativen bauen, wie etwa „Mut gegen rechte Gewalt“, die „Amadeu-Antonio-Stifung“, sowie dem „blick nach rechts“.  

Neben den Konzerten wird es auf dem Areal auch einen Markt der Möglichkeiten mit 43 Unternehmen, Vereinen und Organisationen geben. Besucher können sich dort über politische Geschehnisse und Bildungsangebote im Land informieren. 

Beginn ist am Freitag um 14 Uhr auf der Marstallhalbinsel neben dem Schweriner Schloss. Der Eintritt für das Festival ist frei.

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