von Marc Brandstetter
   

„Alternative für Deutschland“ wird zum Sektierer-Sammelbecken - Parteiunterstützer kaum zu bändigen

Nach dem knapp verpassten Einzug in den Bundestag entfaltet die selbsternannte „Alternative für Deutschland“ (AfD) möglicherweise eine Sogwirkung auf kleinere Parteien des rechten Randes. Gestern erklärte die rechtspopulistische „Die Freiheit“, ihre landes- und bundespolitischen Aktivitäten zugunsten der AfD einstellen zu wollen. Derweil ist die AfD-Parteiführung bemüht, ihre im Internet oft beleidigend und aggressiv vorgehenden Anhänger einzufangen.

Die Enttäuschung über den verpassten Bundestagseinzug der „Alternative für Deutschland“ (AfD) hielt nur kurz. „Erst vor sechs Monaten haben wir unsere Partei aus der Taufe gehoben und nun so ein knappes Ergebnis erzielt. Das ist – auch wenn wir uns mehr erhofft haben – ein großer Erfolg“, kommentierte der AfD-Vorsitzende Bernd Lucke das denkbar knappe Resultat. Mit 4,7 Prozent hatten die Senkrechtstarter zuvor an die Tür des Hohen Hauses geklopft. Eine aktuelle Emnid-Umfrage, durchgeführt in der Woche nach dem Urnengang, Und hier hatten die Populisten am 22. September weit überdurchschnittlich abgeschnitten. Die Euro-feindlichen, chauvinistischen und teilweise auch fremdenfeindlichen Parolen der „Professoren-Partei“, die auch ansonsten eine harte rechte Schlagseite aufweist, waren in den neuen Bundesländern auf fruchtbaren Boden gefallen.

Dieser „Erfolgsgeschichte“, die zudem von einem Artikelfeuerwerk der rechtskonservativen Wochenzeitung Junge Freiheit weiter angetrieben wird, können sich einige kleinere Parteien des rechten Randes nicht entziehen. In den AfD-Sog war in den letzten Monaten besonders die vor drei Jahren gegründete „Bürgerrechtspartei für mehr Freiheit und Demokratie – Die Freiheit“ geraten. Nach Schätzungen des „Freiheit“-Parteichefs René Stadtkewitz waren in der Vergangenheit 350 Mitglieder seiner Partei zur AfD gewechselt – und nahmen dort sogar Führungspositionen ein: Sie ließen sich in mehrere Landesvorstände wählen und kandidierten auf Landeslisten zur Bundestagswahl. Nach Informationen von Bei den Landtagswahlen in Bayern kamen die Rechtspopulisten auf 0,0 Prozent. Auf eine Wahlnachlese auf ihrer Webseite verzichtete sie dann auch. In München, wo Stürzenberger mit seinen wiederkehrenden anti-islamischen Kundgebungen für Empörung in der Stadtgemeinschaft sorgte und weiterhin sorgt, kam die „Freiheit“ nicht über 0,2 Prozent hinaus. Ihre dortigen kommunalpolitischen Aktivitäten wollen die Aktivisten beibehalten. So lautet zumindest ihre Ankündigung in der PI-Nachricht. Bei den Kommunalwahlen im Frühjahr nächsten Jahres hofft Stürzenberger, zugleich Chef des bayerischen Landesverbandes, auf den Einzug ins Parlament. Derzeit muss er sich allerdings mit anderen Problemen auseinandersetzen. Der Süddeutschen Zeitung zufolge haben gleich zwei Banken dem bayerischen Landesvorsitzenden die Konten gekündigt.      

Die AfD reagierte auf die Flirtversuche der „Freiheit“-Verantwortlichen am späten Nachmittag. Wie erwartet, versucht die um Seriosität bemühte Partei weiteren Ärger fernzuhalten: Der Bundesvorstand verhängte einen Aufnahmestopp für „Freiheit“-Mitglieder und die Anhänger weiterer Kleinparteien. Lucke verwies auf den Beschluss des Bundesvorstands der AfD, nach dem die Mitgliedschaft in der AfD unvereinbar mit ausländerfeindlichen, rassistischen, antisemitischen, islamfeindlichen, rechtsextremen und linksextremen Gesinnungen sei. „Desaströse Wahlergebnisse bei der Bundestagswahl und den Landtagswahlen in Bayern und Hessen lassen vermuten, dass „Die Freiheit“ sich auflösen wird“, sagte der Sprecher weiter. „Das kann sie gerne tun, aber wenn deren Mitglieder eine islamophobe und latent fremdenfeindliche Einstellung haben, haben sie bei uns nichts verloren.“ Lediglich in gut begründeten Ausnahmesituationen, etwa wenn die Mitgliedschaft schon längere Zeit zurückliege, soll eine Aufnahme künftig noch möglich sein.

Immer wieder greifen AfD-Anhänger zu fragwürdigen Mitteln. Aktuell versuchen die Führungskrüfte der Senkrechtstarter, diejenigen Unterstützer wieder einzufangen, die im Internet regelmäßig sogenannte Shitstorms entfachen. „Es ist nicht nachvollziehbar, warum einige wenige die ungeschriebenen Gesetze einer klugen Streitkultur hinter sich lassen und im Netz völlig unterhalb der Gürtellinie einzelne Journalisten angreifen“, heißt es in einer kürzlich veröffentlichten Erklärung. Hintergrund sind heftige Anfeindungen aus dem Parteiumfeld auf den stellvertretenden Chefredakteur der „Welt“-Gruppe, Ulf Poschardt, nach einem gemeinsamen Fernsehauftritt mit Lucke.

Das dies allenfalls die Spitze des Eskalationseisberges darstellt, führt unterdessen der entlarvende Blog „gewaltgegendieafd“ vor Augen. Dort werden Personen, die nach Ansicht der Betreiber „geeignet sein könnten, die Gewalt gegen die Alternative für Deutschland zu begünstigen“ an den virtuellen Pranger gestellt. Die Initiatoren haben so unterschiedliche Persönlichkeiten wie den Forsa-Chef Manfred Güllner, Sven Röbel und Oliver Trenkamp vom Spiegel, Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), die Linken-Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz oder den „publikative“-Macher Patrick Gensing aufgeführt. Die Distanzierung der AfD folgte auf dem Fuße. Doch scheinbar ohne nachhaltige Wirkung, denn die Hatz auf Gegner der Partei geht im Internet unvermindert weiter.    

Kommentare(15)

wernermachternst Dienstag, 01.Oktober 2013, 10:39 Uhr:
Eine Partei die das aufgreift, was dem ohnehin schon gegängelten Bürgern auf den Nägeln brennt, wird es schwer haben in der etablierten Parteienlandschaft.
Man wird jetzt Gebetsmühlenhaft versuchen diese AfD in eine Anti-Demokratische Ecke zu treiben.
Weil in diesem Land nicht sein darf,was sein kann.
Die Rechnung wird der mündige Bürger den "Etablierten" hoffentlich bald präsntieren.
 
jemand Dienstag, 01.Oktober 2013, 10:47 Uhr:
Die hier kennt ihr schon?

02.09.2013 https://nrwrex.wordpress.com/2013/09/02/d-ex-republikaner-jetzt-zustandig-fur-afd-grundsatzpositionen/

15.04.2013 http://www.rep.de/?ArticleId=43297457-4245-4f03-aaf5-3fb9627983ad&ObjectChildId=5015bf7a-37f1-412d-98fb-fc858702a483
(sorry für *diesen* Link)

12.04.2013 http://www.forumfuerdeutschland.de/articles.view.2773.html?pxID=8f983c8152838135af0dee3c379e97c8
(auch hierfür sorry)

16.03.2013 http://de.indymedia.org/2013/03/342492.shtml
 
Bürger Dienstag, 01.Oktober 2013, 11:10 Uhr:
@ jemand

Oh,ein Artikel von "indymedia". Wie seriös. ;)
 
Roichi Dienstag, 01.Oktober 2013, 11:45 Uhr:
@ Spaßwerner

"Man wird jetzt Gebetsmühlenhaft versuchen diese AfD in eine Anti-Demokratische Ecke zu treiben."

Also mal von der üblichen Endsiegrhetorik deines Kommentars abgesehen: Das macht die Partei schon selbst.
Und dazu sollte sie auch stehen.
Aber wie immer bei rechten Parteien will man dann doch nicht so sehr mit seinen Inhalten konfrontiert werden.
Und die Sympathisanten wollen das schon gar nicht.
 
Anja Dienstag, 01.Oktober 2013, 12:24 Uhr:
Ich glaube, dass Thema wurde hier http://www.zeitknall.de/cover/13-09/zeitknall-heft-10-13-ab-dienstag unter dem AUfhänger "Titelstory" ganz gut auf den Punkt gebracht ... der "Geschmack" bleibt halt kleben ... sorry - ich weiß auch, dass es viele Menschen in Deutschland gibt, die viel von der AFD halten - ich selbst schaue sehr, sehr, serh skeptisch in die rechte Richtung - braucht eine moderne Gesellschaft irgendwas antieuropäisches???
 
Julius Dienstag, 01.Oktober 2013, 14:26 Uhr:
Ich komme jetzt auf nur einmal "rechtspopulistisch" im Zusammenhang mit der AfD. Geradezu enttäuschend, schafft die SZ in jedem Artikel die Etikettierung doch mindestens zweimal und Die Zeit sogar dreimal.
 
elektrostahl Mittwoch, 02.Oktober 2013, 06:43 Uhr:
Man hat einfach Probleme, sich argumentativ auf die AfD einzulassen.

Lässt man das Links-Rechts-Theater mal beiseite und konzentriert sich auf die Auseinandersetzung mit dem Euro und der Entstehung der Krise bzw. dessen Auswirkungen, beobachtet man in allen Talkshows, dass die Politiker der anderen ausweichen.

Das Etikett mit "Rechts" wirkt eher wie ein verzweifelter Versuch, sich nicht auf die ökonomische Debatte einlassen zu müssen.

Irgendwann werden die Politiker es aber nicht mehr schaffen, die Partei mit "rechts" zu bezeichnen und sich echten Fragen stellen müssen:

1. Wieviele Rettungspakete sollen im Zweifel noch geschnürt werden?

2. Was passiert, wenn ein großes Land wie ESP, ITA, etc. umkippt?

3. Kann ein Eurosoli kategorisch ausgeschlossen werden?

DAS sind die brennenden Fragen, die alle noch offen sind.

Nicht zuletzt deshalb ist ein erst kürzlich erschienenes Buch über die AfD auf Wirtschaftspolitik-Bestseller-Rang 1 gestiegen:

http://www.amazon.de/gp/bestsellers/digital-text/625825031/
 
Elvira Mittwoch, 02.Oktober 2013, 08:59 Uhr:
Ein Deutscher der sein Volk liebt, kann nicht Mitglied bei der AFD sein. Im obrigen Artikel steht doch ganz deutlich was die AFD will, nämlich das eigene Volk zerstören,all das wollen die Systemparteien auch, also dazu hätte man die AFD nicht gebraucht.Die AFD wurde gegründet um Wählerstimmen am sogenannten rechten Rand aufzufangen um eine echte deutsche Partei wie die NPD zu schwächen. Dies wird die AFD auch schaffen, da es auch in der NPD Menschen gibt die dem Mamon nahestehen.Doch das die einzige echte Opposition ganz von der Bildfläche verschwindet wird auch die AFD nicht schaffen. Denn wer sein Volk aufrichtig und innig liebt bleibt in der NPD.
 
Ferdinand Mittwoch, 02.Oktober 2013, 12:22 Uhr:
Mit dem Aufnahmestopp für Mitglieder der FREIHEIT und anderer Kleinparteien (was absolut zu befürworten ist) hat die AfD gezeigt, daß der Inhalt des Artikels hier wohl als irreführend zu bezeichnen ist. Ja, es gibt Leute mit rechtspopulistischen Tendenzen, die bei dieser neuen Partei mitmischen möchten, aber das macht die gesamte Partei keineswegs "rechtspopulistisch".
 
Roichi Mittwoch, 02.Oktober 2013, 15:00 Uhr:
@ elektroeisen

"Man hat einfach Probleme, sich argumentativ auf die AfD einzulassen."

Nö. Aber wo keine Argumente sind, kann man schlecht mit Argumenten antworten.

"Das Etikett mit "Rechts" wirkt eher wie ein verzweifelter Versuch, sich nicht auf die ökonomische Debatte einlassen zu müssen."

Och. Die üblichen Verschwörungstheorien. Na wenn es schon so weit ist, dann kann da nicht mehr viel kommen.
Ich warte auf den nahen Endsieg und die schweigende Mehrheit.


@ Elvira

Ich hätte auch nicht erwartet, dass von dir irgendein sinnvoller Beitrag kommt.


@ Ferdinand

Woher willst du wissen, dass das nicht nur Augenwischerei ist. Vor allem, wenn man sich das bisherige Personal und die bisherigen Äußerungen von Personal und Anhängern ansieht.
Da ist der Beschluss zur Aufnahme von Mitgliedern nicht mehr als Kosmetik.
 
Thomas Donnerstag, 03.Oktober 2013, 19:25 Uhr:
Wer bei Linksextremen den Versuch unternimmt, die AfD als demokratische Partei zu preisen, hat eh verloren. Fragt euch doch mal, warum linksextreme Gewalt auf solch einer Seite nicht thematisiert wird. Warum auch diese Seite, die Grünen und die Piraten, als demokratisch bezeichnen würde, obwohl sie offen zu Zerstörung von Wahlwerbung einer demokratisch legitimierten Partei aufruft. Gewalt ist für diese Leute hier völlig legitim, wichtig ist nur, von welcher Seite sie ausgeübt wird. Ihr könnt die Linken und Rechten in einen Sack packen und draufhauen, es trifft immer den Richtigen. Wer wirft am 1 Mai Steine auf "Bullen" ? wer zündet am 1 Mai fröhlich die Autos von ehrlich arbeitenden Menschen an ? Wer plündert am 1 Mai wieder mal Geschäfte ? Wer arbeitet nicht und besetzt Häuser die ihnen nicht gehören ? Na, wer ? genau, die Leute die uns gerne als rechte Partei verkaufen möchten. Prost :-)
 
Martin Donnerstag, 03.Oktober 2013, 21:47 Uhr:
@wernermachternst

"Man wird jetzt Gebetsmühlenhaft versuchen diese AfD in eine Anti-Demokratische Ecke zu treiben"

Das glaube ich weniger. Seit der Gründung der AfD im April haben das alle Parteien versucht. Man braucht sich nur die Talkrunden anschauen, wo Vertreter der AfD, meist Bernd Lucke, und Vertreter der anderne Parteien vertreten waren. Es fällt auf, dass vor allem Vertreter der FDP das versucht haben, während CDU,SPD und Linke zu Meist versucht haben argumentiv gegen die Argumente vorzugehen. Ich denke in Vier Jahren wird die Partei wieder groß Thema sein, da jetzt der Apfel erstmal gegessen ist.

@Roichi
"Also mal von der üblichen Endsiegrhetorik deines Kommentars abgesehen: Das macht die Partei schon selbst."

Es ist bestimmt so, dass es unterschiedliche Arten von "Rechts sein" gibt, aber mich würde mal interessieren was die Partei denn so "rechtes" macht. In meinen Augen ist der Vorschlag zur zukünftigen Europolitik der Partei nicht unbedingt von der Hand zu weisen, wenn auch nicht perfekt. Vor allem wenn man sieht in welche Richtung es momentan geht. Ich sag nur drittes Rettungspaket.
Ich möchte hierbei noch einmal in Erinnerung rufen, dass es nicht um die Abschaffung des Euros, oder der EU geht, sondern um eine "Absplittung" derer, die es wirtschaftlich nicht schaffen in der EU bzw. im Euro zu sein. Sollen diesen Länder bis in alle Ewigkeit "durchgefüttert" werden?

"Woher willst du wissen, dass das nicht nur Augenwischerei ist. Vor allem, wenn man sich das bisherige Personal und die bisherigen Äußerungen von Personal und Anhängern ansieht.
Da ist der Beschluss zur Aufnahme von Mitgliedern nicht mehr als Kosmetik."

Diese Äußerungen von denen du sprichst würden mich mal interessieren. Und vor allem würde mich interessieren, ob diese auch repräsentativ für die Partei sind. Was ein Mitglied sagt und was jemand von der Führungsebene sagt sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe.
Und wollen wir wetten, dass man die meisten ach so "rechten" Äußerungen auch in den Programmen der "Großen" findet? Ich sag nur den Absatz zum Thema "Einwanderung" welcher als rechts verschrien, aber zufällig bei der CDU auch vorhanden ist.

@Anja
"braucht eine moderne Gesellschaft irgendwas antieuropäisches???"

Ich bezweifle das du wirklich weißt was die AfD will. In den Zeitungen heißt es zwar immer "Eurohasser" und "EU abschaffen" aber das ist einfach gelogen, bzw. nicht ganz wahr.
Es geht um die Unterscheidung von Euroländern mit großer wirtschaftlicher Kraft, wie Deutschland, und Ländern mit wenig wirtschaftlicher Kraft, wie Griechenland, oder Spanien. Da der Euro als Gemeinschaftswährung für alle Länder in Europa gilt, müssen auch alle Länder diesen tragen. Das heißt, da zum Beispiel Deutschland wirtschaftlich extrem stark ist, wird der Euro extrem aufgewertet. Allerdings muss dieser hohe Wert auch von Ländern wie zum Beispiel Griechenland getragen werden. Das Problem ist allerdings, dass Griechenland niemals diese Wirtschaftskraft aufbringen kann. In meinen Augen ist es ehr
antieuropäisch zu sagen, dass diese "schwachen" Länder durchgezogen werden. Wo bleibt da die Souveränität?
 
Roichi Freitag, 04.Oktober 2013, 13:05 Uhr:
@ Martin

"aber mich würde mal interessieren was die Partei denn so "rechtes" macht."

Dann lies unter anderem den Artikel.

"In meinen Augen ist der Vorschlag ..."

Also du wirst entschuldigen, wenn ich auf deine Meinung jetzt nicht so viel gebe.
Zumal auch du, als Fan der AfD, nicht in der Lage bist, die Folgen abzuschätzen.
Da wird nur kurzfristig gedacht und dann auch noch aus einem Chauvinismus heraus argumentiert. Was die Folgen für die Menschen, für die Wirtschaften der Länder dort und hier angeht, stellt ihr euch erstaunlich blind.
Europa ist weit mehr, als ein Währungsraum und eine Zollunion. Auch wenn ihr daraus weniger machen wollt.
De Facto sind eure Forderungen nicht mehr, als die Abschaffung der EU und des Euros. Egal, wie sehr ihr das ausschmückt.

"Und vor allem würde mich interessieren, ob diese auch repräsentativ für die Partei sind."

Na wenn die Parteiführung da mit einstimmt, und offen um Stimmen und Leute vom rechten Rand wirbt, dann kann man das schon als offizielle Linie betrachten.
Das ist alles nachlesbar in diversen Interviews, Kommentaren und Beiträgen, die vor der Wahl von verschiedensten Medien erstellt wurden.
Einiges davon ist ja im Artikel verlinkt.

"Ich sag nur den Absatz zum Thema "Einwanderung" welcher als rechts verschrien, aber zufällig bei der CDU auch vorhanden ist."

Seit wann ist die CDU keine rechte Partei?
Allerdings steht sie immernoch auf dem Boden des Grundgesetzes, was man von diversen Forderungen und Handlungen der AfD nicht uneingeschränkt behaupten kann.

"Ich bezweifle das du wirklich weißt was die AfD will."

Ich bezweifle, dass du in der Lage bist das beurteilen zu können.

"Wo bleibt da die Souveränität?"

Wo bleibt die Solidarität?
Aber wer nur an das eigene Wohlergehen denkt, hat es auch nicht verdient.
Der übliche Chauvinismus, wenn es darum geht, auch mal für das Gemeinwohl zu sorgen.
Das ist weder souverän, noch sozial, sondern einfach nur dumm.
 
Bürger Freitag, 04.Oktober 2013, 14:42 Uhr:
@ Roichi

Ihre persönliche Aufrechnung ist hier kein Thema.
 
Martin Samstag, 05.Oktober 2013, 10:44 Uhr:
@Roichi

"Dann lies unter anderem den Artikel."

Das dieser, wie auch andere Artikel, nicht wirklich Objektiv und daher wie haufenweis Artikel nicht als Beleg zu gebrauchen. Und nein ich sag das nicht weil der nicht Pro-AfD ist, sondern weil es auffällig ist das nicht alle Gesichtspunkte beleuchtet sind was einen falschen Eindruck vermitteln kann und bei vielen auch wird.

"Also du wirst entschuldigen, wenn ich auf deine Meinung jetzt nicht so viel gebe.
Zumal auch du, als Fan der AfD, nicht in der Lage bist, die Folgen abzuschätzen.
Da wird nur kurzfristig gedacht und dann auch noch aus einem Chauvinismus heraus argumentiert. Was die Folgen für die Menschen, für die Wirtschaften der Länder dort und hier angeht, stellt ihr euch erstaunlich blind."

Ich finde es echt putzig, das du dir anmaßt den Leuten von der AfD, welche wahrscheinlich auf dem Gebiet der Wirtschaft bei weitem bewanderter sind als wir beide zusammen, keine Ahnung zu unterstellen, aber selber anscheinend auch nicht wirklich weißt wohin sich eine Reform entwickeln wird. Da du aber anscheinend nicht so blind bist, kannst du doch sicherlich erklären, warum es den Ländern, welche jetzt Probleme haben, seit dem Euro wirtschaftlich schlechter geht. Bestimmt alles Zufall. Der Euro ist nun mal zu stark für diese Länder. Wie soll ein Land was nur vom Tourismus lebt gegen die mit größte Wirtschaftsmacht der Welt bestehen? Im Moment werden diese Länder durchgezogen und das wird auch noch bis zum Sanct Nimmerleinstag so weitergehen da es keine wirklichen Pläne zur Rettung gibt bzw geben kann. Was sind denn deiner Meinung nach die Folgen?

"Europa ist weit mehr, als ein Währungsraum und eine Zollunion. Auch wenn ihr daraus weniger machen wollt.
De Facto sind eure Forderungen nicht mehr, als die Abschaffung der EU und des Euros. Egal, wie sehr ihr das ausschmückt."

Ich weiß ja nicht wo du deine Informationen her nimmst, aber diese Aussage zeigt, dass du nicht sehr viel Ahnung von der Partei hast. Sämtliche Aussagen haben niemals die EU als solche auf ein Währungsraum reduziert. Die EU hat aber nun mal mehrere Teile die getrennt voneinander betrachtet werden müssen. Die AfD hat ein Problem erkannt, nämlich die Währungsunion, und sich auf dieses gestürzt. Den Rest hat sie nicht angefasst. Eine Zerstörung der EU stand nie zur Debatte und kann ihnen auch nicht in den Mund gelegt werden, außer natürlich wenn jemand wie du kommst und das einfach beleglos in den Raum wirfst, weil du das aus den Aussagen liest. Das unterschiedliche Währung und EU-Mitgliedschaft ohne Probleme möglich ist sieht man im Übrigen an GB. Und hey GB hat keine wirtschaftlichen Probleme oder?

"Na wenn die Parteiführung da mit einstimmt, und offen um Stimmen und Leute vom rechten Rand wirbt, dann kann man das schon als offizielle Linie betrachten."

Da du ja schon auf den verlinkten text im Artikel verweist, hast du ihn bestimmt auch gelesen. Protestwähler, welche die NPD wählen, sollen die AfD wählen... Im übrigen sind das auch die Kernaussagen der anderen. Wirklich schlimm ist diese Aussage nicht, vor allem wenn man bedenkt das Wahlkampf war. Wo siehst du hier bitte etwas verwerfliches?

"Seit wann ist die CDU keine rechte Partei?
Allerdings steht sie immernoch auf dem Boden des Grundgesetzes, was man von diversen Forderungen und Handlungen der AfD nicht uneingeschränkt behaupten kann."

Jetzt wird interessant. Fast alle Punkte der AfD findet man in den Parteiprogrammen der großen Parteien. Willst du behaupten, dass die Großen Grundgesetzkonform sind und die Kleinen mit den gleichen Forderungen nicht? Und welche Handlungen meinst du?

"Ich bezweifle, dass du in der Lage bist das beurteilen zu können."

Kann man anhand des Absatzes. Machst du im übrigen auch, also hör auf mit Steinen zu schmeißen, sonst geht dein Glashaus noch kaputt.

"Wo bleibt die Solidarität?
Aber wer nur an das eigene Wohlergehen denkt, hat es auch nicht verdient.
Der übliche Chauvinismus, wenn es darum geht, auch mal für das Gemeinwohl zu sorgen."

Du solltest dir mal langsam die Situation in den betroffenen Ländern vor Augen führen und dann wüsstest du was wirklich Solidarisch wäre. Glaubst du wirklich immer noch die Mrd von Euro helfen den Menschen dort? Für das Gemeinwohl wird nicht gesorgt, sondern für das Wohl der Banken, was ebenfalls schon mehrmals in Berichten und Interviews so gesagt wurde. Was hat das Volk vom Geld was nie beim Volk ankommt? Also komm mir nicht mit Gemeinwohl, denn das steht vor allem in der Wirtschaft ganz weit hinten an.

"Das ist weder souverän, noch sozial, sondern einfach nur dumm."

Das sagt wer, der kein Problem damit hat sein Geld in ein Fass ohne Boden zu werfen? Wer solche Aktionen nicht hinterfragt und brav ja und amen sagt, sollte sich überlegen was er als dumm bezeichnet...
 

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