von Thomas Müller
   

AfD auf Wahlkampftour in Sachsen-Anhalt

In dieser Woche luden der Landes- und Kreisverband der Magdeburger AfD zu einer Wahlkampfveranstaltung, um ihr rechtspopulistisches Gedankengut an die Frau und den Mann zu bringen. Anlässlich der am 25. Mai anstehenden Kommunal- und Europawahlen gab es Schützenhilfe von ganz oben – Bundessprecher Bernd Lucke äußerte sich „zur Zukunft Europas“.

AfD-Chef Bernd Lucke auf Wahlkampftour - hier in Rostock (Foto: Oliver Cruzcampo)

Wahlkampf der AfD nimmt Fahrt auf

Dass die heiße Phase im Vorfeld der Europa- und Kommunalwahlen nun endgültig begonnen hat, zeigt, dass bei der Veranstaltung nicht nur kommunale Größen, sondern auch Gründungsmitglied Bernd Lucke anwesend war. Am Veranstaltungsort halber 85, der mit dem Slogan „Die Halle für alle. Aber nicht für jeden Zweck“ wirbt, vertrat Galionsfigur Lucke die europaskeptischen und rechtspopulistischen Ansichten der Partei. Unter dem bürgerlichen Deckmantel versuchte der Bundesvorsitzende die nicht nur im Wahlkampfflyer abgedruckten Ressentiments gegen Flüchtlinge und die nationalistisch-marktradikale Verklärung der politischen Arbeit der Europäischen Union dem geneigten Zuhörer zu vermitteln.

Aktiver Widerstand in Magdeburg

Nach dem Kurzaufruf zum Protest formierte sich in der Domstadt an der Elbe schnell aktiver Widerstand gegen die Wahlkampfveranstaltung der AfD. Angeführt von Aktivisten der Linksjugend bildete sich in kurzer Zeit eine Gruppe von ungefähr 120 Gegendemonstranten. Diese begrüßten lautstark, aber friedlich sowohl Vorstandsmitglied Lucke als auch Mitglieder und Sympathisanten.

Begrüßung der NPD in Magdeburg

Während der Protestaktion gab es einige Redebeiträge, um auf die problematische Thematik und persuasive Agitation der Partei aufmerksam zu machen. Zusätzlich wurden Flyer an interessierte Bürger verteilt, welche die Positionen der AfD inhaltlich aufklären. Einige Bürgerinnen und Bürger entschieden sich deshalb sogar, der Veranstaltung fernzubleiben.

Die Gefahr erkennen und handeln, aber nicht dramatisieren

Zwar ist die AfD eine Partei der wirtschaftlichen Eliten, fischt durch ihre rechtspopulistische Haltung aber auch am rechten Rand nach Wählerstimmen. Dieses Zusammenspiel lässt ihre marginalisierten politischen Forderungen tragfähiger erscheinen, da sie ein breites Publikum ansprechen. Dennoch sollte nicht der Fehler begangen werden, sie mit der NPD und dem völkischen Nationalismus gleichzusetzen. Diesen dumpfen Ton schlägt die Partei nicht an. Und genau hierin besteht die Gefahr. Denn ihre politischen Forderungen wirken weniger radikal, was sie für viele Menschen akzeptabel, ja wählbar macht. Nur durch Aufklärung über das wahre Gesicht der Partei kann ein Rechtsruck in den Parlamenten verhindert werden.

Kommentare(50)

nur mal angemerkt Freitag, 16.Mai 2014, 11:07 Uhr:
Das widerwärtige Verhalten der linksgrünen gutmenschlichen sogenannten "Demokraten" ist ein Grund mehr, AfD zu wählen. siehe OZ heute Seite 1 und 4.
 
Balou Freitag, 16.Mai 2014, 23:00 Uhr:
@ nur mal wieder dazwischengebrabbelt:

Plumpe Parolen und hirnlose Wortschöpfungen...eigentlich bräuchtest du nur deinen namen hinzuschreiben, mehr Inhalt kommt danach ja nicht mehr. Aber irgendetwas muss man ja ins Textfeld eingeben, nicht wahr? Sonst funktioniert es nicht. Tut mir leid, dass du das immer wieder auf dich nehmen musst. Ist in deinem Fall ja auch wirklich nur überflüssige Formalität. Völlig sinnlos. Dass du das trotzdem immer wieder auf dich nimmst, zeugt aber von einer gewissen Konsequenz und Hingabe. Ich finde, dass man das auch durchaus mal lobend erwähnen kann. Oder was meint der Rest hier? Kommt schon, und alle:

For he´s a jolly good fellow
For he´s a jolly good fellow,
For he´s a jolly good fehelloooooooow,
And so say all of us!
 
Roichi Samstag, 17.Mai 2014, 00:05 Uhr:
@ nur mal mit dem Hammer gekämmt

Was war das jetzt für eine bierseelige Eruption nationaler Faulgase?
Wie wäre es denn mit einem Bezug zum Artikel?
Wäre mal etwas Neues bei dir.
 
Franz von Sickingen Samstag, 17.Mai 2014, 10:10 Uhr:
„Nur durch Aufklärung über das wahre Gesicht der Partei …“

Über das angeblich „wahre Gesicht“ der AfD schweigt sich der persuasiv agitierende Gesinnungsschreiber aus. Es werden einfach ein paar inhaltsleere Phrasen – „Rechtspopulistisch“ – in den Raum geworfen, aber eine inhaltliche Auseinandersetzung findet nicht statt, sondern die übliche Denunziation.
Der persuasiv agitierende Gesinnungsschreiber hätte ja auch folgenden Fragen nachgehen und die Antworten der AfD analysieren können:
Ist der Euro nun eine Friedenswährung oder spaltet er die Völker Europas?
Wer sind die Verursacher der Spaltung der europäischen Völker – die AfD oder die Altparteien in den jeweiligen Euro-Staaten?
Ist die Eurorettung alternativlos oder gibt es Alternativen die Einheitswährung aufgrund der sozialen Verwerfungen in den einzelnen Euro-Staaten zu modifizieren und den sozialen, wirtschaftlichen und finanziellen Möglichkeiten der Euromitgliedsstaaten anzupassen? Warum sollte ein Euro-Austritt tabu sein, wenn ein Austritt den sozialen Frieden wieder herstellen kann?
Kommt eine Einwanderung ohne feste Regeln aus oder kann es sinnvoll sein in einem demokratischen Diskus feste Regeln zu entwickeln?
Warum ist die AfD für das Recht auf Asyl und die Möglichkeit, dass der Asylsuchende eine Beschäftigung erhält? Wie stehen die anderen Parteien dazu?
Warum ist es so falsch deutsche Interessen zu definieren und diese auch zu artikulieren oder existieren die Nationalstaaten nicht mehr? Ende Teil 1
 
Franz von Sickingen Samstag, 17.Mai 2014, 10:15 Uhr:
Teil 2:

„... kann ein Rechtsruck in den Parlamenten verhindert werden.“

Verantwortlich für den von den Altparteien definierten Rechtsruck sind diese Parteien selbst. Sie sind Ursache einer an den Realitäten vorbeigehenden Politik – die Quittung erhalten sie jetzt bei den Europawahlen. Wer hat schon gern eine Entscheidung zwischen einem überführten Lügner (Junker) und einem schaumschlagenden Wichtigtuer (Schulz)?

Alles Weitere von den „Männern von Gestern“, die die europäische Idee ad absurdum führen und durch ihr Handeln desavouieren, findet man z. B. hier:

http://www.focus.de/finanzen/doenchkolumne/egomanen-ehrgeizlinge-europapolitiker-vvvv_id_3808295.html
 
Kurth Samstag, 17.Mai 2014, 16:52 Uhr:
@Franz

Das die AfD durchaus legitime Kritik an der Europolitik der EU betreibt ist etwas, dass nicht bestritten wird. Was kritisiert wird sind die Forderungen, die diese Partei daraus ableitet.

Der Euroaustritt klingt zwar so schön einfach, wird nur mehr schaden als nützen
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article106405150/Deutschlands-Euro-Austritt-verlockend-aber.html

Zudem werden immer wieder dieselben Ressentiments bedient (Rumänen), dann aber, was noch widerlicher ist ein humanes Feigenblatt vorgeschoben (die Leben hier im Elend und wir finanzieren das). Zudem muss man sich nur die Jugendorganisation ansehen, von der sich Bernd Lucke inzwischen selber distanziert: http://www.zeit.de/2014/20/bernd-lucke-afd-europawahl

Und der Partei Rechtspopulismus vorzuwerfen ist eben keine Worthülse, das sagt sogar ein ehemaliges Mitglied:
http://martinhaase.eu/austrittsschreiben-schreckt-afd-auf/948/

Auch sonst ist bei der Partei einiges entlarvend:
Man erinnere sich an die Friedmannsendung, die so einen Aufschrei brachte, weil Friedmann ein Zitat falsch (absichtlich oder nicht lasse ich dahingestellt) zugeordnet hat. Den eigentlichen Skandal empfinde ich jedoch, dass Bernd Lucke offenbar nicht sagen konnte, dass das Zitat nicht von Frau Storch stammen würde, sondern er rumlavierte, weil er seinen Parteimitgliedern solche Äußerungen zutraut.

@nur mal angemerkt
http://i.huffpost.com/gen/1725400/thumbs/n-X3_RECHTSPOPULISTENBULLSHITBINGO-large570.jpg
 
kritiker Sonntag, 18.Mai 2014, 00:19 Uhr:
Werter Herr Thomas Müller,
welche der im Parteiprogramm und im Wahlprogramm der AfD beschriebenen
Grundsätze und Ziele ist bitteschön "rechtspopulistisch" ?? Die AfD will
- die steigende Machtfülle der europäischen Institutionen bremsen,
- keine EU der geretteten Banken,
- eine EU der inneren Stabilität,
- ein Ende der sogenannten Eurorettungspolitik, diesem Faß ohne Boden,
- ein deutsches Veto gegen weitere Hilfskredite des ESM,
- daß die Goldbestände nicht als Pfand zurückgehalten werden,
- jedes Land für die Stabilität seines Bankensystems selbst verantwortlich ist
und es deshalb keine europäische Bankenunion geben darf,
- die Aufspaltung von Großbanken in kleinere Einheiten (wie in Schweden),
- die Eigenkapitalquote der Banken mindestens 25 % beträgt,
- Bonuszahlungen für Banker für 5 Jahre auf ein Sperrkonto kommen,
- die Politik des Zentralismus beendet wird und das Subsidiaritätsprinzip wieder
zur Geltung kommt,
- mehr direkte Demokratie und eine stärkere Beteiligung der Bürger an wichti-
gen Entscheidungen,
- ein wirksames Vetorecht der nationalen Parlamente gegen Gesetzentwürfe
der EU-Organe,
- ein Bürger-Veto (die EU soll dem Bürger dienen,nicht umgekehrt),
- die Beendigung des kostspieligen doppelten Parlamentssitzes in Brüssel
und Straßburg,
- eine Reduzierung der Anzahl der EU-Kommissare,
- eine Halbierung der Anzahl der EU-Beamten (z.Zt. 50000 !!!),
- eine Reduzierung der steuerlichen Vergünstigungen für EU-Beamte
 
kritiker Sonntag, 18.Mai 2014, 00:38 Uhr:
Teil II :
Die AfD will :
- eine deutliche Absenkung der Ausgaben des EU-Haushaltes,
- die gemeinsame Verfolgung europäischer Interessen und damit eine gemein-
same Außen- und Sicherheitspolitik der EU,
- keine europäische Armee und keinen europäischen Verteidigungsminister,
- die Wirtschaftspolitik als Aufgabe der einzelnen Nationalstaaten,
- die EU-Bestrebung, den Meisterbrief abzuschaffen, verhindern,
- das Freihandelsabkommen mit den USA verhindern,
- die Niederlassungsfreiheit und die Arbeitnehmerfreizügigkeit,
- die Abschiebung rechtskräftig verurteilter ausländischer EU-Bürger,
- keine Einwanderung in das deutsche Sozialsystem,
- Kindergeld und Sozialleistungen nur den in Deutschland lebenden Kindern
der Einwanderer zahlen,
- die Schlepper-Kriminalität wirksam bekämpfen,
- ein Einwanderungsrecht nach kanadischem Vorbild,
- die Verbesserung der Hilfe für Kriegsflüchtlinge,
- die Verkürzung der Entscheidungsdauer über Asylanträge,
- das Recht auf Arbeit für Asylbewerber gewährleisten,
- die nationale Kompetenz für alle Bereiche der Bildung,
- die Rückkehr zu bewährten Diplom-, Staatsexamensstudiengängen,
- ein "Gender Mainstreaming" ablehnen,
- die Priorität der Nationalstaaten bei der Energiepolitik,
- die Abschaffung des EEG,
- die Selbstbestimmung der Bürger über seine Daten,
- die Einstellung von anlasslosen Überwachungsmaßnahmen,
- die Beendigung des Transfers von Daten europäischer Bürger an die USA.
 
Bürger Sonntag, 18.Mai 2014, 00:38 Uhr:
@ Roichi

Wo war in ihrem Kommentar eigentlich der Bezug zum Artikel versteckt?
 
Roichi Sonntag, 18.Mai 2014, 12:12 Uhr:
@ Franz

Wie haben wir dich doch vermisst. Pseudointellektuelles Geschwurbel mit dem gleichen Inhalt, wie beim Angemerkten.

Die von dir geforderte inhaltliche Auseinandersetzung fand bereits statt.
Sie ist dir nur entgangen. Oder du hast sie ignoriert.
So wie du es auch mit diesem Artikel machst.
Hauptsache für dich, du kannst mal eben irgendwelche Behauptungen unterbringen und vom Thema ablenken.
Mehr willst du doch gar nicht.
Ein Beispiel:
"Ist der Euro nun eine Friedenswährung oder spaltet er die Völker Europas? "
Diese Frage funktioniert nur in deiner "nationalen Realität". Außerhalb davon stellt sich diese Frage überhaupt nicht.
Der Euro war nie als "Friedenswährung" gedacht.
Du gehst also mal wieder von völlig sinnfreien Annahmen aus, um deine Ideologie zu transportieren, indem du unterstellst, der Euro würde Zwietracht säen.
Dabei hat der Euro damit gar nichts zu tun.
Vielmehr sind es Leute wie du, die Eine Spaltung Europas befördern.

Ende Teil 1
 
Roichi Sonntag, 18.Mai 2014, 12:12 Uhr:
Teil 2

Und weiter geht es mit dem nächsten Beispiel:
"Wer sind die Verursacher der Spaltung der europäischen Völker – die AfD oder die Altparteien in den jeweiligen Euro-Staaten? "
Hier unterstellst du mal eben den etablierten Parteien ein Zeil, das diese nicht haben. Und natürlich ist die AfD fein raus, sie existiert ja gerade mal so eben einige Jahre, ohen jemals irgendwelche verantwortung übernommen zu haben.
Man könnte fast eine raffinierte Absicht vermuten, wenn du nicht so plump agieren würdest.
Und so geht es dann weiter in deinen Kommentaren.
Du versuchst die AfD als Retterin der Unterdrückten und überhaupt aller darzustellen, gehst dabei aber von Annahmen aus, die allein ideologisch begründet sind.
Deine Werbung funktioniert vielleicht beim üblichen rechten Klientel, aber nicht, bei Leuten, die einen Schritt weiter denken können.
Und dann berufst du dich auf den Focus bzw. eine Kolumne dort, um den Anschein von Seriösität zu entwickeln.
Nur, weil der Autor deine verquere Weltsicht teilt.
Dabei kannst du dir alle deine Pseudofragen mittels Wikipedia selbst beantworten. Und auch die Focus-Polemik lässt sich schon allein damit widerlegen.
Aber das willst du ja nicht. Inhaltliche Auseinandersetzung ist nicht erwünscht, du willst nur deine Parolen anbringen.

Ende Kommentar
 
Roichi Sonntag, 18.Mai 2014, 12:13 Uhr:
@ Kritiker

Wie schön, dass du dem Franz beispringst.
Wie schade, dass auch du nicht über die Parolen hinauskommst.
Auch du gehst von unbegründeten Annahmen aus, um zu deinen Aussagen zu kommen. Wie die AfD auch.
Aber damit du das selbst mal erkennst: Begründe doch einfach mal die Forderungen im Detail. Wie sollen sie umgesetzt werden, auf welcher Grundlage basieren sie, was sind die Konsequenzen, etc.? Bitte auch gerne mittels zahlen und Fakten, nicht nur Vermutungen und Ideologie.


@ Bürger

Ich bezog mich auf den Angemerkten.
Daher richtete ich meinen Kommentar auch an ihn.
Lesen hilft.
Dieser Teil des Kommentars bezieht sich auf deinen Kommentar, daher steht darüber "@ Bürger"
 
Franz von Sickingen Sonntag, 18.Mai 2014, 15:51 Uhr:
Lieber Kurth,
Sie schreiben:
„Der Euroaustritt klingt zwar so schön einfach, wird nur mehr schaden als nützen…“
Es geht hier nicht um den ästhetischen Begriff des Schönen oder einen simplen Schönheitswettbewerb, sondern um Alternativen zu einer fehlkonstruierten Währung, die allen Beteiligten schadet - auch Deutschland.
Ihnen ist die Lateinische Münzunion ein Begriff?
„Es ist schwierig, zu verstehen, warum der Beitritt Griechenlands zur Lateinischen Münzunion von diesem Körper gewünscht oder erlaubt wurde (…) Vor einem Schuldenberg stehend, kämpfte Griechenland auch dafür, den Fluss von umwandelbaren Papieren aufrechtzuerhalten. Territorial war es nicht ein gewünschter Nachbar zur Union, und seine kommerzielle wie finanzielle Bedeutung war klein.“
Diese Aussagen stammen von einem US-Ökonomen aus dem Jahre 1901. An dem Zustand Griechenlands hat sich bis in die Gegenwart hinein nichts geändert.
Die Lateinische Währungsunion existierte übrigens 60 Jahre. Die Argumente, jene damalige Fehlkonstruktion nicht vorzeitig aufzulösen, ähneln fatal an die Argumente der heutigen Euro-Befürworter.
Aber auch Portugal, Spanien sind Volkswirtschaften, die eine Einheitswährung nicht verkraften. Den sozialen und wirtschaftlichen Verwerfungen, die durch die Einheitswährung beispielsweise in Portugal entstanden sind, widmet sich die heutige Spiegel-Online Ausgabe:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/portugal-soziale-krise-nach-ausstieg-aus-rettungsschirm-a-970029.html
 
Franz von Sickingen Sonntag, 18.Mai 2014, 15:57 Uhr:
Teil 2:
Wollen Sie also ein Europa, wie es sich in Portugal abzeichnet. Ohne Euro ginge es den Menschen dort wesentlich besser.

„Zudem werden immer wieder dieselben Ressentiments bedient (Rumänien) …“
Können sie das konkretisieren oder meinen Sie mit dieser Aussage vielleicht die Ressentiments schürenden SPD-Mitglieder Buschkowsky oder Sarrazin? Was meinen Sie überhaupt mit Ressentiments?

„Und der Partei Rechtspopulismus vorzuwerfen ist eben keine Worthülse …“
Für persuasive agitierende Linke sicher nicht, wissen sie doch, dass der Begriff negativ konnotiert ist. Und wer die Begriffe beherrscht, beherrscht auch das Denken und die gesellschaftlichen Diskurse.
„Man erinnere sich an die Friedmannsendung, …“ Ja, ich erinnere mich, und von einigen hörte ich, dass sie Lucke mehr Mut zugetraut hätten und Friedman gern zurückgefragt hätten, wie viel Koks man hätte zu sich nehmen müssen, um in dieser nicht von Frau Storch getätigten Aussage Rassismus zu entdecken. Leider ist Lucke kein Gysi – also kein „Populist“. Friedman als moralische Instanz ist schon recht bizarr, na ja, sie wissen schon.
Aber wie würden Sie denn Rassismus definieren? Anhand Ihrer Definition können wir ja die rassistische Aussage entlarven. Ich bin auf Ihre Definition gespannt.
 
Franz von Sickingen Sonntag, 18.Mai 2014, 16:16 Uhr:
@ Kritiker,

das Programm der AfD für die Europawahl ist tatsächlich ein Programm des gesunden Menschenverstandes.
Aber die meisten werden es nicht lesen, und insofern werden die diffamierenden Anfeindungen verfangen.
12 Millionen Deutsche schauen sich lieber ein Fußballspiel der Multimillionäre von Real Madrid und Bayern München an, als zu gleichen Zeit einen Beitrag von Report-Mainz, der über die Machenschaften des SPD-Spitzenkandidaten Martin Schulz aufklärt.
 
Franz von Sickingen Sonntag, 18.Mai 2014, 21:40 Uhr:
Lieber Roichi,

kein geringerer als der ehemalige Außenminister Westerwelle antwortete auf die Frage der WiWo, ob denn sicher sei, dass die Euro-Rettung gelinge:
„Ja, das bin ich. Der Euro ist eine Friedenswährung …“ (http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Infoservice/Presse/Interviews/2010/101213-BM-WiWo.html)
Und von wem stammt noch der selten dämliche Satz: Scheitert der Euro, dann scheitert Europa?
„Hier unterstellst du mal eben den etablierten Parteien ein Zeil …“ Hier muss überhaupt nichts unterstellt werden, die Realität holt die verkrusteten und wirklichkeitsfernen Altparteien, die für den jetzigen Zustand in Europa verantwortlich sind, ein.
„Und dann berufst du dich auf den Focus bzw. eine Kolumne dort, ….“
Report Mainz, Henryk M. Broder etc. pp.
 
kritiker Sonntag, 18.Mai 2014, 23:29 Uhr:
@ roichi
Meine Frage an Herrn Müller nun auch an Sie (den Allwissenden) :
welche der Grundsätze und Ziele der AfD sind "rechtspopulistisch" ?
Wenn Sie wirklich flache , z.T. primitive populistische Parolen lesen wollen, dann
brauchen Sie Sich nur die massenhaften Wahlplakate der etablierten Parteien
anschauen. Soviel Unsinn und primitive nichtssagende Parolen auf einen
Haufen, wirklich schlimm.
Die Forderungen der AfD muß ich nicht im Detail begründen (und auf Ihre
oberlehrerhafte Anforderung hin schon garnicht) ; das tägliche Leben und die
Politik der gegenwärtigen Machthaber in Deutschland sind die Grundlage und
Ursache für diese Forderungen. Zahlen und Fakten dazu gibt es genug - um
mit Ihrem Standardsatz zu antworten: "Lesen hilft". Die Grundsätze und Ziele
der AfD haben mit Vermutungen und Ideologie nichts zu tun, sondern basieren
auf gesundem Menschenverstand. Dieser scheint vielen Vertretern der eta-
blierten Parteien und ihren devoten Anhängern abhanden gekommen zu sein.
Und noch eins: Franz von Sickingen hat es nicht nötig, daß ihm ein anderer
Kommentator "beispringt".
 
Soldat Sonntag, 18.Mai 2014, 23:29 Uhr:
@Roichi
"Du gehst also mal wieder von völlig sinnfreien Annahmen aus, um deine Ideologie zu transportieren, indem du unterstellst, der Euro würde Zwietracht säen.
Dabei hat der Euro damit gar nichts zu tun.
Vielmehr sind es Leute wie du, die Eine Spaltung Europas befördern."

Ich glaube, da hast du jemanden falsch verstanden. Der Euro säht keine Zwietracht, aber er schafft Ungleichheiten. Länder mit schwächerer Wirtschaft sind dank des Euros nicht mehr in der Lage ihre Währung abzuwerten, was heißt, dass Firmen bei steigenden Kosten (Löhne etc) mit nur bedingt mehr Umsatz gezwungen sind Leute zu entlassen oder keine neuen mehr einzustellen. Vor der Krise war das ja nicht so schlimm, jetzt bremst genau dieser Effekt jedoch ein nachhaltiges Wachstum und die dringend benötigte Erholungsphase der Wirtschaft aus. Und es ist die "alternativlose" Europolitik Deutschlands, welche diesen Effekt noch weiter stärkt. Sparpakete machen nur im gewissen Maße Sinn, nämlich dann, wenn man unnötige Kosten einsparen kann. Nicht aber, wenn man dadurch die eigene Wirtschaft weiter schwächt. Merkels Politik sorgt dafür, dass aus dem Ende mit Schrecken ein Schrecken ohne Ende wird. Von daher hat zumindest die wirtschaftliche Position der AfD durchaus ihre Berechtigung.
 
Bürger Montag, 19.Mai 2014, 00:47 Uhr:
@ Roichi

"Ich bezog mich auf den Angemerkten.
Daher richtete ich meinen Kommentar auch an ihn.
Lesen hilft.
Dieser Teil des Kommentars bezieht sich auf deinen Kommentar, daher steht darüber "@ Bürger" "

Und warum werfen Sie den "Angemerkten" vor, er würde sich in seinem Kommentar nicht auf den Artikel beziehen, wenn Sie sich selbst nicht auf den Artikel beziehen?
 
Dumbo Montag, 19.Mai 2014, 10:48 Uhr:
@roichi

Außer deinem ad personam-Verbalmüll, kann ich in deinen EInlassungen zu den Beiträgen von "FvS" oder "kritiker" keinerlei Substanz erkennen. Naja, das kennt man halt von dir, wenn man desöfteren hier vorbeischaut. Ganz großes Kino.

"Und natürlich ist die AfD fein raus, sie existiert ja gerade mal so eben einige Jahre, ohen jemals irgendwelche verantwortung übernommen zu haben."

Hey! Die erste inhaltliche These und dann ist diese auch noch falsch. :D

Die AfD existiert nicht schon seit einigen Jahren, sondern ganz genau seit 13 Monaten. Nun ja, mit Zahlen und Fakten hast du es eben nicht so, was du mit dieser unqualifizierten Aussage auch erneut belegt hast.
 
Kurth Montag, 19.Mai 2014, 11:08 Uhr:
@ Franz:

Hätten Sie meinen Beitrag verstanden, dann würden sie mir bestimmte Fragen nicht stellen, da ich mich dazu bereits äußerte.

„Es geht hier nicht um den ästhetischen Begriff des Schönen oder einen simplen Schönheitswettbewerb, sondern um Alternativen zu einer fehlkonstruierten Währung, die allen Beteiligten schadet - auch Deutschland. “

Richtig, die Konstruktionsfehler bestreitet auch niemand. Aber welche Alternativen gewählt werden ist die Frage. Und wie aus dem Artikel von welt.de deutlich wird, zu dem man nicht mal Basiswissen in Sachen VWL benötigt um ihn zu verstehen ist der Austritt eben keine Alternative für ein Land, dass vom Export lebt, der durch den Euro nur profitiert hat. Das sind Tatsachen, die sie akzeptieren können oder nicht.

„Ihnen ist die Lateinische Münzunion ein Begriff?“
Ja! Die Aussage von US Ökonomen wird auch nicht bestritten, Griechenland beitreten zu lassen war auch keine gute Idee, ändert aber nichts daran, dass dieses Land nun Mitglied ist. Beschäftigen Sie sich doch mal mit den Folgen eines Griechenland, Spanien, Portugal Austritt aus der Währung: Die Schulden bleiben in Euro erhalten, gleichzeitig wertet man selber ab, was eine Abwärtsspirale in Gang bringt, Invoestoren verunsichert die alles noch schlimmer macht. Nein: Es geht nicht um den ästhetischen Begriff des schönen, sondern darum was das kleinste Übel ist. Was Sie wollen - ob aus Unkenntnis oder Böswilligkeit - wollen das nicht.
 
Kurth Montag, 19.Mai 2014, 11:12 Uhr:
´Noch ein Beispiel: Durch die Eurokrise bekommt Deutschland anleihen zum Nulltarif, Pensionsgelder sind in Südländern in Millionenhöhe angelegt – ein raus aus dem Euro reißt nicht nur die Südländer in den Abgrund, sondern auch dieses Land.

„Können sie das konkretisieren“
„Dann bilden sie [ausländische Langzeitarbeitslose] eine Art sozialen Bodensatz – einen Bodensatz, der lebenslang in unseren Sozialsystemen verharrt.“ AfD-Chef Bernd Lucke im September 2013
Vergleichen Sie dies mit den Forschungsergebnissen von Oliver Deckers Studie „die Mitte im Umbruch“ dann werden Sie schon verstehen, was ich meine. Die Ergebnisse sind Online verfügbar. Aber alles, was in der Studie als Kriterium für rechte Ideologie betrachtet wird ist wahrscheinlich für Sie unter der Kategorie „gesunder Menschenverstand“ und „das wird man ja wohl noch sagen dürfen“. Übrigens: Wer zum Zweck der Arbeitsuche nach Deutschland kommt, hat keinen Anspruch auf Hartz IV, erst wenn er berufstätig ist.

„um in dieser nicht von Frau Storch getätigten Aussage Rassismus zu entdecken“
Tja, was daran nicht rassistisch ist konnte Herr Lucke nicht beantworten, als er gefragt wurde. Und zugetraut hat er es seiner Kandidatin offenbar. Man muss Friedmann auch nicht mögen, aber hier hat er dafür gesorgt, dass man einen tiefen Einblick in diese Partei bekommen konnte.
Aber wenn sie da keinen Rassismus entdecken – erklären Sie mir mal was daran nicht rassistisch ist.
 
Franz von Sickingen Montag, 19.Mai 2014, 16:41 Uhr:
Lieber Kurth,

oh, ich habe Sie schon verstanden: Sie weichen den Fragen aus.

„Und wie aus dem Artikel von welt.de deutlich wird […] ist der Austritt eben keine Alternative für ein Land, dass vom Export lebt, …“
Das meinen Sie doch nicht ernsthaft? Ihnen ist nicht bekannt, dass Deutschland zur D-Mark Zeiten Exportweltmeister war, dass es zur D-Mark-Zeiten Aufwertungen gab?

„… der durch den Euro nur profitiert hat. Das sind Tatsachen, die sie akzeptieren können oder nicht.“
Auch wieder konkret: Wer genau hat profitiert - die internationalen Konzerne oder etwa die Arbeitnehmer? Wie hoch waren noch die realen Lohnzuwächse in Deutschland in den letzten 10 Jahren?
„Die Schulden bleiben in Euro erhalten, gleichzeitig wertet man selber ab, was eine Abwärtsspirale in Gang bringt, Invoestoren verunsichert die alles noch schlimmer macht.“
Die Abwärtsspirale ist schon in Gang gesetzt worden: ein Schrecken ohne Ende durch das sklavische Festhalten am Euro. Und je länger dieser Zustand andauert, umso schlimmer wird es.
Für ein Schrecken mit Ende und zur Rückkehr zur D-Mark plädiert der Chef des Wissenschaftlichen Beirats beim Finanzministerium Kai Konrad:

http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2013/08/54095/comment-page-1/

Ende Teil 1
 
Franz von Sickingen Montag, 19.Mai 2014, 16:49 Uhr:
Teil 2:
„Dann bilden sie [ausländische Langzeitarbeitslose] eine Art sozialen Bodensatz – einen Bodensatz, der lebenslang in unseren Sozialsystemen verharrt.“

Die SPD – und deren Stichwortgeber Ebert-Stiftung – benennt solche Tatsachen mit dem Fremdwort Prekariat, meint aber das Gleiche wie Lucke. Vielleicht hätte Lucke sich des wohlklingenden Fremdworts Prekarisierung bedienen sollen.

„Aber wenn sie da keinen Rassismus entdecken – erklären Sie mir mal was daran nicht rassistisch ist.“
Warum fällt es Ihnen schwer, zu definieren, was Sie unter Rassismus verstehen?

Zum Verständnis, um diese Aussage geht es:
„Multikulti hat die Aufgabe die Völker zu homogenisieren und damit religiös und kulturell auszulöschen.“
Ist Multikulti also eine Form des Rassismus, weil er dazu führt, den Eigenwert und die Vielfalt der Völker in Frage zu stellen? Führt Multikulti zur Diskriminierung, zur Herabsetzung von Menschen, Völkern und Kulturen? Sind Anhänger des Multikulturalismus also Rassisten?
 
Roichi Montag, 19.Mai 2014, 17:47 Uhr:
@ Franz

Da Kurth ja schon serh viel geschrieben hat, beschränke ich mich mal.

Ob Westerwelle etwas gesagt hat, ist irrelevant.
Übrigens war der erst Außenminister, als der Euro schon länst eingeführt war.
Wie soll das deine Behauptung belegen, dieser sei eine Friedenswährung? Dazu müsste er ja so angelegt worden sein.
So beschreibt Westerwelle gerade einmal einen beobachteten Effekt. Zu der zeit, mit seiner Perspektive.
Daraus lässt sich aber nicht deine implizite Aussage ableiten.

"Und von wem stammt noch der selten dämliche Satz: Scheitert der Euro, dann scheitert Europa?"

Interessiert das irgendwen?
Nicht wirklich. Denn auch hier gehst du nicht auf die Kritik an deinen Behauptungen ein.
Mit der gleichen Art kann ich auch sagen, dass die AfD Rechtsextrem sei. Dazu muss ich mir nur ein passendes Zitat besorgen. Sollte ja nicht schwer sein.
Merkste was?

"Hier muss überhaupt nichts unterstellt werden, die Realität holt die verkrusteten und wirklichkeitsfernen Altparteien, die für den jetzigen Zustand in Europa verantwortlich sind, ein. "

Jetzt hast du deine Unterstellung einfach wiederholt. Wunderbar, und was soll das jetzt begründen?

Und der Herr Broder soll jetzt dein Kronzeuge sein.
Nur hast du diesen nicht angeführt. Auch Report Mainz nicht. Wobei fraglich ist, was du damit belegen willst.
Also begründest du noch deine Behauptungen, oder bleibst du bei Namedropping und Wiederholungen?
 
Roichi Montag, 19.Mai 2014, 17:49 Uhr:
@ Kritiker

Dir reicht also das "gestörte Volksempfinden" der üblichen Stammtischbewohner, um nicht nur Schlussfolgerungen, sondern gleich auch noch Gesetze ableiten zu wollen.
Weiter kommst du auch diesmal leider nicht in deiner "Argumentation".
Warum fordere ich dich denn auf mal mit Zahlen und Fakten um die Ecke zu kommen? Damit ihr Rechten eben mehr als das "gestörte Volksempfinden" vorweisen könnt.
Offensichtlich ist das nicht möglich. Schon schade, aber nicht zu ändern.
Also, wenn du schon behauptest: "Zahlen und Fakten dazu gibt es genug"
Dann wirst du doch wenigstens in der Lage sein, diese auch zu verlinken, oder sontwie deine Quellen anzugeben.
Dann kann man sich damit auch mal auseinandersetzen.
Nicht, dass das nicht schon passiert wäre, aber gerne wieder.
So bleibt es bei Behauptungen ohne realen Bezug.
"Gestörtes Volksempfinden" eben. Oder wie du es ausdrücken würdest: "flache , z.T. primitive populistische Parolen"

Damit du aber nicht ganz in der Luft hängst, du hattest mich ja etwas gefragt:
"welche der Grundsätze und Ziele der AfD sind "rechtspopulistisch" ?"

Zunächst einmal sind die Anführungszeichen sinnlos. Aber das weißt du selbst.
Fangen wir also mit einigen Beispielen an. Quelle ist das Europawahlprogramm.

Ende Teil 1
 
Roichi Montag, 19.Mai 2014, 17:50 Uhr:
Teil 2

Es geht schon in der Präambel los:
"Einen europäischen Bundesstaat nach dem Vorbild der Vereinigten Staaten von Amerika lehnt die AfD ab, da es keine europäische Nation und kein europäisches Staatsvolk gibt."

Da guckt doch der Nationalismus raus, ohne diesen auch nur verstanden zu haben.
Deutschland ist auch aus diversen Staaten entstanden. Warum soll das bei der EU nicht möglich sein?
Achso, Nationen sind ja für ewig und so.

"Die Alternative für Deutschland (AfD) bekennt sich uneingeschränkt zu einer Europäischen Union, die der Aufklärung sowie dem Streben der Völker nach Menschenrechten und Demokratie gerecht wird und die die Wertegrundlagen des christlich-abendländischen Kulturkreises dauerhaft erhält"

Was ist denn mit der Religionsfreiheit?
Und wie kommt die AfD auf einen "christlich-abendländischen Kulturkreis"?
Auch eine gerne in rechten Kreisen bemühte Floskel für "Muslime raus."
Historisch ist auch das nicht begründbar. Und zudem nicht mit den Menschenrechten vereinbar.
Wir wollen ja schließlich keinen Gottesstaat.
Ich überspringe mal den Rest der Präambel.

Ende Teil 2
 
Roichi Montag, 19.Mai 2014, 17:50 Uhr:
Teil 3


Schön populistisch ist auch das hier (Seite 10):
"Die AfD fordert ein Vetorecht der Nettozahler, um weitere Entscheidungen gegen den Willen belasteter Staaten auszuschließen."

Das gute alte Märchen.
Kein Wort von den Maßnahmen, die direkt, oder indirekt dafür sorgen, dass Deutschland so gut dasteht.
Und natürlich wird die Forderung von oben, Deutschland solle sich nicht in die Politik anderer Länder einmischen gleich mal ad absurdum geführt.
Ist doch Wurscht, was die anderen sagen, oder brauchen. Die AfD ist King und der REst hat zu gehorchen oder sieht kein Geld mehr.

"Europa hat geografische, kulturelle und historische Grenzen, die von der EU nicht missachtet werden dürfen. Aus diesen Gründen lehnt die AfD die Aufnahme der Türkei in die europäische Union ab." (Seite 11)

Das hatten wir oben schon. Man bleibt sich in seinem Rassismus treu.
Menschenrechte gelten nur für "christlich-abendländische Kulturen", auch wenn man nicht so genau weiß, was das sein soll.

Und hier wird es dann wirklich interessant (Seite 15f):

"Leistungslose Einkommen dürfen weder Anreize zu verstärkter Zuwanderung setzen noch die Suche nach bezahlter Arbeit unattraktiv machen."

Tja, da hat einer mal wieder das Schreckgespenst der "Sozialtouristen" aus Rumänien gemalt.
Nur gibt es dafür keine Belege. Eher das Gegenteil ist der Fall.
Aber immerhin hat man wen, auf dem man rumhacken kann.

Ende Teil 3
 
Roichi Montag, 19.Mai 2014, 17:51 Uhr:
Teil 4


"Eine Einwanderung in deutsche Sozialsysteme lehnt die AfD strikt ab."

Nun, dann hat sie mal wieder eine Forderung aufgestllt, die schon längst erfüllt ist.
Populismus auf dem Rücken von Ausländern.

"Wenn Zuwanderer in Deutschland keine ausreichenden Mittel aus Erwerbseinkommen, Vermögen, Unterhalt oder Sozialleistungen zur Verfügung haben, müssen sie in ihre Heimat zurückkehren."

Ach scheiß doch auf die Menschenrechte. Wen interessiert denn das blöde bedruckte Papier. Wir schmeißen einfach alle raus, die nicht genug gezahlt haben.

"Die AfD lehnt ein "Gender Mainstreaming“, das auf eine Aufhebung der Geschlechteridentitäten zielt, ab."

Man muss das auch nicht verstehen, um dagegen zu sein. Hauptsache, man kann von "Identität" und "Anerkennung" reden.
Übrigens auch eine übliche rechte Forderung.
Versteht ja auch keiner dort.

Einen Knaller noch, dann soll es mit Beispielen ausreichen:
"Mut zur Wahrheit in Europa" (Seite 23)

Wer eben nur Parolen hat, muss sagen, dass er Mtuig ist, eine Wahrheit zu verkünden.
Wer dagegen Fakten hat, kann diese für sich sprechen lassen.

Kurth hat sich ja auch ausführlich geäußert. Ich verweise mal auch dorthin.
Und jetzt noch mal der Verweis an den Anfang und zu meiner Aufforderung an dich von oben.
Nicht, dass du jetzt plötzlich das Thema aus den Augen verlierst.
Es werden Zahlen und Fakten für die von dir aufgestellten und von der AfD kopierten Behauptungen gefordert.

Ende Kommentar
 
Roichi Montag, 19.Mai 2014, 17:51 Uhr:
@ Soldat

Dass Merkels Politik Blödsinn ist, bestreite ich nicht.
Dennoch bleibe ich dabei, dass es nicht der Euro ist, sondern diverse nationale Befindelichkeiten und Ressentiments, die ein Problem darstellen.
Gysi hatte das mal im Bundestag schön zusammen gefasst, als er sagte, das bereits eine Schuldenunion bestünde, einfach durch den gemeinsamen Wirtschafts- und Währungsraum. Sich dem zu widersetzen erzeugt dann solchen Blödsinn.



@ Dumbo

"kann ich in deinen EInlassungen zu den Beiträgen von "FvS" oder "kritiker" keinerlei Substanz erkennen."

Das hätte mich jetzt auch gewundert.
Lies doch nochmal nach, vielleicht entgeht dir dann nicht der Inhalt.
Dann musst du dich auch nicht an Fehlern wie den 13 Monaten Parteigeschichte aufhängen.
Soll vorkommen, macht inhaltlich aber keinen Unterschied, nichtmal im zitierten Satz.
Dennoch danke für die Korrektur.
 
Kurth Montag, 19.Mai 2014, 21:57 Uhr:
Franz, Leute wie du sind echt anstrengend, aber versuche es noch einmal. Danach kannst du das letzte Wort haben und dich als Sieger fühlen.

Ich wüsste zwar nicht, wo ich ausgewichen bin, aber du das so lesen willst: Bitte!

„Das meinen Sie doch nicht ernsthaft? Ihnen ist nicht bekannt, dass Deutschland zur D-Mark Zeiten Exportweltmeister war, dass es zur D-Mark-Zeiten Aufwertungen gab?“

Und mit Sicherheit wird es wieder genau so werden: Einfach die Uhr zurück drehen – fertig!
Gute Idee!


„Auch wieder konkret: Wer genau hat profitiert - die internationalen Konzerne oder etwa die Arbeitnehmer?“

Also ich habe versucht aus einer volkswirtschaftlichen Perspektive zu argumentieren, weswegen die Beantwortung dieser Fragen eigentlich obsolet ist. Immerhin behauptet die AfD VWL so gut zu beherrschen. In der Tat mögen die Arbeitnehmer nicht derart profitiert haben, aber in Deutschland ist es vor Lohnrunden ja auch üblich, dass die Wirtschaftsprognosen düsterer werden – nunja anderes Thema! Aber wie war das z.B. mit den neuen Schulden, die Deutschland zum Nulltarif aufnehmen konnte?
 
Kurth Montag, 19.Mai 2014, 21:58 Uhr:
„Die Abwärtsspirale ist schon in Gang gesetzt worden.“

Falsch! Die Rettungsmaßnahmen zeigen Wirkung: Spanien, Irland, Portugal haben den Rettungsschirm verlassen. Die Tatsache, dass die Menschen dort bluten mussten finde ich durchaus widerlich.
Ich verstehe jedoch nicht, wie Sie dann eine Partei abfeiern können, die von einem Wirtschaftsideologen angeführt wird, der zudem extrem Neoliberale Thesen vertritt erscheint mir höchst schizophren, zumal die Rettungspolitik selber einer neoliberalen Logik folgt.

„Die SPD – und deren Stichwortgeber Ebert-Stiftung – benennt solche Tatsachen mit dem Fremdwort Prekariat, meint aber das Gleiche wie Lucke. Vielleicht hätte Lucke sich des wohlklingenden Fremdworts Prekarisierung bedienen sollen.“

Wieder falsch: Die SPD nutzt dieses Wort allgemein für Menschen in sozial schwachen Milieus, nicht explizit für Zuwanderer in sozial schwachen Mileus, ach ja der Lucke wurde da ja nur falsch zitiert – bestimmt!

„Warum fällt es Ihnen schwer, zu definieren, was Sie unter Rassismus verstehen? “
Rassismus bedeutet Menschen aufgrund ihrer Ethnie als unterschiedlich wertig – in der lightvariante als anders artig anzusehen. Diese Lightvariante zeigt sich dann auch in Konzepten wie Ethnopluralismus oder dem neurechten Sprech von „kultureller Vielfalt“, meint aber dasselbe.

Zum Multikulturalismus sage ich nichts. Solche verqueren Thesen kenne ich hier sonst von Björn.
 
Kabal Montag, 19.Mai 2014, 22:01 Uhr:
"Zwar ist die AfD eine Partei der wirtschaftlichen Eliten, fischt durch ihre rechtspopulistische Haltung aber auch am rechten Rand nach Wählerstimmen. Dieses Zusammenspiel lässt ihre marginalisierten politischen Forderungen tragfähiger erscheinen, da sie ein breites Publikum ansprechen. [...] Nur durch Aufklärung über das wahre Gesicht der Partei kann ein Rechtsruck in den Parlamenten verhindert werden."

Das fühlt sich immer besonders klebrig an: Es reicht nicht, dass der referierende Teil des Beitrags vor Tendenzvokabular trieft ("Gedankengut", "rechtspopulistisch", "nationalistisch-marktradikale Verklärung" (!)*), nein, am Ende gibt es dann noch einen besonders zonig-antifantilen Absatz, indem auch dem letzten Mitläufer erklärt wird, wie er das zuvor gelesene in sein Weltbild einzubauen hat. Weiß der Herr Brodkorb eigentlich, was für eine geistige Tiefstapelei hier inzwischen betrieben wird?

Die mindestens 5% für die AfD bei der Europa-Wahl wird es aber auch nicht mehr verhindern, den Einzug in ostdeutsche Landtage vermutlich ebenso wenig. Und das ist auch gut so - für Deutschland und die Menschen die hier leben.

* "persuasiv" kannte ich ünbrigens noch gar nicht. Sagt man das in Soziologie-Erstsemester-Seminaren jetzt so?
 
Franz von Sickingen Dienstag, 20.Mai 2014, 15:05 Uhr:
Lieber Kurth,

Ihre Definition von Rassismus lautet doch tatsächlich:
„Rassismus bedeutet Menschen aufgrund ihrer Ethnie als unterschiedlich wertig – in der lightvariante als anders artig anzusehen.“

Ich muss leider feststellen, dass die von Ihnen vorgenommene Begriffsdefinition von Rassismus auf die von Frau Storch nie getätigte Aussage nicht zutrifft. Der Satz: „Multikulti hat die Aufgabe die Völker zu homogenisieren und damit religiös und kulturell auszulöschen.“, lässt eine von Ihnen unterstellte rassistische Implikation nicht zu: Denn weder Menschen noch Ethnien werden in der inkriminierten Aussage „unterschiedlich wertig“ oder „andersartig“ betrachtet.
Würden Sie sich für das Selbstbestimmungsrecht der Aborigines oder der Indianer und den Erhalt ihrer Kultur einsetzen oder ist das schon zu viel Ethnopluralismus?
 
Franz von Sickingen Dienstag, 20.Mai 2014, 15:09 Uhr:
Teil 2
Zu ihren volkswirtschaftlichen Träumereien bezüglich des erfolgreichen Verlassens des Rettungsschirms lesen Sie bitte noch einmal den oben von mir verlinkten Spiegel-Artikel über die Situation in Portugal.
Dann stellen Sie sich die Frage, ob es das wert war, denn, „dass die Menschen dort bluten mussten“, stimmt nicht, sie bluten immer noch und zwar für eine sogenannte „Friedenswährung“!
Vielleicht sollten Sie sich auch einmal darüber Gedanken machen, welche sinnvolle Bedeutung Wechselkurse für Länder wie Portugal, Spanien oder Griechenland haben könnten oder in der Vergangenheit hatten.
Der Euro ist eine Fehlkonstruktion, er spaltet die Völker Europas. Zu dieser Erkenntnis ist der eher neoliberalen Ideen verpflichtete Henkel gekommen. Ich muss dessen neoliberale Ansichten nicht teilen (Meinungsvielfalt), in Bezug auf den Euro hat er aber Recht.
 
Roichi Dienstag, 20.Mai 2014, 18:00 Uhr:
@ Kabal

Mehr als eine polemik gegen dir sprachlich nicht passende Passagen hast du nicht zu bieten?
Wie wäre es denn mal mit inhaltlicher Auseinandersetzung. Daran sind Franz und Otho ja schon gescheitert. Vielleicht gelingt es dir.
Stattdessen auch von dir nur die oben schon gehörten Parolen.

"* "persuasiv" kannte ich ünbrigens noch gar nicht. Sagt man das in Soziologie-Erstsemester-Seminaren jetzt so? "

Dann bemühe ein Wörterbuch.
Oder alternativ google.
 
Roichi Dienstag, 20.Mai 2014, 18:01 Uhr:
@ Franz

"Der Satz: „Multikulti hat die Aufgabe die Völker zu homogenisieren und damit religiös und kulturell auszulöschen.“, lässt eine von Ihnen unterstellte rassistische Implikation nicht zu:"

Du begreifst sie nur nicht, weil du sie nicht begreifen willst.
Noch kein Rechter war in der Lage Kultur zu definieren. Schon gar nicht in dem Sinne, wie es diesen Begriff einzusetzen gedenkt.
Gleiches gilt für Ethnie und Volk als Begriffe.
Dabei spielt es keine Rolle, ob der Einsatz unter dem Begriff "Ethnopluralismus", "Identität" oder anderen Vokabeln läuft, die ohnehin nur unterschiedliche Etiketten der selben Ideologie darstellen.
Nebenan wurde das gerade erst ausführlich behandelt:
http://www.endstation-rechts.de/news/kategorie/politik/artikel/deutschland-den-deutschen-auslaender-raus-das-ist-noch-heute-die-quintessenz-nationaler.html

Entsprechend hat dein Beispiel keine Relevanz, da du die Begriffe nur innerhalb deiner Ideologie verwendest, was nicht wissenschaftlicher Verwendung entspricht und damit du von völlig anderen Dingen redest, als in diesem Fall Kurth.

"Der Euro ist eine Fehlkonstruktion, er spaltet die Völker Europas. Zu dieser Erkenntnis ist der eher neoliberalen Ideen verpflichtete Henkel gekommen."

Und was soll das jetzt belegen?
Dass du gerade einmal in der Lage bist, irgendwelchen Möchtegernpolitikern und ehemaligen Wirtschaftslobbyisten nachzuplappern.
Na darauf wär man auch so gerkommen.
 
Bürger Mittwoch, 21.Mai 2014, 00:16 Uhr:
@ Roichi

Wie Sie persönlich das Programm der "AfD" interpretieren spielt keine Rolle. Was zählt sind nicht Ihre Spinnereien, sondern Fakten.

PS: Vielleicht können Sie ja mal erklären, weshalb eine Person oder eine Gruppe, die sich zu einem bestimmten Glauben und zu einer bestimmten Kultur bekennt, die Religionsfreiheit abschaffen will? Auf diese idiotische Idee können auch nur Sie kommen.
 
Roichi Mittwoch, 21.Mai 2014, 08:44 Uhr:
@ Bürger

Es geht dabei nicht um ein Bekenntnis einer Gruppe, sondern um die Grundlage von Gesetzgebung.
Man könnte ja auch reinschreiben, dass sich alle Gesetze an der Scharia zu orientieren haben.
Damit du das vielleicht auch begreifst.
 
Bürger Mittwoch, 21.Mai 2014, 10:40 Uhr:
@ Roichi

"Es geht dabei nicht um ein Bekenntnis einer Gruppe, sondern um die Grundlage von Gesetzgebung.
Man könnte ja auch reinschreiben, dass sich alle Gesetze an der Scharia zu orientieren haben.
Damit du das vielleicht auch begreifst. "

Und wo fordert die "AfD" eine Gesetzgebung die auf religiösen Grundlagen aufgebaut ist? Wie ich ja schon geschrieben habe, spielt es keine Rolle, was Sie persönlich in das Programm der "AfD" hineininterpretieren. Wenn Sie einer Partei unterstellen, sie wolle die Menschenrechte abschaffen, dann sollten Sie das schon belegen können.
 
Kabal Mittwoch, 21.Mai 2014, 11:25 Uhr:
Lieber Roichi,

Auf Argumente kann man mit Gegenargumenten reagieren, für Polemik reicht aber auch Gegen-Polemik. Und der obige Beitrag argumentiert nicht. Er bemüht Schubladendenken, alberne Etikettierungen und Ressentiments. Wogegen soll ich da argumentieren?

Zum Thema biete ich Ihnen stattdessen einen sehr guten Artikel aus der SZ an:
http://www.sueddeutsche.de/politik/kritik-an-der-afd-eierwerfer-ohne-argumente-1.1968854
Ich nehme mal an, dieses Blatt gilt auch dem Anti-Rechts-Milieu noch als weitgehend unverdächtig ...
 
Franz von Sickingen Mittwoch, 21.Mai 2014, 14:54 Uhr:
Lieber Roichi,

"Du begreifst sie nur nicht, weil du sie nicht begreifen willst."

Die Definition von Kurth lässt eine rassistische Deutung der inkriminierten Aussage nicht zu. Aber vielleicht gelingt es Ihnen ja, in dem Satz, die nicht behauptete unterschiedliche Wertigkeit von Menschen und Ethnien, nachzuweisen. Ich fürchte Sie werden genauso scheitern wie Kurth.

"Noch kein Rechter war in der Lage Kultur zu definieren. Schon gar nicht in dem Sinne, wie es diesen Begriff einzusetzen gedenkt. Gleiches gilt für Ethnie und Volk als Begriffe. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Einsatz unter dem Begriff "Ethnopluralismus", "Identität" oder anderen Vokabeln läuft, die ohnehin nur unterschiedliche Etiketten der selben Ideologie darstellen."

Also anders ausgedrückt, Aborigines mit einer eigenen Kultur und Identität gibt es nicht, die bilden sich das nur ein, eigentlich sind das alles verkappte Engländer oder Chinesen oder Bantu. Insofern gibt es für die Aborigines auch nichts zu bewahren und weiter zu geben, sie besitzen keine Identität, sie sind austauschbar wie Maschinen. Die wissen das nur noch nicht, obwohl das in Europa und der westlichen Welt längst wissenschaftlich von schlauen linken Soziologen, die massenhaft die Universitäten bevölkern, bewiesen worden ist, dass eine Kultur oder eine Ethnie der Aborigines nicht existiert, alles nur konstruiert und durch die Wirklichkeit widerlegt.

„Und was soll das jetzt belegen?“ Dass Sie überfordert sind.
 
Roichi Mittwoch, 21.Mai 2014, 16:13 Uhr:
@ Bürger

"Und wo fordert die "AfD" eine Gesetzgebung die auf religiösen Grundlagen aufgebaut ist?"

Hier:
"Die Alternative für Deutschland (AfD) bekennt sich uneingeschränkt zu einer Europäischen Union, die der Aufklärung sowie dem Streben der Völker nach Menschenrechten und Demokratie gerecht wird und die die Wertegrundlagen des christlich-abendländischen Kulturkreises dauerhaft erhält"

Hatte ich oben ja schon zitiert.
Aus der Präambel des Europawahlprogramms.
Es soll also eine "christliche Kultur" zum Maßstab für Gesetze werden.
Nichts anderes wird dort gefordert.
Und damit lässt sich auch gut belegen, dass sie gleichzeitig die Menschenrechte abschaffen will, auch wenn sie selbst davon schwafelt.
Denn Religion ist immer absolut und toleriert keine anderen Religionen. Das in die Gesetzgebung aufzunehmen hat nur einen Zweck: Andersartige Menschen auszugrenzen.
Dabei ist diese "christlich-abendländische Kultur" noch nichtmal klar definierbar. Das Ziel allerdings lässt sich klar erkennen. Muslimen Rechte vorenthalten. Allein aufgrund ihrer Religion. Und Diskriminierung aufgrund Religionszugehörigkeit ist ein Verstoß gegen Menschenrechte.
So schließt sich der Kreis. Ist doch gar nicht so schwer. Die AfD verfolgt also eine Abschaffung von Menschenrechten und noch dazu rassistische Ziele.
Du darfst jetzt gerne versuchen da wieder meine Meinung reinzulesen. Wenn du nicht mehr zustanderbingst, wirst du allerdings nichts erreichen.


@ Kabal

Was sollte das jetzt?
 
Bürger Mittwoch, 21.Mai 2014, 19:47 Uhr:
@ Roichi

"Es soll also eine "christliche Kultur" zum Maßstab für Gesetze werden.
Nichts anderes wird dort gefordert."

Nein, da steht nur, dass sich diese Partei zur "christlich-abendländischen Kultur" bekennt, nicht aber, dass sie andere Religionen und Kulturen verbieten will.

"Und damit lässt sich auch gut belegen, dass sie gleichzeitig die Menschenrechte abschaffen will, auch wenn sie selbst davon schwafelt."

In Ihrer Fantasie vielleicht. Aber Ihre Spinnereien spielen ja keine Rolle.

"Denn Religion ist immer absolut und toleriert keine anderen Religionen."

Fragen Sie doch mal die Pfaffen Joachim Gauck und Lothar König, ob die beiden andere Religionen tolerieren. ;)

"Das in die Gesetzgebung aufzunehmen hat nur einen Zweck: Andersartige Menschen auszugrenzen."

Nur, dass sowas niemand in die Gesetzgebung aufnehmen will. Das entspringt nur aus Ihren Hirn.

"Das Ziel allerdings lässt sich klar erkennen. Muslimen Rechte vorenthalten. Allein aufgrund ihrer Religion. Und Diskriminierung aufgrund Religionszugehörigkeit ist ein Verstoß gegen Menschenrechte."

Dann belegen Sie doch, dass die "AfD" Muslimen die Rechte vorenthalten will. Bis auf Ihre eigene Interpretation des Programms haben Sie ja nichts zu bieten.

Ende von Teil 1.
 
Bürger Mittwoch, 21.Mai 2014, 19:47 Uhr:
Teil 2

@ Roichi

"So schließt sich der Kreis. Ist doch gar nicht so schwer."

"Ich weiß ja nicht, was sich in Ihrem Kopf noch so alles schließt und was sie sich noch so alles zurechtfantasieren, aber sehr gesund kann es nicht sein."

"Die AfD verfolgt also eine Abschaffung von Menschenrechten und noch dazu rassistische Ziele."

Nur wenn Sie Ihre Fantasien ständig wiederholen, wird Ihre Fantasie nicht zur Realität.

"Du darfst jetzt gerne versuchen da wieder meine Meinung reinzulesen. Wenn du nicht mehr zustanderbingst, wirst du allerdings nichts erreichen."

Sie machen doch nichts anderes, als Ihre Meinung als Tatsache zu erheben. Da kann ich doch nichts für. Wenn sich jemand zu einem Glauben oder eine Kultur bekennt, will diese Personen, nach Ihrer Meinung, andere Religionen und Kulturen verbieten. Gehts noch? Lassen Sie sich mal untersuchen.

ENDE
 
Bürger Mittwoch, 21.Mai 2014, 20:03 Uhr:
PS: @ Roichi

"Noch kein Rechter war in der Lage Kultur zu definieren. Gleiches gilt für Ethnie und Volk als Begriffe"

Also wenn es keine Ethnien oder keine Völker gibt, kann es ja auch kein Völkerrecht, keinen Völkermord und keine Volksverhetzung geben. Alle die wegen Völkermord und Volksverhetzung angeklagt werden, müssten freigesprochen werden, weil der Begriff "Volk" nicht klar definiert werden kann. Jedenfalls, wenn der zuständige Richter ein "Rechter" ist, der könnte dem Angeklagten ja nicht mal erklären, was ein Volk überhaupt ist. ;)
 
Roichi Donnerstag, 22.Mai 2014, 19:29 Uhr:
@ Bürger

"Nein, da steht nur, dass sich diese Partei zur "christlich-abendländischen Kultur" bekennt, nicht aber, dass sie andere Religionen und Kulturen verbieten will."

Lesen hilft.
Da steht, dass europäische Gesetzgebung darauf basieren soll.
Ich werde den Satz extra für dich mal in den wesentlichen Punkten zitieren, damit du nicht nochmal an der Grammatik scheiterst:
"Die Alternative für Deutschland (AfD) bekennt sich uneingeschränkt zu einer Europäischen Union, die ... die Wertegrundlagen des christlich-abendländischen Kulturkreises dauerhaft erhält"
Es geht mitnichten um das, wozu sich die AfD bekennt, sondern darum, was die EU machen soll.

"In Ihrer Fantasie vielleicht. Aber Ihre Spinnereien spielen ja keine Rolle."

Sehr schön. Du kannst also nichts inhaltliches dagegen vorbringen.

"Fragen Sie doch mal die Pfaffen Joachim Gauck und Lothar König, ob die beiden andere Religionen tolerieren."

Ich sprach nicht von Einzelpersonen. Ganz bewusst.
Ich sprach von der Religion als "Wertegrundlagen" bzw. Maßstab für Gesetzgebung.
Also bitte nicht schon wieder versuchen abzulenken, weil du auch hier nichts inhaltlich vorbringen kannst.

"Nur, dass sowas niemand in die Gesetzgebung aufnehmen will. Das entspringt nur aus Ihren Hirn."

Ich habe keine Leseschwäche. Auch hier kommst du nicht inhaltlich dagegen an.

Ende Teil 1
 
Roichi Donnerstag, 22.Mai 2014, 19:30 Uhr:
Teil 2

"Dann belegen Sie doch, dass die "AfD" Muslimen die Rechte vorenthalten will. "

Das habe ich bereits getan. Und auch wenn das für dich nur "Spinnereien" "meines Hirns" sind, die "keine Rolle spielen", so hast du immernoch kein Gegenargument geliefert.
Du hast noch nichtmal gezeigt, dass du dich mit meiner Argumentation beschätigst.
Gerne bist du eingeladen das endlich nachzuholen.

"Nur wenn Sie Ihre Fantasien ständig wiederholen, wird Ihre Fantasie nicht zur Realität."

Eine sehr interessante Aussage, von jemandem, der sich bisher noch kein Stück von bloßen Behauptungen wegbewegt hat.
Argumente hast du nicht gebracht. Aber natürlich darfst du das gerne nachholen.
Bis dahin wäre es doch ganz nett, wenn du meine Kommentare wenigstens lesen würdest, statt einfach irgendwas dazu zu schreiben.

"Sie machen doch nichts anderes, als Ihre Meinung als Tatsache zu erheben."

Nö. Ich habe meine Schlussfolgerung anhand von Aussagen der AfD begründet.
Ob dir das passt, oder nicht, ist dabei egal. Du konntet bisher dieser Begründung nichts anhaben und musstest entweder ablenken, oder persönlich werden.
Inhaltlich hast du nichts vorgebracht, was deine Meinung stützt.

Ende Teil 2
 
Roichi Donnerstag, 22.Mai 2014, 19:31 Uhr:
Teil 3

"Wenn sich jemand zu einem Glauben oder eine Kultur bekennt, will diese Personen, nach Ihrer Meinung, andere Religionen und Kulturen verbieten. Gehts noch? "

Und schon wieder lenkst du ab.
Es geht nicht um persönliche Bekenntnisse, sondern immernoch um Grundlagen der Gesetzgebung.
Da kannst du das noch so oft versuchen auf die persönliche Ebene zu ziehen, du stehst dir damit nur selbst im Weg.
In der Schule wäre es "Thema verfehlt".

"Also wenn es keine Ethnien oder keine Völker gibt, kann es ja auch kein Völkerrecht, keinen Völkermord und keine Volksverhetzung geben"

Auch hier wäre es schön gewesen, du hättest meinen Kommentar gelesen und nicht nur auf Schlagworte reagiert.
Und erst recht empfiehlt es sich den Satz zwischen diesen beiden Sätzen zu lesen:
"Noch kein Rechter war in der Lage Kultur zu definieren. Schon gar nicht in dem Sinne, wie es diesen Begriff einzusetzen gedenkt.
Gleiches gilt für Ethnie und Volk als Begriffe."
So steht es nämlich im Kommentar oben. Und nur so ergibt es einen Sinn.
Dass dir nicht mehr einfällt, als einfach den zweiten Satz wegzulassen, um eine andere Aussage zu erzeugen, zeigt leider nur, dass dir auch hier inhaltlich nicht einfällt.
Schon blöd, wenn das oben dann nachlesbar ist.

Ende Kommentar
 
Roichi Donnerstag, 22.Mai 2014, 19:35 Uhr:
@ Franz

"Die Definition von Kurth lässt eine rassistische Deutung der inkriminierten Aussage nicht zu."

Weil du es sagst, oder wie?
Nee lass mal, du bist nicht Papst, sondern nur ein rechter Kommentarschreiber hier.
Also wird das nichts mit Aufstellung von Glaubenssätzen.

"Also anders ausgedrückt, Aborigines mit einer eigenen Kultur und Identität gibt es nicht, die bilden sich das nur ein"

Da hast du das gleiche Problem wie der Bürger.
Du vermischst willkürlich verschiedene Definitionen, weswegen ich mich oben ja explizit nur auf eine bezog.
Nämlich die, die rechte gerne anwenden, aber nicht definieren können. Du auch nicht.
Insofern bleibt auch dir dann nichts anderes übrig, als Meine Aussage zu verdrehen, um noch irgendetwas zu schreiben.
Wir können natürlich gerne noch einmal versuchen diese Begriffe zu definieren. Aber ich fürchte auch dann wirst du nicht begreifen, dass Definitionen nur einem Zweck dienen, und nicht universell sind.

"„Und was soll das jetzt belegen?“ Dass Sie überfordert sind. "

Dir fällt also nichtmal mehr ein, was du nun mit deinem Beispiel belgen wolltest?
Also, was soll es belegen, dass ein ehemaliger Industrielobbyist deine Ansichten teilt?
Vielleicht bekomme ich ja diesmal eine sinnvolle Antwort.
 

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