von Oliver Cruzcampo
   

Ab ins Pimpfenlager

Auch Kinder von Neonazis wollen in den Ferien verreisen. Organisationen wie die „IG Fahrten und Lager“ oder der „Deutsche Jugendbund Sturmvogel“ kümmern sich um die Freizeitgestaltung und den Drill des Nachwuchses.

Bis zum Jahr 2009 kümmerte sich die „Heimattreue Deutschen Jugend“ (HDJ) um die Freizeitgestaltung für Kinder und Jugendliche, organisierte Zeltlager, Wanderungen und Fahrten ins Grüne. Dann jedoch wurde die HDJ im März 2009 vom damaligen Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) verboten. 

Die nationalsozialistische Früherziehung weiterhin zu gewährleisten, hat sich die NPD-Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“ (JN) zur Aufgabe gemacht. Sie rief im Dezember 2009 eine „IG Fahrten und Lager“ ins Leben, die für die „ordnungsgemäße Durchführung und Betreuung von Lagern und besonderen Fahrten“ verantwortlich ist.

Aber auch der Jugendbund „Sturmvogel“ organisiert sogenannte Pimpfenlager - benannt nach den Mitgliedern des „Deutschen Jungvolkes“, einer Unterabteilung der Hitlerjugend. Seit dem HDJ-Verbot gehen die nationalsozialistischen Kinder- und Jugendarbeiter jedoch zunehmend konspirativer vor, vertrauliche Mail-Verteiler würden nur Eingeweihte erreichen.

Der lesenswerte Beitrag von Theodor Heisenberg ist bei der „Jungle World“ zu finden.

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