von Robert Scholz
   

60 Teilnehmer auf NPD-Kundgebung in Hamburg – 600 demonstrieren dagegen

Vor der beeindruckenden Kulisse von 60 Teilnehmern konnte die NPD am Samstag in Hamburg-Harburg eine Standkundgebung abhalten. Die 840 eingesetzten Polizeibeamten hatten keine Probleme die NPDler von den rund 600 Gegendemonstranten zu trennen.

Anmelder der NPD-Demonstration war der Rechtsextremist Thomas Wulff, der erst vor wenigen Monaten zum Kreisvorsitzenden der NPD in Bergedorf gewählt worden war. Bei seinem Amtsantritt erklärte Wulff bereits, dass er kein Zauberer sei, er wolle die NPD in Hamburgs Osten jedoch zu einer „Wahlalternative ausbauen und letztlich eine Systemalternative propagieren“. Mit den 60 Unterstützern, die am Samstag unter dem Motto „Mit kriminellen Ausländern kurzen Prozess machen“ zusammenkamen, dürfte es aber noch ein weiter Weg sein.

Kommentare(5)

Björn Sonntag, 30.Januar 2011, 15:41 Uhr:
Dann konnte die NPD also mehr und die Linken bedeutend weniger Leute als erwartet mobilisieren. Vorher war von 1000 Gegendemonstranten geträumt worden. Erschienen sind, laut Aussage der Veranstalter der Gegendemos, nur 400.

Alles im allen ein großer Erfolg für die Öffentlichkeitsarbeit der NPD. Mit nur 60 Leuten wochenlang in den Schlagzeilen zu stehen, als einzige Partei die sich gegen kriminelle Ausländerbanden stellt, dürfte den Bürgern, die täglich die multikulturelle Bereicherung am eigenen Leib erfahren dürfen, eine interessante Wahlalternative aufgezeigt haben.
 
Amtsträger Sonntag, 30.Januar 2011, 18:56 Uhr:
Wer wählt nicht gerne 60 Männeckes die einen Einsatz von über 800 Polizisten provozieren?
 
Gegengewicht Montag, 31.Januar 2011, 10:37 Uhr:
So kann man die Realitäten verzerren. Nach wochenlanger Öffentlichkeitsarbeit 60 Leute zu mobilisieren ist also ein Erfolg?! Was wurde denn auf dieser Großveranstaltung so alles besprochen?
 
Björn Montag, 31.Januar 2011, 16:20 Uhr:
@Gegengewicht

Wo sehen sie eine Realitätsverzerrung?

Die NPD hat fünzig Leute angemeldet und hat dann mit 60 Leuten eine politische Veranstaltung abgehalten die in der Öffentlichkeit mehr Beachtung fand als jede Gewerkschaftsdemo mit 10000 Teilnehmern. Die Gegendemonstranten haben 1000 Leute angemeldet und haben dann zwar nur 400 mobilisieren können aber dennoch damit für eine weitere öffentliche Wahrnehmung gesorgt.

Auch der Inhalt dieser Kundgebung dürfte den meisten Hamburgern bekannt geworden sein. Da ja zwischenzeitlich versucht wurde aus dem Motto eine Straftat zu konstruieren.

Man hat also mit minimalem personellem und materiellem Aufwand eine unglaublich große, öffentliche Bühne mit der Forderung nach schnellerer Aburteilung von ausländischen Straftätern serviert bekommen. Damit hat die NPD mehr Leute erreicht als mit einem einmonatigem Flugblattmarathon.

So sehen die Realitäten aus. Klar das sie einigen nicht gefallen.
 
Amtsträger Montag, 31.Januar 2011, 22:05 Uhr:
"Bad publicity is bad publicity"

http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/magazine/6177516.stm

Gilt insbesondere für die Politik! Muss sich doch jeder Wähler mit seinem Vertreter identifizieren können.
 

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