von Redaktion
   

60 NPD-Anhänger schließen in Sonneberg „seriös radikal“ eine Aktionswoche zur Bundestagswahl ab

Mit deutlicher weniger Teilnehmern als erwartet beendete die NPD Thüringen eine Kundgebungswoche in der Spielzeugstadt Sonneberg. Im Vorfeld der Demo kursierten Zahlen von 100, 150, sogar 200 möglichen Rechtsextremisten. Gegen die Aufmarsch protestierten nach Polizeiangaben etwa 400 Bürgerinnen und Bürger.

Selbst der Organisator der Kundgebung, Patrick Wieschke, sprach am Ende von weniger Teilnehmern als erwartet, wertete die Veranstaltung aber als Erfolg. Statt der erhofften 150 „Kameraden“, fanden nur rund 60 Sympathisanten den Weg in die thüringische Provinz. Insbesondere die überregionale Unterstützung für die länger beworbene Demonstration blieb aus. Größere Gruppen waren aus Nordhausen angereist, andere Teilnehmer bekannten sich zur Kameradschaft „Bündnis Zukunft Hildburghausen“. Die Unterstützung aus dem nahen Bayern war äußerst gering, obwohl es im Landkreis Coburg einen aktiven NPD Kreisverband und eine größere Kameradschaftsszene gibt. 

Schon kurz nach dem offiziellen Starttermin war klar, dass man die gesteckten Teilnehmerzahlen nicht erreichen würde. Der Demozug setzte sich gegen 12.00 Uhr in Bewegung. Nach außen bemühten die Organisatoren ein gemäßigtes Auftreten. Auf Wunsch der Versammlungsleitung sollten Sonnenbrillen nicht in Kombination mit Mützen getragen werden und auch nur die offiziell vom Lautsprecherfahrzeug aus verbreiteten Parolen skandiert werden. 

Am Rande gab es immer wieder protestierende Bürger, die den Rechtsextremisten rote Karten entgegenstreckten. Die Route war mit Plakaten der Stadt für mehr Vielfalt, Plakaten der Linkspartei und zahllosen Aufklebern geschmückt. Im größeren Abstand hatte die Stadtverwaltung Mülltonnen für den „braunen Müll“ aufgestellt. Zur Verteilung von Informationsmaterial durch die NPD kam es soweit beobachtet nicht. Neben Bannern der Partei und den bekannten schwarzen Fahnen mit Ortsaufschriften wurde auch eine Fahne der Gruppe „Europäische Aktion“ (EA) mitgeführt. Laut dem Fachportal Blick nach Rechts handelt es sich dabei um einen Zusammenschluss europäischer Holocaustleugner. 

Ecke Schleicherstraße / Juttastraße fand die einzige Zwischenkundgebung statt. Vorher diskutierten Polizei und Veranstalter über den genauen Ort, da beide Seiten hier unterschiedliche Anschauungen hatten. Hier ergriffen der NPD-Landesvorsitzende Patrick Wieschke, dann Alexander Lindemann als „freier Aktivist“ aus Nordhausen und NPD-Stadtrat Gordon Richter aus Gera das Wort.

Wieschke spulte eine radikale Wahlkampfrede von fast zwanzig Minuten Dauer ab, benötigte dazu kaum einen Blick auf seine Notizen. Bemerkenswert war sein Einstieg. Er kritisierte, dass in Deutschland kaum noch jemand stolz auf sein Land sei, zumindest öffentlich, um dann gerade die Schmelztiegel Frankreich und die Vereinigtem Staaten von Amerika mit ganz anderem Verständnis von „Volk” und Staatsbürgerschaft als Vorbilder zu nennen. Er sprach der Bundesrepublik ab, eine Demokratie zu sein. Anhand der Rede arbeitete er weitere sozialen Themen ab – etliches davon in einem rassistischen Kontext. Leicht entlarvend sprach er davon, die „Nationaldemokraten würden in der Ausländerfrage entgegen allen Vorurteilen sehr wohl differenzieren“, um danach die Gruppen zu nennen, die er „zunächst einmal“ aus dem Land entfernt haben möchte. Weiter bezeichnete er die in Deutschland lebenden Sinti und Roma als „nichts anderes als kriminelle arbeitsscheue Elemente“. 

Gordon Richter versuchte realitätsfern die Positionierung eines Großteils der Bevölkerung gegen Rechtsextremismus und Rassismus durch einen Vergleich mit der vom NS-Staat organisierten Verfolgung der europäischen Juden zu diskreditieren. Es war allgemein an dem Tag die angebotene Erklärung für den geringen Erfolg der Demo, die fehlenden Teilnehmer würden staatliche Verfolgung und gesellschaftliche Ächtung fürchten.

Nach der Zwischenkundgebung ging es zurück zum Busbahnhof. In der Ernst-Moritz-Arndt-Straße gab es noch einen längeren ungeplanten Stopp. Die Polizei informierte die Kundgebungsteilnehmer von einer Blockade und bat die Marschierer um Verständnis für die Pause. Nach Verhandlungen mit der Polizei gaben die GegendemonstrantInnen die Route wieder frei. Die NPD-Demo wurde so auf den letzten Metern von lautstarken Protesten begleitet. Am Busbahnhof angekommen, beendete Wieschke ohne größere Worte dem Aufmarsch. Am Bahnhof warteten mehrere Hundert Gegendemonstranten den Abzug ab, einige ließen den Tag bei nun besserem Wetter mit Livemusik und Hüpfburg in der Bahnhofsstraße ausklingen.

Foto: Thomas Witzgall

Kommentare(9)

Björn Sonntag, 19.Mai 2013, 18:23 Uhr:
Langsam geht den Linken wohl die Puste aus. Von den letzten geschätzten 20 nationalen Kundgebungen konnten die Linken nicht eine verhindern. Auch in Demmin bekam man nur ein paar hundert Gegendemonstranten zusammen und das auch nur, weil man drei Busse mit auswärtigen Linken unter anderem aus Berlin organisierte.

Scheinbar wirkt das andauernde Scheitern der Blockadeversuche sehr demotivierend auf die linke Klientel. Naja, bleibt einem eben nur noch das übliche "Nazis raus"-Krakeele um seine Argumentationslosigkeit zu überspielen.
 
Roichi Montag, 20.Mai 2013, 10:04 Uhr:
@ Björn

Erst beschwertst du dich, wenn Aufmärsche blockiert werden und jetzt beschwerst du dich, wenn das nicht passiert.
Kann man nicht so schön Rumopfern, nicht?
Und man hat natürlich auch keine Ausrede, wenn doch nur 60 Leute auftauchen.
Ist schon Scheiße, wenn die eigene Schwäche offenbar wird.

"Auch in Demmin bekam man nur ein paar hundert Gegendemonstranten zusammen"

Jetzt natürlich die Frage, wie du dann eure noch nichtmal hundert Hanseln bewertest. In diesem Fall.
Abgesehen davon waren auch in Demmin immernoch mehr Leute gegen euch, als für euch. Egal, welche Ausreden du glaubst finden zu können.
Und was ist eigentlich mit den importierten Kamerraden? Die vergisst du wohl mal eben zu erwähnen.

"Scheinbar wirkt das andauernde Scheitern der Blockadeversuche sehr demotivierend auf die linke Klientel."

Und der Endsieg steht kurz bevor. Schon klar Björn.
Aber wo du gerade die Argumentationslosigkeit ansprichst. Sie springt förmlich aus deinem Kommentar. Dennoch musst du irgendwie versuchen das Abschneiden deiner Kamerraden schönzureden.
Das Ergebnis ist so sinnlos wie erheiternd.

Und was haben eigentlich diese Parolen auf einem "Trauermarsch" verloren?
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/nordmagazin/media/nordmagazin16757.html
Oder ein Zitat von Adolf.
http://kombinat-fortschritt.com/2013/05/09/bericht-proteste-gegen-nazi-fackelmarsch-in-demmin-am-8-mai/
Oder wahltransparente. Du wolltest uns doch immer weißmachen, dass es darum nicht gehe. Bild 36
https://picasaweb.google.com/105788339974054735749/8MaiTagDerBefreiungInDemmin2013?authuser=0&feat=directlink#5875962204527109042


http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2013/05/09/kriegsverlierer-auf-der-strase_12827
 
Björn Dienstag, 21.Mai 2013, 00:01 Uhr:
@Roichi

"Erst beschwertst du dich, wenn Aufmärsche blockiert werden und jetzt beschwerst du dich, wenn das nicht passiert."

Schaffst du es wieder nicht den Inhalt aus einem Kommentar herauszulesen? Ich beschwere mich nicht, dass ihr keine Blockaden hinbekommt, sondern stelle es wohlwollend fest.

"Und man hat natürlich auch keine Ausrede, wenn doch nur 60 Leute auftauchen."

Und wieso sollte man da deiner Meinung nach eine Ausrede brauchen? Die NPD-Kundgebung hatte nicht zum Ziel andere an der Inanspruchnahme ihrer Grundrechte zu hindern, so wie eure Blockadeversuche. Für eine reine Wahlkampfveranstaltung eines Landesverbandes reichen 60 Leute vollkommen aus. Frag doch mal eine beliebige Partei, wieviele Menschen die für eine Wahleranstaltung auf die Beine kriegen. Die müssen ja sogar Firmen für das Aufhängen von Plakaten und Zeitungen für das Verteilen lassen von Flugblättern bezahlen, weil sie kaum Aktivisten haben, die bereit sind für ihre Ziele auch mal etwas zu tun, solange nicht wenigstens die Hoffnung auf ein kleines Pöstchen besteht. Das ist bei Nationaldemokraten anders wie man sieht.

"Jetzt natürlich die Frage, wie du dann eure noch nichtmal hundert Hanseln bewertest. In diesem Fall."

Natürlich gut. In Demmin hat der gesamte Staat, samt staatstreuer Medien und Gesellschaft mobilisiert. Und dann kamen gerademal ein paar hundert herangekarrte Antirechte. Man beachte das Nummerschild des Lautsprecherwagens der Linken. In Sonneberg hat der Landesverband einer kleinen Partei zu einer Wahlveranstaltung aufgerufen.

Vorallem aber haben es die Linken mal wieder nicht geschafft die Kundgebung zu verhindern. Die andauernden Niederlagen der Gegendemonstranten scheinen glücklicherweise demotivierend auf die linke Klientel zu wirken.

"Abgesehen davon waren auch in Demmin immernoch mehr Leute gegen euch, als für euch."

Das sehe ich nicht so. 90% der Strecke war nicht ein einziger Gegendemonstrant zu sehen, während viele Demminer am Straßenrand standen, neben uns hergelaufen sind oder ihre Fahrräder geschoben haben. Einige trauten sich sogar sich direkt in den Trauerzug einzureihen, andere liefen immer neben uns her ohne auch nur ein negatives Wort zu verlieren. Einige Zuschauer hatten sogar Lunikoff-Hemden an oder haben sich NPD-Aufkleber an die Jacken gepappt. Ein Teilnehmer, der vor mir lief schien ganz Demmin zu kennen. Immerwieder grüßten Zuschauer die Demminer Kundgebungsteilnehmer mit Namen oder auch mit Handschlag.

Es gab bis kurz vor dem Hafen nicht ein schlechtes Wort, nicht einen einzigen Pfiff. Kurz vorm Hafen gab es dann die ersten Linken, die sinnfreie, menschenverachtende Sprüche von sich gaben, wie "Alle wollen dasselbe, Nazis in die Elbe." Offenbar waren das die herangekarrten auswärtigen Linken, die nichtmal wußten, dass der Fluss, der durch Demmin fließt nicht die Elbe ist. Naja, das kennst du ja auch. Für dich geht Pommern ja auch erst ab der Oder los.

Das einzige Negative an diesem Tag war die laute Musik der Gegenveranstaltung, mit der die Linken die Opfer der Sowjets verhöhnen wollten. Allerdings sagt es schon viel aus, wenn die Linken nicht mit Argumenten kontern können, sondern nur mit lauter Musik.

Danach zogen wir im Fackelschein wieder zurück durch die Hauptstraßen Demmins, mitten durch die Altstadt oder besser das, was die Russen von der Altstadt übrig ließen.

Es war also ein sehr gelungener Tag.

"Und was haben eigentlich diese Parolen auf einem "Trauermarsch" verloren?"

Schön, dass du das Video nochmal verlinkst. Es war ja schon amüsant genug, dass sich der einschlägig bekannte NDR-Reporter nicht auf die Berichterstattung beschränkt hat, sondern den großen Kämpfer gegen Rechts spielen wollte, als er sich bei der Poliei beschwerte, dass zu viele Fahnen im Trauerzug gewesen sein sollen. Soviel zum journalistischen Gebot der sich nicht einmischenden Berichterstattung. Noch lustiger war es allerdings, dass unser NDR-Freund zu blöd war zu schnallen, dass sich die Anzahl der Fahnen nach der Anzahl der Kundgebungsteilnehmer richtet. 260 Teilnehmer bedeuteten laut Gerichtsurteil 14 Fahnen. Schon doof, wenn unsere journalistische Elite zu blöd zum Zählen ist. Naja, hauptsache die Ideologie stimmt. Da kann die fachliche Kompetenz auch schonmal zur Nebensache werden.

Und welche "Parole" gefiel dir nun nicht? Etwa die Kritik an den massenhaften Abtreibungen in Deutschland? Schon doof, wenn einer die Realität beim Namen nennt, was.

"Oder ein Zitat von Adolf."

Wow. Deine Quelle ist ein Blog stadtbekannter Rostocker Linksextremisten. Na dann...

"Oder wahltransparente. Du wolltest uns doch immer weißmachen, dass es darum nicht gehe."

Das waren Transparente eurer Blockparteien, die deutlich machen, dass sie schon damals ihr Wort nicht hielten, als sie sich heuchlerisch für die Vertriebenen einsetzten um deren Wählerstimmen zu bekommen, sie aber am Ende doch verraten haben. Die gleichen Parteien verhöhnten auch in Demmin wieder die Opfer der Alliierten. Das passt schon alles sehr gut. Und genau das kotzt dich an. Gut so...
 
JayBee Dienstag, 21.Mai 2013, 10:38 Uhr:
@ björn

Ich zitiere aus Deinem ersten Posting:

" Auch in Demmin bekam man nur ein paar hundert Gegendemonstranten zusammen und das auch nur, weil man drei Busse mit auswärtigen Linken unter anderem aus Berlin organisierte."

Und nun aus Deinem zweiten Posting: "Und dann kamen gerademal ein paar hundert herangekarrte Antirechte."

Merkste was? Kleiner Widerspruch? Hach, das Du immer so dramatisch artikulieren musst...so glaubt Dir doch kein Mensch.

Und wenn ich dem Artikel entnehme, daß unter den 60 Teilnehmern auch Gruppen aus nordhausen und Hilburghausen waren, dann würde ich beim Thema "herangekarrte Teilnehmer" den Mund sowieso nicht so weit aufreissen.
 
Björn Dienstag, 21.Mai 2013, 16:28 Uhr:
@JayBee

Möchtest du dich auch inhaltlich an der Diskussion beteiligen? Wenn ich von herangekarrten Linken rede und dabei schon vorher auf die Busse aus Berlin und anderswo aufmerksam mache, dann ist da kein Widerspruch. Jeder Leser kann erkennen, wen ich damit meinte. Es sei denn natürlich man will einfach nicht, weil man sich sonst an einer inhaltlichen Ausseinandersetzung beteiligen müsste. Zumindet wenn man sich denn geren produzieren möchte.

Da du scheinbar nicht in der Lage bist inhaltlich etwas beizusteuern, beschränkst du dich also auf das Suchen nach Worten, die man auf die Goldwage legen könnte, um dann damit einen Nebenschauplatz aufzumachen. Aber was bleibt dir schon anderes übrig.

"Und wenn ich dem Artikel entnehme, daß unter den 60 Teilnehmern auch Gruppen aus nordhausen und Hilburghausen waren, dann würde ich beim Thema "herangekarrte Teilnehmer" den Mund sowieso nicht so weit aufreissen."

Du schnallst es wieder nicht, was. Ihr behauptet von euch "die Gesellschaft" zu sein, ihr bekommt Unterstützung von allen Bürgermeistern, Landräten und Blockparteienpolitikern. Alle relevanten Medien unterstützen euch, die Polizeiführung lässt euch meist gewähren und trotz dieser allumfassenden Mobilisierung und Unterstützung interessiert sich kaum ein Bürger für euren Krampf gegen Rechts.

Dagegen mobilisiert auf der anderen Seite ein Landesverband einer sehr kleinen Partei zu einer Wahlveranstaltung in einer kleinen Stadt. Und ihr freut euch das ihr tatsächlich ein paar Leute mehr ward. Das sagt eigentlich schon alles.

Wenn man sich mal überlegt wieviele Millionen die untergehende DDR noch auf die Straße bekam mit ähnlichen gesellschaftlichen, medialen und politischen Möglichkeiten wir ihr sie habt, dann sind eure paar hundert herangekarrten Leutchens einfach nur lächerlich. Und da ihr schon seit langem mit euren Blockadeversuchen scheitert, fällt die Mobilisierung eurer Genossen auch immer gerigner aus. Gut so...
 
sunshine Dienstag, 21.Mai 2013, 18:51 Uhr:
@Björn,
Der Vergleich von Demmin und Sonneberg hinkt. Als einer, der als Sonneberger selbst bei der Gegenkundgebung anwesend war, kann ich die Schilderung im Artikel sehr wohl bestätigen. In den vergangenen Jahren wähnten wir uns in Sonneberg ziemlich frei von rechtsextremen Gruppierungen, was jedoch ein Irrtum war. Auch ich gebe zu, viel zu lange, die Alarmzeichen ignoriert zu haben. Nunmehr haben wir zwei NPD-Mitglieder im Kreistag und mehrfach entsprechende öffentliche Auftritte - zuletzt am Samstag einen solchen in der Innenstadt.
Das Mobilisierungspotenzial der NPD war überschaubar, das derjenigen, die solche Gruppierungen nicht in der Stadt haben wollen größer - und das ist auch gut so. Auf der Wiese neben dem Rathaus fand sich die klassische Mitte der Gesellschaft (darunter neben Mitgliedern der demokratischen Parteien, Sportvereinen, Heimat- und Kulturvereinen auch schlicht der sogenannte "Normalbürger"), die eben mit kreativen Formen verdeutlichte, dass die NPD nicht willkommen ist. Ein kleinerer Teil linksgerichteter Gruppen war angereist, setzte sich aber zu einem großen Teil aus Einheimischen zusammen und war den einheimischen Sonnebergern durchaus nicht unsympathisch. Sicher hat es Platzverweise und Anzeigen gegeben, aber es wird abzuwarten bleiben, wie gerichtsfest diese sind.
Sicher ist in Sonneberg nicht alles eitel Sonnenschein, aber wir sind aufmerksam und werden uns nicht leichtgläubig braunen Verführern in die Arme werfen - wir sind aufgewacht. Insofern sind die Verhältnisse im Süden Thüringens mit denen in Mecklenburg-Vorpommern nicht zu vergleichen. Und wir werden uns das kleine bisschen Stolz, das wir am Samstag fühlten, nicht kleinreden.
sunshine
 
JayBee Mittwoch, 22.Mai 2013, 10:42 Uhr:
@ björn

Du wirfst mir vor nicht inhaltlich diskutieren zu wollen? Worüber denn? Über Deinen angeblichen Erfahrungsbericht? Daß man euch förmlich rosenblätter auf den Weg streute? Also angeblich war ich auch da. Und angeblich wart Ihr durch menschenleere Straße gelaufen. Und dort, wo doch mal ein Bürger stand, schüttelte der angeblich nur den Kopf über Euch paar Hanseln.

Und nu? Super Diskusisionsgrundlage, wa?

Und dann wirfst Du mir noch vor, Wortklaubereien vorzunehmen? Du? Der Du in fast jedem Beitrag mit Worten laviert? Ich erinnere nur an die Diskussion über Gesinnungsjustiz.

Ach ja, und dann das Herankarren. Ich hab Dir lediglich aufgezeigt, daß Du in Deinen Aussagen mal wieder maßlos übertreibst und das die rechte Seite sichtlich nicht anders ist. Und ich hab mich übrigens nirgendwo gefreut über teilnehmerzahlen. Also unterstell mir das bitte nicht.

Und noch eins fällt mir ein:
"Du schnallst es wieder nicht, was. Ihr behauptet von euch "die Gesellschaft" zu sein, ihr bekommt Unterstützung von allen Bürgermeistern, Landräten und Blockparteienpolitikern. Alle relevanten Medien unterstützen euch, die Polizeiführung lässt euch meist gewähren"

HEUL DOCH!!!!! Jedenfalls scheint von Deinem Selbstbewusstsein, welches Du oben zur Schau stellst, hier unten nicht mehr viel übrig zu sein...
 
Björn Donnerstag, 23.Mai 2013, 17:27 Uhr:
@sunshine

"In den vergangenen Jahren wähnten wir uns in Sonneberg ziemlich frei von rechtsextremen Gruppierungen, was jedoch ein Irrtum war. Auch ich gebe zu, viel zu lange, die Alarmzeichen ignoriert zu haben."

Was für Alarmzeichen und was genau stört sie daran, wenn Nationaldemokraten eine Kundgebung in SOnneberg abhalten?

"Insofern sind die Verhältnisse im Süden Thüringens mit denen in Mecklenburg-Vorpommern nicht zu vergleichen. Und wir werden uns das kleine bisschen Stolz, das wir am Samstag fühlten, nicht kleinreden."

Auf was genau ward ihr denn nun stolz? Das ihr in vorauseilendem Gehorsam gegen Andersdenkende gehetzt habt? Oder das ihr es tatsächlich geschafft habt als regimetreue Untertanen mehr Menschen auf die Straße zu bringen als die vom Staat bekämpfte Opposition? Ob die paar hundert Gegendemonstranten allerdings ein Erfolg sind wage ich zu bezweifeln, wenn man bedenkt, dass ihr den ganzen Staat, samt Medien, Politik und Amtsträgern hinter euch habt. Zum Glück machen die meisten Bürger bei dieser antidemokratischen Hetzjagd nicht mit.

Und da die Linken kaum noch Blockaden hinbekommen sinkt die Motivation der Linken Demokratiefeinde zum Glück spürbar. In Dresden hatte man dank polizeilicher Unterstützung noch eine Blockade geschafft. Ab dann ging es nur noch bergab. Gut so...

@JayBee

"Du wirfst mir vor nicht inhaltlich diskutieren zu wollen?"

Richtig. Schau dir einfach mal deinen letzten Kommentar an. Dann merkst du es selber.

"Worüber denn?"

Na über den Inhalt meines Kommentares, wenn du mich schon direkt anschreibst. Oder aber wenigstens über den Inhalt des Artikels.

"Also angeblich war ich auch da. Und angeblich wart Ihr durch menschenleere Straße gelaufen."

Alles klar. Dann warst du also nicht da. Viele Demminer sind extra auf die Straße runter um unseren Trauermarsch zu sehen und teilweise neben ihm herzugehen. Einige begleiteten uns mit ihren Fahrädern andere haben ihren Freunden und Verwandten im Trauerzug zugewunken und oder sie direkt angesprochen. Noch mehr Menschen schauten aus den Fenstern und standen auf den Balkonen. Die Straßen hätten kaum weniger menschenleer sein können. Was ihr als Gegendemonstranten aber auch kaum sehen konntet, weil ihr am Hafen eingepfercht ward, während wir mit kaum Polizeibegleitung und ohne jegliche Störung durch die Innenstadt zogen.

"Und nu? Super Diskusisionsgrundlage, wa?"

Du meinst also wir dürfen hier nur noch über Dinge diskutieren, die 100% beweisbar sind und nicht über Erlebnisse? Mich würde deine subjektive Schilderung der Erlebnisse schon interessieren. Nur warst du ja offensichtlich nicht da. Mir ist es auch völlig egal ob du meinen Eindrücken nun glaubst oder nicht. Aber wenn du mich direkt anschreibst, dann solltest du wenigstens inhaltlich etwas beizutragen haben. Dein Beitrag oben, das wirst du wohl selbst zugeben müssen, war allerdings komplett sinnfrei.

"Und dann wirfst Du mir noch vor, Wortklaubereien vorzunehmen?"

Was ist das denn bitte schön sonst?

"Du? Der Du in fast jedem Beitrag mit Worten laviert?"

Was ist denn das für eine billige Masche? Wo "laviere" ich denn bitte mit Worten? Ihr seid es doch die ständig versuchen Diskussionen zu torpedieren, indem ihr euch auf Begriffe einschießt, die man auch anders verstehen könnte. Ihr wisst zwar immer was derjenige aussagen will aber ihr versucht trotzdem den dummen zu spielen und falsches hineinzuinterpretieren um die Diskussion auf einen Nebenschaulatz zu bringen. Zugegebenermaßen ist Roichi da noch schlimmer als du.

"Ich erinnere nur an die Diskussion über Gesinnungsjustiz."

Genau. Dort habt ihr versucht meine Kritik am politischen und medialen Druck auf Richter als Vorwurf einer "Gesinnungsjustiz" umzudeuten. Auch da war eure Motivation dafür der Versuch vom Thema abzulenken und gerechtfertigte Kritik ins Lächerliche zu ziehen. Ihr seid diejenigen, die ständig absichtlich Dinge falsch verstehen und Nebenschuplätze aufmachen.

"HEUL DOCH!!!!! Jedenfalls scheint von Deinem Selbstbewusstsein, welches Du oben zur Schau stellst, hier unten nicht mehr viel übrig zu sein..."

Ah. Die übliche linke Taktik. Erst feiert ihr euch, dass ihr tatsächlich ein paar Leute mehr ward als "die Rechten" und wenn ich euch darauf aufmerksam mache, dass das in Anbetracht der staatlichen Resourcen, der medialen und politischen Unterstützung und dem Wohlwollen der Amtsträger eigentlich eine sehr mickrige Anzahl an Antirechts-Leuten ist, dann reagiert ihr eingeschnappt und ruft dann schmollend "Heul doch".

Offenbar hast du es nun doch geschnallt.
 
Roichi Freitag, 24.Mai 2013, 11:03 Uhr:
Widerstand und Opferpose in einem Kommentar schafft wirklich nur Björn.
So lächerlich das auch ist.

Da helfen dann auch keine immerwährenden Beschwörungen von Staat, Medien etc.
Wie war das noch damit, dass die Kamerraden wesentlich motivierter und aktiver als der Rest der Gesellschaft seien?
Dann müssten es ja auch mehr sein. Vor allem bei der vielgebrauchten schweigenden Mehrheit.
Nichts davon ist zu sehen. Jedesmal.
Einem normal denkenden Menschen müsste so langsam aufgehen, dass an der These was nicht stimmen kann.
Nur einem Nationalisten nicht. Der braucht das, weil sonst die Ideologie infrage steht.

Rest demnächst.
 

Die Diskussion wurde geschlossen