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Neurechtes Lifestyle-Magazin mit neonazistischen Werbepartnern

Aus Leverkusen kommt ein neues Lifestyle-Magazin für junge Rechte. Herausgegeben wird das Arcadi Magazin vom Sprecher des AfD-Kreisverbands Leverkusen, Yannick Noé, und seinem Publicatio e.V., beworben werden aber auch die Versandgeschäfte zweier Neonazis. Nach über einem Jahr als Internetblog erschien Ende Oktober die erste Printausgabe – „mit freundlicher Unterstützung von Einprozent.de“, wie es im Impressum heißt.

NS-Propaganda im bundesdeutschen Rechtsextremismus

Der "Lassaner Bote" ist eine mehrmals im Jahr erscheinende Flugschrift örtlicher neonazistischer "freier Kameradschaften" in Mecklenburg-Vorpommern, die ihrerseits vielfältige Verbindungen zur dortigen NPD aufweisen. Das Blättchen wird kostenlos über Briefkästen verteilt. Es verbirgt seinen rechtsextremen Hintergrund nicht, ist aber auf Breitenwirkung angelegt und relativ seriös gestaltet. Das Sommerheft 2015 thematisiert fast ausschließlich das, was im neonazistischen und rechtsextremen Lager als "Überfremdung" und "Volkstod" bezeichnet wird. Der Politik wird in verschiedenen Beiträgen vorgeworfen, Deutsche zu vertreiben und deutschen Familien zu schaden, andererseits aber den Zuzug von Asylbewerbern und anderen Einwanderern zu befördern. Unter anderem wird ein Foto gezeigt, laut Bildunterschrift eine "Mauerparole in Berlin im Mai 1945" mit dem Text "Wir kämpfen für die Zukunft unserer Kinder!" Ein weiterer Beitrag thematisiert den Geburtenrückgang. Daneben steht ein Textkasten folgenden Inhalts: "Die Arbeit ehrt die Frau und den Mann. Das Kind adelt die Mutter."

„Zwischentag“ in Erlangen: Vernetzungstreffen der Neuen Rechten

Verglichen mit früheren Auflagen des neurechten „Zwischentages“ müssen die Organisatoren um Felix Menzel mittlerweile kleinere Brötchen backen. Die für den 4. Juli in Erlangen unter dem Rahmenthema „Geopolitik und Einwanderung“ stehende „Freie Messe“ wird mit ihrem abgespeckten Programm nichtsdestoweniger eine Vielzahl an Personen des rechten Randes abseits von NPD und Freien Kameradschaften anziehen.

Klatsche für Verfassungsschutz Schleswig-Holstein: Bericht 2012 muss geschwärzt werden

Die schlechten Nachrichten für die deutschen Inlandsgeheimdienste reißen nicht ab. Nachdem sich in Mecklenburg-Vorpommern drei linke Vereine erfolgreich gegen ihre Nennung im Bericht 2011 zur Wehr gesetzt hatten, fuhr nun auch der schleswig-holsteinische Verfassungsschutz eine Niederlage vor Gericht ein. Die Passagen zum rechtsgerichteten „Lesen & Schenken-Verlag“ müssen geschwärzt werden, entschied das Verwaltungsgericht Schleswig in einem Eilverfahren.

Internetportal „Fränkischer Heimatschutz“ offline – Codename „heimatschutz88“

Die Internetseite der Gruppierung „Fränkischer Heimatschutz“ ist möglicherweise einem Hackerangriff zum Opfer gefallen und seit Dienstag nicht mehr erreichbar. Wie die „Neue Presse“ meldet, sei es gelungen, die Betreiber der Homepage zu ermitteln. Als Symbol nutzte der „Heimatschutz“ die Schwarze Sonne, die in der Vergangenheit von der nationalsozialistischen SS verwendet wurde.