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Rechtsrock-Großevent in Themar: „Wohlfühlzone“ für Neonazis

Gut 6.000 Rechtsrock-Fans, dutzendfache Hitlergrüße, „Heil“-Gegröhle und 17 indizierte Lieder – das thüringische Dorf Themar war am 14. Juli dieses Jahres eine „Wohlfühlzone“ für Neonazis. Strafrechtliche Konsequenzen blieben weitgehend aus, die Polizei führt 50 Ermittlungsverfahren, unter den Verdächtigen befinden sich „Szenegrößen“ wie die Sänger der Hassbands „Stahlgewitter“ und „Die Lunikoff Verschwörung“. Nach Behördenangaben waren außerdem Mitglieder von „Combat 18“, des militanten Arms des in Deutschland verbotenen „Blood & Honour“-Netzwerkes, anwesend.

Hass und Beschimpfungen werden zum Tag der Deutschen Einheit ausgeschüttet

Die Zeitungsmeldungen einen Tag später reichen von „Dresden hat ein ehrliches Gesicht gezeigt“ (DNN) über eine „gemischte Bilanz“ und bis hin zu „Fratzen“, die unter den „unterschiedlichen Gesichtern“ (Süddeutsche Zeitung) zu sehen waren. Fest steht: Die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober in Dresden waren getrübt – und daran hat nicht allein das Wetter Schuld.

Pegida-Bachmann versucht sein Glück auf Teneriffa

Pegida-Frontmann Lutz Bachmann bestätigte gestern die Gerüchte über seine Aktivitäten auf der spanischen Insel Teneriffa. Derzeit nimmt der 43-Jährige nur sporadisch an den „Spaziergängen“ seiner „Patrioten“ teil. Tatjana Festerling, bis vor wenigen Monaten eine enge Vertraue von Bachmann, hatte die Gerüchteküche mit einem Facebook-Kommentar erneut angeheizt. Die beiden früheren Weggefährten liegen seit Längerem im Dauerclinch.

Festerling kündigt Auftritt mit AfD-Kandidatin Federau und „Kategorie C“-Musiker an

Bei der Landtagswahl am 4. September tritt Petra Federau für die AfD als Direktkandidatin in Schwerin an. Selbst in der eigenen Partei ist die Rechtsaußlegerin nicht unumstritten, ein Sonderparteitag kippte sie von der Landesliste. Nun kündigt die frühere Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling Federau als Gast für den „Tag der Einheit der Bürgerbewegungen“ am 3. Oktober in Dresden an – gemeinsam mit den Sänger der umstrittenen Hooligan-Band „Kategorie C“, Hannes Ostendorf.

Rechtsrock-Veteranen „Nahkampf“ bei Solidaritäts-Aktion für Neonazi-Gasthof

Der Gasthof des umtriebigen Neonazis Tommy Frenck im thüringischen Kloster Veßra darf geöffnet bleiben – allerdings mit Einschränkungen. Fortan wird dem Kreistagsmitglied untersagt, den Saal zu nutzen. Deshalb soll die für Samstag, den 29. August geplante Solidaritätsveranstaltung auf dem Gelände des Wirtshauses stattfinden. Angekündigt sind neben Rednern wie NPD-Strippenzieher David Köckert und dem unausweichlichen Patrick Schröder die Rechtsrock-Veteranen „Nahkampf“.