Über 2.000 Neonazis bei Rechtsrock-Festival in Themar

Über 2.000 Neonazis zog es am Wochenende ins thüringische Themar. Mit den „Tagen der nationalen Bewegung“ veranstaltete die rechtsextreme Szene dort das vierte Großevent innerhalb eines Jahres. Ein Ansturm wie im letzten Sommer blieb jedoch aus. Das zweitägige Rechtsrock-Festival machte aber einmal mehr klar, dass sich die neonazistische Musikszene zunehmend professionalisiert und aus ihrer klandestinen Nische heraustritt.

Erneut rechtsextremes Großevent in Themar

Rechtsrockkonzerte, das sind konspirativ organisierte, klandestine Veranstaltung in eher kleinem Rahmen – spätestens seit den Neonazi-Festivals in Themar und Ostritz wird klar, dass diese Annahme überholt ist. Rechtsextreme Musikveranstaltungen haben längst eine neue Qualität erreicht. Nach gleich zwei entsprechenden Festivals im letzten Jahr wird das südthüringische Themar erneut zum Anlaufpunkt der rechtsextremen Szene: Die NPD lädt ein zu den „Tagen der nationalen Bewegung“.

Zehntausende protestieren in Berlin gegen AfD

Zu einer Großdemonstration rief die AfD heute ihre Anhänger nach Berlin. Man wollte die Stadt im Blau der Partei färben, so der wortgewaltige Aufruf. Erreicht haben die Rechtspopulisten das Gegenteil: Maximal 5.000 Parteigänger folgten der Einladung, während sich die 13 Gegendemonstrationen mit zehntausenden Besuchern zu einem Großevent entwickelten. Bleibt offen, ob dies zwangsläufig eine Niederlage für die AfD bedeutet, schließlich steht sie einmal mehr im Mittelpunkt der Medien.

Freiheitsstrafe nach rechtem Angriff in Ueckermünde

Weil ein 59-jähriger Mann am 7. September 2016 im Bus zwischen Pasewalk und Ueckermünde eine schwarze Frau und ihr Kind drangsalierte und im Anschluss einen jungen Mann aus Afghanistan mit einer Bierflasche ins Gesicht schlug, musste er sich gestern vor dem Amtsgericht in Pasewalk verantworten. Dieses verurteilte den Mann zu einer Freiheitsstrafe von vier Monaten auf Bewährung und einer Entschädigungszahlung.