Umstrittene „City Train“-Wirtin übernimmt Gastronomie-Schiff: Drohen Saarbrücken weitere „Peniskuchen“-Partys?

Zu ihren Gästen gehör(t)en der NPD-Landeschef Peter Marx, die frühere Porno-Darstellerin Ina Groll oder Sascha Wagner, ebenfalls NPD-Landesvorstand und angeklagt, seine Stieftöchter misshandelt zu haben. „Berühmtheit“ erlangte Jacky S. als Wirtin des „City Train“ in Saarbrücken, in dessen Räumen die fast schon legendäre „Peniskuchen-Affäre“ ihren Lauf nahm, die Marx seinen Posten als Generalsekretär der Bundes-NPD kostete. Die Pläne von S., in der saarländischen Landeshauptstadt einen weiteren Gastronomiebetrieb zu eröffnen, stoßen auf Widerstand. Beobachter befürchten einen Szenetreffpunkt mitten im Herzen der Stadt.

Nach „Peniskuchen-Feier“ unter Bordell – NPD-Marx mit „Stolz und Ehre“ gegen den Straßenstrich

Peter Marx hat im Augenblick viel Zeit – als Generalsekretär der NPD trat er kürzlich zurück, die Schweriner Fraktion um NPD-Bundeschef Pastörs hat „keine Anschlussverwendung“ für den früheren Geschäftsführer. In Saarbrücken konnte Marx daher jüngst nicht nur einen „Peniskuchen“ gereicht bekommen. Auch macht er derzeit Front gegen den ausufernden „Straßenstrich“ und feiert mit Gesinnungsgenossen gleichzeitig in einer verruchten Lokalität unter einem „Eros Center“.

Nationaler „Shitstorm“ gegen „Kitty Blair“

Das Bundesverfassungsgericht kippt die Drei-Prozent-Hürde, Die Rechte scheitert bei der Sammlung von Unterstützungsunterschriften, die marktliberale Alternative für Deutschland gerät zusehends in nationalistisches Fahrwasser. Doch innerhalb des „nationalen Widerstandes“ wird derzeit kein Thema energischer diskutiert als das Engagement einer (ehemaligen) Pornodarstellerin für die NPD. In diversen Kommentarspalten wird Front gegen „Kitty Blair“ gemacht, nicht wenige Neonazis werfen ihr „Rassenschande“ vor. Mittlerweile sammelt sogar eine eigene Anti-Ina-Groll-Seite auf Facebook fleißig „Fans“.

„Kinderschläger, Neger, Pornodarstellerinnen“ – NPD-Generalsekretär Marx weiß, wie man feiert

Der Skandal-Landesverband der NPD hat wieder zugeschlagen. Bei einer privaten Geburtstagsfeier einer NPD-Kreisvorsitzenden in Saarbrücken soll es hoch hergegangen sein. Eine Stripperin sorgte für gute Stimmung, dazu eine illustre Gästeschar: Ein Landesvorstandsmitglied, das sich gerade vor Gericht wegen Misshandlung seiner Stieftöchter verantworten muss sowie eine sich nun als Kommunalpolitikerin versuchende (ehemalige) Pornodarstellerin. Und mittendrin: der Generalsekretär der Bundespartei, Peter Marx.

CDU-Mann als NPD-Vermieter? Jusos Saar fordern Konsequenzen

Bei der letzten Bundestagswahl erzielte die NPD im Saarland 1,7 Prozent – ihr mit Abstand bestes Resultat in einem westlichen Bundesland. Dieses Ergebnis kommt nicht von ungefähr: Die Rechtsextremisten führen im kleinsten Bundesland immer wieder Veranstaltungen mit hoher Außenwirkung auf. Einige davon fanden in einem Saarbrücker Hotel statt, das einem CDU-Kommunalpolitiker gehört. Deshalb fordern die saarländischen Jusos den Eigentümer nun in einer Petition auf, der NPD keine Räume mehr zur Verfügung zu stellen. Mit ihrem Protest richten sich die Nachwuchspolitiker auch an die Spitzen der Christdemokraten im Land.

Geprügelt und gewürgt: NPD-Funktionär wegen Misshandlung seiner Stieftöchter vor Gericht

+ + Mit Nachtrag + + Vor dem Pirmasenser Amtsgericht muss sich derzeit der NPD-Funktionär Sascha Wagner verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 41-Jährigen vierfache Körperverletzung vor – begangen an seinen heute 15 und 17 Jahre alten Stieftöchtern. Dabei blickt das ältere der beiden Mädchen auf eine schwere Kindheit zurück. Im Alter von 13 Jahren zeugte sie mit einem NPD-Wahlkampfhelfer ein Kind, der dafür 32 Monate hinter Schloss und Riegel wanderte.

NPD stellt sich selbst ein Bein - Bundesparteitag in Saarbrücken wohl geplatzt

Die Pläne, ihren Bundesparteitag in Saarbrücken abzuhalten, hatten sich schnell zerschlagen. Dabei machte es die NPD der Stadtverwaltung einfach, die erteilte Genehmigung zurückzuziehen. Offenbar enthielt der Vertrag nicht die erforderlichen Eintragungen. Für die Versäumnisse zeichnete gerüchteweise der Generalsekretär Peter Marx verantwortlich, wodurch der ohnehin ungeliebte Kader unter Druck geraten sein soll. Nun weicht die Partei nach Thüringen aus.

„Arglistige Täuschung“: Saarbrücken will NPD-Bundesparteitag in letzter Minute verhindern

Den Beginn seiner Amtszeit hatte sich der frischgebackene NPD-Chef Udo Pastörs sicherlich anders vorgestellt. Nicht nur, dass der Rückzug seines Vorgängers Holger Apfel die Partei in eine schwere Glaubenskrise gestürzt hat, jetzt steht auch noch die Ausrichtung des Parteitages in einer Woche auf wackligen Beinen. Die Stadt Saarbrücken hat ihre bereits erteilte Zusage zurückgezogen. Sie fühlt sich von der NPD getäuscht.

Dort, wo er gegen die „Judenrepublik“ hetzte: Pastörs Krönung zum NPD-Chef in Saarbrücken?

In gut zwei Wochen steht für die NPD ein Parteitag mit richtungsweisendem Charakter an. Nach dem unrühmlichen Abgang von Ex-Chef Holger Apfel soll der Schweriner Scharfmacher Udo Pastörs den Karren aus dem Dreck ziehen. Der 61-Jährige kündigte schon einmal vorsorglich an, wieder den Schulterschluss mit den Kameradschaften suchen zu wollen. Als Tagungsort ist offenbar die saarländische Hauptstadt Saarbrücken im Gespräch. Genau dort, wo der Hardliner 2009 gegen die „Judenrepublik“ sowie „ausländische Samenkanonen“ hetzte.

Eine Initiative von:

Storch-Heinar