Wahl NRW: Rechtsaußen wird die Luft sehr dünn

Die Wahlniederlage der SPD, die Mehrheit für Schwarz-Gelb, der Einzug der AfD – all das überlagert am Tag nach der Wahl die Ergebnisse am rechten Rand bei der Landtagswahl in Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland. Denn obwohl gegenüber 2012, als nur die NPD zur Wahl antrat, dieses Mal gleich drei Parteien des rechten Randes um die Wählergunst buhlten, erzielten diese zusammen noch einmal weniger Stimmen als vor fünf Jahren die NPD allein.

Im Schatten der AfD: Rechte Splitterparteien bei NRW-Wahl chancenlos

Am 14. Mai sind die Bürgerinnen und Bürger des bevölkerungsreichsten Bundeslandes Nordrhein-Westfalen aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Neben dem Platzhirsch am rechten Rand, der AfD, treten die NPD, die REP und Die Rechte an. Realistische Chancen, die wichtige Ein-Prozent-Hürde zu überspringen, räumen Beobachter keiner dieser Splitterparteien ein. Pro NRW verzichtet sogar auf eine Kandidatur.

NPD, REP, der Dritte Weg, die Rechte, Alfa – gefangen auf Sektenniveau

Während bei der AfD gestern bei den Landtagswahlen die Sektkorken knallten, müssen die anderen rechten und rechtsextremen Parteien harte Bruchlandungen verkraften. Den Sprung in die Parteienteilfinanzierung schaffte außer der AfD-Abspaltung Alfa in Baden-Württemberg niemand. Der Absturz der NPD geht derweil unentwegt weiter. Hier die Ergebnisse der beiden westdeutschen Bundesländer im Detail.

Kommunalwahl Hessen: AfD dort stark, wo sie antritt

Nach dem vorläufigen Zwischenergebnis erzielte die Alternative für Deutschland bei den gestrigen Kommunalwahlen in Hessen 13,2 Prozent. Damit wäre die AfD hinter CDU und SPD drittstärkste Kraft, wobei sie nur in 18 von 426 Gemeinden antrat. Die angeschlagene NPD kam mancherorts auf hohe Zustimmungswerte, in Wetzlar gewann sie fast zehn Prozent der Stimmen. Die Partei war genauso wie die REP dort erfolgreich, wo die AfD auf eine Kandidatur verzichtete.

„Neustart“ der Republikaner kann nicht stattfinden – Parteitag abgesagt

Die in weiten Teilen nur noch auf dem Papier existierende Kleinpartei Die Republikaner erlebten zur Kommunal- und Europawahl ein Desaster. Die Wahlergebnisse sind eingebrochen und der Sündenbock war schnell gefunden: die AfD. Der Noch-Vorsitzende Rolf Schlierer wollte auf einem für dieses Wochenende geplanten Bundesparteitag einen Umbruch einläuten. Doch selbst dazu kam es nicht: Die Veranstaltung wurde wegen arglistiger Täuschung abgeblasen.

Eine Initiative von:

Storch-Heinar