Dortmunder Neonazis wollen auch „das Volk“ sein

Von der deutschlandweit verbreiteten fremdenfeindlichen Proteststimmung versucht mittlerweile auch die Neonazi-Partei Die Rechte nachhaltig zu profitieren. Für den 28. März kündigt die Gruppe um den Dortmunder Stadtrat Dennis Giemsch eine Demonstration in der nordrhein-westfälischen Stadt an. Um einen möglichst hohen Zuspruch zu erhalten, hat Die Rechte sich mit der „Lunikoff Verschwörung“ für das nach dem Aufmarsch folgende Konzert „prominente“ Verstärkung ins Boot geholt.

KÖGIDA-Marsch mit Hooligans und Mohammed-Karikatur

Am 5. Januar hatten mehrere tausend Gegendemonstranten einen ersten Aufmarschversuch der PEGIDA-Kopie „Köln gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (KöGIDA) verhindert. Obwohl die Islamfeinde mehr als 500 Anhänger mobilisiert hatten, kam es zu einem internen Streit, der zur Trennung von Original und Kopie führte. Trotzdem konnte die radikaler ausgerichtete Kopie am 14. Januar einen eigenen Marsch in der Kölner Innenstadt durchsetzen.

Aussteigerprogramm für Neonazis: NRW sieht Erfolg

Das Programm des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes zum Ausstieg aus der Neonazi-Szene wird von der dortigen Landesregierung als Erfolg verbucht. Seit 2010 seien 74 „Klienten“ erfolgreich entlassen worden, teilte Innenminister Ralf Jäger (SPD) auf eine Anfrage der Piraten-Landtagsfraktion mit. Kritiker befürchten, dass es den Schlapphüten indes nicht um eine nachhaltige Ausstiegsarbeit, sondern vielmehr um den Zugang zu neuen Quellen gehe.

HoGeSa meldet sich mit Neonazi-Konzert und Demo-Ankündigungen zurück

Die letzten Wochen war es ruhig um die „Hooligans gegen Salafisten“. Untätig waren die HoGeSa-Macher offenbar aber nicht. Nach eigenen Angaben stehe die Gründung eines Vereins bevor, außerdem liefen die Vorbereitungen für eine Demonstration am 28. Februar im „Osten“. Die Finanzierung der Aktivitäten soll mit Hilfe einer „Solidaritäts-Veranstaltung“ gestemmt werden, für die das Neonazi-Rap-Duo „A3stus“ und der Sänger einer weiteren Rechtsrock-Kapelle zugesagt haben. Auch „Kategorie C“ sind mit an Bord.

Eine Initiative von:

Storch-Heinar