Ausgewählte Nachrichten
Samstag, 03. April 2010

Besuch bei Jüngers Jüngern: Wo die konservative Welt noch in Ordnung ist.

Einmal im Jahr treffen sich Deutschlands Freunde der Werke des Dichters Ernst Jünger in der schwäbischen Provinz im Kloster Heiligkreuztal. An nämlichem, fast asketischem Orte verweilt alljährlich jedoch nicht nur eine elitäre und illustre Gesellschaft, sondern scheint auch der verschollene konservative Kern der Union verborgen zu sein. Im Ländle ist die Welt halt irgendwie noch „in Ordnung".

Montag, 11. Januar 2010

Alles nur geklaut? Über Hans Zehrer, Zeev Sternhell und den Faschismus

Noch heute gilt der Faschismus häufig allein und ausschließlich als genuin rechtes politisches Phänomen. Die Studien des israelischen Politikwissenschaftlers Zeev Sternhell haben mit diesem schlichten Mythos gründlich aufgeräumt. Er rekonstruierte den Faschismus aus seinen Quellen des "integralen Nationalismus" und "revolutionären Syndikalismus" und damit als eine Synthese aus "rechts" und "links". Doch Sternhell war keinesfalls der erste, der diesen Gedanken präzise auf den Punkt gebracht hat. Der konservative Publizist Hans Zehrer veröffentlichte hierzu bereits im Jahr 1931 einen bemerkenswerten Text.

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Ferdinand Frieds „Die soziale Revolution“: Nationaler Sozialismus als Grundlage der Volksgemeinschaft

Nachdem der konservative Publizist Ferdinand Fried bereits im Vorfeld der Machtergreifung durch die Nazis zu einem der Stichwortgeber der Autarkie-Bewegung geworden war, arrangierte er sich nach 1933 schließlich mit dem NS-Regime. In diesem Zusammenhang entstand auch die im Jahr 1942 veröffentlichte Schrift "Die soziale Revolution". Sie kann als eine Rechtfertigung eines "nationalen Sozialismus" gelesen werden, die sich allzu konkreter Vorschläge und Erörterungen allerdings bewusst enthielt.

Freitag, 25. Dezember 2009

Antikapitalismus von rechts – Ferdinand Fried und das Konzept der Autarkie

In den späten 1920er Jahren entwickelte sich unter dem Eindruck der Weltwirtschaftskrise und im Schlepptau eines grundsätzlichen Antiliberalismus auch auf Seiten der politischen Rechten ein zunächst diffuser Antikapitalismus. Systematisiert und mit Argumenten ausgestattet wurde dieser u.a. von Ferdinand Friedrich Zimmermann, der im Vorfeld des Nationalsozialismus unter dem Pseudonym Ferdinand Fried für die konservative Monatszeitschrift „Die Tat“ schrieb.

Dienstag, 15. Dezember 2009

'So sind wir Menschen.' - Über die Kapitulation der Konservativen vor der empirischen Wirklichkeit

In das Regierungsviertel der Hauptstadt, genauer gesagt in die gemeinsame Landesvertretung von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, hatte gestern Abend der Landtverlag anlässlich der Vorstellung eines neuen Buches geladen. Gekommen waren etwa 150 Gäste - darunter neben dem Buchautor Jörg Schönbohm auch Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble sowie FAZ- und JF-Autor Karl Feldmeyer.

Freitag, 04. Dezember 2009

„Ende des Vertrauens?" - Die Neue Rechte zerlegt sich selbst.

Wenige Tage nach der Verleihung des Gerhard Löwenthal-Preises der Wochenzeitung "Junge Freiheit" (JF) an Ellen Kositza erschien auch ein würdevoll gestaltetes Begleit-Video. Was jedoch zum Jahreswechsel 2009 geschah, nachdem dieses Video im Blog der rechten Jugendzeitschrift "Blaue Narzisse" (BN) veröffentlicht worden war, erschien nicht nur Beobachtern der Szene als würdelos.