Pleite für NPD-„Aushilfsvorsitzenden“ Pastörs: Kreisverband Hamburg kippt „Steiner“-Wulff-Entmachtung

„Pack schlägt sich, Pack verträgt sich“ – Dieses Motto scheint zumindest in der rechtsextremen NPD momentan nicht zu gelten. Nach diversen „Abgängen“ an politischem Personal spitzte sich zuletzt der Streit zwischen dem radikalen Kameradschaftler Thomas „Steiner“ Wulff und dem NPD-Bundesvorstand zu. Ein Beschluss zur Amtsenthebung des Parteivorstandes wurde durch ein Schiedsgericht der NPD in Hamburg zunichte gemacht. Wulff jubelt. Eine politische Niederlage für NPD-„Bundesführer“ Pastörs.

Nicht mal für die Bundespartei von Interesse: Hamburger NPD macht Neonazi Wulff zum neuen Chef

Die Hamburger NPD hat einen neuen Chef: Nach Parteiangaben hat der bisherige Vize Thomas Wulff den Chefsessel der Gliederung von Torben Klebe übernommen. Der Bundespartei ist der Führungswechsel kein Wort wert – dort ist Wulff seit seiner Abrechnung mit der Parteiführung in Ungnade gefallen. Trotzdem dürfte sein angedachter Parteirauswurf nach dem Abgang von Holger Apfel vom Tisch sein.

„Deutschlandfahrt“-Debakel geht in die nächste Runde: Gegendemonstranten verhindern NPD-Kundgebung in Hamburg

Die Pleiteserie der NPD setzt sich fort. Am zweiten Tag der groß angekündigten „Deutschlandfahrt“ erlebte die Truppe um Bundeschef Holger Apfel ein weiteres Debakel. Mehr als 400 Gegendemonstranten verhinderten den Auftritt in der Innenstadt, weshalb die „Schlachtschiff“-Besatzung in den Hamburger Südosten ausweichen musste.

Termine der „NPD-Deutschlandfahrt“ bekannt: Montag Schwerin und Rostock, Dienstag Hamburg und Lüneburg

Bereits vor Wochen hatte die NPD angekündigt, im kommenden Bundestagswahl wieder mit einer „Deutschlandfahrt“ provozieren zu wollen. Obwohl sich die Parteispitze bislang in Schweigen hüllt, sind die ersten Termin durchgesickert. Starten wird die Tour am kommenden Montag in Rostock und Schwerin. Es folgen am Dienstag Hamburg und Lüneburg.  

Kehrt der Neonazi-Terror nach Hamburg-Bergedorf zurück? Unbekannte verüben drei Anschläge auf linkes Jugendzentrum

Der Hamburger Stadtteil Bergedorf war in den späten achtziger, frühen neunziger Jahren ein Hotspot der Neonaziszene im Norden. Zahlreiche Führungskader mittlerweile verbotener Gruppierungen schlugen hier ihre Zelte auf. Hinzu kam eine vitale braune Jugendszene – rassistische Gewalt war fast an der Tagesordnung. An diesen Straßenterror wollen die heutigen Neonazis anknüpfen, in den letzten Tagen gab es gleich drei Anschläge auf ein alternatives Jugendzentrum. Außerdem soll sich eine neue „Kameradschaft“ gegründet haben. 

Eine Initiative von:

Storch-Heinar