Vertonter Hass - Neonazi-Bands werden indiziert

Für die Nachwuchsgewinnung spielt Musik für Neonazis eine gewichtige Rolle. Deshalb strengen die Behörden immer mehr Verfahren an, um Veröffentlichungen von Hassbands zu indizieren oder sogar zu verbieten. Als besonders eifrig hat sich dabei das brandenburgische Landeskriminalamt erwiesen, das in zehn Jahren 530 Tonträger aus dem offiziellen Verkehr ziehen konnte. Im letzten Jahr wurden 28 Verfahren gegen Neonazi-CDs erfolgreich abgeschlossen. Darunter befindet sich mit der „Liebenfels Kapelle“ auch eine bekanntere Formation aus Mecklenburg-Vorpommern.

Hass und Gewalt begleiten gescheiterte Neonazi-Aufmärsche

Im Schatten des gescheiterten Neonazi-Aufmarsches von Bad Nenndorf versuchte die brandenburgische NPD, Stimmung gegen Asylbewerber zu machen. Noch bevor die eigentlichen Kundgebungen beginnen konnten, löste die Polizei die Versammlung auf: NPD-Anhänger hatten zuvor Gegendemonstranten mit Pfefferspray und Fahnenstangen angegriffen. Es gab vier Verletzte. In Niedersachsen attackierten frustrierte Neonazis einen Journalisten. 

Verwirrspiel beendet: Neonazi-Konzert steigt in Finowfurt, nicht in Viereck

Den politischen Gegner verwirren. Diese Masche steckt hinter der Strategie, die von den Organisatoren eines Rechtsrock-Festivals am kommenden Wochenende gefahren wird. Gleich zwei mögliche Veranstaltungsorte veröffentlichten die Veranstalter. Doch nun ist die Katze aus dem Sack, das „Freiluftkonzert“ geht mit hoher Wahrscheinlichkeit im brandenburgischen Finowfurt über die Bühne. Längst sind zivilgesellschaftliche Gegenmaßnahmen angelaufen.

Eine Initiative von:

Storch-Heinar