von Redaktion
   

Zoll hebt Neonazi-Dopinglabor in Kiel aus

Die Zollfahnder dürften bei dieser Razzia in Kiel nicht schlecht gestaunt haben. Bei der Suche nach illegal hergestellten Dopingmitteln stießen die Beamten außerdem auf 63 Neonazi-CDs und Schallplatten. Ebenfalls sichergestellt wurde ein Schlagstock, nun wird gegen einen 30-Jährigen ermittelt.

Ein Teil der sichergestellten Beweise (Foto: Zollfahndungsamt Hamburg)

Es ist der dritte große Schlag gegen die illegale Dopingmittelherstellung in jüngster Vergangenheit. Bereits Mitte Juni zerschlugen norddeutsche Zollfahnder in Kiel ein komplettes Untergrund-Labor zur Herstellung von Dopingmitteln. Dabei fiel ihnen die gesamte Laborausstattung in die Hände. Die Beamten waren bereits seit Anfang des Jahres hinter dem Verdächtigen, einem 30-jährigen Deutschen, her. Sichergestellt wurden neben bereits hergestellten Anabolika in flüssiger Form oder als Tabletten auch gut 1.000 Potenzpillen, die alleine einen Schwarzmarktwert von bis zu 10.000 Euro haben.

„In den vergangenen Monaten hat das Zollfahndungsamt Hamburg fünf komplette Untergrundlabore in Hamburg und Schleswig-Holstein ausgehoben. Die Bekämpfung der Dopingmittelkriminalität steht eindeutig im Fokus des Zolls“, sagte ein Sprecher der Hamburger Zollfahndung.

Weitere Beweise, u. a. der sichergestellte Schlagstock (Foto: Zollfahndungsamt Hamburg)

Die weiteren „Zufallsfunde“ dürften den mutmaßlichen Doping-Dealer zusätzlich in die Bredouille bringen. Im Rahmen seiner Durchsuchungen stieß der Zoll nämlich auch auf einen Teleskopschlagstock und auf mehrere Dutzend CDs und Schallplatten mit rechtsextremistischem Inhalt. Insgesamt wurden 63 Tonträger eingezogen, was dem Verdächtigen ein zusätzliches Ermittlungsverfahren eingebracht hat. 

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