von Julian Barlen
   

„Wann kracht es?“ – AfD-Kandidat Arppe startet Wahlkampf mit „Gefahr eines Vielvölkerstaates“

Dass in Mecklenburg-Vorpommern ein niedriger einstelliger Prozentsatz der Bevölkerung einen Migrationshintergrund hat, ist bekannt. Dass der AfD-Landtagskandidat Holger Arppe erstinstanzlich wegen Volksverhetzung verurteilt wurde, auch. Trotzdem soll für Arppes Wahlkampfauftakt Ende März nun ausgerechnet das Thema „Wann kracht es? Der gefährliche Weg in den Vielvölkerstaat“ herhalten. Als Gast angekündigt ist der umtriebige „Neurechte“ Felix Menzel. Derweil griffen Unbekannte das Haus von Arppe in Rostock an.

Holger Arppe als Teilnehmer einer AfD-Kundgebung in Stralsund (Foto: Oliver Cruzcampo, Archiv)

„Die Sorgen der Bürger ernst nehmen“, „die AfD mit Argumenten stellen“, „bloß nicht in die rechtsextreme Ecke stellen“, so oder so ähnlich hört sich allenthalben die Einsicht an, wie mit der erstarkten AfD umzugehen sei. Dass dieses Vorhaben mit Blick auf das Verhalten der radikaleren AfD-Kreise womöglich schwerer seien könnte, als eine eingeseifte Sau am Schwanz zu packen, zeigt in diesen Tagen der AfD-Landtagskandidat und ehemalige AfD-Landesvorsitzende Holger Arppe aus Rostock. 

Unter dem Titel „Wann kracht es? Der gefährliche Weg in den Vielvölkerstaat“ lädt er am 31. März an einen unbekannten Ort (Anmeldungen werden per E-Mail angenommen) zu einem „Vortragsabend“ mit Felix Menzel ein. Letzterer ist seit Jahren „Tausendsassa'“ der neurechten Szene, Herausgeber der Schüler- und Jugendzeitung „Blaue Narzisse“, Sympathisant der „Identitären Bewegung“ und organisierte in Chemnitz sogar eine „Bürgerstreife“ gegen eine Asylbewerberunterkunft.

Neurechter „Tausendsassa“

Auch unterstützt er das umstrittene Vernetzungstreffen „Zwischentag“ und machte 2010 mit einer Beleidigung von Claudia Roth auf sich aufmerksam. Bei allen Aktivitäten für eine „rechte Milieubildung“ legt Felix Menzel Wert darauf, nicht als „rechtsextrem“ eingeordnet zu werden. Kernthemen seiner Bestrebungen sind – passend zu dem von Arppe angekündogten Vortrag – „Ethnopluralismus“, ein „Europa der Regionen“ und der „Einfluss des Islam in Europa“.

Bei der „rechten Milieubildung“ legt Menzel seit langem „Flexibilität“ an den Tag. 2010 nahm er beispielsweise an einer Veranstaltung des 2005 gegründeten, der NPD nahe stehenden „Bildungswerks für Heimat und nationale Identität e.V.“ teil, um über „Nation & Europa“ zu diskutieren. In der Hoffnungen auf „eine Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis“, wie er später auf seinem Blog schreibt. Wie diese Praxis in der letzten Konsequenz aussieht, ist hinlänglich bekannt.

Ende Februar verbreitete Menzel sich auf der Webseite der „Blauen Narzisse“ über einen angeblichen Hass auf die Sachsen, die z. B. in Clausnitz einfach zivilen Ungehorsam und vielerorts „bodenständigen Protest“ an den Tag legten. Die Presse hingegen verdeutliche, so Menzel, dass ein „Umbau Deutschlands in einen autoritären Vielvölkerstaat“ gewünscht sei, „in dem die einheimische Bevölkerung nichts mehr zu melden hat.“

Wahlkampf abseits der Realität

Dass dieser Menzel nun ausgerechnet durch den in erster Instanz wegen Volksverhetzung verurteilten Holger Arppe eingeladen wird, um ihn im Landtagswahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern zu unterstützen, verdeutlicht das Ausmaß der Misere: Realitätsnahe Themen mit Wirklichkeitsbezug für das Land braucht die AfD nicht, um Stimmung zu machen. Die Tatsache, dass im Nordosten kaum Ausländer und noch weniger Muslime leben, stört da nicht das fröhliche Wahlkampftreiben der AfD.

Drei Tage nachdem Arppe einen Hinweis auf die Veranstaltung mit Menzel auf Facebook öffentlich gemacht hatte, wurde sein Haus am Rostocker Heiligengeisthof Ziel eines Übergriffs.

Die Galerie von Holger Arppe nach dem Anschlag (Foto: Oliver Cruzcampo)

Unbekannte schlugen Fenster ein und gossen Farbe in den Eingangsbereich. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen. Derweil verurteilten die Parteien in der Bürgerschaft den Anschlag.

Kommentare(31)

xyz Donnerstag, 17.März 2016, 10:21 Uhr:
\"Die Tatsache, dass im Nordosten kaum Ausländer und noch weniger Muslime leben, stört da nicht das fröhliche Wahlkampftreiben der AfD. \"

Das ist wirklich ein sehr einfältiges Gegen-\"Argument\". Im Gegensatz zum Verfasser dieses Artikels ist die AfD nämlich in der Lage, auch über den Tellerrand zu schauen. Und da sind beispielhaft die Zustände in Duisburg-Marxloh oder Berlin-Neukölln zu nennen. Diese Zustände möchten die AfD und ihre Wähler nicht auch noch in Mecklenburg-Vorpommern haben, wenn der Politik der Alt-Parteien nicht Einhalt geboten wird. Hier heißt es: Wehret den Anfängen!. Und eine starke AfD-Fraktion im Schweriner Landtag hat nicht nur Einfluß auf die Landes-, sondern natürlich allein schon durch ihre bloße Existenz auch auf die Bundespolitik.

Und ein weiteres \"Argument\", nämlich daß rechte bzw. konservative Parteien verstärkt dort gewählt würden, wo ein geringer Migrantenanteil bestehe, wurde in Baden-Württemberg ad absurdum geführt. Denn in Pforzheim und Mannheim, zwei Städte mit sehr hohem Migrantenanteil an der Bevölkerung, hat die AfD sogar zwei Direktmandate errungen.

Klarzustellen ist, daß die AfD deshalb nicht ausländerfeindlich ist. Sie stellt sich nur gegen die Politik der ungebremsten und ungezügelten Zuwanderungspolitik aller Alt-Parteien. Es müssen erst einmal die Migranten \"verdaut\" werden, die hier sind. Und wer kein Recht hat, sich in diesem Land aufzuhalten, der muß konsequent wieder in sein Heimatland zurück.
 
Roichi Freitag, 18.März 2016, 12:05 Uhr:
@ xyz

Immerwieder lustig, wie genau zwei Stadtteile herhalten müssen, seit Jahren und natürlich, ohne je dort gewesen zu sein.
Müssten es nicht nach der Prophezeiung der Rechten inzwischen schon viel mehr Stadtteile und Städte sein, die "untergegangen" sind?
Oder stagniert der "Untergang" so vor sich hin, dient aber dennoch als willkommenes Beispiel?
Nur um eine Fehler der Logik aufzugreifen. Es gibt noch viel mehr darin.

Es wird also immernoch Panik mit Phantasien, Behauptungen und Parolen gemacht. Jetzt eben von der AfD und nicht mehr der NPD, aber seit Jahrezehnten ohne ARgumente und mit den immer gleichen Beispielen.

"Und ein weiteres \"Argument\", nämlich daß rechte bzw. konservative Parteien verstärkt dort gewählt würden, wo ein geringer Migrantenanteil bestehe, wurde in Baden-Württemberg ad absurdum geführt."

Ach deswegen war der Anteil in Sachsen-Anhalt so gering. Verstehe.
Deswegen ist der Rückhalt für Rechte in Sachsen, Brandenburg und MV so klein.
Schon sinnfrei deine Analyse, aber passt zumindest in die Ideologie.

"Klarzustellen ist, daß die AfD deshalb nicht ausländerfeindlich ist"

Richtig, sie ist Ausländerfeindlich, weil sie so sein will.
Weil sie mit Lügen, Behauptungen und Parolen zu Hass und Gewalt aufruft und fordert Menschen wegen ihrer Herkunft zu erschießen.
 
Martina Schmidt Freitag, 18.März 2016, 13:03 Uhr:
Auch ohne großartige Sympathie für die AfD, kann man feststellen, daß es zahlreiche Städte gibt, die, zumindest gefühlt, einen besonders hohen Anteil an Migranten haben. Dazu zählt Berlin genauso wie Mannheim. Aber auch Frankfurt/M., Offenbach, Hamburg, Köln, etc. Irgendwie so ziemlich jede größere Stadt in den gebrauchten Bundesländern. Aber auch in den neuen Bundesländern, kann man in den großen Städten diese gefühlte Entwicklung beobachten.

Vermutlich sind es die konkreten Probleme vor Ort, welche die Wähler dazu bewegen die AfD zu wählen. In der Hoffnung, diese würde die Probleme beseitigen. Ob das in einem Zusammenhang mit dem tatsächlichem oder dem gefühlten Migrantenanteil steht, läßt sich vermutlich statistisch belegen und gleichsam widerlegen. Dazu sind die gesellschaftlichen Gefüge zu verschieden.
 
Martina Schmidt Freitag, 18.März 2016, 13:14 Uhr:
@ Roichi

Soweit ich mich errinere ruft die AfD nicht zu Hass und Gewalt auf und fordert auch nicht Menschen wegen ihrer Herkunft zu erschiessen. Ersteres würde wohl unweigerlich in ein Verbotsverfahren führen. Der mögliche Schußwaffengebrauch wurde als Argument, wenn auch als fragwürdiges, ins Feld geführt. Dabei ging es um die Sicherung der Grenze und darum den fortgesetzten unrechtmäßigen Grenzübertritt zu verhindern und wieder in geordnete und gesetzeskonforme Bahnen zu lenken. Die konkrete Herkunft der Menschen spielte dabei keine Rolle, kann also auch kein griffiges Argument sein.
 
Julian Barlen (ENDSTATION RECHTS." Freitag, 18.März 2016, 13:28 Uhr:
@ xyz: Gut, dass Sie das Motto der AfD noch mal rausarbeiten:

Es geht eben nicht um die konkreten Sorgen der Menschen vor Ort. Anders kann man die Programmaussagen (Weg mit dem Mindestlohn, Steuervorteile für Wohlhabende, Ja zur Atomkraft, weniger Hilfen für Alleinerziehende, etc.) nicht deuten. Gleichzeitig wird versucht, die Flüchtlingssituation zuzuspitzen und restlos für eigene Machtinteressen auszunutzen. So auch in o. g. Beispiel der Veranstaltung von Holger Arppe „Wann kracht es? Der gefährliche Weg in den Vielvölkerstaat“.

Ihre Argumente überzeugen mich nicht: Die Wahrscheinlichkeit, dass die Bevölkerungstruktur in Mecklenburg-Vorpommern der in Duisburg-Marxloh oder Berlin-Neukölln entsprechen wird, ist gleich NULL. Hinzu kommt: Außerdem ist die Forderung nach Rückführungen doch längst Gesetzeslage; abgelehnte Asylbewerber werden abgeschoben. Die AfD fordert demnach etwas, was längst Praxis ist. Ist das seriös?

Mal ganz zu schweigen von der bisherigen Arbeitsbilanz in den Parlamenten der AfD. Alles sehr überschaubar!
 
xyz Freitag, 18.März 2016, 14:05 Uhr:
@Roichi

Immer wieder lustig, mit anzusehen, wie von Leuten wie dir die Realität zur Kenntnis zu nehmen verweigert wird.

Kein Wunder, daß die SPD eine Wahlklatsche nach der anderen kassiert.
 
Björn2 Samstag, 19.März 2016, 07:51 Uhr:
Da ist die Katastrophe, die über dieses Land zieht, nun sogar medial seit über einem halben Jahr sichtbar und die Demokraten fangen jetzt an nach Ursachen, Problemen und Lösungen zu suchen? Selbst, wenn man ihnen "guten Willen" bescheinigt, zeigen Demokraten nichts anderes als ihre durch das System verschuldete Unfähigkeit. Die wahre Alternative liegt in einer Überwindung der demokratischen Verbrechen. Erst wenn das demokratische Joch überwunden ist, können die Völker frei sein.
 
xyz Samstag, 19.März 2016, 13:08 Uhr:
@Julian Barlen

Was die Programmaussagen der AfD betrifft, so gibt es solche mit großer und solche mit geringer Priorität. Oberste Priorität haben die Änderung der derzeitigen Flüchtlingspolitik oder die Beendigung der ruinösen Euro-"Rettungs"-Politik. Wegen der anderen genannten Programmpunkte wird in der AfD noch diskutiert. Die AfD steht ausdrücklich für eine kinder- und familienfreundliche Politik. Die Behauptung, daß die AfD Politik zulasten Alleinerziehender betreiben wird, ist daher falsch.

"Gleichzeitig wird versucht, die Flüchtlingssituation zuzuspitzen und restlos für eigene Machtinteressen auszunutzen."

Hier muß von der AfD nichts zugespitzt werden. Daß sich die Situation so zugespitzt hat, ist allein Frau Merkel und dem im Bundestag vertretenen Altparteien-Kartell zu verdanken. 80 % der Bevölkerung lehnt die aktuelle Flüchtlingspolitik der Bundesregierung ab. Dann ist es ja wohl ganz natürlich, daß eine Partei wie die AfD dieser Bevölkerungsmehrheit eine Stimme gibt und in den Parlamenten auf eine Änderung dieser Politik hinwirkt.

Und mich überzeugen Ihre Argumente nicht. Wenn der Politik der unbegrenzten und ungesteuerten Zuwanderung nicht Einhalt geboten wird, dann entwickeln sich die Zustände auch hier im Bundesland über kurz oder lang in die Richtung, die in krassester Form bereits in Duisburg-Marxloh oder Berlin-Neukölln vorzufinden sind.
 
xyz Samstag, 19.März 2016, 13:25 Uhr:
@Julian Barlen

Fortsetzung Teil 2

Die von Ihnen behaupteten Änderungen in der Gesetzeslage haben faktisch null Auswirkungen. Denn oftmals entziehen sich die Betroffenen einer Abschiebung oder diese ist praktisch gar nicht durchführbar, weil die Länder, in die abgeschoben werden soll, gar nicht abnahmebereit sind.

Hier muß eine grundlegende Politikänderung erfolgen, und dies geht nur mit einer anderen Partei wie der AfD, da die Altparteien mit ihrem Personal völlig versagt haben und daher unglaubwürdig geworden sind. Das wird den Wählern immer mehr bewußt. Man traut den Altparteien einen glaubhaften Politikwechsel nicht zu.

Und der Verweis auf die "überschaubare bisherige Arbeitsbilanz" der AfD in den Parlamenten ist auch nicht ernstzunehmen.

Bekanntlich kann Politik in Parlamenten nur mit Mehrheiten aktiv und effektiv gestaltet werden. Die Altparteien lehnen aber eine Zusammenarbeit mit der AfD in jedweder Form ab. Da kann die AfD noch so viele Anträge stellen, wie sie wollen. Da klar ist, daß die Altparteien diese sowieso ablehnen werden, wäre das von vornherein sinnlos.

Aber wie schon gesagt bewirkt allein schon die bloße Existenz der AfD in den Parlamenten eine Änderung der Politik der Altparteien, da sie anderenfalls einen weiteren Verlust von Wählern befürchten müssen - so wie das z.B. in Österreich hinsichtlich der FPÖ der Fall ist.
 
Roichi Samstag, 19.März 2016, 14:56 Uhr:
@ Martina

"Vermutlich sind es die konkreten Probleme vor Ort..."

Wenn die Wahlen etwas gezeigt haben, dann dass es das nicht ist.
Denn die AfD hat keine Lösungen und kann keine Lösungen anbieten. Einzig Kreischen kann sie.

"Soweit ich mich errinere ruft die AfD nicht zu Hass und Gewalt auf und fordert auch nicht Menschen wegen ihrer Herkunft zu erschiessen"

Nicht?
Warum wurden denn genau deswegen Kader verurteilt? Warum wurden genau diese Aussagen so thematisiert.
Und natürlich versucht man sich hinterher mit Mausrutschern rauszureden. Das glaubt allerdings niemand außer den eigenen Anhängern.
Warum wohl.

"Der mögliche Schußwaffengebrauch wurde als Argument, wenn auch als fragwürdiges, ins Feld geführt."

Du meinst, als bewusste Lüge, da er illegal wäre.
Nein, das war eindeutig der Aufruf zu Gewalt. Wenn auch so gut verpackt, dass er nicht justiziabel ist.
Denn wenn schon die Parteispitze das fordert, dann kann doch der kleine Parteianhänger auch mal so einen "illegalen Asylschmarotzer" vermoppen.

"Die konkrete Herkunft der Menschen spielte dabei keine Rolle, kann also auch kein griffiges Argument sein. "

Tatsächlich spielt sie die entscheidende Rolle. Denn nur Fremde sollten erschossen werden. Nicht "Biodeutsche".

Du kommst mit deinen Behauptungen auch nicht weiter, als der Kamerrad xyz.


@ xyz

Das du in deiner eigenen Realität lebst, ist ja nun nichts Neues.
Ebenso, dass du mal wieder nur ausweichen und persönlich werden kannst.
 
Roichi Samstag, 19.März 2016, 14:56 Uhr:
@ Björn2

Was war das jetzt?
Satire auf die Kamerraden.
So gelesen ist es schon recht gut geschrieben, wenn auch wahrscheinlich zu hoch für die Kamerraden.
 
Roichi Samstag, 19.März 2016, 20:34 Uhr:
@ xyz

Ist ja interessant, wie gut du Beshceid weißt, was gerade so in der AfD wie besprochen und gewichtet wird.
Oder sind das nur wieder die üblichen Spekulationen?
So wie diese hier:
"Die Behauptung, daß die AfD Politik zulasten Alleinerziehender betreiben wird, ist daher falsch."

Denn dass dem so ist, steht im Programmentwurf drin.
Unter anderem schön aufgearbeitet hier:
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-03/afd-partei-programm-entwurf
und hier:
https://correctiv.org/blog/2016/03/14/das-afd-programm-entschluesselt/
Vielleicht willst du dich mal inhaltlich damit auseinandersetzen.

"Hier muß von der AfD nichts zugespitzt werden. Daß sich die Situation so zugespitzt hat, ist allein Frau Merkel und dem im Bundestag vertretenen Altparteien-Kartell zu verdanken. "

Wer wollte nochmal auf Menschen schießen lassen?
Wer behauptet etwas von Vergewaltigungen, von steigender Kriminalität durch Geflüchtete, von "Überfremdung" und "Islamisierung"?
Bestimmt nicht Frau Merkel. Das ist schon die AfD und es ist alles haltlose Parole.
Da ändert deine Wiederholung auch nichts dran.

" 80 % der Bevölkerung lehnt die aktuelle Flüchtlingspolitik der Bundesregierung ab"

Ganz sicher. Deswegen haben auch mehr als 75% nicht die AfD gewählt. Du hast offenbar ein Problem mit der Realität.

Ende Teil 1
 
Roichi Samstag, 19.März 2016, 20:34 Uhr:
Teil 2


"Dann ist es ja wohl ganz natürlich, daß eine Partei wie die AfD dieser Bevölkerungsmehrheit eine Stimme gibt und in den Parlamenten auf eine Änderung dieser Politik hinwirkt."

Eine "Mehrheit" von maximal 15% ist nicht so wirklich eine Mehrheit. Mathematik Grundschule.

"Und mich überzeugen Ihre Argumente nicht."

Wozu auch, wenn die Ideologie steht.

" ...dann entwickeln sich die Zustände..."

Jaja, die rechten Prophezeiungen. Sind allerdings noch nie eingetreten. Vor 80 jahren nicht und auch vor 20 Jahren nicht, genausowenig wie jetzt.
Aber statt mal drüber nachzudenken, werden sie einfach immer wiederholt. Wird schon irgendwann. Die Ideologie gibt es ja vor.

"Denn oftmals entziehen sich die Betroffenen einer Abschiebung oder diese ist praktisch gar nicht durchführbar, weil die Länder, in die abgeschoben werden soll, gar nicht abnahmebereit sind."

Na wie gut, dass du auch davon keine Ahnung hast. Vermeidet Konflikte mit der Ideologie.
Die meisten Ausreisepflichtigen reisen freiwillig aus. Und wo nicht abgeschoben werden darf, stehten die Menschenrechte im Weg. Die schon wieder. Dass die aber auch immer mit der Ideologie kollidieren.

Ende Teil 2
 
Roichi Samstag, 19.März 2016, 20:34 Uhr:
Teil 3


"Und der Verweis auf die "überschaubare bisherige Arbeitsbilanz" der AfD in den Parlamenten ist auch nicht ernstzunehmen."

Und warum nicht?
Deine Ausreden jedenfalls ziehen nicht. Sie zeigen nur, wie wenig Ahnung du auch davon hast.
Auch aus der Oppostion kann man Politik machen, wenn man denn will.
Aber das wäre ja nicht Opfer genug.
Und man müsste dafür natürlich auch mehr, als Hass und Empörung können.

Ende Kommentar
 
Erik Sonntag, 20.März 2016, 00:03 Uhr:
@ Roichi

"Mimimimimi"

Darf ich dir ein virtuelles Taschentuch reichen? :D
Fakt ist, dass deine Genossen immer mehr Wähler verlieren. Da helfen auch deine Parolen und dein Rumgeflenne nichts.

@ Julian Barlen

"Außerdem ist die Forderung nach Rückführungen doch längst Gesetzeslage; abgelehnte Asylbewerber werden abgeschoben. Die AfD fordert demnach etwas, was längst Praxis ist. Ist das seriös?"

Natürlich ist das seriös.
Der Kommentator "xyz" schrieb von der KONSEQUENTEN Abschiebung abgelehnter Asylbewerber. Wie sieht denn da die Bilanz aus? Wieviele abgelehnte Asylbewerber wurden denn in letzter Zeit abgeschoben?

"Es geht eben nicht um die konkreten Sorgen der Menschen vor Ort. Anders kann man die Programmaussagen (Weg mit dem Mindestlohn, Steuervorteile für Wohlhabende, Ja zur Atomkraft, weniger Hilfen für Alleinerziehende, etc.) nicht deuten."

Dass Sie und ihre Parteigenossen keine Ahnung von den Sorgen der Menschen haben können, hat man ja an den Wahlergebnissen bei den Landtagswahlen gesehen. Hättet Ihr davon Ahnung, dann hättet Ihr ja Euer Programm entsprechend anpassen können und Ihr hättet nicht so dermaßen "abgelosed".
Die Wähler sehen die Lösung für ihre Sorgen doch eher bei der AfD anstatt bei Ihrer Partei.
 
Erik Sonntag, 20.März 2016, 00:24 Uhr:
PS: @ Julian Barlen

"Mal ganz zu schweigen von der bisherigen Arbeitsbilanz in den Parlamenten der AfD. Alles sehr überschaubar!"

Diese Einschätzung eines Sozialdemokraten kann natürlich nicht objektiv sein. Fragen Sie doch mal einen Abgeordneten der AfD, was derjenige oder diejenige von der Arbeitsbilanz Ihrer Partei in den Parlamenten hält. Die Einschätzung würde dann doch auch eher negativ ausfallen.

"Ihre Argumente überzeugen mich nicht: ..."

Ihre Argumente überzeugen mich auch nicht. Und schaue ich mir die jüngsten Wahlergebnisse Ihrer Partei an, dann sieht man ja, dass Sie und Ihre Genossen im Großen und Ganzen nur noch sehr wenige Bürger überzeugen können.
 
Roichi Sonntag, 20.März 2016, 20:57 Uhr:
@ Erik

Wer sollen denn nun "meine Genossen" sein?
Die Fakten hatte ich oben dargestellt. Wenn du dich daran argumentativ betätigen willst, gerne.
So jedenfalls war das nichts.

"Natürlich ist das seriös. "

Weil du es sagst und dann gleich noch die Behauptungen von Kamerrad xyz wiederholst?
Nicht wirklich.

"Die Wähler sehen die Lösung für ihre Sorgen doch eher bei der AfD anstatt bei Ihrer Partei. "

Dem allerdings immernoch die Fakten widersprechen.
Aus Wunschdenken wird kein Fakt. Egal, wie oft du es wiederholst.

"Diese Einschätzung eines Sozialdemokraten kann natürlich nicht objektiv sein. "

Aber dein ist es, oder wie?
Du bist immer weniger ernst zu nehmen.
Da hilft auch kein Gepöbel.
 
Roichi Montag, 21.März 2016, 09:22 Uhr:
@ Erik

Kleine Korrektur Meinerseits:
Ein Teil der Fakten, auf die ich mich bezog sind nebenan zu finden.
http://www.endstation-rechts.de/news/kategorie/afd/artikel/die-afd-und-das-compact-magazin-allianz-der-mutigen.html
Da bin ich etwas mit den Tabs durcheinander geraten.
 
abraxas Montag, 21.März 2016, 09:35 Uhr:
Argumentativ sind die Vertreter der AfD Parolen hier in dem Diskussionsforum wenig oder gar nicht zugänglich, weil ideologisch verbohrt.
Worauf es ihnen jedoch im Wesentlichen ankommt, ist die Überwindung unserer parlamentarischen Demokratie.
Wie sagt BJörn2:
"Erst wenn das demokratische Joch überwunden ist, können die "Völker" frei sein."
Eine erschreckende Vorstellung, die mich sehr an die Machtübernahme vor 83 Jahren und einem gewissen Herrn Hitler aus Braunau erinnert!
Liebe Leute wacht rechtzeitig auf und bereitet dieser NSDAP-Plagiatpartei eine rigorose Absage.
Nationalismus hat schon immer zum Desaster und Krieg geführt, egal wo, ob in Europa, Amerika oder auch in Asien.
Die einfache Bevölkerung musste es von jeher ausbaden.
Wehret den Anfängen!
 
Jörg Kröger Montag, 21.März 2016, 12:08 Uhr:
Bahnhof Ludwigslust, Samstag 19.03. gegen 16.10. (zum EC 174 )

Zwei einzeln reisende junge Frauen (~ mitte 20) und eine Gruppe von 6 männlichen arabisch aussenden und sprechenden Jugendlichen (ca. zwischen 16 und 20 Jahren) in der Unterführung zum Bahnsteig 2.
Meine Beobachtung: Die jungen Frauen trauten sich erst in meinem 'Schatten' an dieser Gruppe vorbei.
Das sind konkrete Fakten.
 
Dennis Montag, 21.März 2016, 13:41 Uhr:
@Jörg:

Wollen Sie wirklich eine eigene "Beobachtung" als "Fakten" verkaufen?
Das ist doch wohl nicht Ihr Ernst. Sie machen sich ja komplett lächerlich.......
 
Roichi Montag, 21.März 2016, 13:48 Uhr:
@ Jörg

Joa geht klar. Mal zu den Fakten, deiner Erzählung:
Du bist also zum Zug gegangen. In der Unterführung waren noch andere Menschen, davon zwei Frauen und eine Gruppe Männer, die vielleicht arabisch sprachen und nicht weiß, blond und blauäugig waren.
Der Rest ist Spekulation, kein Fakt.
Und nun willst du mit deiner Spekulation was genau beweisen?
 
JayBee Dienstag, 22.März 2016, 09:11 Uhr:
@ xyz

Wie ist es denn so in Marxloh oder Neukölln? Du scheinst ja da profunde Kenntnisse zu haben. Erhelle uns doch mal, woher Deine Kenntnisse stammen und was sie genau beinhalten. Dann kann ich das mit meinen Kenntnissen abgleichen. Immerhin arbeite ich in Neukölln.
 
Jörg Kröger Dienstag, 22.März 2016, 12:13 Uhr:
@Roichi
Ich muss nichts beweisen. Ich verschließe aber auch nicht meine Augen vor der Wirklichkeit, um mir die Welt schöner zu denken, als sie ist.
Insofern hat @Dennis recht.
 
xyz Dienstag, 22.März 2016, 13:04 Uhr:
@JayBee

Nur mal zwei Videobeispiele:

https://www.youtube.com/watch?v=1ZJSUS-6NHk

https://www.youtube.com/watch?v=k1BZYQOZpQc

Bin schon gespannt, wie Du das alles schönreden und gesundbeten wirst. Das wird unterhaltsam.
 
Roichi Dienstag, 22.März 2016, 17:47 Uhr:
@ Jörg

Du vermischst in deinem Text deine Beobachtungen mit Spekulationen und verkaufst das dann als Fakten. Insofern kannst du auch nichts beweisen.
Sondern allenfalls eine aufgehübschte Anekdote erzählen und dir die Welt schlechter denken, als sie ist.
Was außer den aufgezählten Fakten deiner Erzählung, ich gehe mal davon aus, sie hat so stattgefunden, wahr bzw. Fakt ist, weißt du nicht und auch niemand anderes. Es bleibt Spekulation.
Deine Erzählung hat also keine Aussagekraft für irgendetwas. Schon gar nicht für "die Wirklichkeit".

Gut, dass du das inzwischen selbst so siehst.
 
Roichi Mittwoch, 23.März 2016, 09:50 Uhr:
@ xyz

Und was genau soll das jetzt belegen?
Mal abgesehen davon, dass du dich damit gleich mal disqualifiziert hast.
 
Jörg Kröger Mittwoch, 23.März 2016, 10:12 Uhr:
@Roichi
hier meine letzte Wortmeldung in dieser Sache:
Alles bleibt Spekulation. Wenn wir es bereits mit 'Fakten' zu tun haben, ist es schon zu spät (sh. Brüssel).
Realitätsverweigerung ist der Anfang von allem.
Hier ein Beispiel für Köln. Die 'Spekulationen' von Ralph Giordano liegen fast 9 Jahre zurück, Silvester noch keine 4 Monate. Und im Raum Köln verorten unsere Sicherheitsbehörden die aktuelle Brutstätte des islamistischen Terrors für Deutschland (bis was passiert, auch nur Spekulation) :
http://www.focus.de/politik/cicero-exklusiv/tid-7505/cicero-exklusiv_aid_133889.html
Eine neue Spekulation von mir: Würde Herr Giordano heute noch leben, hätte er erhebliche Probleme, sich gegen rechtspopulistische Anwürfe zu wehren.
Abschließend ein Satz zum Nachdenken: Nicht der Überbringer der Botschaft ist der Feind.
 
Roichi Mittwoch, 23.März 2016, 14:18 Uhr:
@ Jörg

Und wieder spekulierst du und versuchst das als Fakten zu verkaufen.
Abschließend auch ein Satz von mir: Nicht jeder scheinbare Zusammenhang ist auch einer.
Soviel Realität muss sein.
 
Erik Mittwoch, 23.März 2016, 17:59 Uhr:
@ Roichi

Auch in der von dir verlinkten Kommentarspalte kann ich von dir keine Fakten entdecken. Da liest man auch nur Parolen, unbelegte Behauptungen und ganz viel Rumgeflenne.
Gib dir mal ein bisschen mehr Mühe, wenn du andere Menschen wirklich davon überzeugen willst, dass sie ihr Kreuz künftig nicht mehr bei der AfD machen.
 
Roichi Mittwoch, 23.März 2016, 23:39 Uhr:
@ Erik

Lesen hilft gelegentlich. Auch dir.
Aber du kannst ja mal anfangen, deine "Fakten" von oben zu belegen.
Dann wirst du darauf stoßen, was ich dir versuchte oben schon zu vermitteln.
Es sein denn natürlich du nimmst Ideologie für Realität und Behauptungen für Tatsachen.
Und dann kannst du dich argumentativ daran abarbeiten, wie ich es dir oben schon vorgeschlagen habe. Nicht nur rumpöbeln.
 

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