von Felix Benneckenstein
   

Viele Wege führen nach Berlin: AfD testet, wie islamfeindlich ihre Mitglieder sind

Wer nach dem Aufnahmestopp für (ehemalige) Mitglieder der sich in der unfreiwilligen Selbsteliminierung befindlichen Kleinstpartei Die Freiheit glaubte, die AfD sei entfernt von rechtspopulistischen Gefilden, der wurde dieses Wochenende eines Besseren belehrt. Parteisprecher Lucke musste für die Abgrenzung der neuen Sympathisanten intern Kritik einstecken, saß die Situation dann aber aus. Erstmal abwarten, wie sich das entwickelt. Nun wertet er – ganz der Professor – die Islamfeindlichkeit innerhalb der AfD aus.

AfD-Chef Bernd Lucke (Foto: Oliver Cruzcampo)

Die „Alternative für Deutschland“ (AfD) ist eine Protestpartei, die Protestwähler am rechten Rand gerne abholen würde – zumindest, wenn es einem Einzug in den Bundestag oder in andere Parlamente dient. Das darf, spätestens seit AfD-Chef Bernd Lucke seine Anhängerschaft zu ihrer subjektiven Islamfeindlichkeit befragt hat, nicht mehr bestritten werden.

Die Partei ist rasch gewachsen, ihre Mitglieder kamen zunächst tatsächlich aus der „Mitte“ unserer Gesellschaft. Aus vielen Schichten. Doch, wie das bei neuen Parteien eben so ist, fragt man sich nach der ersten „Die (da oben) machen alles falsch“ - Runde irgendwann, was man selber „richtig“ machen möchte: Wie die routinemäßige programmatische Selbstfindung, die eigentlich vor der Gründung einer Partei stattgefunden haben sollte, zumindest ist dies der Wähler bislang gewohnt. Die CDU ist christlich-demokratisch, wertkonservativ. Bei der SPD steht der soziale Anstrich im Mittelpunkt. Die Grünen setzen eben mehr auf die Umwelt. Die Farben sind meist der politischen Richtung zuzuordnen. Doch die himmelblaue „Alternative“ - welche Standpunkte vertritt eine Alternative?

Deren Macher wollen alles anders machen. Das reichte auch erst einmal völlig aus, um als große Hoffnung der chronisch unzufriedenen „schweigenden Mehrheit“ in Deutschland wahrgenommen zu werden. Zu Inhalten äußert man sich konkreter lieber erst nach der Wahl. Im Grunde war nicht einmal die „Abschaffung des Euro“, für die die Partei so heftige Kritik einstecken musste, ihr eigentliches Ziel – obwohl sie einige Menschen doch genau dafür gewählt haben. Anpassungsfähigkeit beweist sie damit allemal: In ländlichen Teilen Sachsens etwa plakatierte sie gegen „Zuwanderung in unsere Sozialsysteme“, in strukturstarken Regionen setzte man auf neoliberale Phrasen und äußerte sich wenig bis gar nicht negativ zu Themen wie Einwanderung, Multikulti und Integration.

Diese Konzeptlosigkeit wurde allenthalben kritisiert, aber eben lukrativ belohnt: Viele Menschen unterschiedlichster Ansichten wählten die Partei, wahrscheinlich auch des extrem rechten Milieus. Auf dem Weg zum Nationalstaat muss zunächst der Gedanke von einem vereinten Europa beseitigt werden. Und so gab es in der Lesart dieser Wähler – jenseits der als solchen oft wahrgenommenen „Blockparteien“ – endlich mal wieder Politiker, die „alles anders machen“ würden. Dass die Parolen diesmal nicht von einem „radikalen rechten Marktschreier“ oder von „trendbewussten, zukunftsorientierten und rebellischen Jugendlichen“ kommen, sondern von einem seriösen Professoren, hat überzeugt.

Nur haarscharf hat die AfD den Einzug in den Bundestag verpasst. Der Wahlabend war für die junge Partei aber ein Debakel. Zwar gab man sich äußerlich begeistert von dem tatsächlich für eine völlig neue Partei beachtlichen Ergebnis, aber die Enttäuschung lag auf der Hand. Meinungsforschungsinstitute, die die AfD bei unter fünf Prozent sahen, wurden von der AfD zuvor juristisch angegangen. Niemand konnte sich offensichtlich vorstellen, dass es für den Bundestag nicht reichen würde. Der Landtag in Hessen wurde ebenso verpasst. Dabei sahen sich die AfD-Wahlkämpfer noch am Wahlabend in der Rolle der „neuen FDP“ – also mit Aussicht auf Regierungsbeteiligung. Totale Realitätsverweigerung, noch am Wahlabend, als sich das Scheitern von Stunde zu Stunde mehr abzeichnete.

Die Popularität der AfD hat die rechtspopulistische Szene zu Umstrukturierungsmaßnahmen genötigt. Der in der Islamhasserszene beliebte Internetblog „politically incorrect“ (pi-news) wurde fast zum inoffiziellen Parteiorgan, fast täglich befanden sich Aufrufe zur Unterstützung der AfD auf der Website. Als der Parteisprecher Bernd Lucke auffallend kurz vor den Wahlen und im Rampenlicht einer laufenden Kamera vor Hunderten von Zuhörern in Bremen angegriffen wurde, hat pi-news kurzum zur großen Solidarität geblasen. Die Freiheit rief ferner dazu auf, die AfD zu wählen, auch Vertreter von der noch weiter rechts stehenden „Bürgerbewegung PRO Deutschland“ schickten dort, wo sie nicht auf der Wahlliste stehen durften, ihre besten Wünsche in Richtung Professor Lucke. Innerhalb der NPD war man tendenziell verärgert über diese Protestwählerkonkurrenz. Aber eine „eurokritische“ Opposition im Bundestag wäre natürlich auch ganz im Sinne der Hardliner.

Die Splitterpartei Die Freiheit scheint sich indes nicht mehr von der Umstrukturierung und dem damit verbundenen weiteren Mitgliederschwund erholt zu haben, vielleicht will sie das auch nicht. Die Partei zersetzt sich gerade selbst. Der Münchner Michael Stürzenberger stellt derzeit den Bundesvorsitzenden, kommissarisch. Ein Parteitag Mitte November in Thüringen soll ihn jedoch Insiderinformationen zufolge bestätigen. Sein Vorgänger, der wortgewandte und durchaus charismatische René Stadtkewitz scheint gegenüber der mächtigen AfD kapituliert zu haben. Ob er sich in der AfD irgendwann einfinden wird, um dort als Politiker Karriere zu machen? Durchaus möglich: Stadtkewitz galt gegenüber dem Hardliner Stürzenberger als gemäßigt. Seine islamfeindliche Rhetorik entspricht in etwa dem, was Bernd Lucke momentan „zur Debatte stellt“.

Populismus ist das Gebot der Stunde – die Thesen sind mehrdeutig und relativieren scharfe Kritikpunkte wieder in sich selbst. Man will zwar neue Wähler gewinnen, aber bloß keine Alten verlieren. Denn man muss kein Professor sein, um die Rechnung zu verstehen – 0,3 Prozent der Wählerstimmen haben nach Bekanntgabe des amtlichen Endergebnisses gefehlt. Knapper geht es kaum. Vielleicht wäre die AfD nun im Bundestag, hätte sie sich nicht kurz vor der Wahl bei einigen Islamhassern unbeliebt gemacht. Diesen Fehler will man offensichtlich nicht mehr wiederholen: Und nach der Wahl ist vor der Wahl.

Der Bundeschef will jetzt von seiner Partei wissen, was sie über Thesen denkt, wie etwa:„Islamische Glaubenslehren, die die Freiheit und Gleichberechtigung von Frauen einschränken, verstoßen gegen Grundwerte unserer Gesellschaft.“ Man meint jedoch nicht etwa nur Zwangsheirat und „körperliche Züchtigung“, wie sie in manchen Ländern leider tatsächlich legal passieren, sondern das ungeliebte Kopftuch und somit das – im Grundgesetz geschützte – öffentliche zur Schau stellen seiner eigenen Religion: „(...) Umgekehrt ist von muslimischen Mitbürgern zu akzeptieren, dass in deutschen Bildungseinrichtungen und der deutschen Gesellschaft andere Lebenseinstellungen für Frauen vertreten und vorgelebt werden.“

Der ganze Text lässt sich so interpretieren, wie man ihn interpretieren möchte: Die einen mögen dahinter die eben angesprochenen und absolut nicht zu beschönigenden Verhältnisse meinen, die wir als mit dem Menschenrecht nicht vereinbar ansehen. Doch unter diesem Absatz kann man auch folgendes verstehen: Das Kopftuch als Ausdruck der eigenen Religion ist in Deutschland unerwünscht. Lucke will nun offensichtlich wissen, welche Interpretation seinen Anhängern besser gefällt – auf der Jagd nach den fehlenden 0,3 Prozent.

Kommentare(21)

Sven von Hachtburg Montag, 04.November 2013, 12:56 Uhr:
Die AfD wird noch deutlicher als bisher das Thema Toleranz und Bürgerrechte im Zusammenhang mit der Zuwanderungsthematik herausarbeiten müssen. Daran wird man bemessen können in welche Richtung sie sich entwickeln wird. Herr Lucke hat offenbar erkannt, dass hier innerhalb der Bevölkerung der Wunsch nach einer klaren Differenzierung besteht. Man möchte differenzieren zwischen der rechtsradikalen Rhetorik "Ausländer raus", und der linksradikalen Rhetorik "Inländer raus". In der Praxis heisst das: Wer die Bürgerrechte im Kontext unseres Grundgesetztes nicht respektiert, muss gehen. Hier gibt es offenbar den Wunsch zum konsequenten Handeln. Das Recht der Frauen auf Selbstbestimmung kann hier nur ein Aspekt sein. Untrennbar damit verbunden sind auch die Rechte von friedlichen Minderheiten, die in Deutschland unbehelligt leben möchten. Hierzu gehören ethnische Minderheiten (Moslems, Juden, Araber) ebenso, wie auch Homosexuelle und andere Minderheiten, die vielfach unter der zunehmenden Gewaltbereitschaft radikaler, zumeist junger Einwanderer zu leiden haben. Der Zuzug aus Ländern in denen Menschen zu Tode gesteinigt werden dürfen, bloß weil sie z.B. homosexuell veranlagt sind, bringt eine säkulare Gesellschaft wie die der Bundesrepublik Deutschland, langfristig in echte Schwierigkeiten. Hier könnte die AfD sich durchaus im positiven Sinne profilieren, wenn Sie den Mut dazu aufbringt nicht nur aus rechtskonservativer Perspektive heraus Kritik zu üben.
 
münchhausen Montag, 04.November 2013, 14:31 Uhr:
@sven
Es waren "Gutmenschen"(tm), die in den letzten Jahrzehnten gegen den massiven Widerstand konservativer Kreise Frauenrechte, die Akzeptanz von Schwulen und Lesben sowie die tatsächliche Durchsetzug der Trennung von Staat und Kirche durchgesetzte haben. An vielen Stellen sind wir heute noch weit entfernt von einem gleichberechtigtem Leben und trotzdem versuchen Konservative immer noch unermüdlich bei der Gleichstellung mit religiösen/biologistischen/Vatermutterkind Argumenten den gesellschaftlichen Wandel aufzuhalten.
Plötzlich aber wird der Feminismus und die LGBT-Bewegung durch den Rechtskonservativismus in Geiselhaft genommen und gegen den Islam ausgespielt. Nachdem sich die politische Rechte von gemäßigt bis radikal jahrzehntelang gegen Frauenrecht und Rechte für Schwule und Lesben positioniert hat, entdeckt sie auf einmal die "zivilisatorische Überlegenheit" dieser Errungenschaften.

Der Schutz von Minderheit und die Durchsetzung der Frauenrechte ist nicht bei denen gut aufgehoben, die diese Gruppen nur dazu instrumentalisieren wollen, um sie gegen andere Gruppen auszuspielen. Der Feminismus und die LGBT werden nach wie vor ihren Platz bei der politischen Linken haben, denn das Streiten für Frauenrechte und der Rechte für Schwule und Lesben war nur ein spezifischer Ausdruck von der Überzeugung, dass jeder Mensch, unabhängig seiner Herkunft, seiner Religion, seines Geschlechts und seiner sexuellen Orientierung gleich ist und die gleichen Rechte verdient
 
Leser Dienstag, 05.November 2013, 11:17 Uhr:
Die Verzweiflung muss schon groß sein, wenn man versucht, mit derart durchsichtiger Manipulation Lucke in die Nähe von Stürzenberger zu rücken. Selbst dem Dümmsten dürfte klar sein, dass wenn man wie Lucke von der Verfassung her argumentiert, Zwangsheiraten natürlich erst recht abzulehnen sind. Wohlweislich haben Sie ja auch nicht - wie es ordentliche Journalisten täten - die Thesen vollständig zitiert bzw. das Papier verlinkt. Gott bewahre, dass die Leser auf die Idee kommen könnten, sich selber eine Meinung zu bilden, was von den Thesen und Ihrer "Interpretation" selbiger zu halten ist.
 
Jürgen A. Erhard Dienstag, 05.November 2013, 11:55 Uhr:
Lucke ist Wirtschaftswissenschaftler. Also macht er was, womit er sich vom Fach her auskennen sollte: Marktforschung.

Die AfD ist ein Produkt. Lucke der Verkäufer. Und die Wähler die (dummen) Kunden.
 
migräne Dienstag, 05.November 2013, 13:21 Uhr:
Es genügt die Mitunterzeichner des Manifest "Linkstrend stoppen" durchzublicken um zu Wissen welche Stunde für Frauenrechte und Homosexuelle geschlagen hat. Freifrau Hedwig von Beverfoerde ist hochaktiv gegen Abtreibung. Ihre "1-von-uns.de"-Lobbyisten versuchen jetzt schon mit Massenemails das EU-Parlament zu beeinflussen. Dahinter steckt auch die "Zivile Koalition e.V." als Vorläuferbewegung der AfD. Das bedeutet natürlich die Tabuisierung der Homoehe, wie bei der französischen Massenbewegung "La Manif pour tous". "Initiative Familienschutz" von Freifrau von Beverförde zählt zur Speerspitze im Kampf gegen Gleichstellung der “Homo-Ehe”.
 
Roichi Mittwoch, 06.November 2013, 13:41 Uhr:
@ Sven

Du solltest vielleicht mal Minderheitenquartett spielen.
Münchhausen hat dir ja schon gesagt, worauf du achten sollst.


@ Leser

Kannst du auch noch etwas anderes, als Rumpöbeln?
Übrigens sind Zwangsheiraten per Gesetz schon längst verboten.
Dazu braucht es keinen Lucke.
 
Andre Mittwoch, 06.November 2013, 13:50 Uhr:
Völliger Blödsinn!

Ich bin geborener Ausländer und lehne den Islam Strikt ab!
Bin ich deswegen rechts???
Ich lehne auch die Scientology-Zeugen Jehovas wie die Kirche und Druidentum ab.
Bin ich nun Mega Rechts??
Dieser Beitrag ist billiger Populismus!
 
Andre Mittwoch, 06.November 2013, 17:13 Uhr:
@Roichi

Toller Kommentar....Zwangsheirat ist verboten, da braúcht es keinen Lucke.

Und warum werden dann jedes Jahr zig Frauen Zwangsverheiratet und einige wenige schaffen es vorher in Frauenhäuser oder anderen Institutionen zu flüchten?
Ja wer die Realität ablehnt macht sich die welt wie sie einem gefällt.
 
münchhausen Mittwoch, 06.November 2013, 18:06 Uhr:
@Andre

Wenn Sie persönlich für sich den Islam aus welchen Gründen auch immer ablehnen, ist das nicht rechts und nicht links. Das ist durch die Religionsfreiheit GG §4 gedeckt.

Wenn Sie ablehnen, dass andere Menschen ihren Glauben praktizieren und Sie Ihrerseits das Grundrecht auf freie Religionswahl und -ausübung GG§4 für andere Menschen einschränken wollen, weil Sie der Meinung sind, Ihre Überzeugung sei alleine maßgebend für die anderen Menschen, sind Sie im besten Falle ein Gegner einer pluralistischen Demokratie.

Ob eine Kultusgemeinschaft eine Sekte oder eine Religion darstellt, ist eine Frage, die Religionswissenschaftler/Sozialwissenschaftler [Plural!] auf der einen Seite, und Gerichte und Verfassungsschutzbehörden in einem rechtsstaatlichem Prozess auf der andere Seite feststellen müssen.

Ob sie Inländer, Ausländer oder Staatenlos sind, ist für Ihre politische Verortung vollkommen belanglos. Eine politische Haltung wird durch die persönliche Meinung begründet, nicht durch die Herkunft. Im Gegensatz zur Herkunft kann man sich seine politische Haltung übrigens aussuchen.

"Dieser Beitrag ist billiger Populismus! "

Warum ist dieser Beitrag billiger Populismus? Werden Fakten falsch oder einseitig dargestellt? Welche genau? Bei welchen Schlußfolgerungen vermissen Sie die Argumente? An welchen Stellen emotionalisiert der Artikel unzulässigerweise?

Der Vorwurf des Populismus ist meistens selbst nichts anderes als Populismus
 
Roichi Mittwoch, 06.November 2013, 20:25 Uhr:
@ Andre

So ganz hast du den Beitrag nicht kapiert. Lies nochmal.

Zum Kommentar an mich direkt.
"Ja wer die Realität ablehnt macht sich die welt wie sie einem gefällt. "

Nicht so einfach mit dem Recht und gesetz bei dir.
Viele Dinge sind verboten. Und viele Leute landen vor Gericht, weil sie verbotene Dinge tun.
Ebenso wie viele Leute unter Gewalt anderer Leute leiden, aber so abhängig von diesen sind, dass sie sich keine Hilfe holen.
Soviel zu deiner Realität.

Den Rest hat Münchhausen schon treffend dargestellt.
 
Tobias Wagenbach Mittwoch, 06.November 2013, 23:42 Uhr:
Hier werden Dinge vermischt die so nicht stimmen. Die AfD ist eine eigenständige Partei. Die "homofreindliche" Zivile Koalition ist nur ein Verein. Ja, es gibt in der AfD einige Kandidaten der Zivilen Koalition (Frau von Storch u.a.), aber auch Ex-Liberale und bekennende Homosexuelle in Berlin und Köln, soviel ich weiß. Also wo ist das Problem? Im Programm stehen keine homosexuellenfeindlichen Punkte. Die Partei sieht sich als konsequente "Grundgesetz-Partei" und Verfechterin von Volksabstimmungen und Bürgerrechtsfragen. So hat kürzlich AfD-Bundesvorstandsmitglied Frauke Petry die Gleichstellung der Eingetragenen Partnerschaft mit der Ehe befürwortet. Auch deshalb, weil dies z.B. im Steuerrecht, von unserem Verfassungsgericht gefordert wurde. So wie Petry sieht das auch Prof. Dilger in NRW, sowie der Berliner Landesverband. Ich geh davon aus, dass auch der Bundesvorstand seine zaghafte Haltung aufgeben muss, denn es geht hier um die Umsetzung von Recht und Gesetz im Sinne unserer Verfassung.
 
Roichi Donnerstag, 07.November 2013, 08:38 Uhr:
@ Tobias

"Die Partei sieht sich als konsequente "Grundgesetz-Partei""

Vielleicht sagt sie das.
Dass sie gleichzeitig Grundrechte angreift, wenn auch noch zaghaft, spricht dagegen.
Aber vielleicht besinnt man sich ja nochmal. Momentan geht es in die andere Richtung.
 
Yorel Donnerstag, 07.November 2013, 11:31 Uhr:
"Der Vorwurf des Populismus ist meistens selbst nichts anderes als Populismus"

Genau so sehe ich das auch, wir erinnern uns kurz an die Zeit vor den Wahlen. Als die AfD der breiten Medienlandschaft standhalten musste, denn aus allen Richtungen hagelte der Vorwurf des Populismus.

Der Beitrag von Felix Benneckenstein macht mich schon etwas stuzig, wenn ständig die Rede davon ist dass die AfD einzig und allein das Ziel verfolgte alles anders zu machen. Dann stellt dies nur wiedermal eine Diffamierung der AfD dar, ohne jegliche Argumente gegen deren Ziele und Lösungsvorschläge vorzubringen.

Am Beispiel der AfD sieht man mal wider wie schwer es eine kleine Partei in Deutschland hat. Zum Glück sind unsere Lebensmittelpreise so niedrig dass es für jeden auch noch für ein Smartphone und einen großen Flachbildfernseher reicht. Somit geht es jedem gut genug damit man sich nicht um die politischen Belange kümmern muss. Die Großparteien sind in iher Zielfindung und Zielstrebigkeit auf der Suche nach akzeptablen Lösungen für das Volk so rückradlos wie jedes Gummibärchen. Doch wen interessierts, sich eine eigene Meinung zum Inhalt der AfD und dem Rest zu bilden und jede Berichterstattung gerade aus den öffentlich rechtlichen Sendern zu hinterfragen ist ja aufwändiger als einfach zu wiederholen was man da untergejubelt bekommt. Denn wir wissen ja sicher, alle Russen sind böse, die USA ist unser bester Freund und es gibt keine korrupten Politiker in Deutschland.
 
Roichi Donnerstag, 07.November 2013, 14:24 Uhr:
@ yorel

"denn aus allen Richtungen hagelte der Vorwurf des Populismus. "

Nicht ganz unberechtigt. Denn der Vorwurf ist eben nicht immer auch gleich Populismus.
In dem Fall konnte ganz klar begründet werden, woher der Vorwurf kommt.

"wenn ständig die Rede davon ist dass die AfD einzig und allein das Ziel verfolgte alles anders zu machen."

Das hat sie sich selbst auf die Fahnen geschrieben. Schon mit dem Namen fängt das an.

"ohne jegliche Argumente gegen deren Ziele und Lösungsvorschläge vorzubringen. "

Dazu gibt es erstens schon genug Auseinandersetzungen, und zweitens ist da außer populistischen Parolen nicht viel Substanz da, die man angehen könnte.

"Am Beispiel der AfD sieht man mal wider wie schwer es eine kleine Partei in Deutschland hat."

Die Opferrolle, wie immer.

"dass es für jeden auch noch für ein Smartphone und einen großen Flachbildfernseher reicht."

Wenn du mir sowas schenkst gerne.

"Somit geht es jedem gut genug damit man sich nicht um die politischen Belange kümmern muss."

Jaja, die uninteressierte faule schweigende Mehrheit. Wie langwelig. Wie willst du das eigentlich mit der Wahlbeteiligung in Einklang bringen?

"Doch wen interessierts, sich eine eigene Meinung zum Inhalt der AfD und dem Rest zu bilden"

Viele Leute. Nur wird deren Meinungsfindung dir nicht passen, weswegen sie bei dir dann von der "Systempresse" manipuliert sind, um der armen kleinen Partei das Leben schwer zu machen.
Wie immer.

Part1
 
Roichi Donnerstag, 07.November 2013, 14:25 Uhr:
part 2
"Denn wir wissen ja sicher..."

Dann solltest du nochmal zur Schule gehen, wenn das dein Wissen ist.
 
Andre Donnerstag, 07.November 2013, 17:57 Uhr:
@Roichi @Münchhausen

Nochmal,,,,
Niemand der den Islam ablehnt ist Rechts!
Auch nicht fremdenfeindlich oder Ausländerfeindlich.
Ich lehne den Islam ab. Mein gutes Recht und muss auch noch nicht den Tod befürchten in Deutschland.
Religionsfreiheit heißt, dass jeder seine Religion leben darf...Religionsfreiheit bedeutet auch, dass KEINE Religion andere einschränkt-belästigt usw.
Wenn mein Kind im Kiga z.b. kein Schwein mehr Essen soll oder andere wegen der Wurst beleidigt werden, ist das eine auf diese "religion" aufbauende Diskrimminierung!
Das der Islam dazu im 2 Wk eng mit den Nazis verbunden war, weil beide die selbe Ideologie eint, wird gerne übersehen!
Wenn ich als Ausländer mit einem Deutschen ISlam Hörigen streite und er mich beschimpft, ist es keine Ausländerfeindlichkeit?
Aber wenn ich diesen Deutschen und seine Ideologie ablehne, weil diese frauenfeindliche suw. ist, soll ich rechts sein?
Deutschland ist schon sehr Krank :)))
 
Andre Donnerstag, 07.November 2013, 18:01 Uhr:
@ Roichi schreibt...............
Vielleicht sagt sie das.
Dass sie gleichzeitig Grundrechte angreift, wenn auch noch zaghaft, spricht dagegen.


Das die Linke das in vielen vielen Punkten macht, ist natürlich völlig in Ordnung..der Zweck heiligt die Mittel :))))
Selten so gelacht!
 
Yorel Donnerstag, 07.November 2013, 18:33 Uhr:
@ Roichi

erstmal zum Part 2

Ich muss feststellen Ironie ist nicht gerade eine deiner Stärken.

Wie die faule schweigende Mehrheit in Einklang mit der Wahlbeteiligung zu bringen ist? Mit geht es weniger um die schweigende Mehrheit, mir geht es um die faule Mehrheit. Wahlbeteiligung von 71,5% klingt ja ganz gut, doch wenn man sich mal den Großteil der CDU- und SPD Wähler anschaut sind sehr viele darunter die CDU wählen da sie es schon immer gemacht haben oder weil sie unsere mit so vielen guten Eigenschaften (Achtung Ironie) gesegnete Angela sympatisch finden.

Ach was mach ich hier überhaupt...adieu
 
Roichi Freitag, 08.November 2013, 12:07 Uhr:
@ Andre

Hier scheint ein grundsätzliches Problem der Verständigung vorzuliegen.
Die Unterscheidung ist immer, deine Meinung, die du haben kannst, und das Handeln öffentlicher Stellen.
In dem Moment, wo du die Forderung nach öffentlichem Handeln aufstellst, wird es interessant.
Und auch, wenn du anderen Leuten Realitätsverweigerung vorwirfst, nur weil du die obige Trennung nicht realisierst.

"Das die Linke das in vielen vielen Punkten macht, ist natürlich völlig in Ordnung"

Ach. Das wäre doch mal interessant näher auszuführen.
So mit Beispielen und Belegen etc.
Allerdings würde das auch wieder vom Thema ablenken Was wohl auch so beabsichtigt ist.


@ Yorel

Ich hab dich schon verstanden.
Ob Ironie der treffende Ausdruck ist, wage ich allerdings zu bezweifeln.

"Mit geht es weniger um die schweigende Mehrheit, mir geht es um die faule Mehrheit."

Und auch hier bleibst du allein bei deinen Vermutungen.
Eventuell kommst du jetzt noch mit Einzelfällen.
Tatsache ist, dass 71,5% wählen gehen und damit ihre politische Meinung äußern.
Zusätzlich dazu gibt es noch unzählige Bürgerinitiativen, damit meine ich nur die echten, und andere Formen der Beteiligung, die rege genutzt werden.
Die Wahlbeteiligung ist schön messbar. Andere Dinge nicht so.
 
Pogoaffe Samstag, 09.November 2013, 11:46 Uhr:
Der Artikel wuchtet ein bißchen arg undifferenziert mit dem Begriff "Islamfeindlichkeit" herum. Nicht jede Kritik am intoleranten Monotheismus ist gleich "Feindlichkeit". Sonst wäre ja gerad die SPD mit ihren alten atheistischen Wurzeln "islamfeindlich", "christentumsfeindlich" oder "judentumsfeindlich". Jetzt mal im Ernst, der Lucke tut vermutlich das einzig Richtige. Er schaut, wo die Leute genau stehen, und was sie eigentlich meinen. Außerdem hat er sich selber rechtzeitig und klar positioniert. Ihm einen negativen Artikel zu verpassen oder ihn quasi zum Arsch zu machen ist sicher sehr reizvoll, aber wo ist der schlimme Inhalt? Was ist ihm bei der ganzen Aktion vorzuwerfen? Lucke ist halt kein SPD-Mitglied. So what?
 
Andre Montag, 11.November 2013, 11:45 Uhr:
@ Roichi
Ist das hier doch eien Fascho Seite?
Wer seine eigene Meinung als die einzig richtige sieht und andere mit anderen Meinungen diffamiert hat das Faschistische Gedankengut tief in sich!
Das ist echter Faschismus....steckt in vielen Deutschen halt drin, auch wenn man sich gerne ANtifa nennt.
Lieger ein durchgestrichenes Hakenkreuz als gar keins stimmts?
 

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