von Oliver Cruzcampo
   

Unverhohlene Drohung: NPD-nahe Seite stellt Fotos und Namen von Journalisten online

In Schwerin und Demmin gab es Anfang Mai gleich zwei Demonstrationen der NPD in Mecklenburg-Vorpommern. Am darauffolgenden Tag werden auf einer NPD-nahen Facebook-Seite Fotos der anwesenden Journalisten und deren Namen veröffentlicht. Nur kurz zuvor hatte Fraktionschef Udo Pastörs in seiner Rede von „Journallie-Schmierern“ und „Schweinejournalismus“ gesprochen.

Screenshot der Facebook-Veröffentlichtung

Das Verbotsverfahren gegen die rechtsextreme NPD zeigt Wirkung. Seit der Bundesrat Ende 2013 den Antrag einreichte, hat vor allem der im Fokus stehende Landesverband Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche Aktivitäten zurückgefahren. Tunlichst soll vermieden werden, während des laufenden Verfahrens weitere Verbotsgründe zu liefern. Schließlich stammen die meisten der im Antrag gelisteten „Beispiele für Einschüchterung, Bedrohung und Angriffe auf den politischen Gegner“ bereits aus dem Nordosten der Republik.

Zum Bereich „Politische Gegner“ zählen für die rechtsextreme Partei seit jeher auch Journalisten und Medienvertreter, vor allem jene, die kritisch über die NPD berichten. Auch der Spitzenkandidat der Partei zur Landtagswahl im September, Udo Pastörs, richtete sich während seiner Rede am 1. Mai in Schwerin direkt an die Presse:

„Und wenn ich dann mit den immer grienenden Journalisten zu tun habe, die immer mit einer vermeintlich intellektuellen Überlegenheit einem das Mikrofon reichen, dann will ich denen sagen, die auch heute wieder als moralische Instanz und als Zuarbeiter der Staatsanwaltschaften hier anwesend sind, dann will ich denen sagen: Wenn sie sagen, es gibt in Mecklenburg-Vorpommern erst so wenig Ausländer, dann will ich diesen feinen Journallie-Schmierern, dieser Schweinejournalismus, den sie produzieren, ganz einfach freundlich mit Nächstenliebe zurufen: es geht nicht nur um MV. Uns Nationaldemokraten geht es zunächst einmal um ganz Deutschland und dann um ganz Europa. Und Europa muss der Kontinent der weißen europäischen Völker bleiben!“

Später stimmte Pastörs dann auf einem zentralen Platz in der Landeshauptstadt in einen „Lügenpresse, Lügenpresse“-Kanon ein, dem etliche der über 400 Anhänger lauthals folgten.

Möglicherweise durch die bewusst vorgebrachten Diffamierungen des Fraktionsvorsitzenden motiviert, begann ein umtriebiger NPD-Sympathisant anschließend, gezielt anwesende Pressevertreter abzufotografieren. Bei dem Mann handelt es sich um den Pasewalker Norman Latzkow, der auch bereits auf Anti-Asyl-Demonstrationen als Redner aufgetreten ist. Mehrfach ging der 34-Jährige direkt auf verschiedene Medienverteter zu, um diese abzulichten, mindestens zwei weitere Personen schlossen sich ihm an. Latzkow bekennt sich mehrfach zur NPD und posiert im „Weltnetz“ auch gerne mal mit in Deutschland verbotenen Tätowierungen.

„Klarer Bestandteil einer Einschüchterungsstrategie“

Am Tag darauf landeten dann auf einer rechtsextremen Facebook-Seite unberechtigterweise etliche Fotos der an dem Tag in Schwerin anwesenden Journalisten. Dort werden diese als „Linksfaschisten“ diffamiert, die Fotos der Demonstrations-Teilnehmer nicht verfremden würden. Es folgt ein langer Text über das „Recht am eigenen Bild“, dass der Autor offensichtlich falsch verstanden hat.

Nur eine Woche später ging die NPD in Demmin erneut auf die Straße, Latzkow fotografierte erneut Pressevertreter ab – und wieder landeten Fotos mehrerer Pressevertreter auf der Seite. Diesmal ergänzt um Namen. Weitere Neonazis kommentieren genüsslich weitere Angaben zu den Personen.

„Diese Veröffentlichungen sind klarer Bestandteil einer Einschüchterungsstrategie“, erklärt LOBBI, der Beratungsverein für Betroffene rechter Gewalt. Zudem zeigten solche Neonazi-Aktionen bereits Wirkung: „Immer weniger Journalisten sind bereit, von solchen Auftritten zu berichten“, so ein Mitarbeiter. Dass es nicht immer bei reinen Bedrohungsszenarien bleibt, zeigt ein Vorfall vom Februar im Nachgang einer Mvgida-Demonstration. Dort schlug ein ehemaliger HDJ-Kader auf einen Pressevertreter ein und verletzte diesen.

Kommentare(34)

Uwe Ostertag Samstag, 14.Mai 2016, 15:51 Uhr:
Es ist falsch mit Steinen aus dem Glashaus zu werfen, denn der deutsche Journalismus ist ein aggressives Meinungsbildungsunternehmen. Denn diese Journalisten sind weit weg von objektiver Berichterstattung, welche frei von subjektiver Kommentierung ist.
Es ist falsch diese Journalisten zu verfolgen, aber letztendlich haben die Journalisten mit ihrer Art der Berichterstattung alles herausgefordert.
Würde der Journalismus sich lediglich auf Fakten beziehen, diese roh und unverfälscht gebracht werden, dann hätte dieser auch einen höheren Stellenwert
 
Erik Sonntag, 15.Mai 2016, 11:17 Uhr:
Verstehe die Aufregung nicht. Stellen Pressevertreter nicht auch Fotos und Namen online?
 
Roichi Sonntag, 15.Mai 2016, 12:33 Uhr:
@ Uwe

Schon klar. Und die Frau ist selbst Schuld, wenn sie vergewaltigt wird, nicht?
Das nennt sich Täter-Opfer Umkehr, was du hier betreibst.
Und natürlich kommst du über Parolen nicht hinaus.
Kann ja nicht sein, dass die eigene Ideologie Gewalt braucht, und diese dann auch noch dokumentiert wird. Genauso, wie es nicht sein kann, wenn die Aussagen der Chefideologen dokumentiert werden.
 
GNWP Sonntag, 15.Mai 2016, 13:24 Uhr:
Ääähm, ist klar Uwe! Ist das wieder das typische Opfer-Gejammer? Die armen Rechten...

Ist das eine Rechtfertigung für Einschüchterung, Bedrohung und Gewalt? Erst distanzierst Du Dich in Deinem Kommentar davon und dann findest Du Gründe für dieses abstoßende Verhalten...

Manchmal soll es tatsächlich helfen vor dem Schreiben zu denken...
 
Gehts Noch Sonntag, 15.Mai 2016, 13:51 Uhr:
" Es ist falsch diese Journalisten zu verfolgen, aber letztendlich haben die Journalisten mit ihrer Art der Berichterstattung alles herausgefordert. "

Gehts noch? Ist das das neue "sie hat mit ihrer Kleidung die Vergewaltigung herausgefordert"?
Gewalt ist strafbar. Presseberichterstattung und Meinungsfreiheit sind grundgesetzlich geschützt. Und so einen rassistischen Dreck wie "das Europa der weissen europäischen Völker" muss man gar nicht kommentieren, der ist schon "roh und unverfälscht" ekelerregend genug. Genauso wie das "1000 jährige Deutschland" von AFD-Höcke.
 
Roichi Sonntag, 15.Mai 2016, 16:41 Uhr:
@ Erik

Dass du das nicht verstehst, wundert nicht.
Du kommst ja noch nichteinmal darauf, dass deine vermeintliche Frage Blödsinn ist. Geschweige denn, dass du den Artikel gelesen hast.
 
Hans Sonntag, 15.Mai 2016, 20:22 Uhr:
@ Erik

"Verstehe die Aufregung nicht. Stellen Pressevertreter nicht auch Fotos und Namen online?"

Aha, weil Journalisten Fotos und Namen von Extremisten veröffentlichen, ist es auch in Ordnung, dass die Sturmstaffel der Rechten diese denunziert? Ersteres fällt wohl unter die Pressefreiheit, das zweite unter ...?
Das erwartet uns also, wenn die AfD mal was zu sagen hat?
 
Ahmed Sonntag, 15.Mai 2016, 20:28 Uhr:
@Erik
"Stellen Pressevertreter nicht auch Fotos und Namen online?"
Nenn doch mal bitte Beispiele. Danke.
 
Don Gewraldo Sonntag, 15.Mai 2016, 22:35 Uhr:
@Ahmed
"Stellen Pressevertreter nicht auch Fotos und Namen online?
Nenn doch mal bitte Beispiele. Danke. "

Vielleicht einfach mal diesen Blog lesen:

http://www.endstation-rechts.de/news/kategorie/die-rechte/artikel/die-rechte-parteivize-wegen-volksverhetzung-erneut-zu-haftstrafe-verurteilt.html
 
Eckhard Neuhoff Montag, 16.Mai 2016, 10:26 Uhr:
@Don Gewraldo: Der feine und entscheidende Unterschied (siehe die von Ihnen genannte Quelle) ist der, dass der verurteilte Nazi nicht mit Telefonnummer und Anschrift veröffentlicht wurde, und der berichtende Journalist sich an das Pressegesetz gehalten hat. Aber wenn Nazis die Adressen von Journalisten veröffentlichen, ist das ein Verstoß gegen den Datenschutz und eine offene Bedrohung, die durch garnichts zu rechtfertigen ist. Haben Sie das verstanden, oder war das zu subtil für Sie?
 
Erik Montag, 16.Mai 2016, 11:14 Uhr:
@ Redaktion

"Dass es nicht immer bei reinen Bedrohungsszenarien bleibt, zeigt ein Vorfall vom Februar im Nachgang einer Mvgida-Demonstration. Dort schlug ein ehemaliger HDJ-Kader auf einen Pressevertreter ein und verletzte diesen."

Das ist falsch. Dieser ehemalige "HDJ-Kader" soll angeblich auf einen Pressevertreter eingeschlagen haben. Bewiesen ist da nichts.
 
Roichi Montag, 16.Mai 2016, 13:11 Uhr:
@ Don

Einen Politiker, der noch dazu Straftäter ist und eine Straftat öffentlich bei einer Demo begangen hat, soll man also nicht beim Namen nennen dürfen?
Der hat sich selbst zur Person der Zeitgeschichte gemacht. Er stellt sich selbst in die Öffentlichkeit und begeht dort Straftaten. Und er versucht öffentlich seine Meinung an Menschen zu bringen und diese dazu zu bewegen, ihn zu wählen.
Nach deiner Logik dürfte man also keinen Politiker benennen, schon gar nicht, wenn dieser etwas verbotenes macht, vielleicht sogar öffentlich.
Da wäre die Empörungsmaschine der Kamerraden aber ganz schnell am Ende.

Deine Logik zieht nicht. Merkste selbst.
Übrigens musst du noch den Zusammenhang zur Aussage von Erik herstellen.
Ich hab dir gerade aufgezeigt, dass dir das nicht gelingen wird.
War also nichts, dein Versuch der Ablenkung.
 
paul.pa Montag, 16.Mai 2016, 13:25 Uhr:
..und wie muss beurteilen, wenn die Antifa die Namen, Anschriften, Telefonnummern und E-Mail Anschriften von rund 2000 AfD Mitgliedern ins Netz stellt? Dazu habe ich noch nichts hier gelesen oder sollte ich es übersehen haben?
 
Roichi Montag, 16.Mai 2016, 18:44 Uhr:
@ Paul

Das musst du als Ablenkung deinerseits beurteilen.
Du weißt schon: "...aber die anderen auch...mimimimi"
 
Oliver Cruzcampo Dienstag, 17.Mai 2016, 10:16 Uhr:
@Erik Blöd nur, dass direkt daneben ein Kamerateam stand, die komplette Szene beobachtete und sogar teilweise filmte. Inkl. der blutenden Lippe der verletzten Person. Da ist die Beweislage also schon sehr eindeutig.
 
Anna Dienstag, 17.Mai 2016, 14:43 Uhr:
@ Uwe

"Würde der Journalismus sich lediglich auf Fakten beziehen, diese roh und unverfälscht gebracht werden, dann hätte dieser auch einen höheren Stellenwert"

Zum Einen verwechselst du hier Wikipedia mit Journalismus. Zum anderen ist es nicht so, dass man das ganze Weltgeschehen mal eben objektiv niederschreiben kann. Da gibt es verschiedene Standpunkte und Interpretationen. Für die einen ist zum Beispiel ein Whistleblower ein Held, für die anderen ein Verräter.

Journalismus dient dazu das aktuelle Geschehen einzuordnen in einen großen Gesamtkontext und zu erklären, wie es zu bestimmten Entwicklungen kam. Da ist sicherlich auch Subjektivität dabei, denn es schreiben Menschen. Die meisten professionellen Journalisten versuchen aber nach meiner Einschätzung das möglichst gering zu halten.

Ob man am Ende dem gesamten Artikel zustimmt oder nicht, bleibt einem selber überlassen, aber Journalisten sind nicht nur dafür da deine Meinung kundzutun. Witzigerweise ist nämlich die Lügenpresse nämlich immer anderer Meinung, während die Berichterstatter der "Wahrheit" immer nur das eigene Weltbild untermauern.
 
Erik Dienstag, 17.Mai 2016, 17:32 Uhr:
@ Oliver Cruzcampo

"Blöd nur, dass direkt daneben ein Kamerateam stand, die komplette Szene beobachtete und sogar teilweise filmte. Inkl. der blutenden Lippe der verletzten Person. Da ist die Beweislage also schon sehr eindeutig."

Wer hat die Filmaufnahmen denn gesehen? Es kann ja auch sein, dass dieser ehemalige HDJ-Kader in Notwehr gehandelt hat. Wenn man sich in Notwehr gegen einen Angreifer wehrt, dann kann es schon sein, dass der Angreifer eine blutige Lippe davon trägt.
Solange der Beschuldigte nicht verurteilt wurde, gilt immer die Unschuldsvermutung. Erschreckend, dass man euch das erklären muss.
 
Erik Dienstag, 17.Mai 2016, 17:54 Uhr:
@ Roichi

"Einen Politiker, der noch dazu Straftäter ist und eine Straftat öffentlich bei einer Demo begangen hat, soll man also nicht beim Namen nennen dürfen?
Der hat sich selbst zur Person der Zeitgeschichte gemacht. Er stellt sich selbst in die Öffentlichkeit und begeht dort Straftaten. Und er versucht öffentlich seine Meinung an Menschen zu bringen und diese dazu zu bewegen, ihn zu wählen."

Und weshalb sollte man Journalisten nicht beim Namen nennen dürfen? Journalisten stellen sich doch auch in die Öffentlichkeit, wenn sie zum Beispiel von Demonstrationen berichten. Journalisten haben doch keine Sonderrechte.

"Das musst du als Ablenkung deinerseits beurteilen.
Du weißt schon: "...aber die anderen auch...mimimimi""

Was hat das mit Ablenkung zu tun. Bevor man über andere Menschen urteilt, sollte man bei seinen eigenen Genossen aufräumen.
 
Erik Dienstag, 17.Mai 2016, 18:07 Uhr:
Mir ist es übrigens noch immer schleierhaft, weshalb man Journalisten auf öffentlichen Veranstaltungen nicht fotografieren und die Fotos nicht veröffentlichen darf. Gegen welches Gesetz soll das denn verstoßen? Wer sich in die Öffentlichkeit stellt, muss doch auch damit rechnen, dass er fotografiert wird und dass diese Fotos auch veröffentlicht werden. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Journalisten selbst Bilder von Veranstaltungsteilnehmern veröffentlichen, kann ich dieses "mimimi" nicht nachvollziehen.
 
Erik Dienstag, 17.Mai 2016, 18:12 Uhr:
@ Eckhard Neuhoff

Wenn Journalisten Bilder von Demonstrationsteilnehmern veröffentlichen, dann kann ja auch nicht ausgeschlossen werden, dass diese Bilder von Kriminellen mißbraucht werden. Wo ist da der Unterschied?
 
Roichi Dienstag, 17.Mai 2016, 21:18 Uhr:
@ Erik

"Wer hat die Filmaufnahmen denn gesehen? Es kann ja auch sein, dass dieser ehemalige HDJ-Kader in Notwehr gehandelt hat. Wenn man sich in Notwehr gegen einen Angreifer wehrt, dann kann es schon sein, dass der Angreifer eine blutige Lippe davon trägt."

Soll das jetzt ein Akt der Verzweiflung werden?
Klar, ein Mann bewegt sich in Notwehr auf einen Pressevertreter am Rand zu, der seine Arbeit macht.
Auf die Konstruktion muss man auch erstmal kommen. Aber, wer sich als "Widerstand" begreift, kann alles mit Notwehr rechtfertigen. Bequem, nicht?
Hättest du den Text hinter dem Link gelesen und auch die dort verlinkte Pressemitteilung der Polizei, wärest du vielleicht zur Einsicht gekommen, dass deine Konstruktion der Notwehr von vornherein nicht zu halten ist.
So hast du dich erfolgreich blamiert.

"Solange der Beschuldigte nicht verurteilt wurde, gilt immer die Unschuldsvermutung. Erschreckend, dass man euch das erklären muss. "

Und solange es dir nützt, bist du gerne bereit Fakten zu ignorieren.

"Und weshalb sollte man Journalisten nicht beim Namen nennen dürfen? "

Das brauchst du nichtmal, sie stehen für gewöhnlich unter den Artikeln dieser Journalisten.
Es geht auch nicht um die Namen, sondern um Porträtbilder, Privatadressen und mehr. Steht übrigens auch im Artikel.
Dadurch wird eine Drohkulisse aufgebaut. Um die Leute einzuschüchtern und in ihrem Privatleben anzugreifen.

Ende TEil 1
 
Roichi Dienstag, 17.Mai 2016, 21:18 Uhr:
Teil 2


"Journalisten stellen sich doch auch in die Öffentlichkeit, wenn sie zum Beispiel von Demonstrationen berichten. Journalisten haben doch keine Sonderrechte."

Falsch.
Journalisten sind nicht Teil der öffentlichen Meinungsäußerung in Form der Demonstration.
Sie stellen sich also nicht in die Öffentlichkeit.

"Was hat das mit Ablenkung zu tun. Bevor man über andere Menschen urteilt, sollte man bei seinen eigenen Genossen aufräumen. "

Dann kannst du ja gleich bei den Kamerraden anfangen. Und Kamerrad Paul voran.
Ach nee, das geht ja nicht. Merkst jetzt wie sinnfrei deine Antwort ist?
Doppelmoral at it's best und dazu noch vom Thema ablenken, damit die Kamerraden nicht so schlecht datehen.
Es gibt da einen schönen Artikel zu, der diese Strategie gut beschreibt:
http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/themen-und-gespr%C3%A4chsstrategien-10919

"Mir ist es übrigens noch immer schleierhaft, weshalb man Journalisten auf öffentlichen Veranstaltungen nicht fotografieren und die Fotos nicht veröffentlichen darf."

Das nennt sich Recht am eigenen Bild. Wie immer hilft Wiki weiter:
https://de.wikipedia.org/wiki/Recht_am_eigenen_Bild_%28Deutschland%29

"Vor allem, wenn man bedenkt, dass Journalisten selbst Bilder von Veranstaltungsteilnehmern veröffentlichen, kann ich dieses "mimimi" nicht nachvollziehen. "

Lesen bildet auch hier. Lies und dann hast du die Antworten auf deine scheinheiligen Fragen.

Ende Kommentar
 
Eckhard Neuhoff Mittwoch, 18.Mai 2016, 08:05 Uhr:
@Erik: Sie haben es also noch immer nicht verstanden (oder verstehen wollen)! Es geht hier nicht nur um das Veröffentlichen von Fotos, sondern von Adressdaten, die von Ihren Gesinnungsgenossen dazu genutzt werden (können), missliebige Journalisten, die nicht auf Ihrer Linie liegen und es wagen, kritisch zu berichten, unmittelbar zu bedrohen. Aber das ist ja für Ihresgleichen eine lässliche Sünde, denn schließlich sind es ja "nur" Angehörige der "Lügenpresse", die es nicht anders verdient haben. Soviel also zu Ihrem Verständnis von Rechtsstaatlichkeit!
 
Erik Mittwoch, 18.Mai 2016, 17:54 Uhr:
@ Roichi

"Soll das jetzt ein Akt der Verzweiflung werden?
Klar, ein Mann bewegt sich in Notwehr auf einen Pressevertreter am Rand zu, der seine Arbeit macht."

Woher weißt du, dass er nur seine Arbeit gemacht hat? Warst du dabei?

"Auf die Konstruktion muss man auch erstmal kommen. Aber, wer sich als "Widerstand" begreift, kann alles mit Notwehr rechtfertigen. Bequem, nicht?"

Wo rechtfertige ich etwas? Ich habe nur gemutmaßt. Es könnte ja sein, dass er in Notwehr gehandelt hat. Ausschließen kann man nichts.

"Hättest du den Text hinter dem Link gelesen und auch die dort verlinkte Pressemitteilung der Polizei, wärest du vielleicht zur Einsicht gekommen, dass deine Konstruktion der Notwehr von vornherein nicht zu halten ist."

Da steht nirgendwo, dass sich die Situation genauso abgespielt hat, wie es dargestellt wird. Da wird nichts belegt. Ersetzen Medienberichte und Pressemitteilungen etwa Gerichtsurteile?

"So hast du dich erfolgreich blamiert."

Nö, eher du. Denn du annst nicht beweisen, dass der Beschuldigte auch wirklich schuldig ist.

"Und solange es dir nützt, bist du gerne bereit Fakten zu ignorieren."

Fakt ist, dass es kein rechtskräftiges Urteil gibt. Auch wenn du diese Fakten ignorierst.

Ende Teil 1
 
Erik Mittwoch, 18.Mai 2016, 17:55 Uhr:
Teil 2

@ Roichi

"Das brauchst du nichtmal, sie stehen für gewöhnlich unter den Artikeln dieser Journalisten."

Und weshalb sollte man nicht auch die Gesichter der Journalisten veröffentlichen?

"Es geht auch nicht um die Namen, sondern um Porträtbilder, Privatadressen und mehr. Steht übrigens auch im Artikel."

Und?

"Dadurch wird eine Drohkulisse aufgebaut. Um die Leute einzuschüchtern und in ihrem Privatleben anzugreifen."

Weil du es sagst, oder wie?
Ich fühle mich übrigens auch bedroht, wenn ich bei öffentlichen Veranstaltungen von Journalisten fotografiert werde und diese Bilder veröffentlicht werden. Wer schützt mich vor dieser Bedrohung?

"Falsch.
Journalisten sind nicht Teil der öffentlichen Meinungsäußerung in Form der Demonstration.
Sie stellen sich also nicht in die Öffentlichkeit."

Ach, nein? Oben hast du noch geschrieben, dass Journalisten sogar ihren Namen unter ihre Artikel schreiben. Also machen sie ihre "Arbeit" doch öffentlich. Und natürlich sind Journalisten auch Teilnehmer einer Demonstration, wenn sie sich unter den Demonstranten mischen.

"Dann kannst du ja gleich bei den Kamerraden anfangen. Und Kamerrad Paul voran."

Erst wenn du mit deinen Genossen aufgeräumt hast. Kehre also erst vor deiner Tür.

"Es gibt da einen schönen Artikel zu, der diese Strategie gut beschreibt:
...
"
Ist ja schön, dass du mir den Artikel verlinkst. Er ändert aber trotzdem nichts am Verhalten deiner Genossen.

Ende Teil 2
 
Erik Mittwoch, 18.Mai 2016, 17:55 Uhr:
Teil 3

@ Roichi

"Das nennt sich Recht am eigenen Bild. Wie immer hilft Wiki weiter:
https://de.wikipedia.org/wiki/Recht_am_eigenen_Bild_%28Deutschland%29"

Da steht doch drin, dass Bilder von Personen veröffentlicht werden dürfen, die an öffentlichen Versammlungen teilgenommen haben. Wie soll man erkennen, ob es sich bei einer Person auf einer Demo um einen Journalisten handelt?

"Lesen bildet auch hier. Lies und dann hast du die Antworten auf deine scheinheiligen Fragen."

Du solltest vielleicht erst mal deine eigenen Links lesen, bevor du anderen Personen Ratschläge erteilst. Aber was sollte man von dir auch anderes erwarten?

Ende Kommentar
 
Erik Mittwoch, 18.Mai 2016, 18:07 Uhr:
@ Eckhard Neuhoff

" Sie haben es also noch immer nicht verstanden (oder verstehen wollen)! Es geht hier nicht nur um das Veröffentlichen von Fotos, sondern von Adressdaten, die von Ihren Gesinnungsgenossen dazu genutzt werden (können), missliebige Journalisten, die nicht auf Ihrer Linie liegen und es wagen, kritisch zu berichten, unmittelbar zu bedrohen. "

1. Wer sind meine Gesinnungsgenossen?
2. Wo sind die Belege dafür, dass diese Daten dazu veröffentlicht werden, um Journalisten zu bedrohen.

" Aber das ist ja für Ihresgleichen eine lässliche Sünde, denn schließlich sind es ja "nur" Angehörige der "Lügenpresse", die es nicht anders verdient haben."

Das war eine Behauptung, für die Sie doch Belege haben, oder?
Ich gebe Ihnen die Chance, sich für diese Unterstellung zu entschuldigen. Ansonsten werde ich rechtliche Schritte gegen Sie einleiten.

"Soviel also zu Ihrem Verständnis von Rechtsstaatlichkeit!"

Sagt ausgerechnet derjenige, der mir unterstellt, ich würde es gutheißen, wenn Journalisten bedroht werden. Es ist nicht zu fassen, was hier für Kommentare veröffentlicht werden.
 
Roichi Donnerstag, 19.Mai 2016, 14:36 Uhr:
@ Erik

"Woher weißt du, dass er nur seine Arbeit gemacht hat? Warst du dabei?"

Du behauptest also einfach, der wäre da nicht zur Arbeit gewesen und ich soll dir nun das Gegenteil beweisen.
Das zieht nicht.

"Wo rechtfertige ich etwas? Ich habe nur gemutmaßt"

Und mit deiner Mutmaßung, die du mal eben als ernsthafte Möglichkeit darstellst, obwohl du wissen könntest, dass sie das nicht ist, rechtfertigst du dann die Taten des Angreifers als Notwehr.
Ausschließen kann man, dass du das versehentlich machst.

"Da steht nirgendwo, dass sich die Situation genauso abgespielt hat, wie es dargestellt wird. Da wird nichts belegt. "

Ja, wenn die Ideologie die Richtung vorgibt muss das so sein. Jedenfalls ist das deine "Argumentation".

"Denn du annst nicht beweisen, dass der Beschuldigte auch wirklich schuldig ist."

Nö. Muss ich auch nicht. Du hast deine Behauptung allerdings wider besseres Wissen aufgestellt. Was folgt daraus?

"Fakt ist, dass es kein rechtskräftiges Urteil gibt. "

Uhh. Der Rückzug auf rechtskräftige Urteile. Na dann ist ja alles geklärt.
Wozu muss man dann überhaupt noch berichten?
Und wie passt das mit deiner Verteidigung von Pauls Ablenkung zusammen?
Wo ist da das rechtskräftige Urteil?
Mal abgesehen, davon, dass der Rückzug natürlich nur kommt, wenn es nützt. Nicht etwa, wenn die rechte Empörungsmaschine selber Urteile fällt.

Ende Teil 1
 
Roichi Donnerstag, 19.Mai 2016, 14:36 Uhr:
Teil 2

"Also machen sie ihre "Arbeit" doch öffentlich. Und natürlich sind Journalisten auch Teilnehmer einer Demonstration, wenn sie sich unter den Demonstranten mischen."

Sie machen ihre Arbeit öffentlich, sind aber nicht als Person in der Öffentlichkeit.
Ich weiß, du willst das nicht verstehen, weil es nicht zur "Argumentation" passt. Es ist aber recht einfach, wenn man ein wenig nachdenkt.
Und nur, weil sich Journalisten vor Ort ein Bild machen, werden sie nicht zu Demoteilnehmern. Da ist mal wieder die Behauptung mit dir durchgegangen.

"Erst wenn du mit deinen Genossen aufgeräumt hast. Kehre also erst vor deiner Tür."

Muahahaha. Mehr hast du nicht zu bieten?
Die Antwort kannst du weiter oben nachlesen. Ist die Gleiche wie zu Pauls Beitrag.

"Ist ja schön, dass du mir den Artikel verlinkst. Er ändert aber trotzdem nichts am Verhalten deiner Genossen. "

Ja. Abgesehen davon, dass ich keine Genossen habe. Aber geschenkt.
Es ging auch nicht um das Verhalten, sondern um Pauls Aussage und deine Unterstützung dieser, die beide nur der Ablenkung dienen.

Ende Teil 2
 
Roichi Donnerstag, 19.Mai 2016, 14:37 Uhr:
Teil 3

"Da steht doch drin, dass Bilder von Personen veröffentlicht werden dürfen, die an öffentlichen Versammlungen teilgenommen haben. Wie soll man erkennen, ob es sich bei einer Person auf einer Demo um einen Journalisten handelt? "

Indem man die Augen aufmacht. Wie es der oben beschriebene Kamerrad ja offensichtlich getan hat. Sonst wüsste er ja nicht, dass er da Bilder von Journalisten öffentlich macht und dann auch noch Mit Name nund Adressen versieht.
Journalisten befinden sich seltenst innerhalb einer Demo. Wie auch im Bild oben zu sehen ist.
Ich weiß, die Ideologie lässt dich das nicht sehen. Auch wenn dein Kamerrad das offensichtlich doch kann.

"Du solltest vielleicht erst mal deine eigenen Links lesen, bevor du anderen Personen Ratschläge erteilst."

Längst getan.
Du willst offensichtlich nicht.

"2. Wo sind die Belege dafür, dass diese Daten dazu veröffentlicht werden, um Journalisten zu bedrohen."

Lies den Artikel. Ich hatte dazu aber auch etwas geschrieben. Oder brauchst du wieder rechtsgültige Urteile?
Über die Bedrohungen von Journalisten wurde ja nun schon überall berichtet.

"Ich gebe Ihnen die Chance, sich für diese Unterstellung zu entschuldigen. Ansonsten werde ich rechtliche Schritte gegen Sie einleiten."

Muahahaha.
Die Welt wird erzittern vor dir.
Dich nimmt doch keiner mehr ernst. Also schon längst nicht mehr.
Austeilen und nicht einstecken können ist in rechten Kreisen ja üblich.
Mimimiiii

Ende TEil 3
 
Roichi Donnerstag, 19.Mai 2016, 14:38 Uhr:
Teil 4

"Es ist nicht zu fassen, was hier für Kommentare veröffentlicht werden. "

Alle, die nicht den Gesetzen widersprechen, wenn ich den Anspruch der Redaktion noch richtig im Kopf hab.
Manchmal würde man sich aber wünschen solchen Blödsinn wie deinen hier nicht lesen zu müssen.

Ende Kommentar
 
Eckhard Neuhoff Freitag, 20.Mai 2016, 06:52 Uhr:
Das ist wirklich köstlich: Ein Nazi möchte nicht "Nazi" genannt werden und droht mit rechtlichen Konsequenzen. Aber gut, ich werde versuchen, es "politisch korrekt" auszudrücken: Nazis heißen ab sofort "Menschen mit rechtsextremem Hintergrund", oder vielleicht auch: "Menschen mit Rechtsstaat-Defizit". Und wofür entschuldigen? Für freie Meinungsäußerung? Oder dafür, dass ich die Beiträge des werten "Erik" etwas überspitzt interpretiert habe? Eher friert die Hölle zu...
 
Berlinerin Freitag, 20.Mai 2016, 20:44 Uhr:
@ Erik
Wie kann man sich nur so blamieren?
 
Eckhard Neuhoff Freitag, 20.Mai 2016, 21:39 Uhr:
@Berlinerin: Man kann es ja mal versuchen, andere Menschen einzuschüchtern... Und im Übrigen gilt: Jeder blamiert sich so gut, wie er kann!
 

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