von Oliver Cruzcampo
   

Universität Halle: Identitäre bedrohen Studierende

Mitglieder der Identitären Bewegung bedrohten am Montag eine Gruppe von Studierenden der Universität Halle. Die herbeigerufene Polizei fand bei den Rechtsextremen neben Quarzhandschuhen auch ein Messer.

Nach der Bedrohung: Die Mitglieder der Identitären Bewegung werden von der Polizei befragt

An der Harz-Mensa der Universität Halle kam es am Montagmittag zu einer Bedrohungssituation, die offenbar von Mitgliedern der Identitären Bewegung hervorgerufen wurde. Diese hätte verschiedenen Zeugenaussagen zufolge mindestens zwei Personen umstellt, den kompletten Vorfall hätten sie mit der Kamera gefilmt.

Die Situation erstreckte sich offenbar über etliche Minuten, so dass die Polizei gerufen wurde und die Beamten die Klärung des Sachverhalts angehen konnten. In einer anschließenden Pressemitteilung der Polizei ist die Rede von einer fünfköpfigen Personengruppe, von der aus es „zu verbalen Beleidigungen“ und einer „verbalen Drohung“ gegen die anwesenden Studierenden gekommen sei. Zudem wurden Pfefferspray, Quarzhandschuhe sowie ein Einhandmesser bei der Gruppe gefunden und sichergestellt. Die Polizei bestätigte gegenüber ENDSTATION RECHTS., dass es sich dabei um Personen des rechten Spektrums handele.

Zudem erreichte unsere Redaktion ein Augenzeugenbericht einer Person, die sich zu dem Zeitpunkt in unmittelbarer Nähe aufhielt und sich mit den Aussagen der Polizei deckt. Darin heißt es, dass fünf Männer und eine Frau „zielstrebig auf einen Tisch“ zugegangen seien, an dem zwei Studierende saßen. Auch ein kurzes Video und zwei Fotos, die unserer Redaktion zugesandt wurden, zeigen Szenen aus der Vorfall.

Ehemals in Neonazi-Milieu aktiv

Bei den Rechtsextremen handelt es sich um Mitglieder der Gruppe Kontrakultur Halle, ein Ableger der Identitären Bewegung. An der Aktion war offenbar auch Melanie Sch. beteiligt, die als Melanie Halle schon bei der AfD-Wahlparty in Schwerin aufgetreten ist. Weiterhin vor Ort war Mario M., der Identitäre war zuvor bei den Jungen Nationaldemokraten aktiv und wurde u. a. wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Involviert waren zudem die umtriebigen IB-Aktivisten Dorian Sch., zuvor ebenfalls in Neonazi-Kreisen unterwegs, Philip T., sowie Florian M. und Andreas K.

Die Identitären veröffentlichten im Nachgang eine Stellungnahme auf ihrer Facebook-Seite, darin heißt es, dass sie die zwei Personen lediglich „zur Rede gestellt“ hätten, es gebe eine Verbindung zu einer Auseinandersetzung in der vergangenen Woche. Die Polizei bestätigte, dass es einen nicht näher beschriebenen Vorfall gegeben hätte, die Ermittlungen würden andauern.

Kommentare(6)

John Mittwoch, 14.Juni 2017, 03:54 Uhr:
"An der Harz-Mensa der Universität Halle kam es am Montagmittag zu einer Bedrohungssituation, die offenbar von Mitgliedern der Identitären Bewegung hervorgerufen wurde."

Hust* Kontrakultur Halle nicht der IB.

"Die Polizei bestätigte, dass es einen nicht näher beschriebenen Vorfall gegeben hätte, die Ermittlungen würden andauern."

Süß, der eine hat dem anderen gedroht.
Vielleicht tat die andere Seite das auch??
Sieht man vielleicht im ganzen Video, das anderenfalls laut Zitat ihrer Redaktion:

"Auch ein kurzes Video und zwei Fotos, die unserer Redaktion zugesandt wurden, zeigen Szenen aus der Vorfall."

Natürlich nicht nachgewiesen wurde.
Wenn ich mir eure Seite anschaue, dann finde ich mich im 3. Reich wieder.
Völlig einseitig ohne Selbstkritik an der Antifa, die für Gewalt bekannt ist :P

Macht Ihr euch wirklich die Mühe, so einen Unsinn zu schreiben??
Dieser Beitrag beschreibt die "Lächerlichkeit" der Linksradikalen Szene.
Großer clickbait, für mehr hetze gegen Jugendliche, anderer Meinung.
Null Inhalt und keine Beweise, Hauptsache großer Aufschrei. Laut meiner Recherche sind die Kontrakultur Typen, Studenten an derselben Uni! Vielleicht befanden sie sich in einem Streit, mit dem anderen Studenten?? Wird hier so groß als "Skandal" gefeiert, dass ich kotzen könnte ...
Warum wird mir so was auf Google empfohlen??! ...

Ich kann euch mal als neutraler Betrachter beider Szenen, Gewalttaten eurer Mitstreiter darlegen, darüber könnte man täglich Buch führen.
 
Eingeweihter Mittwoch, 14.Juni 2017, 09:27 Uhr:
"Die Polizei bestätigte, dass es einen nicht näher beschriebenen Vorfall gegeben hätte, die Ermittlungen würden andauern."

Richtig, letzte Woche wurden nämlich zwei Aktivisten der IB Halle unvermittelt Opfer einer gefährlichen Körperverletzung, als fünf Antifaschisten diese zuerst mit Pfefferspree besprühten und dann die Opfer mittels Schlägen malträtierten.

Dass dieses Mal die Personen zur Rede gestellt werden sollten, stimmt. Insoweit nur sehr fragwürdig, inwieweit hier seitens der IB von einer Bedrohung der Studenten schwadroniert wird und der eigentlich greifbare Hintergrund, also der Überfall letzter Woche von den Antifaschisten, nur so dargestellt wird, als wäre dies von keiner Relevanz. Die macht der Presse zeigt sich - wie so oft - vor allem darin, was sie verschweigt.

Grüße
 
Friedhelm Schrodt Mittwoch, 14.Juni 2017, 09:47 Uhr:
Na, na, na ...
soll ich diesem Artikel wirklich glauben? Ich glaube nicht! Hier übertreibt der Autor wohl mainstream-populistisch und politisch-korrekt doch ziemlich. Das ist nicht Eigenart der Identitären.
 
Roichi Mittwoch, 14.Juni 2017, 19:32 Uhr:
@ John

IB oder Kontrakultur macht keinen Unterschied im Inhalt, nur im Label.

"Süß, der eine hat dem anderen gedroht.
Vielleicht tat die andere Seite das auch??"

Lesen hilft zu verstehen.
Die Kamerraden sind auf Leute an einem Tisch zugegangen, bewaffnet und drohend.
Was musst du da jetzt relativieren?

"Wenn ich mir eure Seite anschaue, dann finde ich mich im 3. Reich wieder."

Es geht ja auch um Nazis, die genau das wiederhaben wollen. Die Thematik ist schon im Seitentitel erkennbar.

"Völlig einseitig ohne Selbstkritik an der Antifa, die für Gewalt bekannt ist :P"

Na immerhin bist du selbstkritisch genug, vorher anzumerken, dass du diesen Blödsinn nicht nachweisen möchtest.

"für mehr hetze gegen Jugendliche, anderer Meinung."

Nö. Aber das willst du nicht verstehen.

"Null Inhalt und keine Beweise, Hauptsache großer Aufschrei."

Womit du deinen Kommentar wunderbar zusammenfasst.

"Laut meiner Recherche..."

Die da wäre?

"Ich kann euch mal als neutraler Betrachter beider Szenen, Gewalttaten eurer Mitstreiter darlegen, darüber könnte man täglich Buch führen. "

Kannst du ganz sicher nicht, nach diesem Kommentar.
 
Roichi Mittwoch, 14.Juni 2017, 19:33 Uhr:
@ Eingeweihter

"Dass dieses Mal die Personen zur Rede gestellt werden sollten, stimmt. "

Und das hast du im Kaffesatz gelesen. Oder wie?
Weiterhin würde das auch nicht die Aktion der Kamerraden rechtfertigen. Also nichts gewonnen.

"Die macht der Presse zeigt sich - wie so oft - vor allem darin, was sie verschweigt. "

Von einem Blog, das dir nicht genehm berichtet auf "die Presse" zu schließen ist recht gewagt, meinst du nicht?

@ Friedhelm

"Das ist nicht Eigenart der Identitären. "

Offenbar doch. Wie nicht nur dieser Bericht zeigt.
Ist schon blöd, wenn die Realität mit der Ideologie kollidiert.
 
Kein Roboter! Mittwoch, 14.Juni 2017, 19:42 Uhr:
Mir fehlen im Artikel die Quellenangaben.

Zum Beispiel hier:

"Zudem erreichte unsere Redaktion ein Augenzeugenbericht einer Person, die sich zu dem Zeitpunkt in unmittelbarer Nähe aufhielt und sich mit den Aussagen der Polizei deckt. Darin heißt es, dass fünf Männer und eine Frau „zielstrebig auf einen Tisch“ zugegangen seien, an dem zwei Studierende saßen. Auch ein kurzes Video und zwei Fotos, die unserer Redaktion zugesandt wurden, zeigen Szenen aus der Vorfall."

Wo ist denn das Video, das euch zugespielt wurde?

Oder hier:

" An der Aktion war offenbar auch Melanie Sch. beteiligt, die als Melanie Halle schon bei der AfD-Wahlparty in Schwerin aufgetreten ist. Weiterhin vor Ort war Mario M., der Identitäre war zuvor bei den Jungen Nationaldemokraten aktiv und wurde u. a. wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Involviert waren zudem die umtriebigen IB-Aktivisten Dorian Sch., zuvor ebenfalls in Neonazi-Kreisen unterwegs, Philip T., sowie Florian M. und Andreas K."

Und nachlesen und überprüfen, ob die Behauptungen über diese Personen den Tatsachen entsprechen, kann man wo?
 

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