von Oliver Cruzcampo
   

Razzia: Todesliste mit linken Gegnern

Zwei Personen aus Mecklenburg-Vorpommern stehen im Verdacht, eine staatsgefährdende Gewalttat geplant zu haben. Sie sollen eine Liste mit Personen des linken Spektrums angelegt haben, um diese zu töten. Ein Tatverdächtiger ist Mitglied der Rostocker Bürgerschaft, der andere Mann ist Polizeibeamter aus Ludwigslust.

Aufgrund von Beschlüssen des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs wurden in den frühen Morgenstunden mehrere Wohnungen und Geschäftsräume in Mecklenburg-Vorpommern durchsucht, es geht um den Vorwurf der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.

Die beiden Tatverdächtigen sollen sich nach Informationen des Generalbundesanwalts in Chatgruppen ausgetauscht haben, es sei auch um die aus ihrer Sicht verfehlte Flüchtlings- und Zuwanderungspolitik gegangen. Die Männer sollen sich u. a. mit legal beschafften Waffen eingedeckt haben und eine Liste mit Personen des linken Spektrums angelegt haben. Diese sollten später getötet werden, heißt es in der Pressemitteilung.

Mitglied des Rostocker Stadtparlaments

Mittlerweile gibt es erste Erkenntnisse zu den beiden Männern, die dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen seien. Bei einer Person soll es sich laut SVZ um einen Polizeibeamten der Polizeiinspektion Ludwigslust handeln, den Mann würden gleichzeitig auch disziplinarrechtliche Maßnahmen erwarten.

Der zweite Tatverdächtige ist offenbar Mitglied der Rostocker Bürgerschaft. Der als Rechtsanwalt tätige Mann soll stellvertretender Fraktionsvorsitzender des Wählerbündnisses „Unabhängigen Bürger für Rostock“ (UFR) sein, dem auch der Bürgermeister angehört. Zudem soll es vier Untersuchungen bei nicht tatverdächtigen Dritten gegeben haben, auch unter diesem Personenkreis befände sich ein Polizeibeamter.

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