von Jan Adam
   

Prozess gegen NPD-Kader Jörg Hähnel begonnen

Der Landesvorsitzende der Berliner NPD, Jörg Hähnel, muss sich ab heute vor dem Amtsgericht Tiergarten verantworten. Dies berichtet der „Rundfunk Berlin-Brandenburg" (RBB). In einer Sitzung der Lichtenberger Bezirksverordnetenversammlung (BVV) soll Hähnel die Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg als „politisch geboten" bezeichnet haben.

Hähnel ist neben seiner Funktion als NPD-Landesvorsitzender in Berlin noch Mitglied des NPD-Bundesvorstandes und war Mitarbeiter in der NPD-Landtagsfraktion in Mecklenburg-Vorpommern. Bei einer Taschenkontrolle an der Sicherheitsschleuse des Landtages wurde bei Hähnel im Mai 2007 ein Todschläger gefunden. Auch mit der Berliner Justiz macht Hähnel nicht das erste Mal Bekanntschaft. Im April 2007 wurde er vom Amtsgericht Berlin-Moabit wegen Volksverhetzung angeklagt. Gegen Zahlung einer Geldbuße in Höhe von 300 € wurde das Verfahren eingestellt.

In der rechten Szene ist Hähnel als Liedermacher bekannt. Auch in der "Heimattreue Deutsche Jugend" (HDJ) ist der im Jahr 1976 geborene NPD-Funktionär aktiv. Im Rahmen der bundesweiten Durchsuchungen gegen die HDJ am 9. Oktober 2008 sollen Ermittler der rechtsextremen Internetplattform "Altermedia" zufolge auch bei Hähnel gewesen sein.

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