von Oliver Cruzcampo
   

NPGida: Blockaden schränken Stralsunder Mvgida-Demo ein

Ähnlich wie in Schwerin bestätigten sich auch bei dem zeitgleich in Stralsund durchgeführten Mvgida-Aufmarsch die Befürchtungen, dass die rechtsextreme Szene einen nicht unerheblichen Anteil an der Veranstaltung ausmachen würde. Dazu kam, dass die Polizei hilflos überfordert war und die Lage kaum in den Griff bekam.

Die Hansestadt Stralsund wurde seitens der Veranstalter neben Schwerin als zweiter Anlaufpunkt gewählt, nachdem die ursprünglich in Rostock geplante Demonstration ohne Angabe von Gründen abgesagt wurde. Beobachter vermuten, dass die breite Mobilisierung des Bündnisses „Rostock nazifrei“ zur Entscheidung beigetragen haben dürfte. Durch zwei Anmeldungen sollten zudem die Anfahrtswege minimiert werden und so mehr Anhänger zur Teilnahme bewegt werden.

Neonazis bestimmen Demo

In der Landeshauptstadt hatte in der vergangenen Woche die NPD-Fraktion eine Kundgebung durchgeführt und offen zur Teilnahme an den bevorstehenden Mvgida-Demonstrationen aufgerufen, auch die Bundes-NPD mobilisierte. Es überraschte somit kaum, dass am Montagabend etliche Parteikader vor Ort anzutreffen waren und auch leitende Funktionen übernahmen.

Ähnlich stellte sich die Situation in Stralsund dar: Ein großes Banner mit der Aufschrift „Wir sind das Volk“ wurde von Alexander Wendt, einem der aktivsten Neonazi-Kader aus der Region, getragen. Ein paar Meter weiter hinten reihte sich sein Arbeitgeber, der NPD-Landtagsabgeordnete Michael Andrejewski, in die Marschformation ein. Der Fraktionsmitarbeiter Marko Müller übernahm die Funktion, die Mvgida-Demo fotografisch festzuhalten, während sein Bruder Tino sich dem Schweriner Ableger anschloss.

Der Anmelder Enrico Naumann, der sich anfangs am typischen Pegida-Transparent positionierte, schien von der starken Präsenz regionaler NPD-Kader und militanter Kameradschaftsmitglieder keinesfalls überrascht, eine Distanzierung erfolgte offensichtlich nicht. Vor dem Hintergrund, dass Pegida-Anhänger nicht müde werden zu betonen, dass sie keine Nazis seien und gerne auf ihr Positionspapier verweisen („Pegida ist gegen Radikalismus egal ob religiös oder politisch motiviert) (!) eine skurrile Anmutung.

Mehrere Blockaden

Der Treffpunkt der Mvgida-Teilnehmer am Stralsunder Hauptbahnhof zog auch Dutzende Gegendemonstranten an. Als sich der Zug dann in Bewegung setzte, wurde die personelle Unterbesetzung seitens der Polizei schnell deutlich. Nach nur einhundert Metern wurden die rund 300 Wutbürger und Neonazis blockiert, es ging weder vor noch zurück. Lediglich ein bis zwei Dutzend Polizisten versuchten mehrere Hundert Personen voneinander zu trennen – eine von vornherein zum Scheitern verurteilte Aufgabe.

Schließlich gelang es, den Rückwärtsgang einzulegen und Naumann und seine Anhänger wurden über den Bahnhofsweg gen Süden geleitet. Die ursprünglich geplante Route durch die Stralsunder Altstadt war zu dem Zeitpunkt bereits abgehakt. In der Karl-Marx-Straße angekommen, näherten sich aus entgegengesetzter Richtung schließlich erneut mehrere Dutzend Gegendemonstranten. Aus der Entfernung versuchten wenige Polizeibeamte, die erst aus großer Entfernung aufschließen mussten, beide Gruppen voneinander zu trennen. Der Versuch scheiterte.

So kam es zu heftigen Rangeleien, mehrere Teilnehmer wurden gestoßen und bedrängt. Ein Demonstrant entfernte sich mit blutender Nase – er sei nach eigener Aussage von einem Neonazi geschlagen worden. Die Situation beruhigte sich auch nach mehreren Minuten kaum, in der Zwischenzeit hatten Demonstranten die Mvgida-Route mit Müllcontainern und Einkaufswagen eines nahegelegenen Marktes blockiert. Schließlich wurden die „Islamkritiker“ auf derselben Strecke rasch zurückgeführt zum Hauptbahnhof, eine Polizeibegleitung fehlte erneut. Nur glücklichen Umständen dürfte es zu verdanken sein, dass es zu keinen weiteren Konfrontationen kam.

Am Start- und Endpunkt angekommen verkündete eine junge Frau schließlich, dass man sich „nächste Woche“ wieder auf der Straße sehe. Eine Anmeldung liegt bislang nicht vor.

Kommentare(19)

Björn Mittwoch, 14.Januar 2015, 09:30 Uhr:
Mal wieder zeigt sich was die Pegida-Feinde von Grundrechten halten. Während in Schwerin und Stralsund über 1000 Menschen friedlich auf die Straße gingen um für den Erhalt der deutschen Identität zu demonstrieren, versuchten Linke mal wieder die grundgesetzlich geschützten Versammlungen zu verhindern.

Und natürlich unterstützt auch die NPD die friedlichen Bürgerproteste. Alle zusammen vereinen sich hinter dem Transparent, welches symbolisch sowohl den IS, die Antifa und auch das Hakenkreuz in den Abfall wandern lässt.

Offenbar sind die medialen "Nazi"-Unterstellungen gegen die NPD genauso wenig wahr wie gegen die Pegida. Und dann wundert man sich über das Urteil "Lügenpresse".
 
Dennis Mittwoch, 14.Januar 2015, 10:18 Uhr:
@ Björn:

"Offenbar sind die medialen "Nazi"-Unterstellungen gegen die NPD genauso wenig wahr....."

Muahahaha! Danke für den Lacher am Morgen!

Nur mal ein paar Beispiele, warum die NPD eine Nazi-Partei ist:

- Udo Voigt ist vorbestraft.
- Udo Pastörs bezeichnet die Vernichtung des jüdischen Bolschewismus als gute Idee.
- Thomas Wulff bezeichnet sich selbst als Nationalsozialisten.
- Teilnahme hoher NPD-Kader an SS-Gedenken usw.

All das ignorieren Sie natürlich wie üblich, damit die Ideologie ja keine Kratzer bekommt.
 
Zipfelmütz Mittwoch, 14.Januar 2015, 11:12 Uhr:
@Björn
"Während in Schwerin und Stralsund über 1000 Menschen friedlich auf die Straße gingen"
Björn, lass die Finger von den schöngeistigen Getränken, dann siehst du auch nicht alles doppelt.^^
Aber eigentlich hast du nur wieder gezeigt, dass du eine Karikatur deiner selbst bist und wirklich nur noch als Pausenclown dienst.
 
Ein Nienhagener Mittwoch, 14.Januar 2015, 15:26 Uhr:
@Björn

"wahr wie gegen die Pegida. Und dann wundert man sich über das Urteil "Lügenpresse"."

Auf dem obigen Bild sind 3 Transparente zu sehen. Zwei davon beinhalten: "Bürger dieser Stadt haben Asylanten satt."

Und jetzt vergleichen wir diese Aussage mal mit den Punkten 1, 2, 3, 4, 5 und 6 des Pegida-Positionspapiers.

Da kommt man zwangsläufig zu dem Urteil "Lügen-Pegida".
 
Rob Mittwoch, 14.Januar 2015, 17:17 Uhr:
"... versuchten Linke mal wieder die grundgesetzlich geschützten Versammlungen zu verhindern." Haben Linke gar nicht und können wir auch gar nicht. Ihr habt doch eure grundgesetzlich geschützte Versammlung abgehalten, auch wenn sie nicht überall dort stattfinden konnte, wo es ursprünglich gedacht war.

Wir Linken wollen schon dass ihr euch versammeln könnt, wenn ihr es wollt, nur wollen wir eure grundgesetzlich geschützte Versammlung so unbequem wie möglich gestalten. Ich persönlich hätte kein Problem damit, wenn 20 oder 50 Wutbürger_innen, besorgte Anwohner_innen und/oder Rassist_innen versuchen würden einen Demonstrationszug des "Gutmenschentums" durch eine sitzende Kundgebung/Blockade zu verhindern.
 
Björn Mittwoch, 14.Januar 2015, 20:01 Uhr:
@Dennis

Wow. Na wenn jemand gegen Bolschewismus ist, dann muss er ja ein Nazi sein. Schließlich sind Demokraten nicht gegen menschenverachtende Ideologien oder was?

Udo Voigt ist auch nicht wegen Holocaust Leugnung verurteilt.

Könntest du bitte deine Lügen auf ein Minimum reduzieren.

@Zipfelmütz

Die Zahlen sind realistisch. Augenzeugen sprachen sogar von noch mehr Teilnehmern.

@Nienhäger

Das eine ist ja auch eine Aussage, die ein allgemeines Missfallen über einen bestimmten Zustand ausdrückt und das andere sind politische Forderungen. Die widersprechen sich nicht.

@Rob

Nur komisch, dass in euren Demo Aufrufen immer steht: "Naziaufmarsch" verhindern. Und genauso hanseln sie auch. Das zeigt wie sehr eure Genossen die Grundrechte verachten, wenn sie Menschen in Anspruch nehmen, die nicht in euer krudes Weltbild passen.

"Ich persönlich hätte kein Problem damit, wenn 20 oder 50 Wutbürger_innen, besorgte Anwohner_innen und/oder Rassist_innen versuchen würden einen Demonstrationszug des "Gutmenschentums" durch eine sitzende Kundgebung/Blockade zu verhindern."

Da die bösen Rechten aber auch eure Grundrechte achten, machen sie das nicht. Da sind sie euch schon deutlich voraus.
 
JayBee Donnerstag, 15.Januar 2015, 08:43 Uhr:
@ Björn

"Da die bösen Rechten aber auch eure Grundrechte achten, machen sie das nicht. Da sind sie euch schon deutlich voraus."

Sag mal, glaubst Du eigentlich selbst den Quatsch, den Du hier schreibst? Oder grinst Du Dir einen, wenn Du vor dem Text sitzt?
 
Roichi Donnerstag, 15.Januar 2015, 11:53 Uhr:
@ Björn

"Udo Voigt ist auch nicht wegen Holocaust Leugnung verurteilt.

Könntest du bitte deine Lügen auf ein Minimum reduzieren. "

Wo wir grad bei den Lügen sind. Ich zitiere mal die Aussage von Dennis:
"- Udo Voigt ist vorbestraft."
Die Holocaustleugnung hast du mal eben erfunden.

"Die Zahlen sind realistisch. Augenzeugen sprachen sogar von noch mehr Teilnehmern."

Also was deine Wahrnehmung von Realität angeht, ist nichts realistisch.
Deinen Kamerraden ergeht es ebenso.

"Das eine ist ja auch eine Aussage, die ein allgemeines Missfallen über einen bestimmten Zustand ausdrückt und das andere sind politische Forderungen"

Lesen ist wirklich ein Problem bei dir. Und sei es nur die Aufschrift auf den Transparenten.

"Nur komisch, dass in euren Demo Aufrufen immer steht: "Naziaufmarsch" verhindern."

Bei euch steht auch alles Mögliche in den Aufrufen. Zum Beispiel irgendwas von "Überfremdung stoppen" oder ähnliches.
Eben warst du doch noch der Ansicht, dass das eine Missfallen ausdrückt und das Andere Forderungen sind. Jetzt auf einmal ist dem nicht mehr so.
Jetzt, wo es dir so rum besser passt.

Ende Teil1
 
Roichi Donnerstag, 15.Januar 2015, 11:53 Uhr:
Teil2

"Das zeigt wie sehr eure Genossen die Grundrechte verachten, wenn sie Menschen in Anspruch nehmen, die nicht in euer krudes Weltbild passen. "

Nein Björn. Es zeigt deine krampfhafte Verdrehung von Fakten.
Aber du musst ja auf deine Behauptung kommen, sonst stimmt die Ideologie nicht mehr.
Da biegst du dir eben alles zurecht.

"Da die bösen Rechten aber auch eure Grundrechte achten, machen sie das nicht. "

Nein Björn. Sie sind einfach zu dumm und zu wenige.
Mehr auch nicht.
Grundrechte wollen sie immernoch abschaffen. Ganz vorne dabei deine geliebte NPD.

Ende kommentar
 
Thomas Donnerstag, 15.Januar 2015, 14:14 Uhr:
Mal sehen, ob das von Dauer ist – ist das ein Indiz für etwas? Klingt so :)
[mvgida-Seite]

»Liebe Freunde und Unterstützer,
nach reiflicher Überlegung des Mvgida - Orgateams aus Schwerin,Wismar, Rostock und Stralsund ist eine gemeinsame Entscheidung gefallen. Vorerst findet immer nur ein Abendspaziergang jeden Montag für ganz Mecklenburg Vorpommern statt. Wir können so die organisatorischen Kräfte etwas bündeln.
Am Montag den 19.01.2014 ist es deshalb wieder soweit:
[…] Treffpunkt 18.30 Uhr in Stralsund.«
Ich so gerade auf Facebook:
Da war die Masse also doch zu groß in Schwerin :) #schwegdida
Wenn jemand ganz unironisch da was liken will, das geht gerade gut:
»Schade das ist mir und viele meiner Bekannten zu weit.«
»Lück Sen Jetzt können sich diese ganzen Antispinner, die auf der Schweriner Gegendemo waren, schön auf die Schulter klopfen, dass sie was bewirkt und uns aus Schwerin vertrieben haben. Klasse...«
usw.
 
Dennis Freitag, 16.Januar 2015, 11:16 Uhr:
@ Björn:

1. Der Beitrag stammt nicht von mir!!! Irgendjemand findet es wohl toll, unter fremdem Namen zu schreiben.

2. Wie sind immer noch beim Sie und nicht beim Du.

3. Unter meinem Namen steht was vom "jüdischen Bolschewismus". Sie lassen das Wort "jüdischen" weg. Warum? Weil Sie Pastörs sonst Recht geben müssten?

4. Warum nehmen Sie zu den letzten beiden Punkten keine Stellung?

5. Von Holocaustleugnung steht unter meinem Namen nichts.

[Anm. der Redaktion: Der Passus zu Voigt wurde bearbeitet. Voigt ist wegen Volksverhetzung vorbestraft, nicht wegen Holocaustleugnung].
 
Björn Freitag, 16.Januar 2015, 12:32 Uhr:
Selbst die nicht gerade als rechts bekannte TAZ spricht von 500 Pegida Teilnehmern alleine Schwerin.

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=na&dig=2015%2F01%2F14%2Fa0014&cHash=0016c375af1a1a4d7df54253a20617f0
 
Ein Nienhagener Freitag, 16.Januar 2015, 14:03 Uhr:
Ähh,@Björn
"Die widersprechen sich nicht. "

Wenn auf der einen Seite sehr konkrete Forderungen zur Verbesserung des Anspruchs auf und die Umsetzung von Asyl gestellt werden, wie das Pegida-Zettelchen propagiert, auf der anderen Seite aber die Totalablehnung von Asyl auf den Demos mittels zweier Führungs-Transparente kolportiert wird, dann ist das ein Widerspruch.

Und da Anspruch ? Wirklichkeit folgert sich, dass das Pegida-Positions-Zettelchen nicht das Papier wert ist, auf dem es steht...
 
Björn Freitag, 16.Januar 2015, 17:58 Uhr:
@Nienhäger

Pegida fordert zu Recht eine bessere Unterstützung von Kriegsflüchtlingen und verfolgten Menschen. Und das heißt eben auch Wirtschaftsflüchtlinge und Glücksritter wieder konsequent nach Hause zu schicken.

Ohne diesen Asylmissbrauch wäre auch unter anderem Stralsund nicht von so vielen Asylanten heimgesucht worden und man hätte diesen Zustand nicht satt.

Da aber nur ein kleiner Teil der Asylbewerber Verfolgte sind, sind dort eben hauptsächlich Wirtschaftsflüchtlinge in Stralsund und anderswo angekommen.

Mit der Umsetzung der Pegida Forderungen, würde sich die Anzahl der Asylanten in Stralsund und anderswo deutlich reduzieren und der als unerträglich empfundene Zustand, der auf besagtem Banner zu lesen war, wäre beendet.

Sie sehen also, dass sich Banner und Pegida Forderung nicht widersprechen.

Allerdings ist es klar, dass die Pegida-Feinde und Mainstream Medien dieses Banner in ihrem Sinne umzudeuten versuchen um es für ihre Hetze zu instrumentalisieren. Deshalb finde ich es richtig, dass MVgida besagtes Banner in Zukunft nicht mehr zu lässt.
 
Roichi Samstag, 17.Januar 2015, 12:57 Uhr:
@ Björn

Außer deinen bekannten ideologishcen Parolen kannst du aber wirklich nichts. Schon gar nicht, für andere Leute sprechen.
Dennoch machst du genau das immerwieder.
Und Nein, Stralsund wurde und wird nicht "heimgesucht" von Asylbewerbern, sondern von euch Kamerraden.
 
JayBee Sonntag, 18.Januar 2015, 09:53 Uhr:
@ Björn

"Selbst die nicht gerade als rechts bekannte TAZ spricht von 500 Pegida Teilnehmern alleine Schwerin."

Kannst Du bitte für mich mal definieren, wann die "Lügenpresse" die "Lügenpresse" ist? Also wann Du Zeitungen wie der TAZ glaubst und wann nicht? Das wechselt bei Dir so oft. Da komm ich nicht mehr mit.
 
Björn Sonntag, 18.Januar 2015, 14:32 Uhr:
@JayBee

Den Mainstream Medien kann man bei der Bekanntgabe der Fussball-Ergebnisse trauen. Bei politischen Themen sollte man sich allerdings immer aus mehreren Quellen informieren. Da fehlt dann z.b. bei vielen Mainstream Medien die Angabe der Herkunft, des in Hameln randalierenden Libanesen Klans. Sucht man lange genug dann findet man aber auch dazu eine Angabe. Meist in regionalen Blättern.

Da wird berichtet, dass in Leipzig 30.000 Menschen gegen Pegida aufmarschierten. Im Polizeibericht sind es dann schon nur noch 20.000.

Da wird von 600 randalierenden "Vermummten" in Leipzig berichtet. Aber nur die wenigsten Medien trauen sich deren politischen Hintergrund auch zu nennen. Es waren mal wieder eure Genossen.

Da wird von friedlichen Gegendemos geschrieben, schaut man sich aber den Polizeibericht an, dann kann man von etlichen verletzten Polizisten, Festnahmen und Brandanschlägen lesen.

Wichtig ist die Stossrichtung des jeweiligen Artikels herauszulesen. Will die eine Zeitung die "rechte" Kundgebung kleinreden, nehmen sie sehr geringe Teilnehmerzahlen. Will eine andere Zeitung die gleiche Demo als "Beleg" für die Gefährlichkeit und Aktivität der "Rechten" nehmen, verwenden sie deutlich höhere Teilnehmerzahlen.

Kurzum, um einen objektiven Überblick über Geschehnisse zu erhalten, darf man sich nicht auf eine einzig Quelle verlassen. Man muss mehrere Mainstream Medien lesen, Augenzeugenberichte oder selbst da sein und die Polizei Meldungen verfolgen.
 
Roichi Sonntag, 18.Januar 2015, 18:30 Uhr:
@ Björn

"Bei politischen Themen sollte man sich allerdings immer aus mehreren Quellen informieren."

Und eine Demo deiner Kamerraden ist kein "politisches Thema"?
Nach deiner Aussage kannst du der Taz dort nicht trauen, führst sie aber gleichzeitig als Quelle an.

"Da fehlt dann z.b. bei vielen Mainstream Medien die Angabe der Herkunft, des in Hameln randalierenden Libanesen Klans."

Warum auch sollte das angegeben werden?
Achja, damit die "aufrechten nationalen Bürger" einen Grund zur Empörung haben, ob der "kriminellen Ausländer".
Dass Kriminalität immernoch nicht an der Herkunft hängt, interessiert den "informierten Nationalisten" nicht.

"Da wird berichtet, dass in Leipzig 30.000 Menschen gegen Pegida aufmarschierten. Im Polizeibericht sind es dann schon nur noch 20.000."

Im Polizeibericht sind es auch keine 500 Kamerraden in Schwerin, sondern nur 350.
Noch so eine Quelle, die dir offensichtlich Probleme bereitet.

"Da wird von 600 randalierenden "Vermummten" in Leipzig berichtet. Aber nur die wenigsten Medien trauen sich deren politischen Hintergrund auch zu nennen. Es waren mal wieder eure Genossen. "

Noch so eine björnsche Lüge.
Aber was interessiert dich das schon.

Ende Teil 1
 
Roichi Sonntag, 18.Januar 2015, 18:30 Uhr:
TEil 2

"Da wird von friedlichen Gegendemos geschrieben, schaut man sich aber den Polizeibericht an, dann kann man von etlichen verletzten Polizisten, Festnahmen und Brandanschlägen lesen."

Ja guck mal hin Björn.
Dann siehst du auch, dass die gegendemos eben friedlich waren. Du aber musst das mit irgendwelchen Spinnern in einen Topf werfen, die zu einem anderen Zeitpunkt randalieren.
Was ist eigentlich mit den Angriffen deiner Kamerraden auf Gegendemonstranten? Kein Wort von dir dazu.
Der Björn eben. Immer um Ablenkung bemüht.

"Wichtig ist die Stossrichtung des jeweiligen Artikels herauszulesen."

Du hast vergessen "...um sie auf Konformität mit der nationalen Ideologie zu prüfen und dann die Fakten der Ideologie anzupassen, damit man einen passenden Kommentar schreiben kann."

"Kurzum, um einen objektiven Überblick über Geschehnisse zu erhalten, darf man sich nicht auf eine einzig Quelle verlassen. Man muss mehrere Mainstream Medien lesen, Augenzeugenberichte oder selbst da sein und die Polizei Meldungen verfolgen. "

Damit du auch bestimmt irgendwas ideologisch passendes findest, um entweder abzulenken, oder Endzusiegen.
Wie immer.

Ende Kommentar
 

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