von Robert Scholz
   

NPD-Vorsitz: Hähnel-Brief offenbar gefälscht

Der NPD-Blog zitiert auf seinen Seiten aus einem Schreiben, in dem sich das NPD-Bundesvorstandsmitglied Jörg Hähnel prinzipiell bereit erklären soll, beim geplanten Sonderparteitag für den NPD-Vorsitz zu kandidieren. Es gelte Udo Pastörs zu isolieren, soll es in dem Schreiben heißen. Mittlerweile stellte sich heraus, dass es sich bei dem Schreiben um eine Fälschung handeln soll

Dem NPD-Blog liege  ein Schreiben vom 17. Januar 2009 vor, heißt es, das angeblich vom Berliner NPD-Chef Jörg Hähnel stamme und an den sächsischen NPD-Fraktionschef Holger Apfel gerichtet sei. In diesem Schreiben erkläre sich Hähnel prinzipiell bereit, beim Sonderparteitag zur Wahl anzutreten. Des Weiteren schreibe er, man sollte “Udo Pasteurs über kurz oder lang isolieren. Die ganzen Hardliner müssen wir den [sic!] Weg aus der Partei zeigen“.  Hähnel und seine Verbündeten wollen „mit sachlicher Politik unsere Weltanschauung noch tiefer in die Mitte des Volkes tragen”. Die Freien Kameradschaften sollte man nutzen, ohne sie in die sonstige Arbeit miteinzubeziehen, zitiert der NPD-Blog. Die „Autonomen  Nationalisten” dürften allerdings kein Thema mehr sein. Nach seiner Wahl zum Bundesvorsitzenden sei es Hähnels fester Wille, auch als Spitzenkandidat der Partei in den Bundestag einzuziehen”.

Nach Angaben des NPD-Fraktionschefs im sächsischen Landtag, Holger Apfel, sei der Brief allerdings eine plumpe Fälschung. “Das inhaltlich absurde, stilistisch grauenhafte und orthographisch von Fehlern wimmelnde Schreiben, das angeblich Jörg Hähnel geschrieben haben soll, entlarvt sich bereits im Einleitungssatz als plumpe Fälschung, da Herr Hähnel beim Neujahrsempfang der NPD-Fraktion überhaupt nicht anwesend war und somit dort auch keine Gespräche mit mir geführt haben kann”, schreibt Apfel laut NPD-Blog. Wer Urheber des Schreibens ist, bleibt aber unbekannt. Apfel: “Ich darf Ihnen aber versichern, daß derart plumpe - im Auftrag des Amts für Desinformation gesteuerte - Versuche, innerparteiliche Stimmungsmache zu betreiben und Streit zwischen eng zusammenarbeitenden Parteifreunden zu säen, zum Scheitern verurteilt ist (sic!).”

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